DLV-Seniorensprecher Heiko Wendorf nunmehr ein "echter Fuffziger"

(Neustädt/Lido di Jeselo/Krefeld, 07. Oktober 2020) Manch eine/r wird ihn für einen „falschen Fuffziger“ halten. Als Wirtschaftsjurist mit dem Schwerpunkt Insolvenzrecht/-verwaltung muss er zwangsläufig mit der sinnbildlichen Axt im Walde unbequeme Entscheidungen für Arbeitnehmer und Gläubiger fällen. Und in seinem Ehrenamt als engagierter DLV-Seniorensprecher ist er für die oftmals nicht funktionierenden Funktionsträger stets hart aber fair ein streitbarer Geist und in deren Augen sowie stark eingeschränkten Sichtweise ein unliebsamer Zeitgenosse.
Daran wird sich hier wie da auch so schnell nichts ändern. Aber nunmehr ist er immerhin ein echter Fuffziger. Denn der selber kugelstoßende „Robin Hood“ Heiko Wendorf (*07.10.1970; im Bild) aus dem, mit Verlaub, 311-Seelen-Kaff Neustädt an der hessisch-thüringischen Landesgrenze unweit von Eisenach vollendet heute sein 50tes Lebensjahr. Allerdings nicht in seiner Wahlheimat, sondern 1.005 Kilometer entfernt mit Ehefrau und dem vierjährigen Sohnemann Paul(chen) urlaubend in einer schmucken Ferienwohnung in oder am venezianischen Lido de Jesolo, dem Badeort der weltberühmten Lagunenstadt Venedig.

Zurück an einen der Orte der unsäglichen Senioren-EM 2019

Da war doch was? Ja, die in vielerlei Hinsicht sportlich-organisatorisch unsägliche, über drei Schauplätze 80 Kilometer weit verstreute Senioren-EM 2019. Es zog Heiko jedoch nicht an den Ort des Geschehens zurück. Zumal er nicht der Missetäter war. Dessen Name sollte LAMPIS-Lesern hinlänglich bekannt sein, der spielt hier und heute auch nicht die gerne, indes schlecht ausgeübte Hauptrolle. Wenden wir uns also dem Jubilar zu. Da ich als alter Fahrensmann der (Senioren-)Leichtathletik viele so genannte Interessenvertreter der Ü30-Generation habe kommen und gehen sehen, darf ich mit der doppelten Fachkompetenz als ehedem leidenschaftlicher Kugelstoßer und nicht minder umtriebiger Sportjournalist konstatieren, dass er eine Zierde seiner Zunft ist.
Gewissermaßen der krasse Gegenentwurf zu seinem Vorgänger, dem „Götterboten“ Alfred Hermes aus Jülich, der mit allen „lieb‘ Kind“ sein wollte und als „Diplomat in kurzen Hosen“ schlussendlich zum verkappten Verbandssprecher des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) mutierte, in dessen Schleimspur agierte. Eine Fehlbesetzung ohne gleichen, jeweils flankiert von noch harmloseren, buchstäblich nichtssagenden Quotenfrauen. Ersparen wir ihnen die namentliche Nennung.

Ein Interessenvertreter als wahrhaftiger Möglichmacher

Der Wahl-Thüringer aus Mecklenburg-Vorpommern bewegt nicht nur sich, er bewegt auch was für die zumeist sehr stiefmütterlich behandelten Talente von gestern und vorgestern. Stellvertretend für viele Beispiele sei nur daran erinnert, dass es in erster Linie ihm zu verdanken war, dass die quasi schon ausgefallene und beerdigte Hallen-DM mit Winterwurf 2020 doch noch Ende Februar, Anfang März in Erfurt stattgefunden hat. Wendorf war es auch, der im Corona-Zeitalter gegen alle Widerstände als ersten Wettkampf am 13.Juni 2020 die vielbeachtete Austragung der vierten Auflage des von ihm initiierten und organisierten Neustädter Kugel-Cups möglich machte (wir berichteten mehrfach).
Genug des vollauf verdienten Weihrauchs. Bleibt noch von dieser Stelle und Welle ein „Herzlichen Glückwunsch zum Jubel- und Ehrentag“ fern der Heimat, lieber Heiko! Wer noch mehr über ihn wissen möchte, der googele einfach
Heiko Wendorf auf Lampis".
Fußnote: Alles Ge- und Beschriebene können wir aufrecht erhalten. Allerdings das Geburtsdatum nicht, lag ein folgenschwerer Übertraungsfehler vor. Den Fünfzigsten feierte er dort vor Ort bereits am 02.Oktober. Mea culpa, mea maxima culpa!