Offener Brief an Margit Jungmann "in Sachen" Klemens Grißmer

(Rehlingen/Krefeld, 15. Dezember 2017)  Guten Morgen Frau Jungmann,

vermutlich wird LAMPIS zu Ihrem Selbstschutz nicht zur täglichen Pflichtlektüre gehören. Deshalb mache ich Sie vorsorglich auf den nachfolgend verlinkten Beitrag aufmerksam, in dem Sie garantiert nicht vorkommen: http://lampis.net/index.php/9-nachrichten/1654-wahl-zu-senioren-leichtathleten-des-jahres-bereits-jetzt-eine-farce

Daraus geht hervor, dass der herausragende Mehrkämpfer und Weitspringer Klemens Grißmer von der TSG Oberursel bei der Nominierung zur Wahl zu den Senioren-Leichtathleten des Jahres 2017 von der vermeintlichen Experten-Kommission, der Sie womöglich angehört haben, schändlich übergangen worden ist. Dass er irrtümlich übersehen wurde, ist völlig undenkbar. Denn in Ihrer multiplen ehrenamtlichen Allgegenwärtigkeit bei internationalen Senioren-Meisterschaften werden Sie Grißmers überragende Leistungen beinahe zwangsläufig mitbekommen, ihn eventuell sogar als Titelgewinner geehrt haben.
Jetzt können Sie unter Beweis stellen, dass Sie besser sind als der Ihnen in Fachkreisen vorauseilende wenig schmeichelhafte Ruf und zudem Ihr allem Anschein nach ambivalentes Verhältnis zum Zehnkampf (Stichwort: Stendaler Hanse Cup) ein wenig gerade rücken.
Als einzig wahre Interessenvertretung der Ü30-Generation bittet Sie LAMPIS, namentlich auch der Verfasser dieser Zeilen, sich in Ihrer Eigenschaft als Vorsitzende des Bundesausschuss‘ Senioren für die Nachnominierung von Klemens Grißmer mit allen zu Gebote stehenden Mitteln einzusetzen.
Vorab schon einmal vielen Dank für Ihre sicherlich erfolgreichen Bemühungen! Als beantwortet sehe ich diese Mail an, wenn der schmählich Übergangene unter den Kandidaten auf dem DLV-Internetportal erscheint.
Der fairnesshalber sei erwähnt, dass ich dieses elektronische Schreiben an Sie um 15 Minuten zeitversetzt als Offenen Brief auf LAMPIS veröffentliche.

Beste Grüße und eine gute Zeit

Axel Hermanns

Wahl zu Senioren-Leichtathleten des Jahres bereits jetzt eine Farce

(Darmstadt/Krefeld, 14. Dezember 2017)  Wenn es letztlich nicht mehr als eine nette Spielerei wäre, könnte es glatt als schreiende Ungerechtigkeit empfunden werden. Eine Farce ist jedoch allemal. Dennoch: Der veranstaltende Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat sich bei der Wahl zu den „Senioren-Leichtathleten des Jahres“ an die von ihm aufgestellten Regeln zu halten, auf deren Einhaltung er im umgekehrten Falle so penibel als einnehmendes Wesen achtet. Und da der gewählte Senioren-Sprecher seine originären Aufgaben mit konstanter Bosheit nicht wahrnimmt und lediglich ein erbärmlicher Handlanger des DLV ist (geradezu lächerlich, eher peinlich, dass er nach über einem halben Jahr die Dauer-Stellenanzeige des Verbandes auf seiner Netzseite thematisiert), ergreifen wir noch einmal Partei (siehe diesen Link).
Es ist, um es im Anglizismuswahn der „German Athletics Assoziation“ in Darmstadt zu formulieren, ein absolutes „No go“, dass Klemens Grißmer (im Bild) von der TSG Oberursel nicht zu den zehn Nominierten gehört. Der inzwischen 66-jährige Hesse stellte in der abgelaufenen Saison bei internationalen Meisterschaften und mithin als jeweiliger Titelträger phantastische Weltrekorde im Weitsprung (gleich zweimal), Hallen-Fünfkampf und im Zehnkampf der M65 auf. Was soll noch mehr seine Extraklasse und insbesondere enorme Vielseitigkeit unterstreichen?! Fürwahr ein „König der Athleten“, wie die Zehnkämpfer ehrfürchtig und verdientermaßen genannt werden. Dem Gremium der Pseudo-Experten beim eigenen Dach- und Fachverband fiel all dies in der Replik nicht auf. Unfassbar!

Roland Gröger könnte Größe beweisen

Und nun müssen wir leider doch an den Auserwählten herummäkeln. Dabei erinnern wir vor allem den DLV an seine – wiewohl unsinnige – Regelung. Danach kann ein/e Athlet/in in derselben Altersklasse nicht zweimal hintereinander Senioren-Leichtathlet/in des Jahres werden. Roland Gröger (M50) von TopFit Berlin und Tatjana Schilling (W45) vom TSV Korbach durften sich 2016 über diese ideelle Auszeichnung freuen. Ungeachtet dessen sind sie wieder unter den Nominierten und haben somit zumindest die theoretische Chance, abermals gewählt zu werden. Was nicht gewollt wäre. Gröger würde also völlig ausreichen, um Grißmer eine faire Chance einzuräumen. Wenn er den ersten drei Buchstaben seines Namens gerecht werden möchte, kann er Größe beweisen und von sich aus verzichten. Obendrein würde damit wenigstens er dem Prozedere gerecht, auf das sein Verein übrigens im Falle seines italienischstämmigen Klubkameraden und Trainers Daniele Biffi so großen Wert legt.
„Selbstverständlich beschwere ich mich nicht und freue mich darüber, nominiert worden zu sein. Aber es ist bei objektiver Betrachtung ein Ding der Unmöglichkeit, Klemens Grißmer zu übergehen“, sagte gestern im Gespräch mit mir Dauerrenner- und –brenner Herbert E. Müller vom TSV Bayer Dormagen mit der ganzen Weisheit seiner 88 Jahre.
Dem ist lediglich noch hinzuzufügen, dass wir alle miteinander auf die vorweihnachtliche Erleuchtung irgendeines verantwortlich Handelnden in der Darmstädter Kommandozentrale warten. Wunder soll es ja immer wieder mal geben. Dem ließe sich auf die Sprünge helfen, wenn sich viele Senioren/innen öffentlich unserem Appell anschließen.

Ohne Ende Pleiten, Pech und Pannen bei der Dachorganisation DLV

(Darmstadt/Erfurt/Krefeld, 12. Dezember 2017)  Geben wir wieder einmal wider Willen und in Geschäftsführung ohne Auftrag das Kontrollorgan des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) in Darmstadt. Immerhin kam er gestern im Wettkampfkalender endlich mit der Ausschreibung für die Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften mit Winterwurf und Bahngehen am 03./04.März 2018 in Erfurt aus dem Knick, die bis dahin wohl unter geheime Kommandosache lief. Deswegen glühte bei uns mit voneinander unabhängigen Hinweisen vieler Athleten der imaginäre Draht. Denn zumindest die Erstveröffentlichung bis zu einer unausbleiblichen Nachbesserung strotzte nur so vor Ungereimtheiten und Unzulänglichkeiten. Ein Auszug ohne den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben: In der M50 bis 75 sowie W75 und 80 fehlt das Kugelstoßen, bei der M35 die 60m Hürden. Durchgängig für alle Klassen männlich wie weiblich sind keine Winterwurf-Wettbewerbe mit Diskus, Speer und Hammer aufgeführt.
Der bevorzugt die Kugel stoßende Lampis-Leser Oliver Schembach (M50) aus Essen brachte es treffend auf den Punkt: „Es bleibt bei Pleiten, Pech und Pannen beim DLV…“ Dem schließen wir uns vollinhaltlich an und fügen noch hinzu: Wenn so etwas mit unschöner Regelmäßigkeit in der freien Wirtschaft (damit sind jetzt keine Kneipen gemeint) passieren würde, hätte längst der Gang zum Konkursrichter angetreten werden müssen. Aber ein Sportverband mit 45 hauptamtlichen Mitarbeitern kann ungestraft vor sich hin wurschteln. Arme deutsche Leichtathletik!

Senioren werden bei neuem Verfahren vermutlich in die Röhre gucken

(Kamen-Kaiserau/Krefeld, 13. Dezember 2017)  Eine absolute Fundgrube sind die von Eberhard Vollmer aus dem DLV-Referat „Kommunikation und Medien“ zusammen gestellten so genannten „Newsletter“ des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) in Kamen-Kaiserau. Kurz und knackig, mit Verlinkungen zur tiefergehenden Information auf den Punkt gebracht. Unter anderem erfährt der  interessierte Leser  in der Ausgabe 6 – 2017 unter der Überschrift DLV-Bestenliste 2017 dies:  „Letztmalig veröffentlicht der DLV seine Jahres-Bestenliste als PDF-Dokument auf leichtathletik.de, bevor ab der Sommersaison 2018 das neue Modul „DLV-list“ eine aktuelle deutsche Online-Bestenliste präsentiert. Eine DLV-Bestenliste in Buchform gibt es wegen der geringen Nachfrage schon seit vier Jahren nicht mehr." Aktuelle Bestenlisten 2017
Gehen wir getrost davon aus, dass – wie schon bislang – die Senioren/innen auch von diesem neuen Verfahren ausgeschlossen werden und wieder einmal wie die
Mannesmänner" aus Duisburg-Huckingen beim Weihnachtsgeld buchstäblich in die blanke Röhre gucken. Da wird weiterhin ein kommerzieller Anbieter, der sich in einer Art Etikettenschwindel auch noch, welch ein Hohn, ehrenamtlicher Senioren-Statistiker nennen darf, das gesammelte Werk zum Erwerb in Buchform auflegen und gewissermaßen in das Antiquariat von ZDF-Ermittler „Wilsberg“ in Münster hineinarbeiten.

Sportsch(l)au: Im Freien Sport zu treiben ist nicht zwangsläufig gesünder

(Köln/Krefeld, 11. Dezember 2017) Es kursieren eine Menge Sportirrtümer, die so lange kolportiert und transportiert werden, dass sie irgendwann Mythenstatus erlangen, also für bare Münze genommen werden. Der Sportwissenschaftler Prof. Dr. Ingo Froböse (im Bild) von der Deutschen Sporthochschule Köln, früherer Klasse-Sprinter beim einstmals ruhmreichen ASV Köln, nimmt sich derartiger Vorurteile im WDR2-Hörfunk und ARD-Morgenmagazin unter der Rubrik „Sportsch(l)au“ sowie anderen Publikationsplattformen an. Mit seiner freundlichen Genehmigung werden wir in loser Folge diese Beiträge veröffentlichen, wobei wir aus Platzgründen gelegentlich den Sinn wahrende Kürzungen vornehmen. Das ist nunmehr das 94.Kapitel zu diesem Themenkomplex. A.H.
Pauschal zu sagen, dass es gesünder sei im Freien Sport zu treiben, stimmt nicht immer. Besonders die Umweltbedingungen spielen hierbei eine wesentliche Rolle. Wer beispielsweise in städtischen Gebieten Sport ausübt, in denen viele Motorfahrzeuge unterwegs sind, setzt sich einer höheren Abgas- und Feinstaubbelastung aus. Die konkreten Folgen sind noch nicht genau absehbar. Aber es kann unter anderem Atemwegserkrankungen oder Reizungen der Lunge und/oder Haut hervorrufen. Genauso sind extreme Hitze oder Kälte nicht gerade gesundheitsförderliche Faktoren. Zu hohe Außentemperaturen können zur Dehydrierung oder Kreislaufschwäche führen. Im Gegensatz dazu, kann das Sportentreiben bei Temperaturen von mehr als -10 Grad Celsius die Lunge schädigen.

Wind und Wetter gut für ein starkes Immunsystem

Neben diesen umweltbedingten Faktoren ist auch die organisatorische Komponente nicht zu unterschätzen. So hat nicht jeder einen Trainingsparcours oder Trimm-dich-Pfad um die Ecke. Wer also an Geräten oder mit Hilfsmitteln trainieren möchte, braucht entweder eigene Sportausrüstung oder ist im Studio oder einem Verein besser aufgehoben. Hinzu kommt, dass trotz positiver Wettervorhersage Umschwünge das Training im Freien schnell zu einer nasskalten Angelegenheit machen können. Wer draußen Sport treiben möchte, muss also auch Kleidung für jedes Wetter zur Verfügung haben.
Aber es nicht so, dass ich den Hallen- über den Freiluftsport stelle. Wie immer liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Denn einen ganz klaren Vorteil bietet Mutter Natur, was drinnen nicht simuliert werden kann: Bewegung draußen ist nicht nur Training für die Muskulatur, sondern auch Balsam für die Seele. Der Mensch und die Natur gehören zusammen. Hinzu kommt, dass das Immunsystem an der frischen Luft in Wald und Feld aktiv gestärkt wird. Wer bei Wind und Wetter Sport betreibt, aktiviert nicht nur das Herz-Kreislaufsystem, sondern kräftigt nachhaltig die Immunabwehr.
Aber die Entscheidung muss letztlich jeder selber treffen, wo es ihm im Winter am meisten Spaß und Freude bereitet.