Isolierte Winterwurf-DM für zweite März-Hälfte in Erfurt geplant

(Darmstadt/Erfurt/Krefeld, 22. Januar 2021) Mitunter spielt uns der Zufall für unsere Berichterstattung in die Karten. Aus mehreren voneinander unabhängigen, absolut zuverlässigen Quellen haben uns aufmerksame, fleißige „Erd(en)männchen“ (hier gibt’s nix zu „gendern“, die tierische Gattung heißt so) im Interesse der Sache und der Weiterverbreitung dies zugespielt: Da sich kein Ausrichter für die Senioren-Hallen-DM mit Winterwurf 2022 gefunden hat, soll nach gemeinsamen Gesprächen zwischen dem nationalen Schirmherr DLV und dem gastgebenden Thüringer Leichtathletik-Verband (TLV) an bewährter Stätte, dem Wurfplatz am Steigerwaldstadion in Erfurt, eine isolierte Winterwurf-DM der Ü35-Generation ausgetragen werden. Also aus den drei Langwürfen Diskus, Speer und Hammer.

Wie wär’s mit Kugelstoßen als Rahmenwettbewerb?

Ein Termin steht noch nicht genau fest, soll jedoch in der zweiten März-Hälfte angesiedelt und alsbald in den entsprechenden Wettkampfkalendern veröffentlicht werden. Bis dahin sollte sich nach Expertisen von Virologen und Immunologen auch die Corona-Situation entspannt haben, wo nach jetzigem Kenntnisstand der Höhepunkt für spätestens Ende Februar erwartet wird.
Und noch unsere Idee zu dieser DM-Premiere in Lauerstellung: Um sie für die häufig zweigleisig fahrenden Diskuswerfer/innen noch attraktiver zu gestalten, könnte als Rahmenwettbewerb Kugelstoßen angeboten werden. Das würde als Nebeneffekt zusätzlich noch Spezialisten dieser Zunft generieren. Da sei zum Beispiel ganz aus der Nähe an Vorzeige-Senior Andy Dittmar (*1974/M45) von BiG Gotha als Zugpferd und Galionsfigur der Veranstaltung gedacht. Aber womöglich rennen wir ja mit diesem Vorschlag offene Türen ein.

Nach Lage der Dinge hat sich Lage um das DAMM-Finale beworben

(Darmstadt/Lage/Krefeld, 21. Januar 2021; 10:45 Uhr) Wofür gibt es eigentlich eine Senioren-Spielecke unter leichtathletik.de auf dem Internet-Portal des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) mit Gutsherrensitz in Darmstadt? Einmal davon abgesehen, dass sie unzureichend und nur sporadisch „gepflegt“ wird, hauptsächlich dafür – Achtung: Satire – um ungeheuer wichtige digitale, virtuelle und informative Themenabend für einen überschaubaren Teilnehmerkreis wie Sauerbier anzupreisen. Eine elementare Meldung, die insgesamt fast 100 potenzielle Senioren-Mannschaften männlich wie weiblich angeht (2019 waren es zum bis dahin letzten Finale in München per Saldo 95 Teams), wurde gestern auf der Hauptseite in der News-Spalte „versteckt“ und beiläufig mit einem Nebensatz erwähnt.

Klappe, die 3. zur Ausrichtung des Finales
 
Was wir schon vor zwei Wochen auf dem Obergefreiten-Dienstweg erfahren haben, aber nicht hundertprozentig abgesichert vorschnell berichten wollten, ist nunmehr mit dem Etikett „offiziell“ versehen: Nach Lage der Dinge bewirbt sich die LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen nach 2020 und 2021 für diese Saison ein drittes Mal als örtlicher Ausrichter für das 48. Bundesfinale der Team DM Senioren, bekannter unter Deutsche Altersklassen-Mannschaftsmeisterschaft (DAMM), die Keimzelle der Senioren-Bewegung hierzulande. Allein der Termin steht noch nicht fest. Aber es dürfte traditionsgemäß auf September hinauslaufen.

Dieses Angebot sollte unbedingt genutzt werden
 
Das sollte jene Vereine und Startgemeinschaften zur „Mobilmachung“ aufrufen, an Landesfinals teilzunehmen oder selber mit Gleichgesinnten aus den jeweiligen Regionalverbänden Qualifikationsdurchgänge zu organisieren. Der flammende Appell von LAMPIS, die wir die DAMM stets umfassend mit ungezählten Beiträgen und Tabellen (die letzte von 2019) begleitet haben: Den Lichtblick in düsteren Zeiten wie diesen noch bar deutscher Senioren-Meisterschaften Stadion (Halle ist eh schon gestorben), Mehrkampf und Wurf-Fünfkampf sollte sich die in Frage kommende Ü30-Generation von M30 bis 70 und W30 bis 60 nicht entgehen lassen.

Dünner Aufguss beim Kandidaten-Bingo zu EMA-Präsidiumswahlen

(Braga/Ahlen/Krefeld, 20. Januar 2022) Gehen wir eingedenk allerorten dramatisch steigender Infektionszahlen, deren Spitze nach Expertenmeinung erst Ende Februar erreicht werden soll, in schier grenzenlosem Optimismus davon aus, dass die nunmehr doppelte Nachhol-EM der Ü35-Generation vom 20. bis 27.Februar 2022 in Braga (Portugal; 7-Tage-Inzidenz 2.644) mit ihren offiziell jetzt 2.361 Startwilligen ausgetragen wird. Dann soll (un-)sinniger- und bezeichnenderweise „The day after“ (ein Katastrophenfilm von 1983), also 28.Februar, die Generalversammlung mit dem herausragenden Tagesordnungspunkt Neuwahlen des ausscheidenden geschäftsführenden fünfköpfigen Präsidiums der European Masters Athletics (EMA) stattfinden. Nun sah sich die EMA mit ihrem weitgehend überforderten Vordenker Kurt Kaschke endlich gemüßigt gestern auf ihrer Netzseite den Delegierten aus aller Herren europäischer Länder und einer interessierten Öffentlichkeit die insgesamt elf Kandidaten für die verschiedenen Positionen vorzustellen.

Ehrenpräsident Dieter Massin möchte mehr Licht ins Dunkel bringen

Wobei „vorzustellen“ in diesem Zusammenhang ein großes Wort ist. Vielmehr handelt es sich um eine bloße Aneinanderreihung von Namen und der jeweiligen Nationalität. Immerhin dürfen wir uns rühmen bestens informiert gewesen zu sein und weit vorher am 28.Dezember 2021 über eine Kampfabstimmung zwischen Valentina Fedjuschina aus Österreich und Jerzy Krauze aus Polen um die Kaschke-Nachfolge berichtet zu haben (siehe Link). Doch zurück zu besagtem dünnen Aufguss, der auch den meist im Hintergrund weiterhin eifrig an den Strippen ziehenden 81-jährigen Dieter Massin (im Bild) aus Ahlen in seiner Eigenschaft als EVAA-/EMA-Ehrenpräsident in nachfolgendem Offenen Brief (im Original in englischer Sprache) aus der Reserve lockte:
„Liebe Leichtathletik-Freunde!
Mit großer Freude habe ich die Liste der Kandidaten zum neuen EMA-Council zur Kenntnis genommen. Das ist fantastisch, dass sich so viele Personen um einen Posten im EMA-Council beworben haben.
In meiner Eigenschaft als EMA-Ehrenpräsident habe ich auf Bitten die ehrenvolle Aufgabe übernommen, die Kandidaten auf der EMA friends-facebook-Seite vorzustellen.
Ich möchte alle Kandidaten bitten mir ihre Präsentation zu schicken (via facebook oder via mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ), damit rechtzeitig und umfangreich der Personenkreis für das neue Council bekannt wird; mit Zielen, persönlichen Daten und Interesse an einer Teamarbeit.
Allen Kandidaten wünsche ich von dieser Stelle alles Gute, viel Erfolg, und ich freue mich auf ein EMA-Council, das die europäische Seniorenbewegung wieder ins Zentrum der Arbeit stellt.“
Auf die hoffentlich zahlreichen Rückmeldungen und deren Inhalte dürfen wir alle miteinander bannig gespannt sein. Auch darauf, wer nicht reagiert und sich damit schon disqualifiziert.

„Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren“

Glosse

Neben der Spur

(Krefeld und die weite Welt, 21. Januar 2021) Einfach mal was zum Schmunzeln in weltweit bitterernsten Zeiten wie diesen der Corona-Apokalypse, die uns alle miteinander mehr oder weniger im Würgegriff gefangen hält. Für alles Mögliche, Unmögliche, Sinnige und Unsinnige gibt es Internationale Tage oder Welttage. Der heutige 21.Januar ist alle Jahre wieder, kein Scherz, „Der Internationale Tag der Jogginghose“. Er geht zurück auf vier österreichische Schüler aus Graz, die 2009 beschlossen haben dermaßen gewandet im gesamten Klassenverbund zum Unterricht zu gehen. Dieser Schlabberlook feierte im weiteren Verlauf allenthalben und allerorten auch außerhalb des Sports im öffentlichen Leben in vielen Variationen fröhliche Urständ.
Nichts damit anzufangen wusste indes mit diesem Trend ein ganz Großer der modischen Designerzunft und Stilikone. Nach seiner Einschätzung und unmissverständlichen Aussage eher so der krasse Gegenentwurf davon. „Wer ein Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren“, sagte der schon zu Lebzeiten legendäre Modeschöpfer Karl Lagerfeld im April 2012 in der ZDF-Talksendung von und mit Markus Lanz.
Doch jedem, wie es ihm beliebt. Auch auf die Gefahr hin, dass er sich in seinem Dunstkreis damit nicht beliebt macht.

Geht doch: Problemlose Hallen-Landesmeisterschaften in Sachsen-Anhalt

(Halle an der Saale/Krefeld, 19. November 2021) Aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben. Dem Diktat des aktuellen Tagesgeschäfts folgend, haben wir noch die Senioren-Hallenmeisterschaften des Landesverbandes Sachsen-Anhalt vom vorigen Samstag passend zum Ereignis in Halle an der Saale nachzutragen. Dies aus besagtem Grund in der gebotenen Kürze mit dem Verweis auf die Online-Ergebnisliste auch der anderen Klassen und einem ausführlichen Textbeitrag auf der Netzseite des gastgebenden Verbandes. Nicht ohne die Anmerkung unsererseits versehen, dass in besch... Zeiten wie diesen auch unter dem Hallendach bei vorhandenem guten Willen, einem heutzutage unerlässlichen, ausgewogenen Hygiene-Konzept und geimpften, disziplinierten Teilnehmern*innen in überschaubarer Zahl Veranstaltungen durgeführt werden können. Und: Selbst ein Catering-Service war im Rund-um-sorglos-Paket enthalten. Das dürfen sich alles in allem getrost manch potenzielle Organisatoren, speziell auf die Ü30-Generation gemünzt, vor Augen führen, statt Corona als Alibi für Absagen herhalten zu lassen.