Drei der fünf vakanten Senioren-Titelkämpfe so gut wie vergeben

(Darmstadt/Zella-Mehlis/Krefeld, 08. November 2019) Nun sind wir alles andere als der Erfüllungsgehilfe des lendenlahmen, schwerfälligen, wie eine Behörde uralter, längst nicht mehr gegebener Prägung geführte Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) in Darmstadt. Bekanntermaßen verstehen wir uns als in der Sache streitbare Interessen-Vertretung der allzu oft stiefmütterlich behandelten Senioren-Leichtathleten. Genau deshalb erfüllt es uns mit großer, berechtigter Sorge, dass in dem gestern in aktualisierter Fassung veröffentlichten  Rahmenterminplan 2020 die großen fünf nationalen Titelkämpfe der Talente von gestern und vorgestern immer noch vakant sind. Was jetzt wirklich außer dem Datum aktualisiert worden ist, erschließt sich zumindest bei den Senioren/innen nicht.

Wer hat die Lösung, die für LAMPIS kein Rätsel mehr darstellt

So traurig und beschämend das zunächst einmal ist, können andererseits wir nun schon mal drei Trümpfe aus dem Ärmel bis in die Tastaturfinger ziehen. Freimütig eingeräumt, dass auch bei uns ganz selten ein „Versuchsballon“ geplatzt ist. Aber das was folgt, haben wir aus absolut sicherer, zuverlässiger Quelle. Als da wären: Die Deutschen Senioren-Mehrkampf-Meisterschaften am 20.Juni 2020 und die Deutschen Senioren-Wurffünfkampf-Meisterschaften am 22./23.August 2020 jeweils am bewährten Schauplatz in der „Arena schöne Aussicht“ im thüringischen Zella-Mehlis.
Auch dem für den 12.September 2020 vorgesehenen DAMM-Finale droht nicht der Garaus. Das müssen wir allerdings noch ein wenig in Nebel hüllen, ehe die letzte Formalie erledigt sein wird. Eine ganz allgemein gesehen geografisch günstig gelegene deutsche Mittelstadt mit einem repräsentativen Stadion hat ihrem interessierten Leichtathletik-Verein grünes Licht für eine Bewerbung dafür gegeben.
Wer hat die Lösung, die für uns kein Rätsel mehr darstellt?

Ganz so kostenfrei ist beim LVN die Software für Klubs doch nicht

(Duisburg/München/Fürth/Krefeld, 07. November 2019) Wer weiß selbst auf den Mikrokosmos Leichtathletik herunter gebrochen schon alles? Zähneknirschend, aber realistisch gesehen wir halt leider mit unserem Nischenengagement auch nicht. Deshalb sind wir sehr froh, dass unser Aufruf zur interaktiven Mitarbeit hin und wieder Früchte trägt. Gerade erst wieder auf unsere Glosse „LVN-Offerte kostenloser Software die vermutlich niemand so wirklich will“. Ganz so kostfreien sei die Lizenzvergabe denn doch nicht, teilte uns ein sach- und fachkundiger westdeutscher Leser (selber Aktiver und Wettkampfleiter) mit. Ein Teil der vom LV Nordrhein zu tragenden Kosten an der Gesamtfinanzierung würde über eine Erhöhung der jährlichen Startlizenzgebühr für Vereine auf künftig 3,00 € refinanziert.

LAC Quelle Fürth rechnet mit 2.500 Euro Mehrkosten für seine Veranstaltungen

Noch viel schlimmer erwischt es indes die Klubs in Bayern durch die zusätzliche Verbandsgebühr von 0,50 Euro pro Teilnehmer (!) bei Stadionveranstaltungen. Unser gelegentlicher Gastautor und DAMM-Experte Dieter Krumm beziffert das für „seinen“ LAC Quelle Fürth am  Beispiel von 2019 ermittelt auf rund 2.500 Euro pro anno nur der selbst organisierten Meetings.
Stets zufrieden mit dem Bauch vor den Tisch zu kommen, ergo eine schwarze oder rote null zu schreiben, lässt sich so viel nicht erwirtschaften, die Mehrkosten auch noch abzudecken. Das Ende vom Lied und der „Nahrungskette“ ist eine Erhöhung der Startgelder. Also der stinknormale Kreislauf jeder Verteuerung, den Endverbraucher zur Kasse zu bitten. Nicht nur die Medaille hat zwei Seiten, die Geldmünze ebenfalls.
Eigentlich müsste ein kollektiver Aufschrei durchs Bayern-Land gehen.

Heute ist der Internationale Tag des Freiwilligen-Managements

(Krefeld, 05. November 2019) Hätten Sie’s gewusst? Oder unter uns Sportlern mit dem vertrauteren „du“ (klein geschrieben seit der letzten Rechtschreibreform): Hättet ihr es gewusst? Unverblümt zugegeben, dass es mir bis vor ein paar Minuten (auch) noch nicht bekannt war. Also: Heute, wiederkehrend jeweils am 05.November, ist der Internationale Tag des Freiwilligenengagments. Mit diesem Aktionstag wird das Ziel verfolgt, die Arbeit von Freiwilligen-Managerinnen und -Managern zu würdigen, sie ins öffentliche Licht zu rücken sowie zu Diskussion und Austausch anzuregen. Sehr international ist dieser Tag indes nicht, wird lediglich von zwölf Staaten unterstützt. Darunter aber Deutschland.
Gut, ergo fühlen wir uns ebenfalls im weiteren Sinne angesprochen. Schließlich betreiben wir unser kostenfreies Nischenengagement als einzig wahre Interessenvertretung der Senioren-Leichtathleten/innen in Geschäftsführung ohne Auftrag gleichermaßen auf freiwilliger Basis.
Schön für uns, das bei der Gelegenheit noch mal in das Bewusstsein des geneigten Lesers rufen zu können.

Senioren-Hallen-DM definitiv 2020 nicht in Neubrandenburg

(Neubrandenburg/Berlin/Krefeld, 06. November 2019) Entgegen einer früheren, seinerzeit nicht verbrieften Nachricht zu genau diesem Punkt, können wir das nunmehr nach dem Ausschlussverfahren verneinen. Die Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften mit Winterwurf 2020 finden nicht in Neubrandenburg statt. Denn da werden am 15./16.Februar 2020 bereits die nationalen Titelkämpfe der U20 und 18 ausgetragen. Zwei solche Kraftakte in kurzer Zeit sind für den SCC Neubrandenburg und den Landesverband Mecklenburg-Vorpommern des Guten dann doch mehr als ein wenig zu viel.
Gleichwohl noch eine erfreuliche Meldung: Erstmals (?) wird es für die Ü30-Generation am 16.Februar 2020 gemeinsame Norddeutsche Hallenmeisterschaften der sieben Landesverbände Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein am 16.Februar 2020 im Sportforum Hohenschönhausen in Berlin geben. Freilich keine brandaktuelle Neuigkeit. Dazu genügte ein Blick in den Rahmenterminplan 2020 des Berliner Leichtathletik-Verbandes (BLV) per Stand 15.September 2019. Das gibt es also gemessen am Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) mit seinen vielen Bewerbervakanzen auch noch und rechnet schon gar nicht mehr damit, dass Termin und Ort durchaus frühzeitig feststehen können.

DLV führt 2020 bei der Ü35 den Gewichtwurf ins DM-Programm ein

(Darmstadt/Krefeld, 04. November 2019) Halten wir zunächst zum besseren Verständnis fest, dass der Gewichtwurf (nicht Gewichtswurf!) keine klassische Leichtathletik-Disziplin in Deutschland ist und in keiner Klasse von U bis Senioren in Einzelwettbewerben zum Meisterschaftsprogramm gehört(e).
Es handelt sich um eine amerikanische „Erfindung“, mit einigen Abwandlungen geklaut beim guten alten deutschen Rasenkraftsport und in den Hammerwurf-lastigen Wurf-Fünfkampf (siehe unsere Cartoons in der Dachleiste) eingebaut.
Doch nun kommt der ach so „innovative“ (selbstbeweihräuchernde Darstellung) Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) aus Darmstadt um die Ecke, zaubert für die Talente von gestern und vorgestern ab 2020 einen neuen Wettbewerb aus dem Hut. Da heißt es in deren aktualisierten Deutschen Leichtathletik-Ordnung (DLO) in fettgedruckter, unterstrichener Überschrift:
DLO Einführung Gewichtswurf (Inkrafttreten 01.01.2020)
Mal großzügig über die sprachliche Verfehlung mit dem überflüssigen „s“ hinweggesehen, geht es sinngemäß weiter, dass nach § 7.4.1. das DM-Programm der Männer/Frauen bei den Senioren/innen um den Gewichtwurf (hier sogar richtig geschrieben) erweitert werden kann.

Eine wieder mal hirnrissige Innovation des Dachverbandes

Als wäre es nicht jetzt schon schwer genug Ausrichter für die nationalen Titelkämpfe der Ü35-Generation zu finden (die „Großen Fünf“ für 2020 sind immer noch vakant; siehe Rahmenterminplan), wird ohne jede Not noch eine weitere außerplanmäßige Disziplin aufgepfropft. Dabei krachen a) aktuell die Zeitpläne bereits aus allen Nähten (sollen künftige Nachschichten eingeführt werden?) und noch elementarer b) welcher potentielle örtliche Organisator verfügt über die entsprechenden Anlagen, eine weitere Wurf-Disziplin durchführen zu können? Da fällt mir auf Anhieb nur der Leichlinger TV ein, der neben der Leichtathletik auch eine sehr erfolgreiche Rasenkraftsport-Abteilung unterhält. Aber das Hauptstadion im Sportzentrum Balker Aue verfügt nun mal über keine überdachte Tribüne.
Und mal ketzerisch gefragt, wenngleich wir uns ins eigene Handwerk pfuschen: Weshalb diese Extrawurst für die Hammerwerfer mit dem sehr artverwandten Gewichtwurf? Mit gleichem Recht könnten die Kugelstoßer das Steinstoßen, die Diskuswerfer den Schleuderball und die Speerwerfer den Keulenwurf fordern. Die Antwort liefern wir gleich mit: Illusorisch und so überflüssig wie ein Kropf.
Wie so manche hirnrissige Innovation des Kaputtreformieres mit dem Kürzel DLV.