Großartiger Teamgeist beflügelte Österreich zum fünften Sieg in Serie

(Ptju/Wien/Krefeld, 29. August 2017) Einen Erfolg zu feiern,  ist immer etwas Besonderes. Aber es geht kaum etwas über einen Teamerfolg. Erst recht, wenn im Vorfeld klar ist, dass es keine sprichwörtlich „gmahte Wiesen“ wird. Ptuj in Slowenien war am vergangenen Samstag Austragungsort der 6.Auflage des internationalen Masters-Länderkampfes. Österreich konnte hier 2013 den ersten Sieg einfahren, da war es aber noch verhältnismäßig einfacher. Slowenien, Kroatien und die bei der Premiere 2012 erfolgreichen Tschechen waren damals die Gegner. Zwischenzeitlich ist der Mastervergleich zu einem Sechsländerkampf gewachsen, sind die Schweiz und die immens starken Ungarn hinzu gestoßen.
Der Modus des Länderkampfes für Junggebliebene über 35 Jahre klingt simpel: Zwei Teilnehmer/innen je Nation und Wettbewerb. Als da wären 100, 400, 1500m, Hoch, Weit, Kugel, Diskus, Hammer, Speer. Dreisprung und Stabhoch nur für die Männer. Bei den abschließenden 4x100m-Staffeln müssen die Damen gemeinsam 180, die Herren 200 Jahre auf die Lebensuhr bringen. Vergleichbar werden die Leistungen durch einen speziellen „Age-graded-Faktor“.
Es ist der besondere Teamgeist, den die ersatzgeschwächte Mannschaft Österreichs auszeichnete. Das klingt so nach schnell hingeschrieben, so nach Allgemeinplatz. Ist es aber nicht. Dieser Länderkampf ist für einen großen Teil der österreichischen Masters-Szene (und sicher auch bei den anderen Nationen) über Jahre zu einem „Team-Building-Event“ geworden. Nicht die eigene Leistung steht im Vordergrund. Das ist schon etwas Besonderes in der Individual-Sportart Leichtathletik. Jede/r zeigt Interesse an allen Athleten aller Disziplinen. Das reicht weit über den Länderkampf hinaus, spürbar bei jedem Meeting, bei den Landes- und natürlich auch Staatsmeisterschaften. Vielleicht macht der Wegfall dieses Drucks erst so manche Spitzenleistung möglich.
Jedem, männlich wie weiblich, gilt Dank und Anerkennung für seinen/ihren Einsatz für das gesamte Team und für die großartige Stimmung auf sowie neben dem Sportplatz am ganzen Wochenende. Als Mannschaftskapitän war es für mich ein erhebendes Gefühl stellvertretend für alle Teammitglieder den Wanderpokal aus den Händen des ehemaligen europäischen Masters-Präsidenten Dieter Massin entgegennehmen zu dürfen. Nach dem fünften Sieg in Serie ist es nun kein Wanderpokal mehr – er bleibt sinnbildlich für immer in unseren Händen.
Redaktioneller Hinweis: Die ungekürzte Original-Fassung und der komplette Ergebnisteil befinden sich auf der Netzseite des Österreichischen Leichtathletik-Verbandes (ÖLV).