Trotz beschädigtem Ruf hält Jürgen Kessing an seiner Kandidatur fest!

(Bietigheim-Bissingen/Darmstadt/Krefeld, 21. Oktober 2017) Obwohl er durch eine justiziable Alkoholfahrt mit etwas mehr als 1,1 Promille Alkohol im Blut und das anschließende Rauschen im Blätterwald bundesweit anrüchige Berühmtheit erlangte, will Oberbürgermeister Jürgen Kessing (*1957) aus der 42.000-Seelen-Gemeinde Bietigheim-Bissingen an der Kandidatur für das freiwerdende Präsidentenamt beim Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) definitiv festhalten. Diese Meldung lief  gestern über den Ticker der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Der dürre Dreizeiler war mit dem Hinweis versehen, dass sich der finanzielle Anreiz für diese Position mit 100 Euro im Monat für Nebenkosten wie Porto „in Grenzen halte“. Aber auch daran und damit kann man sparen. Das hat schließlich „Noch-Präses“ Clemens Prokop (ebenfalls Jg.1957, Verjüngung sähe anders aus), bewiesen, der so manches an ihn gerichtete Schreiben nicht beantwortete. Unlängst das von Sprachkundler Dr.Dietrich Voslamber aus Freiburg (wir berichteten).
Und vergessen wir nicht, dass es sich um ein Ehrenamt handelt, zu dem einen niemand drängt, geschweige denn zwingt. Dazu ist der eine wie der andere Angestellter respektive Beamter im öffentlichen Dienst, mit einer jeweils opulent dotierten Tätigkeit. Noch eines bleibt festzuhalten: Kessing benötigt zunächst bei der Wahl auf dem DLV-Verbandstag am 17./18.November 2017 in Darmstadt das mehrheitliche Votum der Delegierten, um sich fortan jene 100 Euro überweisen zu lassen. Womöglich sehen längst nicht alle seine Straftat (das ist es ab 1,1 Promille!), bei der er latent Dritte in Gefahr brachte, als Kavaliersdelikt an.
Sein Name und Ruf sind jedenfalls beschädigt. Doch gerade dann soll es sich ja völlig ungeniert leben.