Nützliche Hinweise in eigener Sache zum besseren Leser-Verständnis

(Krefeld, 15. Mai  2019) Es kann nicht schaden, dürfte vielmehr durchaus nützlich sein, unseren zahlreichen geschätzten Stammbesuchern und Gelegenheitsgästen ein paar Dinge in eigener Sache näher zu bringen und verständlich(er) zu machen. Wenngleich wir aufgrund der freiberuflichen Tätigkeit des Verfassers und Lampis-Rechteinhabers als berufsständisch organisiertem Sportjournalisten den berechtigten Anspruch erheben, eine Art Online-Zeitung zu sein, so gibt es eben doch ein paar kleine, indes feine Unterschiede zu einem professionell betriebenen digitalen Medium.
Vorneweg erscheinen wir kostenfrei, generieren keinerlei Einnahmen und produzieren ausschließlich Ausgaben. Das läuft also alles getreu dem Motto „aus Spaß an der Freud, an der Schreiberei als solchen und der Leichtathletik als bis zum Vorjahr bei aller gebotenen Bescheidenheit recht erfolgreichem aktiven Kugelstoßer im Besonderen“. Wobei mir manches in der Außenansicht bei der einstigen olympischen Kernsportart inzwischen gründlich missfällt und das Vergnügen bisweilen gehörig vergällt. Die Verbände DLV, EMA und WMA eingeschlossen. Aber da verkünde ich nichts Neues.

Es allen recht zu machen ist eine Kunst die keiner kann

Eine Informationspflicht für was aus immer gibt es nicht, sie kann auch nicht daraus abgeleitet werden, dass über absolut Vergleichbares bereits berichtet worden ist. Ebenfalls kein Gewohnheitsrecht oder Besitzstandswahrung. Die Freiheit behält sich unser kleines aus einigen namhaften gelegentlichen Gastautoren vom Fach und mir selber bestehendem Redaktionsteam einzig und allein vor, was wir aufgreifen oder was eben nicht. Das ist kein Gutdünken, sondern anders bei einem weitestgehenden Alleinunterhalter nicht machbar und zu leisten. Nichtsdestotrotz oder gerade deswegen sind wir auf Informationen, Tipps, Anregungen, Hinweise, Sorgen, Beschwerden, Kümmernisse aus dem großen Fundus der Senioren-Leichtathletik angewiesen und dafür ausgesprochen dankbar.
Nicht immer, aber doch immer wieder nehmen wir derlei auf. Ein treffliches Beispiel ist der gestrige Beitrag. Und noch eins: Es allen recht zu machen ist eine Kunst die keiner kann. Ergo versuchen wir es erst gar nicht, bewahren uns den kritischen Blick stets darauf, wo wir ihn/es für nötig halten. Schön, dass es hier zu Lande durch die im Grundgesetz verbriefte Presse- und Meinungsfreiheit seit bald 70 Jahren (24.Mai) ausdrücklich gestützt wird.
In diesem Sinne, liebe Leser, bleibt Lampis gewogen. Eine tunlichst große Einschaltquote ist die beste Motivation, morgens, und das an nahezu allen 365 Tagen im Jahr, mit dem größtmöglichen Sendungsbewusstsein unter bekannter Internet-Adresse auf Sendung zu gehen.

DAMM: Staffel der Stg. Ostwestfalen-Lippe verlor Stab und viele Punkte

(Bad Meinberg/Krefeld, 14. Mai  2019) Dank des bestens informierten Lampis-Lesers Hans-Peter Bierwirth aus Westfalen können wir zumindest ein Rätsel auflösen. Die Stg. Ostwestfalen-Lippe hat beim NRW-Team-Finale in Emmerich bei der abschließenden Sprintstaffel der M40 die Bahnrunde nach lendenlahmen 61,39 Sekunden (Vorjahr 48,43) passiert. Da hatten wir in unserem seinerzeitigen Beitrag mit an Sicherheit grenzender Gewissheit gemutmaßt, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein kann. Ging es auch nicht. Das ohnehin schon ersatzgeschwächte Quartett verlor beim letzten Wechsel den Stab, hob ihn zwar ohne die Bahn zu verlassen regelkonform wieder auf, ließ dabei jedoch wertvolle Zeit und ganz viele Punkte liegen.
Die letztlich erreichten 8.510 Zähler werden aller Voraussicht nach nicht für den Einzug in den diesmal besonders begehrten bundesweiten DAMM-Endkampf am 21.September 2019 in München (Stichwort: Oktoberfest) reichen. Dazu waren im Vorjahr fast 9.000 Punkte vonnöten. Die aus sieben Vereinen bestehende Startgemeinschaft will das Versäumte deshalb bei den Lippischen Mannschaftsmeisterschaften nachholen.

Ein Rätsel gelöst, das nächste aufgeworfen
 
Das wirft das nächste Rätsel auf: Wie wollen sie das ohne ihren Top-Sprinter Jamie Hodgson (Brite?) schaffen, dessentwegen sie 2018 als an sich von der Rangliste drittplatziertes Team (9.362 Punkte) vom DLV wegen des ab 2017 abgeschafften Ausländerstartrechts nicht für das Finale zugelassen worden sind (spielt auf Landesebene keine Rolle)? Oder ist er inzwischen eingebürgert worden? Denn auf den positiven Ausgang des zu diesem Punkt anhängigen EuGH-Urteils am 13.Juni 2019 in Luxembourg City sollte besser nicht schon im Vorgriff vertraut werden.

Herzliche Grüße und Wünsche zu einem zauberhaften Muttertag!

(Krefeld und die Republik/Österreich/Schweiz, 12. Mai  2019) Jeder hat(te) sie: eine Mutter. Deshalb muss hier fernab von biblischen Geboten nicht näher erklärt werden, was das bedeutet. Bereits während der Schwangerschaft beginnt ihre Leidensfähigkeit, erst recht bei der Geburt. Das brachte erst jüngst Prinz Harry zum Staunen, der der Entbindung seines Mensch gewordenen Erstlingswerkes Archie Harrison beiwohnte. „Es ist unglaublich, was Frauen da leisten“, meinte der sympathische, höfliche Höfling der britischen Monarchie bewundernd in deutscher Übersetzung. Alle Väter, mich eingeschlossen, werden das nachempfinden können.
Nicht nur insofern ist es nachvollziehbar, dass den Müttern zu Ehren zumindest in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie noch einigen europäischen Ländern ein besonderer Tag gewidmet und just heute begangen wird. Deshalb kurz und knackig ohne weiteres Prosa an ihre Adressen: Herzliche Grüße und Wünsche zu einem zauberhaften Muttertag! Symbolisch dazu ein virtueller Blumenstrauß.
Hinweis auf einen aktuellen Beitrag von den Bayerischen Senioren-Meisterschaften im Fenster Ergebnisse.

Ergebnis-Übermittlung von den "Bayerischen" ausgesprochene Wohltat

Kolumne

Moment mal

(Herzogenaurach/Hofgeismar/Vellmar/Krefeld, 13. Mai  2019)
Welch eine ausgesprochene Wohltat für bekennende Freunde der Statistik und professionelle Betrachter der Presse, die Ergebnis-Übermittlung von den Bayerischen Senioren-Meisterschaften am vorigen Samstag in der einstigen weltweiten Sportartikel-Metropole Herzogenaurach (Adidas und Puma). Da sind Männlein und Weiblein fein säuberlich getrennt, die Altersklassen aufsteigend ab M/W 30 und die Disziplinen in der klassischen Reihenfolge Lauf, Sprung, Stoß/Wurf. Ein Augenschmaus und kein nervtötendes Suchspiel.
Stammbesucher von LAMPIS ahnen es bereits, dass dieses saubere und übersichtliche Datenwerk herkömmlicher Prägung unmöglich vom Software-Verunstalter SELTEC aus Bad Vöslau in Österreich sein kann. Richtig! Der Freistaat Bayern erlaubt sich als einer der wenigen Landes-/Regionalverbände innerhalb des den Takt vorgebenden Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) erfreulicherweise die Freiheit mit dem Dienstleister COSA WIN aus dem kleinen Ort Baddeckenstedt in Niedersachsen zusammenzuarbeiten.
Eingedenk dieser Vorzeichen sei schon einmal vorgewarnt, dass die verlinkten Resultate von den „Hessischen“ in Hofgeismar und Vellmar in dem üblichen kunterbunten SELTEC-Mix veröffentlicht sind, lautet die Schildbürgerstreich-Devise wie auf der eingeblockten Grafik. Ein Beitrag dieser bis gestern Nachmittag andauernden zweitägigen Titelkämpfe wird im Laufe des Tages im Fenster Ergebnisse erscheinen (musste aufgrund einer technischen Panne auf den 14.Mai geschoben werden).
Noch zum besseren Verständnis: Es geht hier nicht um einen Feldzug gegen den einen oder für den anderen, sondern schlicht um den berechtigten Ruf der Mindestanforderung nach Transparenz.

Manche Ü50-Leichtathleten müssten vor sich selber geschützt werden

(Herzogenaurach/Hofgeismar/Vellmar/Krefeld, 11. Mai 2019) Wenn die eigene Vernunft nicht ausreicht, müssten manche Ü50-Leichtathleten vor sich selber geschützt werden. Notfalls unter Berufung der Fürsorgepflicht durch die Veranstalter. Auswüchse waren und sind bislang vorwiegend bei internationalen Senioren-Meisterschaften unter den Sporttouristen aus aller Herren Länder zu beklagen. Bevorzugt bei den älteren Semestern jenseits der Siebzig, die sich bisweilen ein schwindelerregendes Programm aufbürden. Gerne mal mit  bis zu acht Einzeldisziplinen, dazu ein Zehn- oder Siebenkampf und zum krönenden Abschluss noch den Wurf-Fünfkampf. Aber da wird nicht einmal verschämt drüber hinweg gesehen. Denn es klingelt ja ordentlich Startgeld in die jeweiligen Kassen. Hoch lebe der Kommerz zum Wohle der vielen VIP’s, die während der Titelkämpfe mit allen nur denkbaren Nebengeräuschen bei Laune gehalten werden wollen.

Ein Blick ins deutsche Kuriositäten- und Raritäten-Kabinett
  
Aber, siehe da, müssen wir für den Blick ins Kuriositäten- und Raritäten-Kabinett gar nicht in die Ferne schweifen. Das bekommen wir auch in Bayern und Hessen geboten. So ein Mann der vermeintlich alles kann war heute bei den Senioren-Landesmeisterschaften in Herzogenaurach avisiert. Die beiden Löwen im Landeswappen verpflichten schließlich zu außerordentlichen Herausforderungen. Reinhard Hofner (*1958) von MBB-SG Augsburg hat bei dieser Ein-Tages-Veranstaltung für sieben Wettbewerbe (100, 200, 400, 800 m, 100 m Hürden, Hoch, Weit) gemeldet. Mit 61 beileibe kein Jungspund mehr, der körperlich aus dem Vollen schöpfen kann.

Mitunter ist weniger einfach mehr

Das wurde freilich noch durch das angeblich schwache Geschlecht getoppt. Möglich macht es hier wie da die normenfreie Komfortzone. Die etwas jüngere Karin Reitemeier (*1965) vom SSC Vellmar halst sich laut Meldungen bei den „Hessischen“ neun, zwangsläufig noch unterschiedlichere Disziplinen (100, 200m, 80 m Hürden, Hoch, Weit, Kugel, Diskus, Hammer, Speer) in der W50 auf. Freilich hat sie zwei Tage Zeit dazu, diesen selbst gemixten Fast-Zehnkampf abzuarbeiten. Ein Vergleich mit den „Königen der Athleten“ verbietet sich indes. Das werden spätestens die Ergebnisse dieser beiden „Alleskönner“ lehren. Jede Wette! Mitunter ist weniger einfach mehr. Da kann einem schon der ketzerische Spruch Sport treiben oder gesund bleiben" in den Sinn kommen.