Malaika Mihambo ausichtsreiche Anwärterin auf die Auszeichnung

(Baden-Baden/Krefeld, 15. Dezember 2019) Hand aufs Herz, geneigte Stammbesucher und Gelegenheitsgäste von Lampis: Habt ihr ohne Herrn oder Frau Google zu bemühen noch auf der angewachsenen Festplatte, wer 2018 Deutschlands Sportler und Mannschaft des Jahres waren? Meinerseits gebe ich freimütig zu nur beim Kollektiv richtig gelegen zu haben. Kurzum: Es waren Triathlet Patrick Lange, Tennisspielerin Angelique Kerber und die Eishockey-Nationalmannschaft. Wie in unserem gestrigen Beitrag bereits erwähnt, werden heute Abend (ab 22.15 Uhr live im ZDF) die Heroen von 2019 im Kurhaus von Baden-Baden vor zunächst über den Roten Teppich defilierenden 700 geladenen Gästen mit VIP-Charakter gekürt.

Ein gerechtes Abstimmungsverfahren
 
Erfahrungsgemäß haben sich rund 1.500 Sportjournalisten/innen der schweren Aufgabe gewidmet, die Erfolge der Protagonisten richtig abzuwägen, zu werten und bewerten. Bei der Disziplin-Vielfalt hat das etwas von einem Ritt auf der Rasierklinge. Hinzu kommt, dass jede/r Abstimmende bei aller geforderten Objektivität nun einmal persönliche Präferenzen für eine Sportart hat und mehr oder weniger ausgeprägte Sympathien für deren Darsteller. Das ist allzu menschlich und nicht vollends auszublenden. Und dennoch sind hier neben dem von der Anzahl repräsentativen Querschnitt durch das Abstimmungsvefahren dem Zufall nicht Tür und Tor geöffnet. So hat jeder bei seinem Votum eine eigene Hitliste von Platz eins bis fünf bei abnehmender Punktzahl von fünf bis eins zu erstellen. Dies relativiert und nivelliert unter dem dicken Schlussstrich gesehen.

Noch ein bisschen Historie
 
Die Zeit dürfte eingedenk der erbrachten Leistungen reif sein, dass Leichtathleten mal wieder im Rampenlicht stehen sollten. Aussichtsreiche Kandidaten sind Weitspringerin Malaika Mihambo, gestern Abend bei ihrer Tingeltour schon zu Gast im „Aktuellen Sportstudio“, und Zehnkämpfer Niklas Kaul, beide amtierende Weltmeister. Noch ein bisschen Historie: Zuletzt durften Kugelstoßerin Christina Schwanitz (2015) und Diskuswerfer Robert Harting (2014, davor auch 2013 und 2012) die begehrte Trophäe in Empfang nehmen und in die Höhe recken. Ein gemischtes Doppel aus der Leichtathletik gab es 2000 mit Weitspringerin Heike Drechsler (insofern steht eine Duplizität in Aussicht) und 800-m-Läufer Nils Schumann.

Votum des Autoren zur Sportlerwahl

Und abschließend mein Voting, Männer: 1. Jan Frodeno (Triathlon), 2. Markus Eisenbichler (Skispringen), 3. Eric Frenzel (Nordische Kombination), 4. Niklas Kaul (Leichtathletik), 5. Josef Ferstl (Ski Alpin). – Frauen: 1. Malaika Mihambo (Leichtathletik), 2. Denise Herrmann (Biathlon), 3. Isabelle Werth (Dressurreiten), 4. Katharina Althaus (Skispringen), 5. Gesa Felicitas Krause (Leichtathletik). – Mannschaft des Jahres: 1. Skispringen Männer, 2. Bob-Team Francesco Friedrich, 3. Deutschland-Achter (Rudern), 4. Dressur-Equipe, 5. Skispringen Frauen.
Ganz viel mehr zur Sportlerwahl unter diesem Link.

Konstanze Klosterhalfen NRW-Sportlerin des Jahres 2019

(Düsseldorf/Baden-Baden/Krefeld, 14. Dezember 2019) Eine repräsentative Anzahl von 65.700 Interessierten beteiligte sich an der Internet-Wahl zu den Sportlern des Jahres 2019 im einwohnermäßig größten Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW). Die Leichtathletik war in der Gunst der Abstimmenden bestens vertreten, wurde in drei der sieben Kategorien gestern Abend vor etwa 1.000 Gästen in der Mitsubishi Electric Halle in Düsseldorf mit dem so genannten Felix-Award ausgezeichnet. Als da wären: Mittel- und Langstrecklerin Konstanze Klosterhalfen bei den Frauen, Leon Schäfer bei den Behindertensportlern und als NRW-Trainer des Jahres Karl-Heinz Düe (alle TSV Bayer 04 Leverkusen). Die weiteren Preisträger sind Tischtennis-Star Timo Boll aus Düsseldorf bei den Männern, der Fußball-Award ging an Torwart Yann Sommer von Borussia Mönchengladbach, als Newcomerin des Jahres wurde Turnerin Sarah Voss aus Dormagen und zur Mannschaft des Jahres der Deutschland-Achter (Rudern) gekürt. Mehr dazu unter diesem Link.

Malaika Mihambo und Niklas Kaul sehr aussichtsreich

Nunmehr warten die Sportenthusiasten gespannt auf die Proklamation und Gala zu Deutschlands Sportlern des Jahres morgen Abend (ab 22.15 Uhr live im ZDF) vor 700 geladenden, zumeist höchst prominenten Gästen im mondänen Kurhaus von Baden-Baden. Auch da wird mit Weitspringerin Malaika Mihambo von der LG Kurpfalz und Zehnkämpfer Niklas Kaul vom USC Mainz Leichtathleten eine formidable Chance eingeräumt, ganz oder zumindest weit vorn zu landen. Diesmal in der Expertise von ausgewiesenen Fachleuten, den berufsständisch organisierten Sportjournalisten/innen von Print, Online, Funk und Fernsehen, die bis zum 02.Dezember ihre Stimme abgeben konnten.
Auf diese höchste ideelle Auszeichnung für deutsche Sportler/innen gehen wir morgen in einer Vorschau noch genauer ein, bis hin zu meiner Offenlegung, für wen ich votiert habe.

Umfangreiche Senioren-Bestenlisten 2019 in Österreich bereits online

(Wien/Krefeld, 13. Dezember 2019) Wohl dem, der einen Gassenbauer hat. Anders als hier zu Lande, wo die Senioren-Jahresbestenliste irgendwann in antiquarischer Papierform gegen Bares von einem kommerziellen Anbieter (der sich im Ehrenamt DLV-Seniorenstatistiker nennen darf) im März des Folgejahres erscheint, geschieht das rings um uns herum einigermaßen zeitnah zur abgelaufenen Saison online. Eben auch bei unseren alpenländischen Nachbarn in Österreich. Strapazieren wir also mal wieder – und das in diesem Falle völlig zu Recht – den Begriff „Felix Austria“ (= Glückliches Österreich).
Der Sache hat sich bereits seit etlichen Jahren mit Gottfried Gassenbauer (*1958) aus Wien der mehrfache Europa- und Weltmeister im Hammerwurf der Masters angenommen. Da Frage vermutlich nicht nur ich mich, wo der gelernte Informatiker mit dem zeitaufwändigen Beruf als Leitender Direktor des riesigen Sportcenters Donau City und gefragter Event-Manager neben allem anderen noch die Nische für eine derart viel Akribie und Exaktheit erforderndes umfangreiches Zahlenwerk findet? Respekt und Kompliment!

Mehr als eine simple Statistik

Wobei sich G.G. aus W. nicht damit begnügt, eine herkömmliche Bestenliste nach Altersklassen und Disziplinen aufsteigend ab M/W35 zu erstellen. Da gibt es weitere Versionen mit dem „Age graded factor“ der Altersklasse und dem tatsächlichen Alter am Tag des Wettkampfes. Das bedingt so ganz
nebenbei" das genaue Geburtsdatum. So führt beispielsweise in der klassenübergreifenden Fassung die 76-jährige Siebenkampf-Weltrekordlerin Marianne Maier mit tatsächlich in der W75 erzielten 16,53 Sekunden mit heruntergerechneten 11,49 und 11,32 die 100-m-Bestenliste der Seniorinnen an. – Mehr zum Prozedere im verlinkten Beitrag auf der ÖLV-Netzseite.
Aber hier noch der Text zum Bild. Buchstäblich vom kraftstrotzenden fortgeschrittenen Wiener Gaudiburschen auf den Arm genommen: Simone Bereiter-Winsauer (links) und Fiona Schmid.

Heutiger vermeintlich "ominöser" Tag ist nix für Abergläubische

(Krefeld und überall, Freitag, der 13. Dezember 2019) Mitunter sieht man(n) vor lauter Bäumen den Wald nicht. Bei mir insofern noch einigermaßen erklärlich, da ich als „Rentier“ (auf die richtige Aussprache kommt’s an) im seligen (Un-)Ruhestand ohnehin stets Frei-tag habe. Die Datumszeile verheißt es jetzt jedoch unmissverständlich, dass wir explizit den Tag schreiben, der nix für Abergläubische und Feiglinge ist. Darum ranken sich allerlei Mythen, Märchen und Sagen. Freilich nicht ausgeschlossen, dass sich bisweilen tatsächlich bestimmte Anekdoten ereignet haben. Wer sucht, der findet.
Der Hinweis, nicht mit dem „falschen“ Bein zuerst aufzustehen oder sich die rechte vor der linken Socke (kann auch umgekehrt sein) anzuziehen, käme bei uns eh zu spät bei reichlich der Musik hinterherlaufender Online-Stellung dieses Beitrages um 12.15 Uhr. Allerdings noch vorsichtshalber aufgepasst, wenn einem 'ne schwarze Katze von links nach rechts über den Weg zu laufen versucht. Einfach umdrehen. Nicht den Vierbeiner, sondern sich selber.
Tragen wir für jene zart Besaiteten noch vor, dass sich nach verlässlichen statistischen Erhebungen an einem solch vermeintlich ominösen Freitag nicht mehr Unglücke ereignen als sonst wann. Das überprüfe jeder für sich. Denn der letzte zuvor war der 13.September. Der nächste ist übrigens am 13.März 2020, ein weiterer im November des kommenden Olympiajahres. Hätten wir das auch gleich mit geklärt.

Dachverband erhöht ab 2020 Startgebühren in exorbitanter Weise

(Darmstadt/Krefeld, 12. Dezember 2019) Wieder mal ein Bravourstück hat der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) mit seiner Gebührenordnung hingelegt. Ohne Maß und Ziel, vor allen Dingen ohne auch nur im Geringsten über die finanzielle Situation der meisten Leichtathletik-Vereine in Deutschland nachzudenken, wurden in geradezu unverschämter Weise die Startgebühren für seine nationalen Meisterschaften zum 1.Januar 2020 angehoben. Dabei gilt zu bedenken, dass diese Meldegelder für Titelkämpfe neben allen anderen Kosten für An-/Abreise, Unterkunft und Verpflegung entweder von den Klubs aus den Vereinsbeiträgen finanziert werden müssen oder gar von den Athleten/innen selber zu tragen sind.

Drei Gebührenordnungen zum Vergleich

Hier mal ein Vergleich von drei Gebührenordnungen (GBO), die der DLV im Jahr 2019 veröffentlicht hat.
 

GBO Stand 1.1.2019, Startgebühren für Deutsche Meisterschaften der erwachsenen Aktiven:
Einzel             16,50 Euro
Staffel             22,50 Euro
Mehrkampf      37,00 Euro
DAMM          125,00 Euro

Ob nun ein Irrtum vom „Amt“ aufgrund allzu großer Hitzeeinwirkung oder die erhellende Erkenntnis, den Bogen überspannt zu haben, fand eine sommerliche Absenkung statt.

GBO Stand 2.8.2019 (das war auch noch der Stand vom 12.10.2019):
Einzel             14,00 Euro
Staffel             20,00 Euro
Mehrkampf      32,00 Euro
DAMM          100,00 Euro

GBO Stand 1.1.2020
Einzel             19,00 Euro
Staffel             25,00 Euro
Mehrkampf      42,00 Euro
DAMM          150,00 Euro

Modernes Raubrittertum

Einmal von dem vermutlich unter Kokolores einzustufenden Zwischenspiel abgesehen, erhöhen sich die Startgebühren gegenüber dem 1.1.2019 in der oben angegebenen Reihenfolge um 17, 11, 13 und 20 Prozent. Hingegen steigen die allgemeinen Einkommen linear um zirka drei Prozent pro anno, die Vereinsbeiträge oftmals über Jahre hinweg gar nicht.
Da stellt sich dann schon die berechtigte Frage, ob die Gebühren in dieser an modernes Raubrittertum grenzenden Manier erhöht werden müssen? Und das obendrein mit unschöner Regelmäßigkeit.