Kandidaten-Bingo für die Präsidiumswahlen der EMA

(Braga/Krefeld, 30. November 2021) Recht hohe Wellen schlug unser von dritter Seite auf Facebook weiterverlinkter und zudem durch Mund-zu-Mund-Propaganda vielfach multiplizierter vorwöchiger Beitrag Einstige Weltklasse-Kugelstoßerin kandidiert für EMA-Präsidentschaft. Damit haben wir diese erklärte Absicht schon mal erreicht. Mehr noch: Es gab viele, teils hochinteressante Rückmeldungen unmittelbar bei uns. Darunter von einer weithin hervorragend vernetzten, ausgewiesenen, anerkannten und hoch angesehenen Insiderin der europäischen Szene in der Senioren-Leichtathletik (den Namen nennen wir aus Gründen des Vertrauensschutzes nicht). Das versetzt uns in die komfortable Lage, noch ein bisschen am Personalroulette zur Information unserer geschätzten Lesergemeinde zu drehen.

Kaschke wirkte bislang nicht am „Schattenkabinett“ mit

Wobei zunächst festzuhalten ist, dass entgegen unserer Annahme die beschriebene Kosmopolitin Valentina Fedjuschina beim Kandidaten-Bingo nicht vom noch präsidialen und glücklicherweise scheidenden Amtsinhaber Kurt Kaschke bei der Aufstellung eines „Schattenkabinetts“ für die Präsidiumswahlen der European Masters Athletics (EMA) am 28.Februar 2022 im portugiesichen Braga ins Spiel gebracht worden ist. Vielmehr hat die gebürtige Ukrainierin aus eigenem Antrieb, böse Zungen behaupten Geltungsbedürfnis, mit Unterstützung des Österreichischen Leichtathletik-Verbandes (ÖLV) symbolisch ihren Hut zur Bewerbung in den Ring geworfen und mit jener uns vorliegenden Rundmail nebst dekorativem Foto PR in eigener Sache betrieben.

Kandidaten sollten auf der EMA-Netzseite vorgestellt werden

Doch zurück in die Zukunft: Im Gespräch wären noch für die insgesamt zu besetzenden fünf Positionen Jerzy Krauze aus Polen, der bei der Generalversammlung 2017 in Aarhus (Dänemark) als damaliger Vizepräsident gegen Kaschke antrat und unterlag, ein Grieche nicht genannten Namens, der Rumäne Valeriu Rosetnic, der zuletzt bei seiner Kandidatur als Generalsekretär scheiterte, und Gianni Lolli aus Italien. Den beiden Letztgenannten soll ein nicht gerade auf Hochglanz polierter, zwiespältiger Ruf vorauseilen.
Für die meisten an der Senioren-Leichtathletik aufgrund eigener Hingabe interessierten Leser werden diese Namen ohnehin Schall und Rauch sein. Da schließe ich mich bis auf Krauze ein, der die Hallen-Veranstaltungen in Torun vortrefflich mitorganisiert und auch selber die Sportschuhe als Mehrkämpfer schnürt. Den künftigen Delegierten aus aller Herren Länder der insgesamt angeschlossenen 52 nationalen Verbände wird es ähnlich ergehen. Deshalb wäre die EMA bestens beraten, auf ihrer Netzseite die Kandidaten mit ihrem Konterfei und Wahlprogramm einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Ein allzu frommer Wunsch, ich weiß.