Wer tritt die Nachfolge des ausgedienten WMA-Präses Stan Perkins an?

(Málaga/Krefeld, 08. September 2018) Für den heutigen Tag ruht bei den 23.Senioren-Weltmeisterschaften im spanischen Málaga der Wettkampfbetrieb. Aus gewichtigem Grund: Denn im größten Konferenzraum des NH-Hotels steht ab 9 bis 18 Uhr die minutiös durch getaktete Generalversammlung der World Masters Athletics (WMA) mit sage und schreibe 22 Tagesordnungspunkten (TOP) auf der Agenda eines 106 Seiten umfassenden Arbeitspapiers (wer soll das vorher alles lesen?). Der wichtigste davon:  TOP 12 und sinnigerweise um 12 Uhr mittags (High Noon) mit der Neuwahl des Präsidenten für den scheidenden, ausgedienten Australier Stan Perkins. Gary Cooper, Gott hab‘ in selig, ist nicht dabei. Aber dessen noch leibhaftiger us-amerikanischer Landsmann Gary Snyder. Dieser kleine Spaß sei erlaubt. Damit hört er aber auch schon auf, der Spaß. Neben dieser Präsidenten-Karrikatur Donald Trump noch mal „America first“ wäre dann doch eindeutig des Schlechten viel zu viel.

Drei Bewerber für das höchste Ehrenamt

Glücklicherweise gibt es zwei Mitbewerber in der bisherigen WMA-Vizepräsidentin Margit Jungmann aus Rehlingen im Saarland und dem bis 2013 ehemaligen „Vize“ Vesa Lappalainen aus Finnland. Dessen Ruf ist allerdings schon ein bisschen verbrannt, da er im Vorjahr in einer Kampfabstimmung dem wiedergewählten Kurt Kaschke aus Freudenstadt bei der Präsidentschaftswahl des kontinentalen Dachverbandes  European Masters Athletics (EMA) deutlich unterlag. Das zeigte zugleich, dass die Delegierten aus aller Herren Länder (diesmal 101 Nationen) mindestens auf einem Auge blind und auf einem Ohr taub sind. Denn das jahrelange Missmanagement des höchst umstrittenen, selbstverliebten Kaschke hatte sich nicht mehrheitlich bis zu ihnen herum gesprochen. Und diesmal eine Administrationsetage höher? Gilt wieder die uralte Formel, dass bereits bekannte und vertraute Amtsinhaber (Jungmann) einen Bonus in den Waagschale werfen können?
Schau‘n mer mal, dann sehn mer scho pflegt in derartigen Fällen nicht nur  „Kaiser“ Franz Beckenbauer zu fabulieren. Der Beweis ist hiermit erbracht.
(Hinweis auf einen weiteren aktuellen Beitrag im Fenser Ergebnisse.)