Gerhard Zachrau als echter M70er mit 4.006 Punkten im Wurf-Fünfkamf

(Mutterstadt/Krefeld, 16. März 2020) Berichten wir nach all‘ den zurückliegenden und garantiert noch kommenden Absagen aus unserem originären Bereich mal über etwas, das tatsächlich noch stattgefunden hat. Allerdings ist das aufgrund der allgemeinen Großgemengelage des Tagesgeschäfts inzwischen auch schon ein paar Tage her. Die eifrigen Phoenixe aus Mutterstadt veranstalteten, während theoretisch die Hallensaison noch lief, bereits ihren zweiten diesjährigen Werfertag (07.März) im weitläufigen Sportpark in der von Namen her Mutter aller Städte in der Pfalz mit ihren rund 13.000 Einwohnern.

Zumeist lautet das Motto „Klein, aber fein“

Ähnlich beschaulich pflegt es zumeist auch bei den Wurfmeetings in der Leichtathletik und dem zweiten Standbein Rasenkraftsport (da gab es sogar gestern noch im Rahmen der RKS-Bundesliga einen Durchgang; das bewerte jede/r für sich) zuzugehen. Sie stehen nämlich in aller Regel unter dem Motto „Klein, aber fein“. Diesmal waren es bei recht ordentlichen äußeren Bedingungen in Summe 26 Teilnehmer/innen aus zehn Vereinen. Die Majorität lag eindeutig bei den 17 Senioren/innen (12 M, 5 W).  
Das herausragende Resultat erzielte mit Lokalmatador Gerhard Zachrau (*26.12.1949) der Chef-Organisator höchstpersönlich. Das knapp verhinderte „Christkind“ erzielte als nunmehr waschechter M70er so früh im Jahr international wertvolle 4.006 Punkte im Wurf-Fünfkampf. Wie es seine Art ist, beließ er es jedoch nicht dabei, verrichtete dieses fünfteilige Werk auch parallel unter M65-Vorzeichen, sammelte hier 3.487 Zähler.
Weitere bemerkenswerte Resultate: Kugel, M50: Andreas Rehn (*1968), SV Gimbsheim, 13,35m; W50: Kristina Telge (*1970), TV Alzey, 11,73m; Speer, M70: Helmut Hessert (*1946), TSV Schott Mainz, 35,70m; Hammer, M60: Udo Giehl (*1959), TV Alzey, 49,83m (5kg) und 42,87m (7,26kg); M70: Zachrau 43,40m; W50: Telge 42,16m; Wurf-Fünfkampf, W45: Birgit Keller (*1975) LG Sigmaringen, 3.641 Punkte (39,65m, 10,61m, 38,00m, 30,30m, 11,18m).
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Krisenmanagement eines Steuermanns sieht fürwahr deutlich anders aus

Kommentar

Nebenbei bemerkt

(Braga/Krefeld, 15. März 2020) Vorweg die gute Nachricht: Die Organisatoren der Hallen-, Straßen- und Berglauf-EM in Portugal haben nach dem pandemischen Coronavirus-Ausbruch richtig entschieden. Die Meisterschaften finden zum geplanten Zeitpunkt nicht statt. Ein Ausweichtermin wurde angeboten. Das ist fair und seriös. Tollpatschig, verantwortungslos und geradezu frech hingegen ist das Verhalten des Präsidenten Kurt Kaschke vom kontinentalen Senioren-Dachverband European Masters Athletics (EMA). Der feine Herr hält sich aus allem vornehm heraus.

Nur ja selber keine Verantwortung übernehmen

In seinem jüngsten Statement vom 12.März (siehe EMA-Netzseite) stellt er klar, wer für was zuständig sei. Er ist lediglich der Koordinator mit dem Delegierfinger. Das war’s. Wobei er allerdings auch Schattenboxen veranstaltet. Der noch 64-jährige Vorruheständler koordiniert sogar diese Krisensituation mit der World Masters Athletics (WMA) und European Athletics (EA). Wie bitte? Was sollen WMA und EA mit den EM in Portugal zu tun haben? Nullkommanix!. Alle anderen Aufgaben obliegen seinen Auserwählten, die er – sinnbildlich – ins Feuer an die Front schickt. Getreu dem Schlager von Peter Alexander „Hannemann, geh' du voran“.
Doch es kommt noch dicker: Dieser Präses verkündete am 7.März in der ersten offiziellen Verlautbarung auf seinem Mitteilungs- und Selbstdarstellungssorgan, dass er am Samstag, 14. März (also gestern) um 15 Uhr höchstpersönlich in der Halle von Braga sein werde, um mit den trotz allem praktisch als Urlauber anreisenden Senioren zu sprechen und die Zukunft zu diskutieren. Geht’s noch?

Ein überforderter präsidialer Gutsherr wollte gestern Hof halten

Was will dieser selbst ernannte Gott Vater der Senioren-Leichtathletik denn diskutieren? Wo will er sich treffen? Wäre es nicht besser gewesen, in Braga nachzufragen, ob die Halle überhaupt geöffnet ist? Nein, in Braga geht momentan gar nichts. Absolut gar nichts. Alle öffentlichen Einrichtungen sind geschlossen! Cafés, Restaurants und zum Teil Hotels haben ebenfalls die Schotten dicht gemacht. Kann so etwas nicht europaweit über alle denkbaren Kanäle moderner Kommunikationsmedien bekannt gemacht werden? Doch, könnte schon!
Nun werden etliche Senioren (sie haben schließlich die Reisen und Hotels bezahlt!) um 15 Uhr an der Halle gestanden und einen strahlenden, wortreich gestikulierenden und Schulter zuckenden Präsidenten gesehen haben, der hoffnungslos überfordert und fehl am Platze ist.

Es ist allerhöchste Zeit für K.K. zu gehen

Eines werden die enttäuschten und geprellten Talente von gestern und vorgestern aus aller Herren Länder in Braga und anderswo aber wohl können: Anfangen die verbleibenden Tage zu zählen, bis dieser „Master of Desaster“ endlich seinen imaginären Hut nimmt. Es ist allerhöchste Zeit für ihn zu gehen.

Mit Coronavirus hat die Schwarze Katze diesmal einen Namen

(Krefeld und überall, Freitag, 13. März 2020) Ja, wir haben bereits nach Dezember 2019 schon wieder Freitag, den 13. Das ist dem im Olympiazyklus wiederkehrenden Schaltjahr mit 29 Tagen im Februar geschuldet, fügte mithin die schnelle zeitliche Abfolge. Der nächste ist erst im November anno 2020. Diesmal werden indes nicht nur Abergläubische aller Art eingedenk der gesundheitlichen Großwetterlage mit dem Corrnavirus diesen vermeintlich ominösen Tag mit sehr gemischten Gefühlen begehen. Und eben leider (vorerst?) auch weiterhin.
Ein öffentliches Leben mit kulturellen und sportlichen Veranstaltungen findet aus nachvollziehbaren, der Vernunft gehorchenden Maßnahmen so gut (schlecht) wie nicht mehr statt, Schulen und Kitas werden geschlossen. Selbst im kleinen Rahmen wird manch einer darüber nachdenken, ob geselliges Beisammensein mit Freunden stattfinden sollte, die womöglich gerade in irgendwelchen besonderen Krisengebieten Urlaub gemacht haben. Weiße Flecken gibt es allerdings vermutlich nicht nur wegen Eis und Schnee allenfalls noch in der Antarktis.

Hausarrest für die Bürger im Leichtathletik-Eldorado Latsch in Südtirol

Die jüngere, in Südtirol (Nord-Italien) lebende Schwester meiner Frau Elke und deren Mann stehen zusammen mit den rund 5.200 Mitbürgern der Marktgemeinde Latsch im Vinschgau (übrigens ein Eldorado für Trainingsaufenthalte von Leichtathleten bis hin zu Christina Schwanitz und David Storl sowie vielen mehr), in der Nähe von Meran unter Hausarrest. Die eigenen vier Wände dürfen sie nur auf den Wegen zur Arbeit, zum Einkaufen, Arzt oder der Apotheke verlassen. Carabinieris wachen mit stichprobenhaften Kontrollen von Belegen darüber.

Schlägt womöglich Mutter Natur erbarmungslos zurück?
 
Und wann sind wir alle miteinander an der Reihe, dürfen Heim und Hof nur noch für das Allernötigste kurzfristig hinter uns lassen? Brandaktuell forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel gestern Abend die Bevölkerung auf, soziale Kontakte tunlichst zu meiden. Leichter gesagt, als getan. Eine vielleicht gewagte These meinerseits: Wer seinen Körper dauerhaft überanstrengt, da pflegt der häufig mit einem Überlastungssyndrom in Form irgendeiner Erkrankung oder bei Sportlern Verletzung zu reagieren. Was, wenn Mutter Natur auf die unerlässlichen Klimasünden der unvernünftigen Menschheit mit dieser Geißel erbarmungslos zurückschlägt (?), die sich laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Pandemie über den nahezu gesamten Erdball ausbreitet.
Jedenfalls hat die Schwarze Katze, die einem nicht nur heute über den Weg laufen könnte, einen Namen: Coronavirus!

"Streichkonzert" beim TLG-Werfertag und Canadian Masters Indoor

(Troisdorf/Saint John/Krefeld, 14. März 2020) Abgesagt! Das ist derzeit allenthalben und allerorten aufgrund der Gesamtgemengelage das alles beherrschende Wort, wird unser aller Aktionsradius zunehmend kleiner. Dem allgemeinen „Streichkonzert“ fiel unter anderem der für heute vorgesehene Werfertag der Troisdorfer LG (TLG) im Aggerstadion aufgrund eines Appells, richtiger: Anordnung des Leichtathletik-Verbandes (LVN) zum Opfer.

Christa Bortignon hofft auf ihr „Heimspiel“ in Toronto

Ohne dass der LVN darauf Einfluss hätte nehmen können, wurden nach einer gestrigen E-Mail unserer „Nordamerika-Korrespondentin“ Christa Bortignon aus West Vancouver in Kanada die ursprünglich für diesen Samstag/Sonntag geplanten Canadian Masters Indoor in Saint John in der Provinz New Brunswick doch noch sehr kurzfristig aus dem Wettkampf-Kalender genommen. Sie selber verpasst nichts, da sie nicht gemeldet hat(te) und sich gezielt auf ihr
Heimspiel" bei der Senioren-WM vom 20.Juli bis 01.August 2020 in Toronto vorbereitet. Auf das sie hoffentlich stattfinden können. Just an dem Ort, wo diese Titelkämpfe 1978 Premiere feierten.

Coronavirus hat die Welt im Würgegriff

Denn der Coronavirus hat die ganze Welt im Würgegriff. Sogar das Land der scheinbar unbegrenzten
(Un-)Möglichkeiten. Dessen Regierungschef (mir fällt gerade der Name dieses Eintfaltspinsels nicht ein) mit der blondgefärbten gefühlten Zuckerwatte auf dem Kopf und wenig Hirn darunter hatte vor allenfalls zwei Wochen noch schlankweg und dem ihm eigenen Charme behauptet, dass Corona in den USA keine größere Rolle spielen würde. Gestern nun verkündete er den Notstand über „sein“ Riesenreich, mit dem er spielt wie Kinder mit Lego-Bausteinen und Erwachsene Monopoly. Und wer trägt nach seiner unmaßgeblichen Ansicht die Schuld daran: Die Europäer. Bescheuerter geht’s nimmer mehr.

Erwartungsgemäß auch beide EM-Titelkämpfe auf Madeira abgesagt

(Porto Moniz/Funchal/Krefeld, 12. März 2020) Wer eins und eins zusammenzählen kann (keine Herkulesaufgabe), dazu nur einen Hauch von Realitätssinn besitzt, den wird die Hiobsbotschaft nicht wirklich überraschen. Insbesondere dann nicht, wenn er unseren Beitrag „Hallen und Winterwurf-EM abgesagt, doch es droht der Super-GAU“ vom 04.März 2020 gelesen hat. Da haben wir geschrieben, dass das zu Portugal gehörende Eiland Madeira keine Insel der Glückseligen sei, um die der Coronavirus trotz vieler Touristen einen Bogen mache. Ergo drohe auch hier deswegen der Ausfall der Senioren-EM im Berglauf in Porto Moniz (27.- 29.März 2020) und im Straßenlauf in Funchal (02.- 04.April 2020).

Eine leicht vorherzusehende Maßnahme

Schön, nicht erst hinterher den Hellseher geben zu wollen, der vermeintlich schon vorher alles gewusst hat. Denn genau dieser Doppelschlag ist eingetreten. Der als Krisenmanager einigermaßen überforderte Präsident Kurt Kaschke (im Bild) mit Lieblingswohnsitz Lissabon berichtet gestern auf der Netzseite der veranstaltenden European Masters Athletics (EMA), dass die beiden Titelkämpfe auf Geheiß der Regional-Regierung von Madeira abgesagt werden müssen. Erwartungsgemäß, fügen wir an. Eine leicht vorherzusehende Maßnahme.
Mit mehr Augenmaß von Kaschke hätte sie durch die EMA im Sinne der Gemeldeten bereits früher getroffen werden können. Aber da befürchtete er wohl Regressansprüche, hat lieber auf sich zukommen lassen, was eh unvermeidlich war. Wie wäre es mit einer rechtzeitigen Anfrage bei den Entscheidungsträgern des
Insel-Staates" gewesen? Weitsicht sieht anders aus! – Alles Weitere unter diesem Link.