"Raus aus der Tablettenfalle" mit dem Buch von Prof.Dr. Ingo Froböse

(Hamburg/Köln/Krefeld, 09. Oktober 2019) Auf Promotion-Tour für sein neues Buch „Raus aus der Tablettenfalle“ ist derzeit Sport- und Ernährungswissenschaftler Prof.Dr.Ingo Froböse (im Bild) von der Deutschen Sporthochschule Köln. Der stets für einen druckreifen, informativen Spruch gute Ex-Sprinter, von dessen interessanten Beiträgen wir bereits 107 in der Rubrik „Sportsch(l)au" veröffentlichen haben, dockte vorgestern Abend in Hamburg an. Da war er beim NDR in der Fernseh-Sendung „DAS!“ für eine Dreiviertelstunde zu Gast auf dem Roten Sofa bei Moderator Hinnerk Baumgarten, der von seinen Kolleginnen Betina Tietjen und Inka Schneider scherzhaft (?) als George Clooney des Nordens bezeichnet wird.

Alternativen zu Medikamenten zu wenig bekannt
 
Aber nun zu ein paar informativen Kernaussagen von Froböse, vorneweg der womöglich wichtigsten überhaupt: „Wer sich keine Zeit für seine Bewegung nimmt, der wird sich irgendwann Zeit für seine Krankheiten nehmen müssen.“ Bewegungsmangel sei häufig die Wurzel allen Übels. Die Hitliste des Medikamtengebrauchs wären Nasenspray, Schlafmittel und Schmerztabletten. Leider wären die Alternativen zu wenig bekannt. Der Griff dazu ließe sich oftmals durch viel Bewegung vermeiden. Denn gerade Ausdauertraining wie Joggen, Walken, Wandern, Schwimmen oder Radfahren in Verbindung mit einem Muskeltraining wirke durch die ausgelösten Stoffwechselprozesse entzündungshemmend.

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nnere Schweinehund gehört unter den Tisch

Für unsere Stammbesucher dank „Sportsch(l)au“ keine neue Erkenntnis, dass der Körper viele junge Strukturen hat, die sich auch im fortgeschrittenen Alter bei entsprechender Forderung und Förderung immer wieder erneuern. Es gelte laut Froböse halt „nur“ den inneren Schweinehund gut zu dressieren, der symbolisch zuhause unter den Tisch gehöre.

Olympiasieger Martin Lauer im Alter von 82 Jahren verstorben

(Lauf an der Pegnitz/Krefeld, 08. Oktober 2019) Einer der ganz Großen der Leichtathletik-Zunft der 1950- und ’60-er Jahre ist für immer von uns gegangen. Ironie des Schicksals: Der frühere Alleskönner Martin Lauer (*02.01.1937 in Köln) vom einstmals ruhmreichen ASV Köln ist am Schlusstag der Weltmeisterschaften in Doha 82-jährig im Kreis seiner Familie an seinem Wahl-Wohnsitz im mittelfränkischen Lauf an der Pegnitz verstorben.

Drei Weltrekorde innerhalb von 53 Minuten

Ein paar Eckdaten aus seiner überaus erfolgreichen Karriere in den Stadien dieser Welt, die durch eine „versaute“, nicht sterile Spritze, die eine Blutvergiftung auslöste, jäh beendet worden ist: Gemeinsam mit seinen Teamkameraden Bernd Cullmann (heute 77), Armin Hary (79) und Walter Mahlendorf (81) gewann er als Schlussläufer der 4x100-m-Staffel bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom in Weltrekordzeit die Goldmedaille. Ein Jahr zuvor unterstrich er bei den Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften in Düsseldorf seine Vielseitigkeit mit dem deutschen Rekord im Zehnkampf (7.955 Punkte). Seine große sportliche Leidenschaft galt jedoch dem Hürdensprint. Da erlebte der seinerzeit 22-jährige Kölner am 07.Juli 1959 in nur 53 Minuten im Züricher Letzigrund seine absolute „Sternstunde“ mit den drei Weltrekorden in zwei Rennen über 110 Meter (13,2 sec.), 120 Yards und die eher selten gelaufenen 200 Meter Hürden (22,5). In dem Jahr wurde er auch als erster und bis Dato immer noch einziger Deutscher zum Welt-Leichtathleten gekürt, dazu als Sportler des Jahres in Deutschland gewählt.

Als Western-Sänger fast sechs Millionen Tonträger verkauft

Der Überlieferung nach soll bei der so genannten „Blauen Stunde“ der Nationalmannschaft sein sängerisches Talent wohl schon aufgefallen sein, wenn Lauer zur Laute oder Gitarre griff und Lieder dazu intonierte. Das hat er nach seiner unfreiwillig beendeten Laufbahn auf der Laufbahn noch auf roter Asche semi-professionell ausgeübt. Seinen bekannten Namen vermarktend, verkaufte er mit Western-Liedern, Sacramento und Taxi nach Texas waren die bekanntesten, fast sechs Millionen Tonträger. Einer wie er hatte selbstverständlich auch einen „ordentlichen Beruf“ als diplomierter Maschinenbau-Ingenieur.
Martin Lauer hinterlässt seine Ehefrau Christa, zwei Kinder und drei Enkelkinder.

"Just do it" und "Nutze jeden Vorteil" lässt sich völlig neu interpretieren

Kolumne

Moment mal

(Beaverton/Düsseldorf/Darmstadt/Krefeld, 07. Oktober 2019)
„Just do it“ (Tu es einfach) und „Nutze jeden Vorteil“: Diese beiden Werbebotschaften in englischer und deutscher Sprache des Sportartikel-Giganten Nike lassen sich – böswillig, aber auch tatsächlich – völlig neu interpretieren. Denn sie sind durch das umstrittene „Nike Oregon Projekt“ (NOP)  ins Zwielicht geraten. Die viel- und jetzt auch von uns zitierte, mit Hauptmantel in Düsseldorf herausgegebene Rheinische Post berichtete vorige Woche in dem fünfspaltigen Beitrag „Just do it“ mit eingeblocktem großen Foto des inzwischen für vier Jahre gesperrten NOP-Cheftrainers Alberto Salazar, dass der Geld- und Titelgeber „um die Doping-Praktiken gewusst haben soll“, sie demzufolge indirekt mitfinanziert habe.

„Rentenvertrag“ bis 2028 fällt dem DLV jetzt auf die Füße
 
Das würde jetzt auch dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) gehörig und schmerzhaft auf die Füße fallen, gerät er in Erklärungs- und Handlungsnot. Schließlich schloss er noch unter dem im November 2017 ausgeschiedenen Präsidenten Clemens Prokop Anfang September 2015 mit dem Sportartikel-Krösus aus Beaverton im US-Bundesstaat Oregon einen nach den Wettbewerbsrichtlinien eigentlich sittenwidrigen „Rentenvertrag“ bis 2028 (siehe Link) als Ausrüstungssponsor mit all‘ den damit verbundenen „Nebengeräuschen“ über die Marketing-Tochter DLM, die überteuerte Sportbekleidung minderwertiger Qualität aus Billiglohnländern unter anderem an Senioren-Leichtathleten verhökert..

Wie will der Dachverband aus der Zwickmühle elegant ’rauskommen?
 
Und was nun, wie kommt der Dach- und Fachverband aus der Zwickmühle möglichst elegant ‘raus? Wie will der DLV das der Öffentlichkeit, weiteren Sponsoren und vor allem seiner von ihm geförderten Spitzenathleten halbwegs plausibel vermitteln, dass er einerseits – völlig zur Recht – einen vehementen, stringenten Kampf gegen Doping führt, andererseits sich von (s)einem Hauptsponsor finanziell und in Naturalien bedienen lässt, der just auf dem Sektor übel ins Gerede gekommen ist? Ein Ding der Unmöglichkeit!
Es steht also zu befürchten, dass die Verantwortlichen in Darmstadt um den neuen Präsidenten Jürgen Kessing das mangels Alternativen nach dem Drei-Affen-Prinzip aussitzen werden, dass irgendwann schon Gras über die Sache wachsen wird. Über die Rinderseuche, Vogelpest und was da sonst noch so alles kreuchte wie fleuchte spricht heutzutage auch keiner mehr.

"Engel" Malaika Mihambo flog mit 7,30m zur Weitsprung-Goldmedaille

(Doha/Krefeld, 7. Oktober 2019) Engel flieg ist die übersetzte Bedeutung der von einem tansanischen Vater abstammenden und in Heidelberg geborenen schokoladenbraunen, bildhübschen Malaika Mihambo (im nicht sehr vorteilhaften Porträtbild der IAAF) von der LG Kurzpfalz. Und wie sie flog. Mal gleich am gestrigen Schlusstag der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Doha mit einem Riesensatz von 7,30 Meter zum erhofften Titel im Weitsprung. Bereits die zweitplatzierte Ukrainerin Maryna Bekh-Romanchuk hatte einen Rückstand von 38 Zentimetern. Das sind Welten in dieser Disziplin, in der bei hochkarätig besetzten internationalen Konkurrenzen meist Winzigkeiten den Ausschlag zu geben pflegen. Noch ein paar Superlative gefällig? Bitte schön!

Eine mit Superlativen nur so gespickte Bilanz

Die bereits zuvor mit 7,16m die Weltjahresbestenliste anführende 25-Jährige blieb in allen ihren elf Wettbewerben 2019 (die Qualifikation eingeschlossen) ungeschlagen, dabei stand siebenmal eine sieben vor dem Komma in der Ergebnisliste (dazu noch mehrfach innerhalb der Serie), bei einer Weltmeisterschaft sprang lediglich die Siebenkampf-Weltmeisterin Jackie Joyner-Kersee (USA) zuletzt 1991 in Tokio mit 7,32m zwei Zentimeter weiter, Mihambo ist 16 Jahre nach der deutschen Rekordlerin Heike Drechsler (7,48m) mit 7,11m 1993 in Stuttgart erst die zweite Weitsprung-Weltmeisterin im schwarz-rot-goldenen Trikot (Drechsler gewann 1983 bei der ersten WM im finnischen Helsinki den Titel noch für die ehemalige DDR) und sie ist die überlegenster Sieger der WM-Geschichte im Weitsprung der Frauen.

Zwischendurch hing der Erfolg am seidenen Faden
 
Soweit die auf Hochglanz polierte Bilanz der jungen Dame aus Oftersheim im Rhein-Neckar-Kreis. Doch die später am Abend an einem festen Band umgehängte Goldmedaille hing in der Dramaturgie des Wettkampfes zwischenzeitlich am seidenen Faden. Der erste Versuch war zwar vom Abheben bis zur Landung etwa 7,20m weit. Aber da sprang sie bei ihren bekannten Anlaufschwierigkeiten rund 45 Zentimeter vor dem Balken ab, gemessen wurden 6,52m. Beim zweiten Durchgang landete sie ganz in der Nähe der Weltrekord-Markierung von 7,52m. Der war jedoch elf Zentimeter übertreten. Nun waren also ihren Nerven so dick wie Schiffstrosse gefragt, musste es der dritte Versuch richten. Da traf sie endlich richtig das Brett und flog auf jene 7,30m. Pflicht und Kür mit einem Sprung abgehakt. Sei noch angemerkt, dass 6,56m für ein Weiterkommen in die finalen drei weiteren Versuche der bis dahin besten Acht nötig waren, die 6,52m folglich nicht gereicht hätten.

Beim Finale der Top-Acht wurde die Anlaufbahn zum Laufsteg
 
Der Rest war für den Schützling von Trainer Ralf Weber ein Schaulaufen, wurde die Anlaufbahn zum Laufsteg für die neue Weitsprung-Königin aus Baden-Württemberg. Den vierten Versuch ließ sie aus, um sich mental und körperlich zu sammeln. Ungeachtet des unwillkürlich eintretenden Spannungsverlustes legte sie in den beiden letzten Durchgängen noch 7,09 und 7,16 Meter nach. Gigantisch, galaktisch, Tusch, Applaus und Chapeau!!!!!
Und was es sonst noch gab im von ZDF-Experte, Livestream-Kommentator und Ex-Zehnkämpfer Michael Schrader allzu kühn prognostizierten zwei Goldenen zum WM-Kehraus im vermeintlich Goldenen Oktober? Hürdensprinterin Cindy Roleder vom SV Halle schied zunächst als Gesamt-Elfte im ersten von drei Drittelfinals über 100m Hürden als Vierte in 12,86 Sekunden aus. Wenn’s denn ein Trost ist – auch ihre bessere Zeit im Vorlauf (12,76) und ein perfektes Rennen ohne die erste Hürde zu tuschieren hätten wohl nicht für den Finaleinzug gereicht. Dafür waren 12,65 Sekunden nötig.

Titelverteidiger Johannes Vetter muss Bronze wie Blech vorgekommen sein

Die „Seuche“ setzte sich auch bei den zwei übrig gebliebenen von ursprünglich vier deutschen Speerwerfern im Finale fast ungebremst fort. Dabei erwies es sich schon wie bei den Frauen als höchst trügerisch die Top-Weite in der Qualifikation erzielt zu haben. Das war als männliches Pendant Titelverteidiger Johannes Vetter von der LG Offenburg mit 89,35. Daran und seinen überragenden Möglichkeiten orientiert mühte sich der mit drei grottenschlechten, ungültig gemachten Würfen beinahe vergeblich ab, muss ihm die mit 85,37m gewonnene Bronzemedaille wie Blech vorgekommen sein. Den Titel gewann der krasse Außenseiter Anderson Peters von der beschaulichen Karibik-Insel Grenada mit 86,69m vor dem im fünften Versuch verletzt ausgeschiedenen Esten Magnus Kirt (er war mit 88,36m Zweitbester der „Quali“) mit 86,21m. Julian Weber vom USC Mainz blieb als Sechser mit 81,26m ebenfalls deutlich unter seiner Weite von 84,20m aus der Pflicht. – Alles Weitere unter www.iaaf.org.

Mit kühlem Kopf und heißen Herzen lief "Coco" Klosterhalfen zu Bronze

(Doha//Krefeld, 06. Oktober 2019) Viel Licht verbreiteten, aber auch einen langen Schatten warfen die deutschen Leichtathleten gestern am vorletzten Tag der Weltmeisterschaften in Doha unter Beteiligung an drei Vorentscheidungen und zwei Finals. Dabei bewahrte Mittel- und Langstrecklerin Konstanze Klosterhalfen vom TSV Bayer 04 Leverkusen bei dem auf ihre Person eingeströmten Trubel kühlen Kopf und ein heißes Kämpferherz. Die 22-Jährige sorgte als Dritte im 5.000-m-Endlauf mit Bronze in 14:28,43 Minuten, nahe ihrem deutschen Rekord (14:26,76), für metallenen Glanz, brach als beste Europäerin und weißhäutige Läuferin in die scheinbar schier übermächtige Phalanx aus Kenia und Äthiopien ein. In einem steten Steigerungslauf einer Art Ausscheidungsrennen bei zuletzt rasantem Tempo ging die sich ohne eigene Führungsarbeit zu leisten taktisch sehr klug verhaltende Wahl-Leverkusenerin jede  Verschärfung ungerührt mit. Erst in einem begeisternden Tribünenspurt auf der Zielgeraden mussten sie zwei afrikanischen Gegnerinnen den Vortritt lassen. Eine grandiose Darbietung von „Coco“, wie sie im Freundeskreis genannt wird.

Nach Teil-Debakel in der Qualifikation Speerwurf-Quartett halbiert
 
Und nun zur matten, nicht ihrer Seite der Medaille. Das hoch vorgewettete DLV-Quartett im Speerwurf der Männer wurde in der Qualifikation (84m) halbiert und zieht nur noch als Duo ins heutige Finale ein. Titelverteidiger Johannes Vetter (LG Offenburg) mit der Tagesbestweite von 89,35m und Julian Weber (84,20) vom USC Mainz mit geschenktem Startplatz vom außer Form geratenen Bernhard Seifert (SBL 89,06m) vom SC Potsdam entledigten sich der Aufgabe souverän gleich im ersten Versuch. Was dagegen Europameister Andreas Hofmann (MTG Mannheim) und Olympiasieger Thomas Röhler (LC Jena) in der zweiten Gruppe ablieferten, spottete jeder Beschreibung und ähnelte stark einer Bankrotterklärung, dass der Betrachter des Live-Streams im Internet seinen Augen nicht zu trauen glaubte. Hofmann (SBL 89,65m) wurde in Summe 20. mit 80,06m, Röhler (SBL 86,99m) mit 79,23m 23. des 31-köpfigen Feldes. Daraus schafften lediglich sieben die geforderte Weite, wurde bis Platz zwölf abwärts zwischen 83,86 und 82,26m aufgefüllt. Auch davon waren sie reichlich entfernt. Zurück bleibt Rat- und Fassungslosigkeit. Nicht allein bei den selbstverständlich restlos enttäuschten und niedergeschlagenen „Gestrandeten“ mit dem Germany-Trikot.

Maleika Mihambo mit einem Sicherheitssprung 6,98m weit

Eine blitzsaubere Pflicht legte standesgemäß als Weltjahresbeste Weitspringerin Maleika Mihambo (LG Kurpfalz) hin. Mit einem Sicherheitssprung drei Zentimeter vor dem Balken landete sie nach 6,98m in der Grube und zeigte der mitqualifizierten Konkurrenz wie hoch heute ab 18.15 Uhr im Khalifa International Stadium unter Labor-Bedingungen (kein Wind stört den Anlauf) die Trauben oder landesgemäß die Feigen hängen werden. Wenn die taffe, in sich ruhende 25-Jährige mal so richtig das Brett und den Absprung trifft, dürfte ihr Hausrekord von 7,16m Makulatur sein. Aber ohne gleich zu unken, wollen wir es andererseits auch nicht verschreien. Die Kür beginnt auch für sie bei null.
Cindy Rohleder vom SV Halle zog als Zweite des vierten Vorlaufes über 100m Hürden in der Saisonbestzeit von 12,76 Sekunden in eines der heutigen Drittelfinals ein. Derweil blieb der gestrige Schlussakt der 4x100-m-Staffel der Frauen (Kwayie, Kwadwo, Wessoly, Lückenkemper)  vorbehalten. Mit 42,82 Sekunden ins Finale geduselt, rannten die vier Damen diesmal vom Ungemach Chinas (VL 42,36) profitierend als Fünfte 42,48. Das ist von der Zeit unstreitig ein Fortschritt. Was dem Quartett um Schwadroneurin Gina Lückenkemper und im Idealfall auch einigen Offiziellen beim DLV zu denken geben sollte, dass die beschauliche, vorwiegende Wintersport-Nation Schweiz mit Landesrekord von 42,18 drei Zehntel schneller auf Rang vier einlief.  

Slapstick-Einlage der chinesischen Sprintstaffel

Aber noch ein Schmonzette, die sich nicht treffend schildern lässt, sondern man(n)/frau sie besser gesehen haben sollte. Nach verhauenem letzten Wechsel versuchten die Chinesinnen zu retten, was nicht mehr zu retten war. Beide zurück zur Wechselmarke. Aber wo befand die sich bloß? Dann konnten sie sich nicht über die Position der Standübergabe einigen. Als Krönung hat nur noch gefehlt, dass die dritte Läuferin auch noch den Schlusspart übernommen hätte. Schließlich kamen sie irgendwann nach über einer Minute noch ins Ziel. Den achten Platz für die eh überflüssige Nationenwertung konnten sie mit ihrer erheiternden Slapstick-Einlage allerdings nicht verbuchen, wurden letztlich disqualifiziert. Eine Gardinenpredigt der Offiziellen wird bestenfalls vermutlich die Folge sein.
Als bekennender Kugelstoßer der lupenreinen Amateurklasse unter 100 Kilo Lebendgewicht mit 1.160 Wettkämpfen in rund einem halben Jahrhundert habe ich mir mit sehr gemischten gefühlten das Finale der zwölf Kolosse bis 155kg Körpergewicht angeschaut. Was mag bei denen so alles auf dem Speiseplan stehen? Dabei lasse ich es indes bewenden, ehe ich mir noch die Tastaturfinger verbrenne. – Jede Menge mehr Informationen unter www.iaaf.org.