LAC-Hallensportfest durch Europarekord von Guido Müller gekrönt

(Fürth/Krefeld, 03. Februar 2019) Ein exzellenter Ruf mit Klasseleistungen am laufenden Band eilt dem längst traditionellen Senioren-Hallensportfest des LAC Quelle Fürth voraus. Diesem hohen Anspruch wurde auch die 30.Auflage (!) gestern in der Leichtathletik-Halle am Finkenschlag gerecht. Und das bis hin zu einem neuen Europarekord. Den stellte Dauerbrenner und –renner Guido Müller (*1938) vom TSV Vaterstetten in 76,61 Sekunden (bislang 77,97) über 400 Meter der M80 auf. Dazu gab es noch zwei Beinahe-Bestmarken. Jan Schindzielorz (*1978) von der LG Forchheim schrammte in 8,13 Sekunden über 60 m Hürden um vier Hundertstel an seinem eigenen deutschen Rekord der M40 vorbei. Und nicht zuletzt attackierte Stammgast Wolfgang Ritte (*1953) vom SC Bayer 05 Uerdingen dreimal, wenngleich vergeblich, den von ihm gehaltenen Hallen-Weltrekord (3,96m) der M65. Nach im zweiten Versuch übersprungenen 3,80m ließ der 66-Jährige im Kraftsparmodus gleich auf 3,97m legen. Das war womöglich der gewaltigen Steigerung von 17 Zentimetern ein wenig zu viel. Andererseits ein Indiz dafür, dass er sich diese Höhe zugetraut hatte. Denn er ist kein Typ der effekthaschenden Schau. 

„Alterspräsident“ Richard Rzehak wusste sich gut einzuschätzen

Kommen wir zu unserer selbst bestimmten Profession von Stoß und Wurf. „Alterspräsident“ Richard Rzehak (*13.10.1929) vom SC Preußen Erlangen hatte in unserer Vorschau so um die 7,50 Meter für seinen nationalen Einstand im Kugelstoßen der M90 ausgerufen. Obwohl der einstige Wurf-Allrounder diese Disziplin schon zwei Jahre nicht mehr trainiert hatte, wusste er sein Leistungsvermögen sehr gut einzuschätzen. Nach einer Art Steigerungslauf (6,43, 6,68, 6,90, 7,23 und 7,11m) erzielte der 89-jährige Erlanger im letzten Durchgang 7,31m. Das spricht zudem für seine Wettkampfhärte und den Erhalt der Anspannung.

Heike Martin rannte zweimal deutsche Jahresbestzeit

Neben vielen ansprechenden Zeiten, Höhen und Weiten seien stellvertretend noch zwei Spitzenleistungen einer pfeilschnellen Seniorin heraus gehoben. Heike Martin (*1972) vom LAC Erdgas Chemnitz katapultierte sich mit 8,05 Sekunden über 60 und 26,68 Sekunden über 200 Meter nach unserem Kenntnisstand jeweils an die erste Stelle der Jahresbestenliste in der W45.
Alle weiteren Resultate in der wieder einmal recht unsortierten SELTEC-Ergebnisliste. Weshalb ist es eigentlich nicht möglich, Männlein und Weiblein fein säuberlich voneinander zu trennen?