DAMM trotzt Totengräber-Mentalität und Kaputtreformiererei des DLV

(Darmstadt/Lingen/Krefeld, 11. Juni 2019) Greifen wir mal ganz tief in die Nostalgiekiste, stellen indes einen aktuellen Bezug her. Masters-Sport, die dereinst von Annette und Robert Koop in Lingen an der Ems betriebene Mutter aller deutschen Netzseiten in der Senioren-Leichtathletik, berichtete vor acht (!) Jahren: „Die zentralen Veränderungen finden sich in diesem Auszug aus dem DLV-Arbeitspapier, für das die DLV-Funktionäre Frank O.Hamm und Manfred Mamantow verantwortlich zeichnen, und das masters-sport inzwischen vorliegt.“ Darin ist unter anderem von einer Abschaffung der Deutschen Altersklassen-Mannschaftsmeisterschaft (DAMM) die offenkundig nicht geheim zu haltende Rede. Schon peinlich genug. Darüber ist freilich viel Gras gewachsen.

Traditioneller Team-Wettbewerb erfreut sich ungebrochener Beliebtheit

Nicht jedoch über die DAMM. Da ist es trotz aller Totengräber-Mentalität und der versuchten Kaputt-Reformiererei mit Joker, Streichergebnis, Punktewertung nach Platzierung und Direkt-Qualifikation der beiden Erstplatzierten des Vorjahres dank geharnischter Proteste der Basis nicht gelungen, sie vom Meisterschaftskalender zu verbannen. Bei der Ü30-Generation erfreut sich dieser Team-Wettbewerb, übrigens einstmals Keimzelle der leichtathletischen Senioren-Bewegung hier zu Lande, ungebrochener Beliebtheit. Nicht zuletzt in den längst nicht mehr neuen Bundesländern, die bald 30-Jähriges feiern.

Eine Marktlücke tut sich in der W60 mit vakantem Finalplatz auf

Bislang haben sich 84 Vereine/Startgemeinschaft an diesem den Gemeinschaftsgedanken fördernden traditionsreichen Wettbewerb beteiligt (siehe Rangliste). Und voraussichtlich noch mindestens sieben Teams werden in Murr (15.Juni) und Gröbenzell (26.Juni) hinzukommen und damit das zahlenmäßige Niveau aus dem Vorjahr (92) nahezu erreichen. Bei den weiteren Terminen in Troisdorf (15.Juni) und Lage (26.Juni) geht es um Verbesserungsvorhaben bereits gelisteter Mannschaften.
Sei für Kurzentschlossene auf eine Marktlücke in der W60 hingewiesen. Da ist noch ein Finalplatz für die Team-DM Senioren/innen am 21.September 2019 im Dantestadion in München vakant. Sportlich gesehen preiswerter ist an das begehrte Ticket in die
Weltstadt mit Herz" in Kombination mit einem Oktoberfest-Besuch nicht zu kommen.

Ergebnisübermittlung stellt häufig in mehrerlei Hinsicht ein Ärgernis dar

(Edenkoben/Völklingen/Krefeld, 10. Juni 2019) Langsam, langsamer, Leichtathletik-Verband Pfalz (LVP). Es sind ja auch nur Verbandsmeisterschaften der Senioren. Während die Ergebnisse der gestrigen Titelkämpfe der Männer, Frauen und  U18 in Eisenberg bereits im Netz sind, hingegen Fehlanzeige bei der Ü30-Generation vom Tag zuvor in Edenkoben, integriert mit dem 41.Seniorensportfest des dortigen LCO. Aber auch der schweigt sich noch aus, vertröstet mit dem Hinweis, dass die Resultate drei Tage nach der Veranstaltung auf dessen Netzseite abgerufen werden könn(t)en. Das ist es, was sich mir nicht erschließt. Was ohnehin erledigt werden muss, kann auch einigermaßen zeitnah geschehen. Oft sind es nur ein paar Handgriffe, da ja eh schon alles elektronisch erfasst worden ist. Schließlich leben wir nicht mehr im IBM- (= Immer Besser Manuell), sondern Online-Zeitalter schneller Kommunikationsmittel fast in Echtzeit. Und in dieser Hinsicht fabuliere ich als Betreiber dieses Internet-Portals nicht über des Kaisers Bart.

Augenkrankheit mit sechs Buchstaben

Dafür habe ich bei meiner umfangreichen, glücklicherweise nicht komplett erfolglosen Recherche etwas entdeckt, was ich gar nicht gesucht, da im Vorfeld nicht gewusst habe. Denn auch das Saarland hatte an Pfingstsamstag seine Senioren-Meisterschaften. Und die Ergebnisse sind auch schon unter diesem Link nachzulesen, wenngleich im ziemlich unübersichtlichen SELTEC-Mix. Der firmiert bei manchen mittlerweile unter Augenkrankheit mit sechs Buchstaben…
Klar, bei mir ebenfalls.

41. Seniorensportfest des LCO zur Pfalzmeisterschaft geadelt

(Edenkoben/Krefeld, 08. Juni 2019) Früher war mehr Lametta! Nein, es ist nicht schon wieder Weihnachten. Feiertag schon. Soll heißen, dass Pfingsten ehedem das hohe Fest der Leichtathletik war mit Veranstaltungen zum Aussuchen bei einem Radius von rund 80 Kilometern. Das bundesweite Angebot auf ladv.de täuscht allgemein betrachtet Betrieb vor, unter dem genannten Gesichtspunkt bleibt freilich nicht mehr viel übrig. Erst recht herunter gebrochen auf Senioren. Da wird es geradezu ausgesprochen karg bis nahezu ausgestorben.
Aber immerhin ist durch die regionale Brille gesehen noch einer der Vorreiter traditioneller Seniorensportfeste vorhanden: Edenkoben in der Pfalz, dass sich nach einer kleinen Umfrage von LAMPIS den Ruf des längsten Haltbarkeitsdatum mit dem TuS Köln rrh streitig macht, worauf wir jedoch keine schlüssige Antwort gefunden haben. Die nunmehr 41.Auflage ist inzwischen zur offiziellen Pfalzmeisterschaft geadelt worden und geht heute ab 11.30 Uhr im Weinstraßenstadion über die sportliche Bühne.
Werten wir es mal als gutes Omen, dass dem dortigen Klub die Federführung obliegt, Denn beim letzten Senioren-Hallensportfest des Leichtathletik-Verbandes Pfalz (LVP) im Februar 2019 haperte es an allen Ecken und Enden. Und das unter der Regie von LVP-Vizepräsident Dieter Tisch (im Bild), für den "perfekt" eigentlich noch nicht gut genug zu sein pflegt. Das hat gewaltig an seinem Image gekratzt (wir berichteten). Obendrein hat er mit herablassenden Äußerungen zusätzlich ins Fettnäpfchen getreten.

Auf der letzten Rille wurde Ausrichter für die Hallen-EM 2020 gefunden

(Braga/Krefeld, 09. Juni 2019) Na, da schau an. Um die ganze Tragweite zu erfassen, hat dies einen Hauch vom 8.Weltwunder oder pünktlich zum Pfingstfest der Erscheinung des Heiligen Geistes. Spaß beiseite! Nix von alle dem. Allerdings wissen wir nicht, ob er dem dringenden Rat in unserer Kolumne vom 25.März 2019 zum Klinken putzen gefolgt ist oder EMA-Präsident Kurt „Kuddel“ Kaschke mal wieder sein schon sprichwörtlicher Dusel hilfreich zur Seite sprang und ihm eine gebratene Taube in den vor Staunen geöffneten Mund geflogen ist. Jedenfalls wird gestern auf der Netzseite des kontinentalen Senioren-Leichtathletik-Verbandes European Masters Athletics (EMA) von ihm selber berichtet, dass nach einer Absagen-Welle die Hallen-Europameisterschaften 2020 nunmehr auf der ziemlich letzten Rille einen Ausrichter gefunden haben. Es wird Braga sein, die christlich geprägte portugiesische 137.000-Einwohner-Stadt nördlich von Porto. Wer denn will, so passt auch das ins pfingstliche Bild: Es ist ein Wallfahrtsort. Und womöglich kam der „Präses“ im Büßergewand, als er den Vertrag festgezurrt hat. Vielleicht hat er ihn anschließend gar in der Kathedrale von Braga weihen lassen.
Halt, vergessen wir an dieser Stelle vor lauter Nebengeräuschen den EM-Termin nicht: 15. bis 21. März 2020.

Sanierungsarbeiten im Stadion Caorle wurden inzwischen begonnen



(Jesolo/Caorle/Eraclea/Krefeld, 07. Juni 2019)
Allmählich wächst es sich zur unendlichen Geschichte aus. Und um gleich jeglichen Unterstellungen vorzubeugen: Es geht uns nicht um Panikmache, sondern gemäß unserem selbst gewählten Credo schlicht darum, Unzulänglichkeiten im Interesse der Sache und vor allen Dingen als Sprachrohr der Aktiven aufzuzeigen. Deshalb sei der guten Ordnung und Fairness halber erwähnt, dass bei der mindestens zwei Jahre lang brach liegenden Stadion-Ruine in Caorle an der Adriaküste, einem der drei Austragungsorte der Senioren-EM im September 2019 (vergessen wir in diesem Zusammenhang ein für alle Mal Venedig), zwischenzeitlich die Sanierungsarbeiten aufgenommen worden sind. Nicht gerade mit jede Menge Einsatz von Maschinenmaterial und Mensch, aber immerhin. Dies wusste der frühere Präsident der Swiss-Masters, Pino Pilotto aus Luzern, dem Verfasser dieses Beitrages via Mail in Wort und Bild (siehe oben) zu berichten. Dank dafür!

Komplettsanierung in drei Monaten würde an Zauberei grenzen

Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Folglich wollen wir unseren EU-Partnern aus Italien nicht gleich unterstellen, sie würden so langsam agieren wie unsere (Ver-)Planer beim Bau der Elbphilharmonie in Hamburg oder dem Flughafen in Berlin. Doch da sie nicht gerade als schnelle Eingreiftruppe Bekannt- und Berühmtheit erlangt haben, müssten sie jetzt schon ein bisschen zaubern, wenn sie diesen Gewaltakt in den verbleibenden drei Monaten stemmen wollen. Lediglich mal so zum Vergleich, benötigt das renommierte deutsche Unternehmen STRABAG Sportstättenbau für die Komplettsanierung eines Leichtathletik-Stadions, wie im italienischen Falle, etwa ein Dreivierteljahr.
Es bleiben also ganz ohne Schwarzmalerei erhebliche Zweifel, das in einem picobello Zustand in einem Drittel der Zeit bewerkstelligen zu können. Wollen schon, müssen auch. Wobei ich mich aus oben genannten Gründen liebend gerne eines Besseren belehren lassen würde. Großes Ehrenwort!