Silke Finkbeiner fing als "früher Vogel" den ersten WM-Titel ein

(Málaga/Krefeld, 04. September 2018) Getreu dem Motto der frühe Vogel fängt den Wurm, gewann Silke Finkbeiner (*1966) vom VfL Waiblingen gleich zum Auftakt der heutigen Senioren-Weltmeisterschaften in Málaga zu unchristlicher Morgenstund‘ 08.30 Uhr den ersten Titel im deutschen Nationaltrikot (kann auch Germany gewesen sein). Den Hammerwurf der W50 entschied die nationale Rekordhalterin (49,91m) für sich. Die Waiblingerin machte im dritten Versuch mit 46,80m und einem Vorsprung von 1,08 Meter auf die Zweitplatzierte ihr Meisterstück.

Schwächelnder (?) Gassenbauer trotzdem überlegener Sieger

Nix war es für unseren Österreich-Repräsentanten Gottfried Gassenbauer (*1958) aus Wien mit dem ersten Sechziger im Hammerwurf als Jung-Sechziger der M60. Mit blanken 55 Metern und einer für ihn unterbelichteten Serie lieferte „Gassi“ sein schwächstes Saisonresultat (JBL 59,38m) ab. Es konnte ihm herzlich egal sein. Denn für die Konkurrenz war es immer noch entschieden zu viel, hatte der „Vize“ bereits einen Rückstand von erklecklichen 2,90 Meter auf den Wiener Gaudiburschen. Füttern wir noch mit der Feststellung „bei Meisterschaften gilt zuvorderst der Titel“ das Phrasenschwein. Zumal wir aus der Fernsicht logischerweise nicht zu beurteilen vermögen, ob eine extrem stumpfer Ring, für viermal drehende Super-Techniker wie ihn das pure Gift, größere Weiten verhinderte.

Ergebnisliste ohne Nationalflagge und Geburtsdatum

Alles Weitere an Resultaten zwischen Sport und Tourismus überantworten wir der Online-Ergebnisliste in den jeweiligen Disziplinen und Altersklassen. Sie ist optisch um drei Klassen ansehnlicher als das selbstgestrickte WMA-Machwerk aus den Anfängen der elektronischen Datenverarbeitung (EDV). Allerdings zwei Mängel weist auch sie auf: Es fehlen plakative Nationalflaggen vor oder hinter der Länderbezeichnung, und die Rubrik mit dem Geburtsdatum (Fecha nac.) bleibt unausgefüllt. Ein Manko, da das Alter bei der Berichterstattung für die Bewertung durchaus ein weiteres Kriterium darstellt.

Auftakt bei den 23. Senioren-Weltmeisterschaften in Andalusien

(Málaga/Krefeld, 04. September 2018) Nun gehen sie also heute Vormittag los, die 23. Senioren-Weltmeistershaften ab M/W35 im spanischen Málaga an der Costa del Sol, der Sonnenküste. Hübsch übersichtlich verteilt an drei verschiedenen Schauplätzen in der andalusischen 569.000-Einwohner-Stadt und im benachbarten Torremolinos. Da werden Trainer, Betreuer und Partner mal so richtig hin und her gescheucht. Sei angemerkt, dass sich das bei einer solch gigantischen Veranstaltung mit 8.197 Gemeldeten aus 101 Nationen in den vielen Altersklassen und Disziplinen nun einmal nicht vermeiden lässt. Was jedoch zu vermeiden gewesen wäre, wenn der Schirmherr World Masters Athletics (WMA), der mit rund eine Viertelmillion Euro an den Einnahmen partizipiert, ein bisschen Geld aus der Hand gegeben hätte: Der unerträgliche Zustand, dass in den Stadien keine Free-Wifi angeboten wird und es keine Live-Streams für die Daheimgebliebenen von den Wettbewerben geben wird. Das ist in der heutigen digitalisierten Zeit ein arges Armutszeugnis. Das geht allemal besser, wie schon von den Polen bewiesen worden ist.

„Könige der Athleten“ eröffnen die 13-tägigen Titelkämpfe

Traditionell eröffnen die „Könige der Athleten“ die bis zum 16.September andauernden globalen Titelkämpfe. Aber auch die Kugelstoßer/innen und Hammerwerfer greifen in verschiedenen Altersklassen in das turbulente Geschehen ein. Insgesamt haben 614 Germanen/innen ihre Willenserklärungen zu einer Teilnahme abgegeben. Diese Verklauselierung ist nötig, da gerade bei Europa- und erst recht Weltmeisterschaften die lineare – also nicht nur deutsche – Ausfallquote erfahrungsgemäß bei 15 bis 20 Prozent zu liegen pflegt. Das ist schlicht der langen Vorlaufzeit bei der Abgabe der Meldung geschuldet.

Kein eigener LAMPIS-Korrespondent vor Ort

Was nun unsere WM-Berichterstattung anbelangt, müssen wir uns weitestgehend, jedoch nicht vollends in vornehmer Zurückhaltung üben. Einmal geht das sportliche Leben auch hier zu Lande ungebremst weiter, zudem haben wir anders als beispielsweise in Italien mit Carlo Berlini keinen eigenen Korrespondenten vor Ort. Und eine reine Orientierung an Ergebnislisten ist eine höchst zweischneidige Angelegenheit bei den eine Leistung beeinflussenden vielen Parametern, die aus der Ferne schlichtweg nicht zu beurteilen sind. Das sei unumwunden zugegeben, dass wir in der Vergangenheit einfach manchem Athleten, auch weiblich, zwangsläufig bei der Bewertung nicht gerecht werden konnten

Was leistet die selber aktive DLV-Öffentlichkeitsarbeiterin diesmal?

Ob’s der DLV freilich besser macht, der mit einem riesigen Betreuerstab an Wetterfröschen, Wasserstandsmeldern („Ihr müsst bei der Hitze gaaanz viel trinken“), Erbsenzählern (Medaillen und Rekorde) und Literarten anwesend ist, sei dahin gestellt. Einschließlich der ab dieser Saison installierten Öffentlichkeitsarbeiterin Bettina Schardt (im Bild), die von anderen und sich selber in der dritten Person als Werferin der W45 zwar in wohlfeilen Worten einer ZDF-Sportredakteurin in der klassischen 2:1-Ergebnisform berichtet, bei der aber eben interessante Hintergrundgeschichten zumindest bislang ausgesprochene Mangelware darstellten. Es ist freilich ein Drahtseilakt, zwei Herren gleichzeitig dienen zu wollen. Nur hat sie sich die Suppe ganz alleine eingebrockt, die sie fortan auslöffeln muss. Kritik kann und darf bei ihr ohnehin nicht vorkommen, wie die nicht nur heile Senioren-DM in Mönchengladbach nachdrücklich bewiesen hat. Das muss für eine gestandene Sportjournalistin, die für ihren Sender auch investigativ recherchieren muss, Selbstkasteiung gewesen sein.
Wer sich also über nackte Resultate, die hoffentlich recht zeitnah veröffentlicht werden, informieren möchte, der kann dies allumfassend unter diesem zur Veranstalter-Netzseite führenden Link tun. Mehr Mittel stehen uns auch nicht zur Verfügung.

Vorruheständler Kurt Kaschke bläst orkanartiger Wind ins Gesicht

Kolumne

Das Wort am Sonntag

(Freudenstadt/Krefeld, 02. September 2018)
Die Schule ist aus für immer. Dieser von Alice Cooper 1997 erschienene Original-Songtitel „School’s out for ever“ kann jetzt auch Realschullehrer Kurt Kaschke (im Bild) aus Freudenstadt im Schwarzwald vor sich her trällern. Der von seinen vielen Kritikern, die da sagen wer ihn zum Freund habe, brauche keine Feinde mehr, boshaft Baumschullehrer aus dem schwarzen Walde genannte 63-Jährige muss mit Ferienende 08.September nicht an die Falken-Realschule zurückkehren. Er hat sich vorzeitig in den Ruhestand verabschieden lassen, um sich bei dem Plus an freier Zeit verstärkt seinem Ehrenamt als Präsident des kontinentalen Senioren-Dachverbandes European Masters Athletics (EMA) widmen zu können.

„Trump für Arme“ hat nun noch mehr Zeit für Unheil

Insider befürchten bereits, dass dieser „Trump für Arme“ in seiner selbstgefälligen Art der Vertuschung und Verschleierung nun noch mehr Unheil anrichten wird. Kaum im seligen (Un-)Ruhestand, wird ihn jedoch eine schon länger schwelende delikate Angelegenheit wieder einholen, die er in seiner Präsidialherren-Manier unter den Tisch zu kehren gedachte: Der unzulässige und von seinem vor Ort anwesenden offiziellen Gesandten Kalle Glomsaker (Norwegen) sanktionierte Start von 13 russischen Senioren-Leichtathleten bei den Offenen Baltischen Masters-Meisterschaften 2017 in Pärnu im Estland. So ungerecht das auch sein mag, gilt auch für sie, die nicht am russischen Staatsdoping teilhatten, der internationale Bannstrahl der übergeordneten IAAF. Dass sie dort gestartet sind ist in vielfacher Hinsicht dokumentiert (muss hier nicht näher erörtert werden), wenngleich sie irgendwann später aus der offiziellen Online-Ergebnisliste entfernt wurden. Es darf gemutmaßt werden, auf Geheiß von Kaschke, der damit Spuren beseitigen wollte. Indes ein untauglicher Versuch, der zudem als Bumerang in Form der Urkundenfälschung zurückkommen dürfte.

EMA-Ehrenpräsident Dieter Massin platzte der Kragen

Doch nun wird es ganz pikant. Kein Geringerer als EMA-Ehrenpräsident Dieter Massin (links im Bild) aus Ahlen, der langjährige Vorgänger von K.K. als Steuermann der damaligen EVAA, geht in die Offensive. Der Wahl-Westfale, ehedem auch Lehrer, hatte sich schon lange bis in höchste Stellen hinein um eine schonungslose Aufklärungsarbeit in der leidigen Sache bemüht. Er stieß jedoch auf taube Ohren, schob der eine dem anderen den Schwarzen Peter des Handelns zu. Jetzt platzte dem immer noch sehr umtriebigen 77-jährigen „Hans Dampf in vielen Gassen“ endgültig der Kragen. Mit einem Verteiler von knapp über 100 Personen an die Präsidiumsmitglieder der IAAF, der World Masters Athletics (WMA), der EMA und der Masters-Präsidenten der 51 angeschlossenen Mitgliedsstaaten der EMA fordert er unter der Nennung von Ross und Reiter in einer E-Mail von vorgestern mit Nachdruck eine Überprüfung und offizielle Stellungnahme von Kaschke als dem Verantwortlichen des zuständigen Kontinentalverbandes. Rumms, das saß/sitzt erst einmal.

Publikation auch auf Facebook und bei Masterstrack

Doch damit nicht genug. Massin will es auch mit einer Veröffentlichung in ebenfalls englischer Sprache bei „EMA Friends“ auf Facebook für eine breitere europäische Öffentlichkeit publik machen, um den Gegenwind zu erhöhen. Es wird zudem über den großen Teich in die USA schwappen. Der für seinen investigativen Journalismus bekannte Ken Stone aus San Diego signalisierte bereits Interesse, sich diesem Subjekt der Vertuschungsstrategie auf seiner Netzseite masterstrack.blog anzunehmen.
Denn eines darf in der Gesamtbetrachtung nicht übersehen werden, dass sich mit international suspendierten Leichtathleten gestartete unschuldige Aktive nach dem Motto „Mit gefangen, mit gehangen“ gleichermaßen einer Disqualifikation und möglichen weiteren Bestrafung aussetzen. Ein Kavaliersdelikt sieht deutlich anders aus.
In diesem Sinne trotzdem oder gerade deswegen einen zauberhaften Sonntag und eine geschmeidige kommende 36. Kalenderwoche Anno Domini 2018! Nicht zuletzt an den Kuddel-Muddel K.K. aus F.

Norbert Demmel verletzte sich in Málaga – beim Beachvolleyball

(Málaga/Krefeld, 03. September 2018) Wenn man(n) schon kein Glück hat, kommt mitunter noch Pech hinzu. Wurf-Allrounder Norbert Demmel (*1963) vom TSV Unterhaching kann inzwischen ein garstig Lied davon singen. Kurz vor der Senioren-DM in Mönchengladbach hatte er sich an der Schulter verletzt, konnte seine bis dahin überragende Form nicht in die verschieden große Ringe bringen. Der 55-jährige Modellathlet der Extraklasse wurde jedoch recht schnell wieder fit und stellte später bei den nationalen Titelkämpfen im Wurf-Fünfkampf in Zella-Mehlis mit 4.938 Punkten einen neuen Weltrekord in der M55 auf. Das war eine weiteres Faustpfand für die WM ab morgen in Malaga (Spanien), vielleicht sogar mit dem ersten „Fünftausender“ in dieser Altersklasse. Dort bereits seit 11.August mit Ehefrau und Tochter in Urlaub, natürlich nicht ohne zu trainieren, verletzte er sich beim Beachvolleyball am Strand der Costa del Sol am rechten Sprunggelenk.

Eigendiagnose: Selbstzerstörungstrieb

Der Linkshänder kann den rechten Fuß kaum belasten, will dennoch starten, wird beim Kugelstoßen und Diskuswurf jedoch lediglich aus dem Stand antreten können. Dahin sind die berechtigten Titelchancen. Er hofft jedoch bis zum Fünfkampf wieder einigermaßen auf dem Damm zu sein, wird deshalb in den gemeldeten Einzeldisziplinen kein Risiko eingehen. „Offenbar leide ich an einem Selbstzerstörungstrieb, verletze mich meist außerhalb des Wurftrainings“, meinte Demmel in seiner Information an LAMPIS. Ungeachtet des Malheurs will er getreu dem Motto „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ das Beste aus der vertrackten Situation machen. Unsererseits der diesmal zu spät kommende Tipp: Schuster, bleib bei deinem Leisten!

Eine Auslese von Veranstaltungen in unserem entsprechenden Fenster

(Krefeld, 01. September 2018) Manche mögen’s heiß, zumindest aber gut warm, wenn es um die sportliche Betätigung in der Leichtathletik geht. Die mit etwas mehr Muskeln bepackte Fraktion von Stoß/Wurf dürfte in aller Regel nicht dazu gehören. Insofern kommt ihr die abnehmende Temperatur nach dem bisherigen Jahrhundert-Sommer sehr entgegen. Und es gibt noch ein reichliches Betätigungsfeld. Im Westen der Republik sogar bis Anfang November hinein mit den Offenen NRW-Winterwurf-Meisterschaften der Senioren/innen in Leichlingen im Bergischen Land.
In unserem Fenster „Veranstaltungen“ haben wir mit dem heutigen Tag beginnend eine Auslese von insgesamt 16 Werfertagen/Sportfesten und die schon erwähnten "NRW Open" zusammengestellt, die selbstverständlich keinen bundesweit gefächerten Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann und will. Darüber hinaus sind weitere Quellen vorhanden, die wir in der Kopfleiste des Fensters beschrieben haben.
Noch ein abschließender Hinweis: Die blau eingeführte Schrift stellt wie sonst in Texten eine Verlinkung dar, lässt sich durch einen Klick mit der linken Maustaste öffnen und führt, so bereits vorhanden, direkt zur jeweiligen Ausschreibung.