Herbert E. Müller als leibhaftiger Wanderpokal im WDR-Magazin "Quarks"

(Grevenbroich/Dormagen/Krefeld, 24. September 2020) Einmal losgelöst von der unwirklichen Wirklichkeit dieser Corona-Apokalypse, die uns jeder Menge Lebensqualität beraubt, möchten wir alle doch möglichst alt werden. Bevorzugt bei bester Gesundheit und wachem Geist, dann irgendwann jenseits der Neunzig buchstäblich aus Altersschwäche im Kreise der Lieben selig ins Jenseits dahin zu dämmern. Aber das Leben ist nun mal leider kein Wunschkonzert, der Tod ebenfalls nicht. Gleichwohl steigt die Lebenserwartung aufgrund vieler Begleiterscheinungen und Faktoren stetig, werden derzeit in Deutschland geborene Frauen durchschnittlich 83,6 Jahre alt, die vermeintliche Krone der Schöpfung, wir Männer also, dagegen mit 78,9 fast vier Jahre weniger. Dafür gibt es auch gute, richtiger: schlechte Gründe, die wir an dieser Stelle nicht näher beleuchten wollen.

Alt zu werden ist nicht allein eine Gnade

Fakt ist aber auch, wie der bei verhältnismäßig körperlich gutem Zustand und insbesondere geistiger Frische 96-jährig im Februar 2017 friedlich für immer eingeschlafene Wurf-Allrounder Philipp Frech (doppelte Duplizität zu Ilse Pleuger; siehe gestrigen Nachruf) aus Köln stets bekräftigte, dass alt zu werden nicht allein eine Gnade, sondern dazu ein Verdienst sei. Nämlich was für sich an Körper, Geist und Seele zu tun. Halt unter anderem Sport zu treiben. Täglich, und sei es lediglich eine15-minütige Morgengymnastik noch vor dem Frühstück. Ob das alle derzeit 718.000 (kein null zu viel!) über 90-Jährigen in Deutschland praktizieren, wissen wir logischerweise nicht. Allerdings von dem buchstäblich dem Alter davonlaufenden Vorzeige-Senior Herbert E.Müller (*12.11.1929) vom TSV Bayer Dormagen mit Wohnsitz in Grevenbroich schon. Der gegönnt beneidenswerte Mann scheint irgendwann in einen Jungbrunnen gefallen zu sein. Obendrein sieht der Kerl verteufelt gut aus, könnte glatt Modell stehen für
Neunzig, die neue Achtzig".

Bei Casting-Agenturen hat er einen roten Reiter

Mittlerweile ist der amtierende deutsche Senioren-Leichtathlet des Jahres (auch schon 2017) zum leibhaftigen medialen Wanderpokal mutiert, wenn es sich irgendwo und irgendwie um „fitte Alte“ dreht. Er hat bei den Casting-Agenturen in diesem Genre offenbar einen roten Reiter. Zuletzt war „Herbie“ (den Spitznamen hatte er bereits vor dem Film „Ein toller Käfer“ von 1968; heutzutage ist allerdings das seriösere Herbert angesagt) Dienstagabend im  Wissensmagazin „Quarks“ vom WDR mit dem Titel „Die Formel für ein langes Leben – Was Forscher über das Altern wissen!“ zu sehen und hören. Da es eh viele wegen irgendwelcher Hinderungsgründe oder anderer (Fernseh-)Gewohnheiten nicht live gesehen haben – der Beitrag ist jederzeit unter „Sendung verpasst“ in der Mediathek (siehe Verlinkung) abrufbar.

WDR-Team an drei Tagen auf seinen Fußspuren

Na, jedenfalls ist der sehr bald 91-Jährige von einem WDR-Team (siehe Foto) an drei Tagen in diesem August beim gemeinsamen Training mit seinem etwas jüngeren Klub- und Staffelkameraden Fred Ingenrieth (*1934) im Rheydter Grenzlandstadion in Mönchengladbach, bei einer Einheit mit der Dormagener Gruppe im dortigen Bayer-Sportzentrum und bei einem Leistungstest (er überlässt rein gar nichts dem Zufall) an der Deutschen Sporthochschule Köln begleitet sowie befragt worden.
Da ich als langjähriger Weggefährte weiß, dass sich Herbert und seine geliebte Sportart bestens „verkaufen“ kann, lohnt es garantiert, sich die Aufzeichnung gemütlich und genüsslich anzuschauen.
Meinerseits steht es bei Zeit und Muße ganz oben auf der Agenda.

Sportlich Weltreisende Ilse Pleuger tritt ihre ultimativ letzte Reise an

(Kiel/Krefeld, 23. September 2020) Ohne darüber Buch zu führen, schreibe und veröffentliche ich gefühlt mehr Nachrufe über bekannte (Senioren-)Leichtathleten, als Laudationen runder Geburtstage im fortgeschrittenen Alter in diesem Bereich. Dieser Einstieg verheißt es bereits, um was es geht. Kugelstoßerin und Diskuswerferin Ilse Pleuger (*19.November 1923 in Kiel) ist vergangenen Samstag in ihrer Geburtsstadt an der „Waterkant“ fast 97-jährig im Beisein ihrer beiden Töchter friedlich für immer eingeschlafen. Fraglos ein strammes Alter, dazu bei ihr in einem auch sportlich erfüllten, nun einmal für alle endlichen Leben. Und doch ist es speziell für die Angehörigen stets zu früh, wenn ein geliebter Mensch gehen muss. Die Verstorbene (im Bild) war bereits seit 1997 Witwe, hinterlässt in direkter Linie zwei sehr erwachsene Kinder im Alter von 70 und 66 Jahren.

Eine der fünf Hauptpersonen im Dokumentarfilm „Herbstgold“
 
Selbst bei wesentlich jüngeren Generationen wird es bei dem Namen Ilse Pleuger klingeln. Sie war eine der fünf Protagonisten zwischen Achtzig und Hundert aus der Leichtathletik in dem viel beachteten, mehrfach auf Festivals preisgekrönten und mit dem Prädikat „Besonders wertvoll“ versehenen 94-minütigen Dokumentarfilm „Herbstgold“ von Regisseur und Drehbuch-Autor Jan Tenhaven. Er feierte seine Weltpremiere am 04.Mai 2010 im kanadischen Toronto. Manche unserer Leser werden ihn entweder im Kino oder irgendwann später beim NDR, WDR oder auf dem Kulturkanal Arte (sie waren Co-Produzenten) gesehen haben. Jedenfalls haben wir auf LAMPIS seinerzeit bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Werbetrommel gerührt. Denn seriöse Beiträge über Senioren-Sportler, dazu in dieser Ausführlichkeit von Spielfilmlänge, waren damals mehr die Ausnahme als die Regel.

Verbriefter O-Ton: „Mit der Murmel stoße ich nicht“

Als 52 Jahre lang (1966 – 2018) aktiver Kugelstoßer hatte ich das große Vergnügen der sehr aufgeweckten, aufgeschlossenen und außerordentlich amüsant plaudernden Sportkameradin bei nationalen wie internationalen Wettkämpfen persönlich zu begegnen. Als für das obere weibliche Alterssegment die 2-Kilo-Kugel eingeführt wurde, sagte sie bei irgendeiner Gelegenheit zu mir: „Mit der Murmel stoße ich nicht. Das hat mit Kugelstoßen nichts mehr zu tun.“ Sprach‘s und hielt sich konsequent daran, so manche Titel und Medaillen in den Wind schießend. Ein ausführliches Porträt mit Foto und Statistikteil hat Bernd Rehpenning dem nunmehr erloschenen Nordlicht mit der zwischenzeitlichen Wahlheimat Duisburg auf seinem Internet-Portal results-model2010 gewidmet.
Wann oder wo die ehedem Weltreisende in Sachen Sport ihre ultimativ letzte Reise antreten wird, konnten wir leider nicht in Erfahrung bringen.

Stimmige und stimmungsvolle Österreichische Masters-Meisterschaften

(St.Pölten/Krefeld, 21. September 2020) Stammbesuchern von LAMPIS muss es nicht besonders erklärt werden, dass die Senioren*innen in der Alpenrepublik einen wesentlich höheren Stellenwert genießen als hier zu Lande beim „Deutschen Leuchtturm-Verband“ (DLV) mit angeblich weltweiter Strahlkraft. Obwohl sie anders als bei uns höchstwahrscheinlich nicht nahezu 50 Prozent an der Gesamtmitgliederzahl stellen. Noch ein Beweis gefällig? Bitteschön! Bereits seit kurz nach Schluss der bei logischerweise getrennter Wertung international ausgeschriebenen Österreichischen Masters-Meisterschaften (ÖMM) in St.Pölten befindet sich auf der Netzseite der Dachorganisation ÖLV eine umfassende Berichterstattung der zweitägigen Titelkämpfe. Als da wären ein großes Aufmacher-Foto der kugelstoßenden 100-jährigen Elfriede Fuchs, ein Textteil, eine Fotogalerie, die diesen Namen (gell, Herr Flucke) mit 273 Aufnahmen wahrhaftig verdient (sie sind für eigene Zwecke honorarfrei verfügbar!) und einer Gesamt-Ergebnisliste. Und zwar – anders als der handelsübliche SELTEC-Wirrwarr – hübsch getrennt nach Männlein und Weiblein, altersgemäß chronologisch aufsteigend in der klassischen Reihenfolge von Lauf, Sprung und Stoß/Wurf. Da lacht das Herz der berufsmäßigen Betrachter und vielen bekennenden Freunde der Statistik!

Zufriedene Athleten-Mienen dankten es ihnen

Weil wir all das verlinkt haben, werden wir an dieser Stelle keine Doublette mit anderen Worten fahren. Zitieren wir in einem knackigen Resümee „Alpenvulkan“ Gottfried Gassenbauer (*1958/M60) aus Wien, Österreichs auf ganz hohem Niveau hammerwerfenden amtierenden Masters-Leichtathleten des Jahres:
„An diese Meisterschaften werde ich mich noch in vielen Jahren sehr gerne erinnern. Nicht w
egen meiner nach Trainingsrückstand unerwarteten Weite von 54,40m, sondern aufgrund der überall spürbaren Freude endlich wieder ein großes Sportfest gemeinsam genießen zu dürfen. Die Meinung war unisono die, dass die persönliche Leistung in diesem vertrackten Seuchenjahr zweitrangig ist, aber das Miteinander noch nie so harmonisch war wie an diesen beiden Tagen. Die Disziplin aller Beteiligten ist hervorzuheben, Vernunft, Um- und Vorsicht war das oberste Gebot. Hinzu kam ein ausgeklügeltes Hygienekonzept, das allen Anforderungen mehr als gerecht wurde. Die Methode bei der Siegerehrung fand großen Anklang. Die Medaillen waren jeweils bereits vorbereitet (siehe Bild). Unser wortgewandter Masters-Präsident Heinz Eidenberger fand launige Worte. Einzig die persönliche Übergabe durch einen Offiziellen entfiel. Dadurch aber auch das Problem von direkten Kontakten.“
Kurzum: Allenthalben zufriedene Athleten-Mienen dankten es ihnen.

Elfriede Fuchs unterhält ein Internet-Portal

Kaprizieren wir uns im Schnellverfahren auf einige in der Vorschau genannten Personen, deren genannten Tücken sich leider einmal mehr bestätigten (später mehr). Der bereits im Vorspann genannten „Füchsin“ haben wir allzu euphorisch einen Lorbeerkranz geflochten. Mit 3,18m war sie ein gutes Stück vom zehn Jahre alten Weltrekord (4,10m) der vermutlich deutschstämmigen Australierin Ruth Frith entfernt. Auf ein Neues in der kommenden Hallensaison, so sie stattfindet. Die globale Bestmarke von 2,77m sollte machbar sein. Die alte Dame, eine laut O-Ton Gassenbauer „wunderbare, amüsante Plauderin", geht übrigens mit der Zeit. Das ist jetzt ausdrücklich nicht biologisch zu verstehen, vielmehr auf moderne Kommunikationsmittel bezogen. Sie unterhält unter der Adresse www.elfriedefuchs.at ein Internet-Portal. Da legst die nieda (nieder), würde der Bajuware konstatieren, und ich jetzt auch ehrfurchtsvoll.

„Stabi“ Wolfgang Ritte sprang als Ersatz für die „ÖMM“ in Olpe 3,81m

Das gemeldete, weithin bekannte Sportler-Ehepaar Wolfgang und Ute Ritte (M/W65) vom SC Bayer 05 Uerdingen glänzte diesmal nicht durch Leistung, sondern Abwesenheit. Persönliche Gründe waren dafür ausschlaggebend. Allerdings hatten sie sich pflichtbewusst vorzeitig beim Veranstalter unter dem Ausdruck des Bedauerns abgemeldet, der sie dann jedoch nicht aus der Meldeliste genommen hat. Das W.R. (im Bild) in blendender Form ist und eine Zierde für die „ÖMM“ gewesen wäre, bewies er vorgestern im westfälischen Olpe mit einer Steigerung der eigenen Weltjahresbestleistung um elf Zentimeter auf 3,81m im Stabhochsprung der M65. So hoch ist noch nie ein 67-jähriger „Stabi“ gesprungen. Danach versuchte er sich für die Galerie noch dreimal vergeblich an der Weltrekord-Höhe von 4,06m, den er mit 4,05m hält. Ehefrau Ute übersprang 2,41m.

Genau heute um 15.30 Uhr ist der kalendarische Herbstanfang

(Herbstanfang/überall, 22. September 2020) Alles ein kleines bisschen kompliziert, so man(n)/frau sich nicht mit der Materie beschäftigt. Wann fängt er denn nun an, der Herbst? Da gibt es zwei Daten. Meteorologisch am 01., kalendarisch just heute am 22.September. Ganz genau um 15.30Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ). Spür- und fühlbar wird es nicht sein. Außer, es würde uns in dem Moment hernieder prasselnder Regen daran erinnern. Das ist zugleich das Stichwort in doppelter Bedeutung. Regen bringt Segen, wovon wir in diesem nun abgelaufenen Sommer zum dritten Mal hintereinander wieder mal für Mutter Natur viel zu wenig hatten. Und sich regen bringt Segen. Davon, außer bei maßloser Übertreibung, kann es wiederum in aller Regel nicht genug geben. Und es gibt auch etwas, dass bei entsprechender Bekleidung nicht allein sinnbildlich immer geht: Spazierengehen. Dazu als Auffrischung ein früherer, zeitloser Beitrag von Ex-Sprinter sowie in diesem konkreten Fall Sport- und Ernährungswissenschaftler Prof.Dr. Ingo Froböse (im Bild) von der Deutschen Sporthochschule Köln aus unserer beliebten, in 107 Kapiteln erschienenen Serie „Sportsch(l)au“.    Axel Hermanns

Gerade im Herbst und Winter täglich etwas Sonne tanken

Sonne, Sonne, Sonne! Wer sehnt sie im Winter nicht herbei, wenn es draußen trüb und dauer-dunkel ist? Das schlägt nicht nur auf die Laune, sondern auch aufs Immunsystem. Da hilft nur eines: So oft wie möglich raus ans Tageslicht! Täglich Sonne tanken: Das ist im Herbst und Winter besonders wichtig. Die Sonnenstrahlen stärken das Immunsystem und sind für viele hormonelle Prozesse wichtig. Die Sonne ist ein simples, aber sehr effektives Mittel zur Verbesserung der körpereigenen Immunabwehr. Auf der Haut befinden sich Rezeptoren, die eine Vorstufe des Vitamin D herstellen. Sonnenstrahlen regen die Umwandlung dieser Zusammensetzung in das Vitamin an.
Die meisten Menschen weisen am Ende des Winters und im Frühjahr ein deutliches Defizit an Vitamin D auf, weil sie eben nicht täglich die Mindestdosis an Tageslicht abbekommen haben. Wer zu wenig davon hat, erkrankt deutlich häufiger an Grippe. Um das zu verhindern, reichen schon 15 bis 20 Minuten täglich im Freien. Sofern machbar, sollten Sport- und Bewegungseinheiten in die Mittagsbereiche verlegt werden. Selbst bei starker Bewölkung oder Regen sollte nicht auf einen kurzen Spaziergang verzichtet werden, da auch bei diesen Wetterbedingungen noch ausreichend Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke gelangen. Die Sonne fördert zudem die gute Laune. Durch ihre Strahlen wird Serotonin ausgeschüttet, das sogenannte Glückshormon. Das befindet sich zum Beispiel auch in Schokolade. Nur in Form von Licht eingenommen ist es gesünder für den Körper.
Aber Vorsicht vor zu intensiven Sonnenbädern ist stets geboten: Denn selbst im Winter hat die Sonne im wahrsten Sinne Strahlkraft.    Prof.Dr. Ingo Froböse

Kugelstoß-"Wundertüte" Andy Dittmar legte noch vier Zentimerter nach

(Ohrdruf/Flensburg/Krefeld, 20. September 2020) Obschon gestern drei Landesmeisterschaften der Senioren*innen in Flensburg buchstäblich am Ufer standen, kommt die Meldung des Tages nicht allein durch die rosarote Werferbrille betrachtet aus Thüringen. Da klingelt es dann schon allein bei Nennung des Bundeslandes. Ja, Kugelstoß-Spezialist Andy Dittmar (*1974) von BiG Gotha, wer sonst (?), hat mal wieder zugeschlagen. Bei seinem erst zweiten, womöglich letzten Wettkampf dieser durch Corona total runtergedimmten späten Freiluftsaison steigerte sich der 46-jährige Dauerbrenner gegenüber dem abendlichen Heimspiel im „Kleinen Kräftemessen“ von Anfang August (wir berichteten) beim Herbstsportfest in Ohrdruf um vier Zentimeter auf von ihm selbst bezeichnete „hammerharte“ 18,12 Meter. Da bleibt einem glatt die Spucke weg. Was freilich erst recht in diesen verseuchten Zeiten auch besser ist, als sie nach Fußballer-Unart (echt zum K…!) auf dem Rasen auszuwerfen.

Wenn der Vater mit dem Sohne

Wie macht „BiG“-Andy das bloß und was anders, seit nunmehr Jahren stets die 18 vor dem Komma beizubehalten? Tickt seine biologische Uhr langsamer als die zeitlich-kalendarische aller anderen Talente von gestern und vorgestern? Der Mann ist in der Außenbetrachtung schlicht eine riesige Wundertüte von 1,96 Meter Körpergröße und darauf gut verteilten, ganz offensichtlich austrainierten 140 Kilogramm „Abtropfgewicht“ (siehe aktuelles Bild). Da kann schon einiges hinter das 7,26-Kilo-Gerät gelegt werden. Halten wir zum noch besseren Verständnis seiner Ausnahmestellung fest, dass er in der deutschen Bestenliste 2020 der Männer den elften Rang belegt. Familienintern stand das Meeting unter dem Motto „Wenn der Vater mit dem Sohne“. Denn der sportlich hauptsächlich dem Basketball zugewandte 13-jährige Filius Lenny ging ebenfalls in den Ring und stieß 12,02m.

Ralf Mordhorst von bescheiden bis sehr ordentlich

Bleiben wir in unserem Bereich und einem weiteren Vorzeige-Senior der M45. Bei den eingangs bereits erwähnten gemeinsamen Landesmeisterschaften von Schleswig Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern erfüllte Ralf Mordhorst (*1973) vom LC Lübeck die nicht schwer vorauszusagende Favoritenrolle (siehe Vorschau).
Allerdings hat zumindest im Kugelstoßen dieser vermaledeite Virus in welcher Hinsicht auch immer an seinem Leistungsvermögen genagt. Da musste er sich mit 13,85m bescheiden, warf den Diskus auf altersgemäß sehr ordentliche, für ihn als potenziellen 50-m-Werfer in breit gestreuter Serie jedoch nicht überragende 48,30m (SBL 50,69m; 17. der Männer-Rangliste). Zugegeben, das ist jammern auf ziemlich hohem Niveau.
Alles Weitere überantworten wir der wieder einmal kunterbunten Online-Ergebnisliste von SELTEC. Oh Schmerz, lass nach! Wohlgemerkt – nicht wegen der Leistungen.