Es stinkt als Ablenkungsmanöver verdächtig nach einer Schuldzuweisung

Glosse

Neben der Spur

(Duisburg/Leichlingen/Krefeld, 18. Oktober 2020)
Wer hat ihn denn nun, den Schwarzen Peter? Mit der Überschrift „LVN hat keine Herz für Senioren: Alle Titelkämpfe ersatzlos gestrichen“ haben wir bereits am 01.September 2020 berichtet, dass im Verbandsgebiet Nordrhein – ausschließlich (!) – für die Ü30-Generation in der „späten Saison“ tote Sporthose herrschen wird. Mithin auch für die am 07.November 2020 vorgesehenen Offenen NRW-Winterwurfmeisterschaften im weitläufigen Sportzentrum Balker Aue in Leichlingen im Bergischen Land. Ausgerechnet wurden mit LVN-Seniorenwartin Gisela Stecher aus Grevenbroich und Abteilungsleiter Manfred Schmitz als Macher vom örtlichen Ausrichter des Leichlinger TV (LTV) jene nicht darüber informiert, die es in erster Linie anging. Jedenfalls konnte von einem Rückzieher des LTV keine Rede sein!

Eine Posse für das Kölner Hänneschen Theater

Nun kommt jedoch, um im Bilde zu bleiben, der Hammer. Der Leichtathletik-Verband Nordrhein (LVN) mit Sitz in Duisburg will in einem Beitrag vom 13.Oktober 2020 auf seiner Netzseite urplötzlich doch angeblich in Erwägung gezogen haben, diese Titelkämpfe für die Fraktion Stoß/Wurf als abgespeckte LVN-Winterwurfmeisterschaften auszurichten. Doch der gastgebende Klub habe sich dagegen entschieden.
Das sieht indes verdächtig nach Ablenkung von eigener Unzulänglichkeit und einer billigen Schuldzuweisung aus. Und selbst wenn es so gewesen sein sollte, ist das aus Sicht der rührigen Leichlinger durchaus zu verstehen, mit sich auf der ziemlich letzten Rille der Vorbereitungsphase nach dem Motto „Einmal hü, einmal hott“ nicht das Kölner Hänneschen, sprich: den Kasper, Depp oder Hofnarren, machen zu lassen.
Leider konnten wir Manfred Schmitz für eine Darstellung aus seinem Blickwinkel nicht erreichen. Sei's drum: So oder so ein veritabler Schildbürgerstreich, geeignet als Drehbuchvorlage für eine Posse des Hänneschen Puppen-Theater in der nahen Domstadt.