Diskus-Olympiasieger Christoph Harting nicht für die WM nominiert

(Darmstadt/Doha/Krefeld, 10. August 2019) „Einer fehlt beim Kurkonzert!“ Diskuswurf-Olympiasieger Christoph Harting vom SCC Berlin ist im vorläufigen (!) 46-köpfigen Aufgebot des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) für die Weltmeisterschaften vom 27.September bis 06.Oktober 2019 in Doha (Katar) nicht genannt. Das ist eine nachvollziehbare Entscheidung. Der eigenwillige tomatenblonde Querkopf hatte sich mit abermals drei ungültigen Versuchen (wie schon bei der EM 2018 an selber Stelle) bei der letztwöchigen DM in seiner Heimatstadt und mehr noch mit seinen despektierlichen Äußerungen (sinngemäß: Was wäre schon eine DM? Die sei im so was von egal) trotz erfüllter WM-Norm selber ins Abseits manövriert. Da stellte sich für den Außenstehenden die Frage: Warum betreibt der Mann überhaupt noch Sport auf professioneller Basis? Die ketzerische Antwort von uns: Schlicht für den Broterwerb! Aber das dürfte unter solchen Voraussetzungen zunehmend schwieriger werden.

Manche Personalie muss schon sehr verwundern

Verwundert die Personalie C.H. aus B. mitnichten, manch andere schon. Gemessen an den Leistungen der nationalen Titelkämpfe sind 39 Athleten/innen plus sieben Geher/innen (da maßt sich die kleine Experten-Runde von LAMPIS keine Einschätzung an) eine äußerst optimistisch ausgelegt große Zahl. Die einstigen Nominierungsrichtlinien müssen verlassen worden sein. Sie lauteten ehedem realistische Endlauf-/Endkampf-Chance. Und noch ist das Ende der deutschen Fahnenstange nicht unbedingt erreicht. Das endgültige WM-Team wird erst nominiert, wenn am 06.September die internationale Frist für die Normerfüllung abläuft. Kleiner als 46 wird es jedoch nicht werden. Und das erscheint schon jetzt entschieden zu aufgeplustert (siehe auch diesen Beitrag). Aber die zahlenmäßige Größe des Aufgebotes bestimmt auch immer irgendwie die des Begleittrosses. Diese Pfründe wollen schließlich auch (ab-)gesichert werden. Es handelt sich so ganz „nebenbei“ um eine schicke Reise in das Schlaraffenland am Persischen Golf, wo nicht nur Erdöl, sondern sinnbildlich auch Milch und Honig fließen.
Mit diesem Link geht es zur bereits aktuell sehr großzügig bestallten namentlichen Aufstellung und dem üblichen Sermon vorweg.