Kopf- und Hilflosigkeit bei sich überschlagenden Verlautbarungen

(Assafora/Darmstadt/Krefeld, 31. März 2020) Inzwischen überschlagen sich die uns zugespielten E-Mail-Nachrichten an die internationalen und deutschen Gemeldeten zu den wegen der Corona-Pandemie drei abgesagten EM-Titelkämpfen in Portugal. Da es eben nur diejenigen betrifft, werden wir den von Kopf- und Hilflosigkeit geprägten Verlautbarungen mit kurzer Haltbarkeitsdauer an dieser Stelle keine Plattform bieten und 1:1 wiedergeben. Nur so viel, dass EMA-Präsident Kurt Kaschke aus Assafora (ebenfalls Portugal) bei seiner Fragebogen-Aktion heftig zurückrudert. Der 64-jährige (Ver-)Steuermannr entschuldigt sich für die nicht korrekten Details in diesem ominösen Papier, bittet um einige Monate Geduld bis die allgemeine Krise vorbei sei (sein persönliches Desaster wird nach unseren Informationen womöglich ein baldiges Ende nehmen) und verweist auf Nachrichten der offiziellen Netzseiten.

Nun gab auch DLV- „Vize“ Matthias Reick seinen Senf dazu

Der sonst kaum spür- und vernehmbare DLV-Vizepräsident Matthias Reick (im Bild), für die Allgemeine Leichtathletik und mithin Senioren/innen zuständig, sah sich nunmehr gemüßigt in epischer Breite (die würde hier eh jeden Rahmen sprengen) seinen Senf in der Sache aus dem Gaststättengroßgebinde Bautz'ner dazu zu geben. So er es selber geschrieben haben sollte und nicht nur via Grußbotschaft (Bleiben Sie gesund!) unterzeichnet hat? Der Facharzt für Orthopädie aus Achim bei Bremen rät in bewährter norddeutscher Manier abzuwarten. Ob mit Tee oder einem anderen Getränk, ließ er offen. Bei der beabsichtigten 50-prozentigen Einbehaltung der Startgelder durch die EMA stochert der Medizinman im Nebel, als würde es dahingehend in der Original-Fassung Unklarheiten gegeben haben. Allenfalls jetzt die, dass sich Kaschke (siehe oben) für unkorrekte Einzelheiten entschuldigt. Aber definiert hat K.K. das auch nicht. Kein Sterbenswörtchen von Reick, was mit der ebenfalls hinfälligen, ohnehin höchst umstrittenen DLV-Organisationsgebühr in Höhe von 15 Euro geschieht.
Sollte irgendwo und irgendwann mal in der leidigen Angelegenheit etwas Gescheites veröffentlicht werden, vor allem im Hinblick darauf, was letztendlich 2021 international bei der Ü35-Generation stattfinden wird, lassen wir es unsere geneigten Leser selbstverständlich mit einem Hinweis und gegebenenfalls einer Kommentierung wissen.
Koordinatorin ist laut Reick fortan Margit Jungmann aus Rehlingen als Präsidentin des Senioren-Weltverbandes World Masters Athletics (WMA). Das macht Sinn. Immerhin das ist mal eine brauchbare Ankündigung.

Im missionarischen Eifer zweimal knapp übers Ziel hinaus "geschossen"

(Krefeld, 31. März 2020) Räumen wir freimütig ein, dass wir in unserem missionarischen Eifer für die Sache in zwei Fällen ein klein wenig über das erklärte Ziel hinausgeschossen" sind. Glücklicherweise hinterfragen wir uns in unserem kleinen, aber feinen Team vor und hinter den Kulissen ständig, sind bereit – so erforderlich – Fehlgriffe einzugestehen und sie auch öffentlich kundzutun. Wie jetzt.
1.) WMA-Präsidentin Margit Jungmann haben wir allzu weitreichende Befugnisse unterstellt, die sie halt nicht hat (siehe Link). Die Senioren-WM 2020 in Toronto konnte sie Kraft ihres hohen Ehrenamtes nicht in eigener Weiblichkeit absagen/verschieben. Dazu bedurfte es der Absprache mit dem Lokalen Organisationskomitee (LOC). Sonst hätte sie ja auch im Umkehrschluss darauf bestehen können, dass diese Titelkämpfe gegen jede Vernunft durchgeführt werden. Konnte sie selbstverständlich nicht. Was wir indes weiterhin unverdrossen beanstanden, dass diese Entscheidung nicht im Gleichklang auf den Netzseiten des Schirmherrn World Masters Athletics (WMA) und des örtlichen Ausrichters kommuniziert worden ist. Zumal sie im ständigen Austausch mit dem LOC stand und nach unserer Kenntnis sogar selber vor Ort war.
2.) Bei dem gestrigen Kommentar haben wir EMA-Präsident Kurt Kaschke mit der beabsichtigten Einbehaltung von 50 Prozent des Startgeldes das Etikett des Betrugs angeheftet. Nach juristischer Spitzfindigkeit handelt es sich jedoch „lediglich“ um Unterschlagung. Es bleibt freilich ein justiziabler Straftatbestand, macht im blanken Ergebnis der Vorenthaltung letztlich absolut keinen Unterschied.

Deutsche Sprache bisweilen eine schwere Sprache

Sucht man übrigens im normalen Sprachgebrauch nach einem Synonym für Unterschlagung, lautet die Auswahl unter anderem: Diebstahl, Hinterziehung, Aneignung, Eigentumsdelikt, Vorenthaltung. Die Deutlichkeit lässt keine Fragen offen. Betrug kommt allerdings dabei tatsächlich nicht vor. In ihrer unschlagbaren, einzigartigen Vielfältigkeit ist die deutsche Sprache halt bisweilen eine schwere Sprache. Selbst für jemanden, der damit tagtäglich gewissenhaft umgeht, sie hegt und pflegt.
Nur wer nicht arbeitet, macht keine Fehler. Entschuldigt haben wir uns ja praktisch mit diesem Beitrag. Zumindest bei Frau Jungmann war/ist es in Maßen angezeigt, bei Kaschke darf der unerhebliche Unterschied getrost als Petitesse bezeichnet werden.

Senioren-EM: Modernes Raubrittertum bei Nachholverweigerern

Kolumne

Moment mal

(Assafora/Krefeld, 29. März 2020)
Multi-Kulti-„Kuddel“-Kurt mit dem neuerdings vierten Wohnsitz nach Freudenstadt, Gütersloh und Lissabon nun noch in Assafora*) hat sich aus seiner Schockstarre gelöst. Drei Wochen nach seiner offiziellen Verlautbarung auf der Netzseite der European Masters Athletics (EMA), dass die Hallen- und Winterwurf-EM der Ü35-Generation in Braga (Portugal) wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden müssen, kam der EMA-Präsident endlich wieder aus der Deckung. Das aber auch erst nach Aufforderung durch den DLV (womöglich auch anderer Verbände). Er ließ über den Software-Dienstleister Fidalservizi gestern via Mail an die 3.150 Gemeldeten aus rund 40 Nationen, darunter 259 Deutsche, einen Fragebogen-Katalog verbreiten.

50 Prozent des erklecklichen Startgeldes sind futsch

Das interessiert im Detail letztlich nur jene, die im wahren Wortsinne betroffen sind. Und das wollen wir denn schon vermelden. Schließlich handelt sich um eine ziemliche Ungeheuerlichkeit, die getrost auch als modernes Raubrittertum bezeichnet werden kann. Wer an den auf Januar 2021 (was wohl auch noch in den Sternen steht) verlegten Titelkämpfen nicht teilnehmen kann oder will, der setzt 50 Prozent des bei meist mehreren Disziplinen erklecklichen Startgeldes in den Sand. Als ob diejenigen und natürlich alle anderen mit den beträchtlichen Reiseausfallkosten für das Original nicht schon genug finanziell geblutet hätten?!


Erneuter Etikettenschwindel
 
*) Fußnote: Kaschke hatte unlängst in einem Video-Interview geäußert „I’m living in Lissabon
“. Da sich der noch 64-jährige Vorruheständler nicht erst seit der vorjährigen Stadion-EM im Großraum Venetien an der italienischen Adria mit Etikettenschwindel und Mogelpackungen bestens auskennt, handelte es sich bei dieser – Achtung, Wortspiel – Angabe um Schönfärberei. Assafora ist ein Kaff mit 1.503 Einwohnern im Regierungsbezirk Lissabon, 41 Kilometer von der portugiesischen Hauptstadt entfernt. Wer bisweilen den legitimen Nachfolger von (Lügen-)Baron von Münchhausen gibt, sollte wenigstens ein gutes Gedächtnis haben.

Kriminell: Kurt Kaschke handelt mit Startgeld-Einbehalt betrügerisch

Kommentar

Nebenbei bemerkt

(Assafora/Krefeld, 30. März 2020)
Mitunter fällt der Groschen pfennigweise. Soll heißen, dass es der Sache dienlich ist, die Tragweite im Gedankenaustausch noch mal in aller Ruhe zu rekapitulieren und sondieren. Das Ergebnis: Was da EMA-Präsident Kurt Kaschke (im Bild) aus seinem portugiesischen Exil in Assafora in dem Fragebogen-Katalog mit der angekündigten Einbehaltung von 50 Prozent des Startgeldes für die aus mehrfach geschilderten Gründen nicht stattgefundene Hallen-/Winterwurf-EM in Braga (ebenfalls Portugal) absonderte, kam in unserer gestrigen Kolumne „mit modernem Raubrittertum“ viel zu niedlich weg. Nennen wir das Kind knallhart und glasklar beim Namen: Bei diesem Willkürakt in der von ihm sattsam bekannten Gutsherrenart handelt es sich schlechterdings um Betrug, ist mithin ein krimineller Akt und strafbar. Basta!
All‘ jene unter den 3.150 Gemeldeten europaweit, die an dem beabsichtigten Nachholtermin im Januar 2021 nicht teilnehmen können oder wollen, sind sehr gut beraten, eine 100-prozentige Rückerstattung der Startgelder zu verlangen. Sollte Kaschke nicht vorher einlenken, notfalls mit rechtlichen Mitteln und einer Anklage. Wobei sich hierfür die Staatsanwaltschaft schon von Amts wegen interessieren könnte.

WMA liefert ein leuchtendes Beispiel mit der abgesagten WM

Denn Fakt ist nun einmal, dass es für eine zu einem bestimmten Anlass vorab geleisteten Zahlung keine Gegenleistung geben wird. Damit entbehrt sie der Grundlage und muss in voller Höhe erstattet werden. Da müssen wir erst gar nicht über den Zaun zu kulturellen Veranstaltungen schielen, die heutzutage in Zeiten der Corona-Krise zu Hauf unwiederbringlich ausfallen oder bestenfalls verschoben werden. Hier behalten die Tickets auf ausdrücklichen Wunsch der Inhaber entweder ihre Gültigkeit oder das Eintrittsgeld wird in vollem Umfang zurückgezahlt. Aber, wie schon erwähnt, bedarf es zur Veranschaulichung dieser Eselsbrücke genau genommen nicht.
Kaschke braucht sich lediglich ein leuchtendes Beispiel bei seiner deutschen Amtskollegin Margit Jungmann (im Bild) vom Senioren-Weltverband World Masters Athletics (WMA) zu nehmen, die ebenfalls mit einer Absage konfrontiert worden ist. Nämlich den Senioren-Weltmeisterschaften vom 20.Juli bis 01.August 2020 in Toronto (Kanada). In Absprache mit dem Lokalen Organisationskomitee (LOC) ließ sie in ihrer Verlautbarung (siehe Link) wissen, dass zeitnah eine Rückerstattung der bereits von Startwilligen bezahlten Meldegelder erfolgen wird. So einfach und richtig kann das laufen!

Senioren-WM in Toronto wird laut LOC-Chef Smith nicht nachgeholt

Übrigens wird es laut einer noch taufrischen Mitteilung von LOC-Chef
Doug Shaggy Smith aus Toronto keinen Nachholtermin für die Senioren-WM geben. Dies sei der Tatsache geschuldet, dass es in 2021 wegen der vielen Verschiebungen aus 2020 und der originären Ereignisse in 2021 einen dicht gedrängten Terminkalender nicht nur, aber auch in der Senioren-Leichtathletik geben würde. Der smarte Smith rüffelte zugleich öffentlich via Facebook Kaschke, der sich in seinem Fragebogen-Katalog (die WM wird auf 2021 verschoben, wollen Sie daran teilnehmen?) über ungelegte Eier (unsere Formulierung) und seine Zuständigkeit hinaus geäußert hatte.

Rechtliche Würdigung bei Wirtschaftsjurist Heiko Wendorf abgesichert

Noch zum besseren Verständnis eine Replik zur rechtlichen Würdigung. Abgesehen von ein bisschen gesundem Menschenverstand, einigermaßen ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn und laienhaftem Rechtsverständnis haben wir uns in dieser Angelegenheit selbstverständlich sachkundig gemacht. Namentlich bei Wirtschaftsjurist Heiko Wendorf aus Eisenach, seines Zeichens zudem DLV-Seniorensprecher (nicht getarntes Verbandsorgan, wie sein Vorgänger). Er bestätigte in dem sehr ausführlichen, fast einstündigen Telefonat am gestrigen Abend unsere nunmehr in diesem Kommentar dargestellte Auffassung. Auch dahingehend, dass der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) die erhobene Organisationsgebühr in Höhe von 15 Euro nach eigenem Gutdünken nicht für sich behalten könne. Denn auch hier mangele es an einer vollwertigen Gegenleistung (zum Beispiel Betreuerstab vor Ort et cetera), die nicht allein durch die obendrein automatisierte Startpassprüfung abgegolten wäre.
Hätten wir das bei dieser Gelegenheit in einem Abwasch gleich mit geklärt.

MESZ: Die Uhren, nicht die Zeit, "ticken" ab kommende Nacht anders...

(Krefeld und Mitteleuropa, 28. März 2020) Es ähnelt wiederkehrend dem „Dinner for one“ zum 90. Geburtstag von Miss Sophie und ihrem Butler James. „The same procedure as last year, Miss Sophie?” (Der gleiche Ablauf wie im vergangenen Jahr). Ja, genau, an diesem letzten Samstag im März werden zur Nacht auf den Sonntag die Uhren, nicht die Zeit (die bleibt so, wie sie ist), von zwei auf drei Uhr auf die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) vorgestellt. Über den Sinn und Unsinn dieser Maßnahme ist schon bis in höchste Kreise der Europäischen Union (EU) diskutiert worden. Das wollen wir nach Art des Rindviechs (das freilich auch betroffen ist) nicht alles wiederkäuen.
Einigkeit besteht längst darüber, einen Salto rückwärts von diesem zweimaligen hin und her pro anno vollziehen zu wollen. Nur hat sich die EU bislang nicht auf die ach so wichtigen Richtlinien für das Ende der „Zeitumstellung“ einigen können. Die machen eben aus allem eine Wissenschaft. Die neue Präsidentin der EU-Kommission und Massenmutter Ursula von der Leyen sollte mal mit Schmackes auf den Verhandlungstisch hauen. Als ehemalige deutsche Verteidigungsministerin sollte sie das können. Bis dahin manipulieren wir alle miteinander weiterhin an privaten und öffentlichen Uhren herum.

...und vorher gibt’s die „Earth Hour“

Allerdings wird es seit 2017 vorher noch eine andere Aktion geben. Die so genannte „Earth Hour“ für einen lebendigen Planeten. Da werden zur weltweit selben Zeit von 20.30 bis 21.30 Uhr an allen öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen für eine Stunde als Zeichen für den Klima- und Umweltschutz alle unnötigen, verzichtbaren Lichtquellen ausgeschaltet. Beispeilsweise am Brandenburger Tor, dem bundesdeutschen Wahrzeichen und darüber hinaus schlichtweg. Wer sich berufen fühlt, kann das selbstverständlich auch in den eigenen vier Wänden praktizieren. Der Information halber sollten Fernsehen oder Radio vorsorglich an bleiben. Obwohl die in Zeiten der Corona-Krise nicht gerade der pure Quell der Freude und Aufheiterung sind.