Genau heute um 15.30 Uhr ist der kalendarische Herbstanfang

(Herbstanfang/überall, 22. September 2020) Alles ein kleines bisschen kompliziert, so man(n)/frau sich nicht mit der Materie beschäftigt. Wann fängt er denn nun an, der Herbst? Da gibt es zwei Daten. Meteorologisch am 01., kalendarisch just heute am 22.September. Ganz genau um 15.30Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ). Spür- und fühlbar wird es nicht sein. Außer, es würde uns in dem Moment hernieder prasselnder Regen daran erinnern. Das ist zugleich das Stichwort in doppelter Bedeutung. Regen bringt Segen, wovon wir in diesem nun abgelaufenen Sommer zum dritten Mal hintereinander wieder mal für Mutter Natur viel zu wenig hatten. Und sich regen bringt Segen. Davon, außer bei maßloser Übertreibung, kann es wiederum in aller Regel nicht genug geben. Und es gibt auch etwas, dass bei entsprechender Bekleidung nicht allein sinnbildlich immer geht: Spazierengehen. Dazu als Auffrischung ein früherer, zeitloser Beitrag von Ex-Sprinter sowie in diesem konkreten Fall Sport- und Ernährungswissenschaftler Prof.Dr. Ingo Froböse (im Bild) von der Deutschen Sporthochschule Köln aus unserer beliebten, in 107 Kapiteln erschienenen Serie „Sportsch(l)au“.    Axel Hermanns

Gerade im Herbst und Winter täglich etwas Sonne tanken

Sonne, Sonne, Sonne! Wer sehnt sie im Winter nicht herbei, wenn es draußen trüb und dauer-dunkel ist? Das schlägt nicht nur auf die Laune, sondern auch aufs Immunsystem. Da hilft nur eines: So oft wie möglich raus ans Tageslicht! Täglich Sonne tanken: Das ist im Herbst und Winter besonders wichtig. Die Sonnenstrahlen stärken das Immunsystem und sind für viele hormonelle Prozesse wichtig. Die Sonne ist ein simples, aber sehr effektives Mittel zur Verbesserung der körpereigenen Immunabwehr. Auf der Haut befinden sich Rezeptoren, die eine Vorstufe des Vitamin D herstellen. Sonnenstrahlen regen die Umwandlung dieser Zusammensetzung in das Vitamin an.
Die meisten Menschen weisen am Ende des Winters und im Frühjahr ein deutliches Defizit an Vitamin D auf, weil sie eben nicht täglich die Mindestdosis an Tageslicht abbekommen haben. Wer zu wenig davon hat, erkrankt deutlich häufiger an Grippe. Um das zu verhindern, reichen schon 15 bis 20 Minuten täglich im Freien. Sofern machbar, sollten Sport- und Bewegungseinheiten in die Mittagsbereiche verlegt werden. Selbst bei starker Bewölkung oder Regen sollte nicht auf einen kurzen Spaziergang verzichtet werden, da auch bei diesen Wetterbedingungen noch ausreichend Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke gelangen. Die Sonne fördert zudem die gute Laune. Durch ihre Strahlen wird Serotonin ausgeschüttet, das sogenannte Glückshormon. Das befindet sich zum Beispiel auch in Schokolade. Nur in Form von Licht eingenommen ist es gesünder für den Körper.
Aber Vorsicht vor zu intensiven Sonnenbädern ist stets geboten: Denn selbst im Winter hat die Sonne im wahrsten Sinne Strahlkraft.    Prof.Dr. Ingo Froböse