Einige praktische Tipps und Hinweise für unsere Besucher

(Krefeld, 09. April 2014) Bevor denn im Wonnemonat Mai allenthalben und allerorten die neue Freiluftsaison mit diversen Sportfesten eröffnet wird, sind die Werfer/innen bereits seit Ende März und weiterhin unter freiem Himmel an den verschiedenen Geräten. Die Fülle der Werfertage können wir beim besten Willen und allem ungebrochenen Spaß an der Freud’ nicht alle ankündigen sowie in der Nachlese bearbeiten. Obendrein liegt unsere fürwahr außerordentlich komfortable Eingabemaske für Veranstaltungen durch den notwendig gewordenen Datentransfer noch auf einem virtuellen Rechner. Das trifft auch auf die Profilseiten unserer 408 Mitglieder zu. Deshalb noch einmal nach dem Motto „aller guten Dinge sind drei“, der schlechten leider auch, der Hinweis, dass momentan der Mitglieder-Login (noch) nicht möglich ist. Völlig unabhängig davon sind alle derzeit frei geschalteten fünf Fenster des öffentlichen Bereiches ungehindert zugänglich. Für alle! Später kommen drei weitere hinzu. Obwohl der Vergleich gnadenlos hinkt: Rom wurde bekanntlich auch nicht an einem Tag erbaut. Trotz viel Personal.
Noch einige Tipps für unsere Besucher in punkto Anwenderfreundlichkeit: Wenn man(n) /frau mit der linken Maustaste in die Überschrift unter Nachrichten oder Ergebnisse klickt, erscheint der Beitrag allein auf der Bildschirmseite, kann am unteren rechten Rand mit dem dortigen Button weiter geblättert werden. Daneben können in der linken Spalte unserer Startseite Artikel auch direkt aufgerufen werden. Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass jeden Tag in einem der beiden genannten Fenster etwas Neues erscheint. Wie mehrere Anfragen ergaben, scheint sich das Aktuellste auf den einschlägigen Internet-Browsern von Firefox, Google Chrome und dem MS-Internet-Explorer nicht immer und überall darzustellen. Was in dem Falle garantiert hilft, ist das gleichzeitige Drücken (loslassen nicht vergessen) der Tasten Strg und F5.       

Michael Rückel nunmehr Olympiasieger-Besieger

(Budapest/Biebertal/Krefeld, 08. April 2014) Es sind häufig die Geschichtchen hinter der Geschichte. Nicht allein, aber gerade bei der herrlichsten Nebensache der Welt – dem Sport. Wurf-Allrounder und Lampis-Mitglied Michael Rückel (im Bild) aus Biebertal in Mittelhessen braucht einen neuen Briefkopf. Den kann der 50-jährige jetzt nämlich nicht nur mit einem WM-Titel bei den Senioren, sondern auch mit der Referenz „Olympiasieger-Besieger“ schmücken. Wie das? Bei seinem klaren Erfolg (61,46 m) im Speerwurf der M 50 bei der Hallen-WM mit Winterwurf in Budapest befand sich, von einer breiteren Öffentlichkeit zunächst unbemerkt (leider auch von uns), ein leibhaftiger Olympiasieger. Konkret der Zweitplatzierte Dainis Kula (57,53 m) aus Lettland. Der hatte 1980 bei den Boykott-Spielen in Moskau noch im Trikot der damaligen Sowjetunion oder UdSSR mit 91,20 m die Goldmedaille gewonnen. So ändern sich nicht nur politisch die Zeiten. Wenn die vielen Weihen einstiger Spitzensportlerförderung eines seinerzeit totalitären Systems nicht mehr greifen (ein Schuft, der Böses dabei denkt), schrumpfen ehemalige Giganten zu ganz normalen Menschen zusammen. Was die Leistung des deutschen Rekordhalters (62,48 m) weder schmälern kann, noch soll. Ganz im Gegenteil.
Ehe wir uns hier mit fremden Federn schmücken: Es war die Gießener Zeitung, die, mit oder ohne Hilfe von Rückel, in freilich spärlicher Aufmachung davon berichtet hat. Auf diesen Text, einschließlich der Etikettierung Olympiasieger-Besieger, kann allerdings der Verfasser Urheberrechte geltend machen. Plagiatoren lauern schließlich überall. Nicht nur bei abgekupferten Doktor-Arbeiten.          

Ein Rundgang durch den digitalen und analogen "Blätterwald"

Kolumne

Das Wort am Sonntag

(Krefeld, 06. April 2014) Immer wieder freitags machen wir unseren turnusmäßigen virtuellen Rundgang durch die einschlägigen Netzseiten, um Erbauliches, Erstaunliches und Merkwürdiges aufzuspießen und unsere Leser/innen damit – hoffentlich – zu unterhalten. Gelegentlich, nicht Woche für Woche. Klarer Fall, dass es nicht jedem/r gefällt. Aber es soll ja auch kein Minderheitenprogramm werden. Allemal eine Bereicherung der überschaubaren Landschaft ist das relativ neue Internet-Portal www.ue30leichtathletik.de von Seniorensprecher Alfred Hermes (*1946) aus Jülich. Allerdings ist es – nicht nur nach meinem Geschmack – zu überfrachtet und mithin unübersichtlich. Da ging wohl mit dem für den Pulheimer SC startenden Mittel- und Langstreckler der studierte Informatiker durch. Bekanntlich ist weniger mitunter mehr.
Einen Kommentar zur Senioren-Spielecke des DLV unter www.leichtathletik.de  könnten wir uns getrost schenken, um nicht in einer Endlosschleife immer und immer wieder den gleichen Vers abzunudeln. Für Neulinge von un
d auf Lampis kommen wir freilich gerne unserer Chronistenpflicht nach. Obwohl ein größerer Personenkreis von ehrenamtlichen  und hauptberuflichen Offiziellen dafür in Frage käme, ein miserabel, dazu selten und oft stark zeitverzögert berichtendes Online-Medium, das diesem Anspruch der schnellsten Übertragungsmöglichkeit von Wissenswertem nicht gerecht wird. Zusätzlich zu bedauern, da eingedenk der Zugriffszahlen auf die Netzseite eines der mitgliederstärksten deutschen Sportverbände, darunter über die Hälfte jenseits der Dreißig, eine Riesenchance leichtfertig und fahrlässig vertan wird. Aber das ist wohl gewollte Sportpolitik des DLV, die Senioren/innen schön auf Sparflamme zu halten.

Jungmann verweigerte sich einer Nachbetrachtung

Kaum zu glauben, aber wahr, dass es mit www.world-masters-athletics.org, dem offiziellen Organ des Senioren-Weltverbandes, eine noch schlechter gepflegte „Website“ gibt. Böse Zungen würden jetzt kolportieren, dass das nicht von ungefähr kommt, doch zugegebenermaßen früher nicht anders war.  Jedenfalls kein Bild, kein Sterbenswörtchen von d
en Senioren-Hallen-Weltmeisterschaften mit Winterwurf, die vom 25. bis 30. März schlussendlich unter dem Patronat der WMA im ungarischen Budapest stattgefunden haben. Nach 13-tägiger vollständiger Sendepause gestern der karge Hinweis auf die Online-Ergebnisliste. Das ist hochnotpeinlich. Den hätten sie sich fürwahr auch noch sparen können. Doch wo bleibt die ach so beliebte „Nachbetrachtung“ von Margit Jungmann aus Rehlingen, die als neue WMA-Vizepräsidentin für das – leider nicht pulsierende - Leben auf besagter Seite zuständig ist. Hier wäre eine Replik von ihr indes durchaus angebracht gewesen.
Der europäische Dachverband, der sich unter www.EVVA.ch auch nicht gerade mit Informativem aller Art überschlägt, veröffentlichte am 31. März 2014 immerhin eine kleine Meldung mit dem Titel „Thank you Budapest for great competitons“. Hoffnungslos vergröbert. Ein Manko weiterhin, dass trotz eines wiederum deutschen Präsidenten (seit August 2012 Kurt Kaschke, vorher Dieter Massin) diese Seite nahezu ausschließlich in englischer Sprache erscheint. Das werden Österreicher, Schweizer, Luxemburger und meist der deutschen Zunge mächtige Niederländer ebenso bemängeln.

Die Babyboomer werden Fünfzig

Was die Nation, mithin uns alle, noch bewegt, hat letztlich ganz gezielt mit der M/W 50 zu tun. Bundesweit und Sportarten übergreifend. Denn „Die Babyboomer werden 50“. So gestern die Überschrift in einer großen Tageszeitung, der in Düsseldorf herausgegeben Rheinischen Post. Der nachvollziehbare Grund der Titelgeschichte: 1964 war der geburtenstärkste deutsche Jahrgang, die damalige DDR inbegriffen. Es erblickten sage und schreibe 1.357.304 Babys aus Ost und West das auf Deutschland bezogene Licht der diversen Kreißsäle. Die eine oder andere Heimgeburt nicht ausgeschlossen. Darunter befanden sich sehr viele Sprösslinge, die sich im Laufe ihres Lebens einen Namen in der Wirtschaft, Politik, Kultur, im Showbusiness, Fernsehen und auch im Sport machen sollten. Stellvertretend seien Kathrin Menges (Henkel-Personalchefin), Frank Martin Lindner (FDP), Jan Josef Liefers, Ursula Karven, Martina Gedeck (alle Schauspiel), Hape Kerkeling (Comedian), Johannes Baptist Kerner (TV-Moderator), Heike Drechsler, Heike Henkel, Silvia Neid, Jürgen Klinsmann, Henry Maske, Jens Weißflog und Michael „Albatros“ Gross (alle Sport) erwähnt.
Natürlich hätten wir in diesem Zusammenhang liebend gerne mit einem weithin bekannten noch oder wieder aktiven Vertreter unserer Zunft gedient. Hätte selbstverständlich auch weiblich sein dürfen. Auf die Schnelle sind wir da leider nicht fündig geworden. Wer sich jetzt übergangen fühlt, der möge es uns nachsehen oder sich zu erkennen geben.    
          
       

        

Ex-Hammerwerfer Jürgen Bongartz "nullte" gestern

(Homberg/Krefeld, 07. April 2014) In unserer gestrigen Kolumne war vom in Deutschland geburtenstärksten Jahrgang 1964 die Rede. Wenn auch zwangsläufig nicht mit dieser überwältigenden Zahl von über 1,3 Millionen neuen Erdenbürgern konkurrieren könnend, gab es während des 2. Weltkrieges ungeachtet aller Widrigkeiten eine „Heimatfront“. Die Senioren-Bestenlisten mit den Kriegsjahrgängen 1939 – 45, also der heutigen M/W 65 bis 75, zeugen davon. Höchst prominente Werfer/innen, wie – um nur einige zu nennen – Klaus Albers (1940), Klaus Liedtke ((1941), Lutz Caspers, Manfred Buchmüller (beide 1943), Hella Böker und Karin Illgen (beide 1941) befinden sich ebenfalls darunter.
Nunmehr sind seit 01. Januar 2014 die „44er“ an der Reihe. Einer davon, der gestern genullt hat
, ist Hammerwerfer Jürgen Bongartz (*1944) aus Duisburg-Homberg, der über die Stationen Rot-Weiß Oberhausen (zusammen mit Lutz Caspers), Hessen Kassel und Alemannia Kamp zuletzt über Jahrzehnte beim SC Bayer 05 Uerdingen in der Leichtathletik-Bundesliga (ab 1975) sowie verschiedenen Altersklassen erfolgreich den Hammer schwang. Der Terminus verrät es bereits, dass er sein liebstes Sportgerät an den Nagel hängte. Nicht freiwillig. Kniebeschwerden zwangen ihn in der M 65 dazu. Der 06. April, sein Geburtstag, ist mit einem gegenteiligen Ereignis belegt: dem Todestag von Kugelstoß-Spezialist Eugen Reinhardt (*1940) aus Walsrode an Gründonnerstag 2012. Eine weitere Duplizität: beide wuchsen im damals noch selbständigen Homberg auf und kannten sich von Kindesbeinen an sehr gut, hatten dank des Sportes trotz später unterschiedlicher Wohnorte bis ins Seniorenalter hinein regelmäßigen Kontakt.
Vergessen wir nicht, nachträglich, jedoch gleichermaßen herzlich zu gratulieren, lieber Jürgen!           

"Bubka vom Niederrhein" scheiterte knapp am Weltrekord

(Krefeld, 06. April 2014) Ein Hauch von Nostalgie und Wehmut waberte gestern über den Bayer-Sportpark und durch die Traglufthalle am Löschenhofweg im Krefelder Stadtteil Uerdingen. Errichtet anlässlich des Mehrkampf-Europacups 1985, den bei den Männern übrigens die damalige DDR mit - aus heutiger Sicht - Ex-Weltmeister Torsten Voss, dem späteren und immer noch Wahl-Uerdinger, und Olympiasieger Christian Schenk an der Spitze gewann, hat sie nunmehr ausgedient. Sie wird an gleicher Stelle einer modernen, 70 x 21 m großen fest umbauten Leichtathletik-Halle mit sechs 50-m-Geraden, technischen Anlagen für Weit-, Drei-, Hoch-, Stabhochsprung, Kugelstoßen (ambulant in die Weitsprunggrube hinein), einem Wurfkäfig und Kraftraum weichen. Das insgesamt 1,5 Millionen Euro teure Bauprojekt, das zu einem Großteil der Verein und die Mitglieder der Leichtathletik-Abteilung mit einer Umlage von 72 Euro pro anno über 15 Jahre selber stemmen, wird am 15. April begonnen, die Fertigstellung ist für Mitte September 2014 geplant.
Soweit die Vorgeschichte. Zurück zu Nostalgie und Wehmut. Die alte, für eine Traglufthalle geradezu betagte „Dame“ erlebte gestern mit den von Ex-Zehnkämpfer Dieter Leyckes organisierten Hallen-Meisterschaften des Kreises Niederrhein West ihren letzten Wettkampf. Es fehlte wahrlich nicht viel und sie hätte ihren ultimativen Ausstand mit einem Weltrekord feiern dürfen. Wolfgang Ritte (*1953) vom ausrichtenden SC Bayer verfehlte als Sieger bei den Männern (!)  nach locker übersprungenen 3,60 und 3,90 m zweimal denkbar knapp die von der Abfolge aufgelegten 4,15 m, damit eine neue globale M-60-Bestmarke, die er selber mit 4,13 m inne hat. Umso ärgerlicher für den „Bubka vom Niederrhein“, da er die Höhe jeweils hatte, aber dafür die Ständereinstellung falsch gewählt war. Der Mensch ist schließlich kein Roboter, der den Anlauf immer passgenau hin bekommt. Hinterher ist man(n) immer schlauer. Schade drum. Denn für beide, die Halle und unser VIP-Mitglied Ritte (im Bild), wäre es das Tüpfelchen auf dem i gewesen.