"Stein" des Anstoßes war ein falsches Gewicht der Kugel

(Krefeld, 28. Oktober 2020) Obschon uns trotz der Nachrichtenverknappung seit Corona speziell in unserem Beritt nie die Themen ausgegangen sind, kann es nicht schaden sich gelegentlich selber die Steilvorlage für einen Folgebeitrag zu liefern. So geschehen gestern mit dem Aufruf zur Beteiligung an einem Quiz zu einem sachlich-fachlichen Fehler in der verlinkten Personen-Geschichte über das 17-jährige Supertalent Steven Richter bei „Sport1“. Es ging darum, dass das Gewicht der Männer-Kugel 7,257 kg betragen würde. Ein uralter Zopf, der irgendwann in den 1970iger Jahren abgeschnitten worden ist. Seither müssen es regelkonforme 7,26 Kilogramm sein, sonst passiert das Objekt der Begierde keine Gerätekontrolle.
Das war wohl nicht so einfach für nachgewachsene Generationen. Die erfolgreiche Teilnahme blieb ausgesprochen überschaubar. Das mag auch daran gelegen haben, dass es die meisten eben schlicht nicht wussten oder aber keine Lust auf Quiz hatten, da ja Entertainer Hape Kerkeling schon 1991 behauptete, dass bereits das ganze Leben eines wäre.


Olympischer „Zweikampf“ mit Kugel und Diskus keineswegs ein Novum


Kurz und knapp das glorreiche Quintett in der Reihenfolge der Einsendungen: Sven Haumacher (Notzingen), Hans Josef Weitz (Köln), Andy Dittmar (Gotha), DLV-Seniorensprecher Heiko Wendorf (Neustädt) und Niels Depner (Dinslaken). Chapeau! Tusch! Applaus!.  
Einen interessanten Aspekt trug der erstgenannte Einsender bei, entdeckte noch einen inhaltlichen Fehler. Es sei keineswegs ein Novum, wenn ein Leichtathlet bei den Olympischen Spielen beim klassischen Double Kugel/Diskus starten würde. Da sei ihm auf Anhieb John Godina (USA) eingefallen, der 2000 in Sydney in beiden Disziplinen in die verschieden großen Ringe gegangen wäre. Bei der Recherche habe er noch herausgefunden, dass weit vorher dessen Landsmann „Bud“ Houser 1924 in Paris sogar jeweils Gold gewonnen hat.
Spontan fiel mir noch Rutger Smith aus den Niederlanden ein, ohne jedoch zu wissen wann. Und das war noch lange nicht das Ende der Kletterstange. Da half mir und auch allen interessierten Lesern der wandelnde Leichtathletik-Almanach Alwin J.Wagner aus Melsungen, selber 1984 in Los Angeles Olympiasechster im Diskuswurf (64,78m), in einem Beitrag im Fenster Ergebnisse auf die Sprünge.