Werner Angermund wird um 18.30 Uhr 400-m-Weltrekord rennen

(Hilden/Krefeld, 26. Juni 2019; 15 Uhr) Jetzt sind sie bei diesem „begnadeten“ Software-Anbieter SELTEC aus Bad Vöslau in Österreich sogar unter die Hellseher gegangen. Bereits heute Morgen haben sie das Ergebnis eines in der Zukunft liegenden 400-m-Zeitlaufes von 18.30 Uhr bei der Bahnlaufserie in Hilden veröffentlicht. Danach wird das Rennen der bislang mehr als Werfer in Erscheinung getretene Werner Angermund (*1943) vom ART Düsseldorf in 61,20 vor Alfred Hermes (*1946) vom Pulheimer SC gewinnen, der die Lichtschranke nach 62,58 Sekunden passieren soll.
Die Zeit von Hobby-Golfer Angermund, der sich auch als lizenzierter Starter und Kampfrichter bei hochkarätigen Leichtathletik-Meetings einen Namen gemacht hat, wird Senioren-Weltrekord der M75 sein. Den hält seit 2014 für die Bahnrunde Guido Müller (*1938) vom TSV Vaterstetten in 62,40 Sekunden. Da legst die nieder und verneigst vor dem geweissagten kommenden elementaren Ereignis in Ehrfurcht dein Haupt. Papperlapapp, eine törichte Missgeburt von irgendwelchen „Hirnis".
Diese Schmonzette entdeckte der unermüdliche Netzwerker und Lampis-Gastautor Dieter Krumm, hat davon selbstverständlich als Beweismittel über die irgendwann korrigierte Online-Ergebnisliste hinaus einen uns vorliegenden „Screenshot“ gefertigt.

Ehedem angestrebte Fusion von LVN und FLVW vorerst (?) vom Tisch

Kommentar

Nebenbei bemerkt

(Duisburg/Kamen/Krefeld, 26. Juni 2019)
Es darf getreu dem Motto „Hoch lebe der Wasserkopf“ als typisch deutsche Eigen-, richtiger: Unart bezeichnet werden: Bei 16 Bundesländern leistet sich – im doppelten Wortsinne – die Leichtathletik sage und schreibe 20 Regionalverbände. Im vergleichsweise kleinen Rheinland-Pfalz sogar mit Rheinland, Rheinhessen und Pfalz derer drei und damit zwei zu viel. Baden und Württemberg sowie Nordrhein und Westfalen als jeweils ein zusammengehöriges Bundesland haben ebenfalls eigenständige Administrationen mit Sitz in Duisburg und Kamen. Eine Bündelung der Kräfte sieht anders aus, das Ziehen an einem Strang sowieso. Über etliche Stilblüten in diesem Zusammenhang haben wir im Laufe der Jahre unseres Bestehens (seit November 2009) schon mehrfach berichtet.

Ein Abgesang  2. Klasse in NRW

Nun sei nicht verschwiegen, dass nahezu überall (von Baden und Württemberg wissen wir es nicht mit Bestimmtheit) Fusionsbestrebungen laufen und liefen. Letzteres gilt für den Nordrhein (LVN) und Westfalen (FLVW). Nach jahrelangen Bemühungen muss das Unternehmen „Zusammenschließung“ wohl als vorerst (?) gescheitert angesehen werden. Der FLVW vermeldet in seiner Newsletter 3/2019 vom 19.Juni, dass nach Beschlüssen der jeweiligen Präsidien der Dachverband „Leichtathletik NRW e.V.“ zum 31.Dezember 2019 aufgelöst werden soll, so dass beide „Regionalligisten“ am 01.Januar 2020 wieder selbständig agieren. Es folgen so pflaumenweiche Formulierungen, dass dies keine generelle Absage einer Kooperation in einigen Teilbereichen bedeute, insbesondere von NRW-Meisterschaften.
Nennen wir jedoch das Kind beim Namen: Es handelt sich um einen Abgesang  2. Klasse mit ganz vielen Misstönen, Lippenbekenntnissen, Scheinverhandlungen und Störfeuern in der jüngeren Vergangenheit. Das Thema scheitert im Grunde seit je her daran, dass die Leichtathleten in Westfalen sich erst einmal vom übermächtigen Bruder Fußball abkoppeln müssten. Denn die Firmierung und Verzahnung erfolgt schließlich unter der Bezeichnung „Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen e.V.“. Und es geht hier wie da auch immer um Besitzstandswahrung Hauptamtlicher sowie Posten und Pöstchen von an ihren Sesseln klebenden Ehrenämtlern. Das durch zwei geteilt ist für die Hälfte der Betroffenen nicht sonderlich spaßig.
Noch Fragen?

Kugelstoßer Andy Dittmar fuhr mit 18,04 Meter seinen 52. Landestitel ein

(Arnstadt/Krefeld, 23. Juni 2019) Zehn Wochen war der Andy „krank“, jetzt stößt er wieder, Gott oder wem auch immer sei Dank! Und das mit der angegriffenen Gesundheit war für einen Spitzenkönner seines Sportfachs mit einer Entzündung am rechten Handgelenk besonders hinderlich. Denn er konnte eben genau so elendig lange nicht Kugelstoßen. Einmal vom Muster ohne Wert mit der Linken aus dem Stand beim 3.Neustädter Kugel-Cup abgesehen (wir berichteten), hat Andy Dittmar (*05.07.1974) von BiG Gotha erst in dieser Woche in zwei Einheiten mit normalem Technik-Training begonnen. Insofern kommt es wie aus dem Bereich von Märchen und Sagen aus Tausendundeine Nacht daher, dass der knapp noch 44-Jährige heute Vormittag bei den Thüringer Landesmeisterschaften der Männer/Frauen (!) in Arnstadt 18,04 Meter gestoßen hat. Klar, gewonnen hat er obendrein mit Riesenvorsprung und zugleich seinen 52. Landestitel (Halle mitgerechnet) in der offenen Klasse eingefahren. „Ganz ehrlich: Ich kann es kaum glauben“, überraschte sich der Bär von einem Mann (1,96m, 140 kg) mal wieder selber.

30 Jahre alte deutsche M45-Rekord von 18,17m scheint lediglich eine Frage der Zeit

Es scheint eingedenk der genannten Vorgeschichte lediglich eine Frage der Zeit, wann Big-Andy den bald 30 (!) Jahre alten deutschen M45-Rekord (18,17m) von Klaus Liedtke aus Lünen, damals für SuS Schalke 96 startend und bereits 48-jährig, knacken wird. Dann vielleicht schon als echter 45er bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften vom 12. bis 14. Juli 2019 bei seinem Heimspiel in Leinefelde-Worbis. Die dortige Kugelstoß-Anlage bezeichnet er übrigens als „ausgesprochen sympathisch“. Ansichtssache, dem ich bei dem extrem weichen, einem zehn Zentimeter „klauenden“ Untergrund nicht beipflichte. Die gehört  unter Beimischung von Zement gewässert und der Dampfwalze bearbeitet.

Württembergische Team-Meisterschaften wegen Untwetter abgebrochen

(Murr/Köln/Landau/Krefeld, 24. Juni 2019) Etwas genauer, praktisch bis zur Fußnote, muss in der Ergebnisliste von den Württembergischen Team-Meisterschaften der Senioren/innen in Murr hingeschaut werden. Aufgrund starker Regenfälle und Gewitter wurde die Veranstaltung mehrmals unterbrochen und schlussendlich vor den abschließenden Staffel-Wettbewerben abgebrochen. Die ausgewiesenen Punkte-Resultate kommen folglich stark amputiert daher, reichen allerdings selbst bei nachträglicher Wertung der Staffeln fast durchweg nicht für einen finalreifen Platz in der DAMM-Rangliste. Allein die Stg Baden-Baden/Pforzheim könnte in der W60 von der Gunst profitieren, dass in dieser Klasse bislang lediglich fünf Mannschaften gelistet sind. Die gemeldete DLV-Seniorensprecherin Lidia Zentner trat über 3.000 Meter nicht an. Teamgeist sieht anders aus. Wobei wir einräumen müssen, den mehr oder weniger nachvollziehbaren Grund nicht zu kennen.
Nach jetzigem Kenntnisstand können nur noch der DAMM-Durchgang in Gröbenzell (Bayern) und die Lippischen Mannschaftsmeisterschaften in Bad Salzuflen (beide Mittwoch) für marginale Änderungen in der Rangliste (siehe Fenster Ergebnisse) sorgen. Bleibt zu hoffen, dass sie bei der zu erwartenden Brüllhitze auch stattfinden werden. Mancherorts sind bereits alle unter der Woche geplanten Sportveranstaltungen vor- und fürsorglich aus gesundheitlichen Gründen abgesagt worden.

Birgit Plifke geb. Petsch stieß in der W55 die Kugel 13,49 m weit

Schade, schade, schade! Es war an Masse und Klasse sehr übersichtlich, was sich gestern beim einstmals ruhm- und traditionsreichen Senioren-Sportfest vom TuS Köln rrh im Sportpark Höhenberg tat. Aus der Fraktion Stoß/Wurf sei stellvertretend Birgit Plifke (*1963), ehedem bekannt unter ihrem Mädchennamen Petsch (siehe Link), vom TSV Bayer 04 Leverkusen erwähnt, die in der W55 die Kugel bemerkenswerte 13,49m weit stieß. Den großen Rest überantworten wir der gewohnt unübersichtlichen Ergebnisübermittlung von SELTEC. Wie auch für die unermüdlichen Freunde der Statistik von den Südwestdeutschen Senioren-Meisterschaften in Landau (Pfalz) mit dieser Verlinkung.

Meldezahlen für Offene Nordrhein-Titelkämpfe erdrutschartig gefallen

(Kevelaer/Krefeld, 23. Juni 2019) Diesmal wird sich zumindest nicht wegen der Leichtathletik eine riesige Karawane in den Wallfahrtsort Kevelaer am etwas tieferen linken Niederrhein an der Grenze zu den Niederlanden in Bewegung setzen. Die Meldezahlen für die Offenen Nordrhein-Meisterschaften am nächsten Sonntag (30.Juni) im Hülsparkstadion fallen ausgesprochen bescheiden aus. Noch schlimmer: Sie sind im Vergleich zum Vorjahr an Fronleichnam in Mönchengladbach-Rheydt (411 Gemeldete) mit 314 Startwilligen geradezu erdrutschartig gesunken. Das sind nahezu 25 Prozent weniger. Für jene, die es genauer mögen: Exakt 23,6 Prozent.
Dabei ist Kevelaer mit dem dortigen KSV im Zusammenspiel mit dem Landesverband Nordrhein (LVN) ein x-fach bewährter Schauplatz hinauf bis zu nationalen Titelkämpfen. Und es ist zudem die buchstäblich letzte Gelegenheit auf hervorragenden Anlagen und fordernder Konkurrenz die etwaig noch fehlende Norm zum Meldeschluss (30.Juni) für die Deutschen Senioren-Meisterschaften vom 12. bis 14. Juli 2019 in Leinefelde-Worbis zu erbringen.
Wieso also das große abstinente Verhalten von rund 100 potenziellen Teilnehmern/innen? Letztlich doch eine Frage der geografischen Lage. Kevelaer liegt einfach für die meisten zu weit vom Schuss, erst recht für die westfälischen Nachbarn, die allerdings erfahrungsgemäß ohnehin nicht zu den großen Wanderern „zwischen den Welten“ gehören. Diesmal sind es allerdings noch weniger als sonst, was freilich auch auf die Nordrheiner zutrifft.
Wer voraussichtlich da sein wird und wer wen alles vermisst unter den nachfolgenden Verlinkungen Meldungen nach Vereinen sowie Klassen/Disziplinen.