EMA übernimmt unreflektiert die Werbebotschaft der Insel Madeira

(Madeira/Lausanne/Krefeld, 06. September 2020) Jeder ist seines Glückes Schmied. Mitunter mit der verneinenden Silbe „Un/un“ davor. Weder wollen, noch können wir irgendwen missionieren. Aber wenn es schon andere nicht tun, nehmen wenigstens wir als Interessenvertretung der Leichtathletik-Senioren/innen die Vor- und Fürsorgepflicht wahr. Die europäische Dachorganisation European Masters Athletics (EMA) mit Briefkastenadresse in Lausanne/CH verbreitet im Hinblick auf die beiden Senioren-Europameisterschaften im Straßen- und Crosslauf Ende Oktober, Anfang November 2020 auf Madeira vorgestern auf ihrer Netzseite vollkommen unreflektiert und unkommentiert eine Werbebotschaft der dortigen Regionalregierung der zu Portugal gehörenden Insel.

Madeira – eine Insel der Glückseligen?

Jeweils ins Deutsche übersetzt heißt es zunächst mit der eigenen Überschrift der EMA versehen: Madeira sicher zu entdecken (Madeira Safe to Discover).
Und weiter: „Willkommen auf Madeira und seien Sie Teil der EMA Championships!
Die Regionalregierung hat diese Werbeaufnahmen (spätere Verlinkungen, die Redaktion) von Madeira veröffentlicht, wo Sie einige der stattfindenden Verfahren überprüfen können. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Madeira ein sicheres Reiseziel ist, und wir möchten, dass die Menschen von ihrer Ankunft bis zu ihrer Abreise sicher sind.“

Volksverdummung in Reinkultur

Na toll. Das ist ja so klar wie die Sonne auf dem Eiland, dass die sich nicht selber in die Touristen anlockende Suppe spucken. Ob in den vier Videos zum Ausdruck gebracht wird, dass Einreisende gewissermaßen an Eides statt eine Gesundheitserklärung abgeben und einen negativen Coronavirus-Test von innerhalb der letzten 72 Stunden vorlegen müssen, habe ich nicht überprüft. Das ist jedoch Fakt (siehe Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik). Aber wie schon oben erwähnt: Jeder ist seines…, kann, muss aber nicht der Volksverdummung auf den Leim gehen.
Ohne das jetzt 1:1 vergleichen zu wollen, halten wir dagegen, dass alle großen, ursprünglich für dieses Spätjahr vorgesehenen großen Laufveranstaltungen (Stadt-Marathons) in Boston, New York, Berlin, Frankfurt, München und sonst wo abgesagt worden sind. Das ist umsichtig und verantwortungsvoll, mag manchem Zweifler als Leitlinie dienen. Unsererseits haben wir jedenfalls unsere verdammte Pflicht und Schuldigkeit getan.
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