Zweimal Gold, je einmal Silber und Bronze "in der Nacht der Nächte"!

(Berlin/Krefeld, 12. August 2018) Zitieren wir einen bekannten, inhaltsschwangeren Songtitel von der Band „Die Toten Hosen“ um Frontmann Campino: „An Tagen wie diesen…“ Den müsste man sich ganz zu Gemüte führen, könnte die Strophen mit Fug und Recht auf vier deutsche Leichtathleten duplizieren. Sie rockten „in der Nacht der Nächte“ gestern Abend das mit 60.500 begeisterungsfähigen Zuschauern überausverkaufte Berliner Olympiastadion (wegen des großen Andrangs musste der an sich geschlossene Oberrang teilweise geöffnet werden). Das hatte etwas von Schwerelosigkeit. Insbesondere bei Hochsprung-Entertainer Mateusz Przybylko aus Leverkusen, der alle Höhen bis zur Einstellung der persönlichen Bestleistung von 2,35m im ersten Anlauf nahm und fast zeitgleich mit der zum Favoritenkreis zählenden Weitspringerin Malaika Mihambo (6,75m) die Goldmedaille gewann. Und damit immer noch nicht Ende im Gelände der weitläufigen Arena. Das weibliche Diskuswurf-Terzett erfüllte anders als die Männer die in sie gesetzten zur Erwartung tendierenden Hoffnungen. Einträchtig belegten sie hinter der bis auf eine Ausnahme ungewohnte Schwächen offenbarende,  funkturmhohe Favoritin und mit 71,38m (!) Weltjahresbeste Sandra Perkovic (67,62m) aus Kroatien einträchtig die nächsten Ränge: Nadine Müller (63,00m; SBL), Shanice Kraft (62,46m) und Claudine Vita (61,25m).

Kristin Hussong bleibt (vorerst?) die Vorsprung-Europameisterin

Vermelden wir in diesem Zusammenhang als hauptsächliche Werfer-Netzseite, dass Speerwerferin Kristin Hussung mit 6,05 Meter Vorsprung vorerst die überlegenste Europameisterin der gesamten Zunft bleibt. Daran kann heute Abend beim Schlussakkord nur noch die schwergewichtige polnische Hammerwerferin Anita Wlodarczyk etwas ändern. Sie ist nicht nur körperlich ein Schwergewicht, sondern eine ähnlich „Außerirdische“ wie Perkovic. Ohne ihr zu nahe treten zu wollen, müssten der dagegen zierlich wirkenden Katrin Klaas schon Flügel des „Roten Bullen“ wachsen, wenn sie die wieder einmal außerordentlich erfolgreiche Medaillen-Bilanz der Fraktion Stoß/Wurf aufpolieren wollte. Obwohl selbst hier bis zu ganz herben Enttäuschungen (Christoph Harting, Daniel Jasinski) längst nicht alle Blütenträumen reiften. Aber zu einer Analyse kommen wir noch später, ehe uns der DLV wieder Geschichten aus dem Bereich Märchen und Sagen auftischt.

„Mattes“ sprang sich in einen Rausch und berauschte das Publikum

Der Mann mit dem schwer zu schreibenden und noch schwerer richtig auszusprechenden Namen, nennen wir ihn wie seine Freunde „Mattes“, befand sich in einem Aggregatzustand, den sie heutzutage bei jeder sich bietenden Gelegenheit neudeutsch als „Flow“ bezeichnen. Formulieren  wir es in unserer schönen, ausdrucksstarken Sprache: Der 26-Jährige befand sich in einer Art Rausch auf Wolken sieben. Auf der landete er dann auch weich, nach dem der zwischenzeitlich „Taschenspielertricks“ ziehende erst 20-jährige Weißrusse Nedasakau bei der persönlichen Bestleistung von 2,33m verblieb. Nach minutenlangem Abfeiern ließ der neue Titelträger mehr so zur Schau die Latte auf die neue deutsche Rekordhöhe von 2,38m legen. Er ging sie auch nur ein- statt dreimal erfolglos an. Carlo Thränhardt behält sie zunächst mit 2,37m, gesprungen am 02.September 1984 in Rieti (Italien). Sei's drum. Der Sonnyboy vom Mittelrhein hatte auch so diesen altehrwürdigen Sporttempel in der Bundeshauptstadt, sicherlich noch (womöglich kreist hier wegen "König" Fußball bald die Abrissbirne) eines der schönsten Stadien weltweit mit Leichtathletik-Anlagen, in ein Tollhaus verwandelt.

Mihambo folgte auf harkender Heike Drechsler nach 20 Jahren als Europas Beste

Das würzte die dagegen eher introvertierte Malaika Mihambo (im Bild; beide Fotos von der European Athletics) mit einer gehörigen Prise Nervenkitzel. Die 24-jährige Heidelbergerin schaute bei dieser Windlotterie als Neunte nach zwei Versuchen schon in den Abgrund. Obwohl sie auch im dritten Durchgang gut und gerne zehn Zentimeter auf dem 20 Zentimeter Balken „verschenkte“, katapultierte sie sich mit 6,75m auf Platz eins. Dass es schon ihr Sprung zu Gold sein sollte, war gegen die sich bis zuletzt heftig wehrende Konkurrenz da noch nicht abzusehen. Selbst als sie vor ihrem finalen sechsten Versuch bereits als Siegerin feststand, blieb Mihambo ganz bei sich und hochkonzentriert bis in die krausen Haarspitzen. Es sollte ihr Meisterstück werden, was ihr mit 6,73m knapp verwehrt blieb. Aber was soll’s?! Der Titel ist das, was schlussendlich zählt. Stramme zwei Jahrzehnte nach der großen Heike Drechsler ist sie die erste Deutsche, die wieder Weitsprung-Europameisterin geworden ist. Ein Dramaturg hätte es nicht besser inszenieren können, dass just Drechsler als Oberflächenglätterin ihrer sehr späten Nachfolgerin den Sandteppich dazu bereitete.

Duo Müller und Craft hinter „Miss Diskuswurf“ auf den nächsten Medaillenrängen

Das „Miss Diskuswurf“ gleich alle sechs Würfe versemmeln würde, war fast so unwahrscheinlich wie ein Sechser im Lotto. Allerdings ließ sie bis zum fünften Versuch ihre noch sieben, mit Verlaub, „Opfer“ ein bisschen träumen. Doch dann stellte sie mit dem Befreiungsschlag von 67,72m die Hackordnung wieder her, schob das bis dahin führende Duo Müller (63,00) und Vita (61,23) auf die nächsten Medaillenränge. Das krempelte Craft im letzten Durchgang noch einmal um, verbesserte sich mit 62,46m auf den Bronzerang. Dem hatte Vita unmittelbar danach nur noch eine Minimalverbesserung auf 61,25m entgegenzusetzen.
Den großen Rest vom gestrigen logischerweise nicht ausnahmslos deutschen Fest übergeben wir der verlinkten umfangreichen, sehr detaillierten Online-Ergebnisliste des europäischen Leichtathletik-Verbandes. Die leisten auf diesem Gebiet fürwahr als Anschauungsunterricht allererster Güte hervorragende Arbeit. Grand compliment als Gruß an den Verbandsitz in Lausanne am Genfer See in der französischsprachigen Schweiz.

Mit vier Medaillen gestern ein deutscher Damen-Tag bei der EM

(Berlin/Krefeld, 11. August 2018) Aus isolierter deutscher Sicht betrachtet war gestern Abend im mit laut ARD-Aussage rund 50.000 Zuschauern endlich einmal sehr gut gefüllten Berliner Olympiastadion Damen-Tag. Je einmal Gold und Silber sowie zweimal Bronze war die veritable Ausbeute des erfolgreichen Quartetts in vier verschiedenen Disziplin aus dem Bereich Wurf, Sprung (zwei) und Mehrkampf, dazu mit prächtigen Leistungen. Anders hätte es auch nicht funktioniert. Tusch, Applaus, Chapeau von dieser Welle und an dieser Stelle! Und das zumindest rein körperlich definiert stärkere Geschlecht? Es fügte den ohnehin schon reichlich eingehandelten Nackenschlägen (gilt allerdings insgesamt mit Frauen) weitere ausgesprochen derbe und herbe hinzu. Stabhochspringer Raphael Holzdeppe, der nur noch vom Ruhm vergangener Tage zehrt, scheiterte dreimal an der selbst gewählten Anfangshöhe von 5,51m, und der in dieser Saison ebenfalls nicht in die einstige Erfolgsspur findende Dreispringer Max Heß machte als 15. der Qualifkation mit für ihn lausigen 16,32m den vorzeitigen Abflug.

Gregor Traber Fünfter im Hürdensprint, Timo Benitz Siebter über 1.500 m

Für Schadensbegrenzung, Ehrenrettung wäre schamlos übertrieben, sorgte vorneweg Hürdensprinter Gregor Traber als Fünfter in 13,46 Sekunden. Der 25-jährige Tübinger hatte als Zweiter seines Drittelfinals in 13,26 (SBL) eine blitzsauberes Rennen über 110 Meter mit zehn Hürden dazwischen abgeliefert. Leider fehlten ihm knapp 2,5 Stunden später im Endlauf die Frische, Sprint- und Kraftausdauer, um daran annähernd anzuknüpfen. Denn Bronze (13,34) wäre für ihn nicht außer Reichweite gewesen. Einigermaßen passabel zog sich zum Ausklang der Abendveranstaltung  Timo Benitz als Siebter des 1.500-m-Finales in 3:39,28 Minuten aus der Affäre. Blamabel der Auftritt von Homiyu Tefaye als 13. und Letzter weit abgeschlagener des Feldes in 3:47,83.

Mit 67,90 Meter gleich ein Schocker zum Auftakt


Speerwerferin Kristin Hussong durchbrach den deutschen Bann von David Storl, Christina Schwanitz und Johannes Vetter) als jeweils Qualifikationsbeste (sie 67,39m) in der Entscheidung wieder die Nummer 1 zu sein. Die 24-jährige Blondine schoc
kte die Konkurrenz und wohl auch sich selber gleich im ersten Versuch mit einer neuerlichen persönlichen Bestleistung und dem Meisterschaftsrekord von 67,90m. Damit war die Messe vorzeitig gelesen. Die staunende und geschockte Konkurrenz hatte das Nachsehen, wies bereits die Zweitplatzierte einen satten Rückstand von 6,05 Meter auf. Einen überlegeneren Erfolg, Männer eingeschlossen, hat es bislang im Wurfbereich nicht gegeben. Das könnte heute Abend allenfalls durch die turmhoch überlegene, extrovertierte, den Diskuswurf zelebrierende  Kroatin Sandra Perkovic getoppt werden. Noch eine Duplizität mit deutschem Hintergrund: Steffi Nerius gewann vor neun Jahren an selber Stellen bei den Weltmeisterschaften mit 67,30m die Goldmedaille. Das war zum krönenden Abschluss ihrer Karriere. Für die im zarten Speewerferinnen-Alter befindliche Hussong kann da noch einiges kommen. Die nächsten Großereignisse mit der WM 2019 und den Olympischen Spielen stehen bereits vor der Türe.

Dreisprung-Nervenkitzel für Kristin Gierisch mit Silber belohnt

In einer außerordentlich spannenden sowie für Athletinnen und Zuschauer nervenzerrenden Dreisprung-Konkurrenz machte Kristin Gierisch das, was sich stets als probates Mittel erweist: Gleich mal im ersten Durchgang mit der für sie persönlichen Bestleistung von 14,45 m eine Duftmarke zu setzen. Wenngleich ein bis dahin noch langer Weg, sollte sich das als Silbersprung erweisen. Gerade mal einen Zentimeter vor der Spanierin Ana Peleteiro, die sich im finalen sechsten Versuch auf 14,44m steigerte. Neele Eckhardt musste sich nach der Saisonbestleistung  von 14,33m in der Qualifikation mit dem zehnten Platz (14,01m) bescheiden. Acht Zentimeter fehlten am Einzug unter die besten Acht.

Marie-Laurene Jungfleisch und Carolin Schäfer jeweils auf dem Bronzerang

Hochspringerin Marie-Laurence Jungfleisch nahm bis 1,96m (SBL eingestellt) alle fünf Höhen im ersten Anlauf. Das sicherte ihr aufgrund der Mehrversuchsregel den Bronzerang und ihre erste Medaille auf internationalem Parkett. Diese Plakette ließ sich Vize-Weltmeisterin Carolin Schäfer in einem kontrollierten abschließenden 800-m-Lauf des Siebenkampfes nicht mehr entreißen, den sie mit der Saisonbestleistung von 6.602 Punkten beendete. Überschattet wurde der Kehraus beim Zwei-Tage-Werk der Mehrkämpferinnen durch einen Autounfall, den die bis dahin gut auf Kurs liegenden Louisa Grauvogel und Mareike Arendt beim Shuttle-Service nach der Vormittagsveranstaltung ins Hotel erlitten. Glück im Pech, dass nach einer Untersuchung im Krankenhaus diagnostiziert werden konnte, dass beide keine ernsthaften Verletzungen erlitten haben.
Alles Weitere an Disziplinen, Namen und Leistungen unter dieser Verlinkung.

Beim Vorhang für Robert Harting fehlte der dramaturgische Höhepunkt

(Berlin/Krefeld, 09. August 2018) Schade, schade, jammerschade! Bei den Robert-Harting-Festspielen des überragenden deutschen Leichtathleten und weltweit besten Diskuswerfers des letzten Jahrzehnts gestern Abend bei den Europameisterschaften vor 37.125 Zuschauern im bei Weitem nicht ausverkauften Berliner Olympiastadion (Fassungsvermögen 55.000) fehlte beim letzten Vorhang auf internationaler Bühne der dramaturgische Höhepunkt – die Bronzemedaille. Die war zwar bei realistischer Einschätzung gemessen an seiner und den Jahresbestleistung/en seiner finalen acht Konkurrenten eigentlich nicht mach-, aber nach dem kuriosen Wettkampfverlauf der überwiegend schwächelnden, anscheinend in Ehrfurcht vor Harting erstarrenden Konkurrenz doch greifbar.
Der 33-jährige Allesgewinner hatte den dritten Platz auch zwischenzeitlich inne, ehe er noch in den beiden letzten Durchgängen durchgereicht wurde und mit 64,33m den sechsten Rang belegte. Die bronzene Plakette gewann stattdessen der Österreicher Lukas Weißhaidinger mit 65,14m im finalen sechsten Versuch. Da wurde er seinem Spitznamen „Lucky Luke“ vollauf gerecht. Eine derartige Weite jenseits von 65 Metern hatte sich der Berliner auch zugetraut. Aber bei seinen Würfen segelte die Scheibe nicht richtig aus, stürzte meist aus luftiger Höhe von um die drei, vier Meter senkrecht ab. Zuletzt bei den 63,38m in Durchgang sechs. Der, konjunktiv, hätte es werden können.

Niemals geht man so ganz

Ins gerötete, angestrengte Gesicht gemeißelt physisch und mental völlig ausgebrannt, hinterließ „Der Harting“ anschließend beim ARD-Interview bei Moderator Claus Lufen einen ziemlich geknickten, enttäuschten, fast gebrochenen Eindruck. Von der Emotionalität des Abschieds auf großer internationaler Bühne keine Spur. Auch von außen auf den Rängen nicht. Jedenfalls vermittelte es sich so am Bildschirm. Allerdings wurde das vermeintliche Harting-Spektakel auch überlagert von gleichzeitig mit großer Berechtigung um Medaillen kämpfenden deutschen Athleten um Kugelstoßerin Christina Schwanitz und Zehnkämpfer Arthur Abele sowie völlig überraschend Weitspringer Fabian Heinle, denen im weiten Rund verdientermaßen ebenfalls große Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Das war durch die heimische rosarote Brille betrachtet von der Zeitplan-Gestaltung sicherlich nicht der große Hit. So wie manches andere Organisatorische auch nicht an diesem Abend. Für „das Gesicht“ der deutschen Leichtathletik bleibt der Trost in der von Trude Herr, Wolfgang Niedecken und Tommy Engel besungenen Ballade mit dem Titel „Niemals geht man so ganz“. Denn schlussendlich hat er noch seine Abschiedsgala beim ISTAF am 02.September vor sich. Dann sicherlich mit seinen befreundeten langjährigen Weggefährten Daniel Jasinski und dem Polen Piotr Malachowski, die diesmal beide zum Zuschauen verurteilt waren. Und irgendwie wird er seiner mit viel Hingabe und Leidenschaft betriebenen Sportart erhalten bleiben. Das kündigte er bereits zwischen den Zeilen an.

Auch Christina Schwanitz konnte ihren Titel nicht verteidigen

Die nach den Speerwerfern (alle drei erwartungsgemäß im Finale) wohl größte germanische Hoffnung Christina Schwanitz (im Bild) hatte sinnbildlich schon im Kugelstoßen die Hand an der Goldmedaille. Die wurde ihr im letzten Versuch von der Polin Paulina Guba nach dem Motto „Ich habe keine Chance, aber die nutze ich jetzt“ noch entrissen, die sich von 19,02 auf 19,33m steigerte. Die matt, saft-, kraftlos und verkrampft wirkende Titelverteidigerin (also doch ein schlechtes Omen wie beim entthronten Storl) vermochte sie nicht mehr zu kontern, blieb auf ihren bereits zum Auftakt erzielten 19,19m stehen. Ja, da war doch was? Genau! Das ist nach Sekunden jene immer noch gültige Weltrekordzeit über 200 Meter, die der Jamaikaner Usain (Witz-)Bolt bei der WM 2009 an gleicher Stelle auf die damals bereits blaue Kunststoffbahn trommelte.
Daran wird die Zwillingsmama freilich in dem Moment garantiert nicht gedacht haben. Die Ernüchterung war hinterher groß, nicht das gezeigt zu haben, was sie drauf hatte. Und das seien so um die 20 Meter gewesen, wie sie selber in die Mikrofone sagte und Notizblöcke der Journalisten notieren ließ. Die Nachwehen des selbst verschuldeten Verkehrsunfalls nach der DM auf dem Weg ins „Aktuelle Sportstudio“ des ZDF hätten dabei keine Rolle gespielt.
Das ist Sport", konstatierte sie profan, indes treffend.
Einen prima Wettkampf machte die wie stets mit stoischer Ruhe daherkommende Sara Gambetta als Sechste mit der saisonalen Bestleistung von 18,13m. Die höher eingeschätzte Alina Kenzel erreichte nicht den Endkampf, wurde Neunte mit 17,26m (SBL 18,21m).

Zehnkämpfer Arthur Abele von Berlino zum „König der Athleten“ gekrönt

„König“ Arthur Abele, der sich schon unterwegs ein Bein hätte brechen müssen, wurde nach den dreidreiviertel Ehrenrunden mit Zeitmessung im abschließenden 1.500-m-Lauf von Maskottchen Berlino mit der Krone für den „König unter lauter Königen der Athleten“ dekoriert. Der bärige, muskulöse Typ aus Ulm leistete sich bis auf den Stabhochsprung keine Schwäche und gewann überlegen mit 8.431 Punkten in Brüllhitze das ohnehin gnadenlose Zwei-Tage-Werk der Vielseitigen. Der 32-Jährige avancierte zugleich zum ältesten Zehnkampf-Sieger der EM-Historie. Immerhin gab‘s da mal so Dauerbrenner wie die beiden Ex-Weltrekordler Thomas Dworzak und Roman Seberle aus Tschechien. Prächtig schlug sich auch der aufgrund der Verletzung von Kai Kaczmirek kurzfristig ins kalte Wasser geworfene 20-jährige Youngster Niklas Kaul. Der Junioren-Weltrekordler arbeitete sich von Platz 25 nach dem einleitenden 100-m-Lauf sukzessive nach vorne, belegte in der Endabrechnung in Sichtweite zu Bronze (8.290) mit der persönlichen Bestleistung von 8.220 Punkten einen grandiosen vierten Platz. Nicht oder eben doch auszudenken, wenn er in seiner Paradedisziplin Speerwurf (67,72m) sein riesiges Potenzial (83,94m mit 700, 72,89m mit 800 Gramm) ausgeschöpft hätte. Aber der Junioren-Weltrekordler (8.435 Punkte) hat – Achtung: Phrase – die sportliche Zukunft schließlich erst noch vor sich.

Weitspringer Fabian Heinle überraschte mit Silber

Und zu guter Letzt die Überraschung, die höchstwahrscheinlich niemand auf dem Zettel hatte. Weitspringer Fabian Heinle aus Stuttgart gewann in einem chaotischen, immer wieder unterbrochenen Wettbewerb mit Fehlern bei der optischen Weitenmessung und zig Protesten sowie der sehr prominenten Oberflächenglätterin Heike Drechsler als zweifacher Weitsprung-Olympiasiegerin an der Harke bei Weitengleichheit von 8,13m (SBL) die Silbermedaille. Der Schwabe hatte dem Ukrainer Serhii Nykyforov mit nochmal 8,13 und 8,02 zu 8,00m gleich zwei nächstbessere Versuche voraus. Noch verdienter geht's kaum. Der mit 8,25m erfolgreiche Grieche Miltiádis Tentóglou bedankte sich nach seinem letzten Versuch artig bei Drechsler mit einem Bussi für ihren nimmermüden Einsatz in der Grube.

Gepriesene deutsche Organisationskunst erhielt drei herbe Kratzer

Kunterbunt ging es auch beim Diskuswurf zu. Da wurden gültige Versuche ungültig gegeben (beim Schweden Stahl sogar nachträglich) und ungültige gültig. Ebenfalls im Nachhinein beim Rumänen Firfirica. Obwohl er völlig zu Recht, wie die Fernsehbilder belegten, bei seinem sechsten Versuch die rote Flagge gezeigt bekam, tauchten später 63,73m in der Ergebnisliste auf. Wie sind die bloß auf den frühzeitig als ungültig angezeigten, demzufolge nicht gemessenen Wurf auf dieses Resultat gekommen? Elendig lange Pausen wie beim Weitsprung, da obendrein noch bis zur Bekanntgabe des Endergebnisses, waren die katastrophale Folge. Kein Ruhmesplatt war es ferner, den Speerwurf der Gruppe B der Zehnkämpfer bei sich kreuzenden Bahnen mit den Drittelfinals über 400 m Hürden der Frauen zusammen gelegt zu haben. Die viel gerühmte deutsche Organisationskunst erhielt drei derbe Kratzer!

Ein gutes altes Bandmaß wäre die Alternative gewesen


Es darf gemutmaßt werden, dass der Gott begnadete, vom Himmel gefallene DLV-Leiter Wettkampforganisation Frank O(ooh). Hamm seine unseligen Finger im Salat hatte. Noch ein Tipp an ihn und seine Konsorten: Sollte die optische Weitenmessung oder deren Anwender mal verrücktspielen, gibt es immer noch das gute alte verlässliche Bandmaß. Es sei denn, es hat ein Italiener in der Hand und dessen Landsmann Giovanni Evangelisti springt. Da können dann schon mal schnell 58 Zentimeter zu viel herauskommen, wie 1987 bei den Weltmeisterschaften in Rom. Aber, das Jahr verrät es bereits, ist der schon lange nicht mehr aktiv. Der Kampfrichter hoffentlich auch nicht.

Beachtlicher vierter Platz von Langstrecklerin Alina Reh


Vergessen wir über diese schrille Begleitmusik Langstreckenläuferin Alina Reh nicht, die über 10.000 Meter in 32:28,48 Minuten in dem mit eingebürgerten Afrikanerinnen gespickten ursprünglich 26-köpfigen Feld (18 erreichten das Ziel) einen sehr beachtlichen vierten Platz belegte.
Alles weiteren Details von Gestern unter diesem Link.

Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler nun auch Europameister

(Berlin/Krefeld, 10. August 2018) Es wäre zu schön gewesen um wahr zu werden – ein rein deutsches Podest im Speerwurf der Männer bei den Europameisterschften in Berlin. Wurde es auch nicht. Aber zwei kamen durch, sorgten Olympiasieger Thomas Röhler (89,47m) und Andreas Hofmann (87,60m) gestern Abend vor 39.355 Zuschauern in der  wieder nicht ausverkauften Arena in der Bundeshauptstadt für einen Doppelerfolg. Ausgerechnet der mit 87,39m qualifikationsbeste Weltmeister Johannes Vetter schaute mit 83,37m als Fünfter in die Röhre. Die Weite liegt über vier Meter unter seinem bisherigen Schnitt von 87,66m aus den vorherigen zehn Wettkämpfen. Bronze war für 85,96m zu haben, das an den Esten Magnus Hirt ging. „Wenn’s nicht läuft, dann läuft’s nicht“, konstatierte sein Bundes- und Heimtrainer Boris Obergföll geborener Henry zwischendurch auf ZDF-Nachfrage. „Johannes hat die falsche Platte aufgelegt. Da läuft momentan nicht die richtige Musik im Kopf ab.“ Die bestand wohl darin, die Würfe in einem zu hohen Abwurfwinkel angesetzt zu haben. Keinen hat das logischerweise mehr gewurmt, als den mit 92,70m Weltjahresbesten selbst.

Pamela Dutkewicz und Cindy Roleder stürmten zu Edelmetall

Zu guter Letzt versüßten die heimischen Hürdensprinterinnen, auch als optische Hingucker, den schwer zu toppenden bislang erfolgreichsten Tag in den schwarz-rot-goldenen Farben. Bereits zweieinhalb Stunden zuvor waren Pamela Dutkewicz (12,71), Cindy Roleder (12,83) und überraschend auch Ricarda Lobe in persönlicher Bestzeit von 12,90 Sekunden in den Drittelfinals (unsinnigerweise werden drei Läufe Semifinals genannt) unisono in den Endlauf gestürmt. Da liefen Dutkewicz (12,72) und Roleder (12,77; SBL) hinter der Weißrussin Elvira Hermann (12,67) zu Silber und Bronze. Lobe wurde in blanken 13 Sekunden Fünfte. Ein tolles Gemeinschaftswerk und –erlebnis, wobei sich das Trio hinterher vollauf berechtigt um die Wette freute.

Eine allzu kühne Vorstellung vom rein deutschen Podest

Doch noch ein Salto rückwärts zum Speerwurf.  Da hätte die Devise lauten müssen, die Kirche hübsch im Dorf zu lassen. Es war schon eine sehr kühne Vorstellung konstruieren zu wollen, dass das die Weltrangliste anführende deutsche Terzett Vetter (92,70m), Hofmann (92,06m) und Röhler (91,78m) die EM-Konkurrenz nach Belieben beherrschen sowie in Schutt und Asche werfen würde. Allzu schnell wird dabei übersehen, dass sie ihre saisonale Bestweiten zu sehr unterschiedlichen Zeiten und an verschiedenen Orten geworfen haben. Und da gab es noch den Esten Kirt, der bis gestern in neun Wettkämpfen ungeschlagen war und dabei alle drei Deutschen bezwungen hatte. Bleibt festzuhalten, dass es sich per Saldo um ein überragendes Ergebnis mit dem richtigen Sieger handelt, der sich hernach aus überschäumender Freude wie dereinst Hammerwurf-Weltmeister Karsten Kobs im garantiert pi-warmen Nass des Wassersgrabens
abkühhlte". Neben der Tagesbestweite hatte Röhler noch zwei weiteren Würfe (88,02 und 87,90) über Hofmanns Spitzenergebnis. Dabei hat er seinen ähnlich weiten Auftaktversuch durch eine Unachtsamkeit zur eigenen Verblüffung quasi abgeschenkt. Das wurde in der Zeitlupenwiederholung im Fernsehen deutlich.
Und noch ein Fakt: Nach David Storl und Christina Schwanitz ist Vetter der Dritte im Bunde, der als Klassenprimus der „Quali“ nicht auch im Finale vorne liegt. Er ist freilich der Erste, der gemessen an Edelmetall leer ausgeht.

Kann Kristin Hussong den Bann durchbrechen?

Hoffen wir mal, dass Speerwerferin Kristin Hussong diesen Bann durchbrechen kann, die sich gar mit persönlicher Bestleistung von 67,29m überlegen durchsetzte. Die Reihe der Enttäuschenden, Enttäuschungen und Enttäuschten setzten hier Katharina Molitor (58,00m), deren Nominierung indes mehr ein Trostpflaster für die damalige Ausbootung gegenüber Christina Obergföll gewesen sein dürfte, und die restlos abstürzende Dana Bergerath (53,61m) fort. Dagegen, um die Fraktion Wurf abzuschließen, kamen Shanice Kraft (61,13m), Nadine Müller (60,64m) und Claudine Vita (59,18m) in der nicht sonderlich hochklassigen Diskuswurf-Qualifikation geschlossen weiter. Das hätten die Weitspringerinnen auch gerne von sich behauptet, das war eigentlich auch „erwartet“ worden. Doch lediglich Malaika Mihambo (6,71m) überstand die Ausscheidung. Alexandra Wester (6,55m) und Sosthene Mognenara (6,54m) scheiterten wie auch alle drei germanischen 800-Meter-(Mit-)Läufer.

Medaillengewinne trüben so manchen Blick auf das große Ganze

Und schon sehe ich vor meinem geistigen Auge, wie DLV-Lautsprecher Cheik-Idriss Gonschinska das Abschneiden der „sehr engagierten deutschen Mannschaft, die um jeden Zentimeter kämpfen wird“ irgendwann in seiner Manöverkritik, die diese Bezeichnung nicht verdienen wird, über den grünen Klee hinaus schönredet. Dass es in einem solchen Massenaufgebot auch Ausfälle geben wird, die auch andere Nationen zu beklagen haben, liegt auf der Hand. Aber das sind der „Rohrkrepierer“ eindeutig viel zu viele. Und noch ist das Ende der Fahnenstange nicht erreicht.
Die angesehene, häufig zitierte Rheinische Post schreibt heute: „Die Festspiele der deutschen Leichtathleten bei der Heim-EM gehen weiter.“ Das mag rein auf Medaillengewinne herunter gebrochen sogar stimmen. Aber das große Ganze hat der selber aus der Leichtathletik kommende Autor Berthold Mertes, ein Läufer, komplett aus dem Blick verloren. Ganz der DLV-Tradition und -Sichtweise folgend. Es darf gemutmaßt werden, dass er als (un-)heimlicher Öffentlichkeitsarbeiter auch auf deren Gehaltsliste steht.
Etwas Ähnliches gibt's auch mit ZDF-Sportredakteurin Bettina Schardt (vermutlich hinter den Kulissen in Berlin im wonnevollen Einsatz fürs Fernsehvolk), die in der Senioren-Spielecke des Verbandes ausschließlich in Friede, Freude, Eierkuchen machen darf. Schwer zu glauben, dass sie als aktive Werferin die vielen Missstände nicht sieht. 
Der große Rest vom Fest unter dem wahrlich großartigen Internet-Auftritt bei der European Athletics unter diesem Link.

Titelverteidiger David Storl wurde diesmal EM-Dritter mit 21,41 Meter

(Berlin/Krefeld, 08. August 2018) Es hat nicht zum von uns beschriebenen „Goldenen Schuss“ gereicht. Mithin blieb ihm auch das historische Ereignis verwehrt, als erster Kugelstoßer bei einer Europameisterschaft den vierten Titel in Serie zu gewinnen. David Storl aus Leipzig ging aber zumindest nicht leer aus, darf sich bei der noch anstehenden Medaillenzeremonie mit Bronze dekorieren lassen. Der 28-jährige Sachse bot mit im ersten Versuch erzielten 21,41m ein solide Leistung, wie er hinterher selber sagte, jedoch keine überragende. Er hätte schon seine Saisonbestleistung  von 21,62m in dem für europäische Verhältnisse hochklassigen Wettbewerb (die „Top Six“ hatte eine 21 vor dem Komma) überbieten müssen, um die beiden Polen (21,72 und 21,66m)  vor ihm einzufangen. Garantiert wollte „Storli“ mehr, konnte das allerdings in der Stunde der Wahrheit nicht abrufen. Die Rückkehr zum Umspringen anstatt des Stützstoßes hat er noch nicht vollends verinnerlicht, konnte bei seinem starken Vortrieb vier seiner Versuche jenseits 21 Meter nicht im Ring halten.

Absolute Biss und Sieger-Gen fehlten

Und der absolute Biss und das Sieger-Gen, womöglich im finalen Durchgang noch einen auszupacken, scheint ihm auch abhandengekommen zu sein, wenngleich der Wille dazu sicherlich vorhanden war. Bleibt die Erkenntnis, dass selbst ein reichlich dekorierter Weltklasseathlet eben ein Mensch aus Fleisch und Blut und keine Maschine ist. Das kann freilich nicht als Pauschalentschuldigung für die vielen bisherigen Versager in der angeblich „sehr ambitionierten deutschen Mannschaft“ herhalten. Zumal die wenigsten davon sich mit dem Attribut „internationale Spitzenklasse“ schmücken können. Selbst Europa ist für den Rest vom deutschen Fest (siehe untenstehende Resultate) noch viel zu groß.

Gina Lückenkemper stürmte nach schwachem Start noch zu Silber

Schön, dass es noch ein paar rühmliche Ausnahmen gibt. Vorneweg Sprintstern und Sonnenschein Gina Lückenkemper aus Leverkusen, die sogar das Flutlicht überstrahlte. Die 21jährige legte im Halbfinale blitzsaubere 10,98 Sekunden hin. Diese Zeit wiederholte sie später im Endlauf. Trotz eines Grottenstarts als Letzte aus den Blöcken gekommen, sammelte sie auf dem kurzen Weg bis zur Lichtschranke eine nach der anderen ein. Und kurz vor der Ziellinie auch noch die Niederländerin Dafne Schippers (10,99). Schließlich keine Laufkundschaft und als 200-m-Spezialistin mit einer gehörigen Portion Sprintausdauer und Endgeschwindigkeit ausgestattet. Der Lohn für die blonde junge deutsche Antwort auf Gina Lollobrigida war der Silberrang hinter der früh enteilten favorisierten dunkelhäutigen Britin Dina Asher-Smith (10,85). Mit einem verbesserten Reaktionsvermögen und einem gescheiten Start kann die Wahl-Leverkusenerin aus dem Rohrpott auch in diese Bereiche vorstoßen. Das ist nicht mal eine allzu kühne Prognose. Denn zwischen den Ohren hat sie alles, was zu einer großen Karriere auf dem Laufsteg, der da Kunststoffbahn heißt, gehört.

Arthur Abele bei „Halbzeit“ auf Rang zwei

Prima schlagen sich zur „Halbzeit“ des Zwei-Tage-Werkes auch die drei heimischen Zehnkämpfer Arthur Abele (2. mit 4.285 Punkten), Niklas Kaul ((4.089) und Matthias Brugger. Ärgerlich, dass sich der Letztgenannte mit taktischem Unvermögen seiner drei satt übergetretenen Versuche im Weitsprung um die Früchte seiner offenbar guten Form gebracht hat. Dummheit muss als Lerneffekt halt bisweilen bestraft werden.
Sehr erfreulich, dass wir die fast 38-jährige Carolin Hingst, die schon 2002 bei der EM in München mit von der Partie war, als Zwölfte (4,35m) der Qualifikation im Stabhochsprung in der finalen Entscheidung wiedersehen werden.
Für alle anderen Germanen reihte sich bei der Abendveranstaltung weitestgehend eine Enttäuschung an die andere. Eine trostlose Vorstellung bot einmal mehr der sprintende Meister der Ausreden Julian Reus als 16. der Drittelfinals über 100 Meter in 10,37 Sekunden. Derweil sprach DLV-Schönredner Cheik-Idriss Gonschinska in einem Kurz-Interview beim ZDF mit getragenen, salbungsvollen Worten von einem „steten Auf und Ab“. Eine Aussage fürs Phrasenschwein. Immerhin hat er nicht im reinsten DLV-Denglish „Up and down“ gesagt. Gleichwohl gibt es für ihn von uns die virtuelle Schlafmütze und - wohlwollend gerechnet - die neue Rekord-Ausfallquote von 61,54 Prozent. Beileid!

Für Robert Harting fällt in seinem „Wohnzimmer“ heute Abend der Vorhang

Nicht vergessen: Für Diskuswurf-Ausnahmekönner Robert Harting aus Berlin fällt heute Abend (Beginn 20.20 Uhr) in seinem sportlichen Wohnzimmer der letzte Vorhang auf internationaler Bühne. Und das Finale im Kugelstoßen der Frauen mit dem Terzett Christina Schwanitz, Alina Kenzel und Sara Gambetta. Da trägt "La Schwanitz" die Würde und Bürde der Top-Favoritin auf ihren kräftigen Schultern. Hoffen wir mal, dass es kein ungünstiges Omen ist, dass auch sie als Europameister/in von Amsterdam 2016 in den Ring geht. Wenn nicht sie, wer sonst, sollte mit dieser Drucksituation umgehen können?! Als Mutter von einjährigen Zwilligen musste sie sich zwangsläufig Nerven wie fingerdicke Drahtseile aneignen.
Resterampe: Frauen, 100-m-Drittelfinals: 9. Tatjana Pinto 11,26, 14. Lisa Marie Kwayie 11,36; Stabhochsprung-Qualifikation: 12. Caroline Hingst 4,35m; ausgeschieden Jaqueline Otchero 4,35m, Stefanie Daubner 4,00m.
Männer, 100-Drittelfinals: 16. Lukas Jakubczyk 10,32, 18. Julian Reus 10,37; 10.000-m-Endlauf: 16. Amanal Petros 29:01,19, 24. Sebastian Hendel 29.53:45; Richard Ringer aufgegeben. – Alles Weitere unter diesem Link.