"Wertvoller" Diskus Postum von Heinz Peters als Pokal gestiftet

(Düsseldorf/Krefeld, 28. Dezember 2017)  Wie kommt der Name von Speerwurf-Olympiasiegerin Ruth Fuchs auf den Diskus des Heinz-Peters-Wanderpokals? Beginnen wir mal von hinten ...
Diesen Ehrenpreis hat nun zunächst einmal Letizia Marsico vom ART Düsseldorf. Sie wurde Deutsche Vizemeisterin der U 16
im Diskuswurf (38,06 m), wobei ihr eine Steigerung um drei Meter gelungen war. Das befand der Leichtathletik-Förderverein des ART bei seinem November-Stammtisch als besonders anerkennenswert. Und so wurde Letizia für den von Heinz Peters hinterlassenen Diskus mit den Autogrammen vieler Weltklasse-Athleten ausgewählt.
Peters
(*18.10.1942 bis 08.08.2016; siehe Nachruf), erfolgreicher Sportartikelhändler mit vielen geschäftlichen Kontakten in das gesamte weltweite Sportgeschehen der einstigen olympischen Kernsportart und viele Jahre 2.Vorsitzender des Fördervereins, war im August 2016 verstorben. In seinem Nachlass fand man diesen Diskus mit den vielen bemerkenswerten Autogrammen, den Gerd Bruckhaus einrahmen ließ.  Bruckhaus ist Initiatiator und seither auch Vorsitzender des 2005 gegründeten Fördervereins.
Der im historischen Ortsteil Linn wohnhafte Wahl-Krefelder überreichte beim ART-Advent-Indoormeeting den Preis an Letizia. Zum Diskus: Darauf  hat Heinz Peters bei seinen vielen Begegnungen mit Weltklasse-Athleten/innen Autogramme gesammelt. Wenngleich Ruth Fuchs zweifache Speerwurf-Olympiasiegerin (1972 und 1976) geworden ist, später Abgeordnete der DDR-Volkskammer und des deutschen Bundestages war, so lassen sich doch Namen vieler herausragender Diskuswerfer(innen) auf der Scheibe ausmachen ...

Schlingernde Vereinsschiff des LAC Quelle Fürth bald wieder auf Kurs?

(Fürth/Krefeld, 27. Dezember 2017)  Ein altes Vereinsschiff mit klangvollem Namen geriet heftig ins Schlingern, droht(e) gar unterzugehen. Bei der turnusmäßigen Jahreshauptversammlung des seit 1969 innerhalb des TV 1860 Fürth selbständigen LAC Quelle Fürth fand sich Anfang November für den vollständig nicht wieder zur Wahl stehenden sechsköpfigen Vorstand keine neue Führungscrew. So mussten weniger dem eigenen Triebe folgend, als der Not des geltenden Vereinsrechts gehorchend die „Altgedienten“ kommissarisch im Amt bleiben (wir berichteten).
Einen Tag vor Heiligabend vermeldete die Klub-Netzseite gewissermaßen als vorweggenommenes Weihnachtsgeschenk, dass sich ein Hoffnungsschimmer am Firmament abzeichnet. Demnach stünde ein namentlich genanntes Quartett bereit, Verantwortung zu übernehmen.
Nunmehr fehlen lediglich noch zwei ernsthafte Kandidaten, das erforderliche Sextett zu komplettieren. Dazu bleibt noch bis zur bereits anberaumten Außerordentlichen Mitgliederversammlung am 07.Februar 2018 Zeit.

Alleskönnerin Marianne Maier vollendet heute ihr 75. Lebensjahr

(St.Margrethen/Krefeld, 25. Dezember 2017) Gemeinhin gilt der Sport landläufig als Lebensschule. Mitunter wird jedoch umgekehrt ein Schuh daraus. Dafür kann getrost die in St.Margrethen/CH lebende und für den TS Höchst in Vorarlberg national und für Österreich international startende Marianne Maier (*25.12.1942) als Beispiel dienen. Das knapp verhinderte Christkind wurde in Diepoldsau in der neutralen Schweiz als Erstlingswerk ihrer Eltern geboren. Das ist während eines tobenden Weltkrieges erstmal nicht so schlecht, auf einer „Insel der Glückseligen“ das Licht der Welt erblickt zu haben. Aber ihr sollten noch zehn Geschwister folgen. Und so musste sie bereits als Heranwachsende bei dem sich nach und nach einstellenden Kindersegen bei allen nur denkbaren Hausarbeiten mithelfen sowie frühzeitig Verantwortung für ihre jüngeren Brüder und Schwestern übernehmen. Da waren Durchsetzungsvermögen und Stehvermögen gefragt. Lebensschule wörtlich genommen.

Talent gepaart mit Ehrgeiz und Fleiß als Erfolgsmischung

Das sollte der „Maierin“ indes im Sport zugutekommen. Gepaart mit Talent, Ehrgeiz und Fleiß entwickelte sie sich zur Ikone der österreichischen Masters-Bewegung in der Leichtathletik. Das auch nur annähernd widerzuspiegeln, würde diesen Rahmen einer kleinen Laudatio zur heutigen Vollendung ihres 75.Lebensjahres bei Weitem sprengen. Da müssen wir uns notgedrungen auf die Statistik beschränken. Die Jubilarin sammelte aufgrund ihrer großen Vielseitigkeit während ihrer überaus erfolgreichen Karriere bislang bei Senioren-Europa- und –Weltmeisterschaften 51 Gold-, 29 Silber- und 20 Bronzemedaillen. Macht in Summe stolze 100. Dazu stellte sie ab der W55 aufwärts mehrere Europa- und Weltrekorde im Fünfkampf, Siebenkampf, im Hürdensprint und Kugelstoßen auf. Einige davon hält sie immer noch (siehe Rekordlisten der EMA und WMA). Es liegt in der Natur der Sache, dass noch „unzählige“ Meistertitel und Rekorde in der Alpenrepublik hinzukommen. Als ideelles Glanzlicht wurde sie im Vorjahr als beste Masters-Athletin ausgezeichnet und gilt auch heuer wieder als Favoritin.

Weltrekorde im Kugelstoßen sollten reine Formsache sein
  
Es bedarf keiner besonderen prophetischen Gabe, dass die Grande Dame mit den griffigen Initialen M.M. demnächst in der W75 die internationale Szene ganz schön aufmischen dürfte. Eine Kostprobe gab sie bereits mit der 2-Kilo-Kugel (in Österreich gilt ebenfalls unsinnigerweise das Jahr der Vollendung für die neue Altersklasse), die sie 12,02m weit stieß. Die Weltrekorde in der Halle (11,39m) werden noch von Anne Chatrine Rühlow vom SV Burgsteinfurt und im Freien (11,10m) von der Britin Evaun B.Williams gehalten. Die Betonung liegt auf „noch“.


Senioren-Leichtathleten des Jahres 2017 noch bis Monatsultimo wählbar

(Darmstadt/Krefeld, 26. Dezember 2017)  Genügen wir der Chronistenpflicht und werden zumindest den Athleten/innen, insbesondere unserer originären Klientel, gerecht. Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat es jedenfalls nicht verdient, dass auf die von ihm initiierte Wahl zu den Senioren-Leichtathleten des Jahres 2017 extern überhaupt hingewiesen wird. Schlussendlich hat die Dachorganisation die Posse aus Absurdistan um die vermeintliche Nichtnominierung von Mehrkämpfer Klemens Grißmer (M65) von der TSG Oberursel durch ihre einmal mehr nicht vorhandene Informationspolitik zu verantworten (wir berichteten rauf und runter). Legen wir in der Sache ein letztes Mal den Finger in die Wunde: Dass einer überhaupt erst einmal untertänig gefragt wird, ob er überhaupt nominiert werden darf, ist bereits im höchsten Maße ungewöhnlich. Einen solchen Vorgang stelle man sich bei der Wahl zu den Sportlern und der Mannschaft des Jahres in Deutschland vor, wo die unverbindlichen Vorschlagslisten für die abstimmenden berufsständisch organisierten Sportjournalisten jeweils rund 20 Einzelpersonen und Teams umfassen. Vollkommen undenkbar! Bei der seit 1947, also seit 70 Jahren, durchgeführten Wahl hat am Ende des Tages auch noch nie eine/r diese höchste ideelle Auszeichnung verweigert.

Alleinstellungsmerkmal gebührt dem kauzigen Marcel Reich-Ranicki

Dieses Alleinstellungsmerkmal gebührt dem kauzigen einstigen Literaturkritiker, Buchautor und Honorar-Professor Marcel Reich-Ranicki (02.Juni 1920 – 18.September 2013), der in einer rund achtminütigen Wutrede den Deutschen Fernsehpreis 2008 schlankweg ausschlug, der ihm von dem darauf sichtlich verdutzten, sonst sehr schlagfe
rtigen Moderator Thomas Gottschalk überreicht werden sollte. Nun wollen wir allein von der Bedeutung her Grißmer nicht mit Reich-Ranicki auf eine Stufe stellen. Zumal der 66-jährige Hesse ablehnte, was er noch nicht einmal gewonnen hatte. Dass er fortan als Sonderling gehandelt wird, lässt sich indes nicht mehr verhindern. Wenigstens das eint ihn mit dem verstorbenen wortgewaltigen Literaten, der freilich anders als Grißmer die Begründung für sein Verhalten nicht schuldig blieb.
Doch nun zur aktuellen Wahl. Höchst erfreulich, dass sich unter den jeweils neun Nominierten (Roland Gröger und Tatjana Schilling sind als Vorjahressieger nach den eigenen, wenngleich unsinnigen DLV-Statuten genau genommen nicht wählbar) vier Werfer und zwei Werferinnen befinden. Eine Spezies, die leider allzu oft höchst stiefmütterlich behandelt wird. Nicht zuletzt deshalb gibt es seit November 2009 Lampis. Mehr zu Hermann Albrecht, Norbert Demmel, Ralf Jossa, Lothar Huchthausen, Anne-Chatrine Rühlow und Bettina Schardt unter diesem Link.

Online-Wähler bestimmen über den hoffentlich vertretbaren Ausgang

Votiert werden kann noch bis 31.Dezember 2017, 24 Uhr. Diesmal bestimmen erstmals ausschließlich die Online-Wähler (siehe Stimmzettel) im prozentualen Mehrheitsverfahren über die späteren Sieger. Das mag zum bisherigen Prozedere (einsame Entscheidung einer so genannten Experten-Jury) auf den ersten flüchtigen Blick ein Fortschritt sein. Allerdings nur dann, wenn sich möglichst viele Neutrale beteiligen und nicht die Lobby-Arbeit der mehr oder weniger gut aufgestellten Kandidaten den Ausschlag gibt. Ohne jetzt den dazugehörigen Namen zu nennen, wissen wir vor von einem Senior, dass er acht Klubs und Vereinigungen angehört. Sonnenklar, dass er da über Verwandte, Freunde und Bekannte hinaus natürlich für sich auf Stimmenfang gegangen ist.
Eines sollte nicht vergessen werden: Es bleibt bei der nun einmal gegebenen Gemengelage eine nette Spielerei. Gleichwohl nicht ausgeschlossen, dass sich nach halbwegs objektiven Maßstäben der und die Richtige durchsetzen werden. Hinterher sind wir alle miteinander schlauer.

LAMPIS wünscht allen Lesern ein heiter-besinnliches Weihnachtsfest!

(Krefeld, 24. Dezember 2017) Liebe Stammbesucher und Gelegenheitsgäste,
es sind seit dem Bestehen unseres Internet-Portals von, aber nicht nur für Senioren-Werfer/innen die neunten Weihnachtsgrüße. Selbst bei leidlicher Fantasiebeg
abung lässt sich die Sprache halt nicht neu erfinden, um irgendwas noch nicht Dagewesenes zur Erbauung beizutragen, das obendrein dem Anspruch genügen soll, nicht abgedroschen daher zu kommen. Also machen wir mal etwas völlig anderes und veröffentlichen ein kleines Weihnachtsgedicht von Jutta Gornik.
Ich wünsche mir in diesem Jahr
mal Weihnacht wie es früher war.
Kein Hetzen zur Bescherung hin,
kein Schenken ohne Herz und Sinn.
Ich wünsch mir eine Stille Nacht,
frostklirrend und mit weißer Pracht.
Ich wünsche mir ein kleines Stück
von warmer Menschlichkeit zurück.
Ich wünsche mir in diesem Jahr,
eine Weihnacht, wie als Kind sie war.
Es war einmal, schon lang ist´s her,
da war so wenig so viel mehr.

In diesem Sinne wünscht die Redaktion von LAMPIS mit Frontmann Axel Hermanns und den vielen
Gastautoren vom Fach ein heiter-besinnliches Weihnachtsfest wo und mit wem auch immer!