Heute ist der 20. Jahrestag des Terroranschlags von New York

Kolumne

Moment mal

(New York/Krefeld, 11. September 2020)
Kleiner Gedächtnistest nicht allein für fortgeschrittene Semester unter der geschätzten Leserschaft aus dem Bereich der Leichtathletik-Senioren*innen. Welche grauseligen Erinnerungen werden beim Blick auf die Datumszeile bei Tag und Monat wach? Falls noch eine Eselsbrücke nötig sein sollte? Nine-Eleven! Immer noch nicht? Bei Terror-Anschlägen flogen zwei gekidnappte Verkehrsflugzeuge vomTyp Boeing 767 mit den Tätern, Besatzungen und Reisenden an Bord in einem Abstand von 18 Minuten in die 417/415 Meter hohen Twin Towers des World Trade Centers in New York, dem monumentalen Symbol für Kapital und Wirtschaftskraft. Später stürzte das gigantische Gebäude wie ein Kartenhaus zusammen.

Fast 3.000 unschuldige Menschen verloren ihr Leben

Ein weiteres entführtes Flugzeug ist auf das Pentagon, dem Hauptsitz des Verteidigungsministeriums der USA, zum Absturz gebracht worden. Der vierte Anschlag, der wohl dem Weißen Haus in Washington gelten sollte, wurde durch das beherzte, todesmutige Eingreifen der Crew und/oder der Passagiere verhindert. Die Maschine zerschellte auf freier Fläche in der Nähe von Pittsburgh, sodass zumindest keine Unbeteiligten zu Schaden kamen. Insgesamt starben seinerzeit bei diesen perfiden, menschenverachtenden Terroranschlägen direkt oder mittelbar fast 3.000 unschuldige Personen.
Insofern für mich unvergessen, als ich rein zufällig den Einschlag in den zweiten Turm live via Fernsehen im Nachrichtensender n-tv miterlebt habe. Da dort jedoch keine Horror-Filme ausgestrahlt werden, habe ich sehr schnell realisiert, dass es sich um die blanke, schreckliche Realität handelt.
Leider geht schlimmer immer, ist derzeit die ganze Welt in mehrerlei Hinsicht ein riesiger Krisenherd mit Hunderttausenden von Toten. Nicht ganz so einfach, zuversichtlich, munter und gelassen zu bleiben.