Lothar Huchthausen erster "Goldhamster" des gestrigen Tages

(Málaga/Krefeld, 11. September 2018) Kein WM-Tag ohne einen Titelgewinn durch die deutschen Werfer/innen. Dafür sorgte gestern zur früher Morgenstunde (Beginn 8.30 Uhr) in der M80 Speerwurf-Weltrekordler Lothar Huchthausen (im Bild) von der LG Altmark. Dazu hätte für den „Goldhamster“ aus Sachsen-Anhalt bereits der erste Versuch von 35,51m gelangt. Doch dabei beließ es der 83-Jährige nicht, steigerte sich im dritten Durchgang auf seine Tagesbestweite von 37,45m und gewann mit einem opulenten Vorsprung von 3,69m auf den Silberrang. Wer will den vielseitig begabten Werfer im Wurf-Fünfkampf schlagen? Das kann er praktisch nur selber durch einen Totalausfall in irgendeiner Disziplin bewerkstelligen. 

Wieder ein Weltrekord ausgelobt, der keiner war

Nun hatten wir keinen Beobachter vor Ort, der die Siegerehrung im Speerwurf der W70 verfolgt hätte. Aber es darf gemutmaßt werden, dass einmal mehr ein Weltrekord ausgelobt worden ist, der keiner war. So weist es nämlich die Ergebnisliste bei der erstplatzierten Tschechin Jarmila Klimesova (*1947) aus, den sie mit jenen 27,95m erzielt haben soll. Gemessen an der alten Bestmarke der US-Amerikanerin Carol Forst (27,78m) stimmt das sogar. Allerdings hat die 71-Jährige am 25.August 2018 beim Senioren-Sechs-Länderkampf in Varazdin (Kroatien) mit 29,32m diesen Weltrekord bereits in ihren Besitz gebracht (wir berichteten).

Wann handelt die neue Präsidentin Margit Jungmann?
 
Wenngleich wir jetzt wieder dieselbe Platte auflegen müssen:  Es ist in vielerlei Beziehung ein absolutes Unding, dass vor einer Weltmeisterschaft die globale Rekordliste nicht auf den aktuell letzten Stand gebracht wird. Wie viele Beweise sind eigentlich noch nötig, um die Unfähig- und Interessenlosigkeit der WMA-Statistikerin Sandy Pashkin aus den USA zu dokumentieren? Diese Frage werden wir an die neue Weltverbandspräsidentin Margit Jungmann aus Rehlingen weiterleiten.
Alle gestrigen Ergebnisse unter diesem Link.