Andy Dittmar herausragender Athlet beim Drei-Länderkampf

(Trier/Krefeld, 19. September 2014) Fußball-Bundestrainer Berti Vogts prägte dereinst den Spruch: „Der Star ist die Mannschaft.“ Das ist grundsätzlich sicherlich nicht verkehrt, wenn elf Kicker plus Einwechselspieler einen Erfolg einfahren sollen und wollen. Doch auch in seiner Ägide (1990 – 1998)  gab es zumindest herausragende Persönlichkeiten wie Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus, Oliver Bierhoff, den heutigen DFB-Teammanager, Rudi „Tante Käthe“ Völler und Jürgen Klinsmann. Und in einem noch größeren Leichtathletik-Team treffen ebenfalls beide Attribute zu. Es muss nicht lange gesucht werden, um den herausragenden Athleten beim Senioren-Drei-Länderkampf Deutschland – Frankreich – Belgien morgen an historischer Stätte in Trier im dortigen Moselstadion zu benennen: Kugelstoßer Andy Dittmar, der mit seinen inzwischen 40 Lenzen immer noch zur erweiterten deutschen Spitzenklasse bei den Männern gehört und folgerichtig zum Mannschaftskapitän ernannt werden müsste. Der Koloss (1,98 m, 137 kg) aus dem thüringenschen Gotha ist mit 18,34 Meter aktuell Elfter der deutschen Jahres-Bestenliste. Das hat sonst niemand zu bieten. Keine Frage, dass der Vater von drei Kindern in der M40 die Höchstpunktzahl einfahren wird. Ob es zum Kehraus der Saison noch zu seiner obligatorischen 18 vor dem Komma langt schon eher. Aber Andy ist eine überdimensionale Wundertüte. Mitunter überrascht sich der Mensch gewordene Gute-Laune-Bär sogar selbst.
Da Namen bekanntlich Nachrichten sind alle Nominierten aus beiden Altersklassen mit Kugel und Speer, die wir damals exklusiv am 06. August 2014 im Fenster „Flurfunk“ schon einmal veröffentlich haben.      
W 40, Kugel: Dunja Koch (TuS Metzingen), Carmen Hildebrandt (Ohrdrufer LV), Ersatz: Kristina Telge (TV Alzey); Speer: Dagmar Suhling (TuS Huchting Bremen),Tanja Köhler (TSV Münnerstadt), Ersatz: Ruth Brückel (TSF Hechelheim).
W 50, Kugel: Carmen Grell (Sportfreunde Neukieritzsch), Christine Hildebrandt (TSG Eisenberg) Ersatz: Ingrid Geil (TuS Neiderneisen); Speer: Carmen Grell, Susanne Strohm (SV Stuttgarter Kickers), Ersatz: Ursula Thirtey (LG Mönchengladbach)
M 40, Kugel: Andy Dittmar (Basketball in Gotha),Tilman Northoff (TuS Jöllenbeck), Ersatz: Oliver Rohwer (LBV Phönix Lübeck); Speer: Marcus Bieck (TV Norden), Torsten Heinrich (LAV Ribnitz-Damgarten/Sanitz), Ersatz: Jens Kresalek (PTSV Konstanz).
M 50, Kugel: Norbert Demmel (TSV Unterhaching), Uwe Krah (MT 1861 Melsungen), Ersatz: Rainer Werking (LG Maifeld-Pellenz); Speer: Joachim Seiffert (SuS Oberaden), Michael Rückel (KSG Bieber), Ersatz: Reinhold Paul (VfL Waldkraiburg).

Team-DM Senioren: Deutliche Mehrheit gegen den neuen Firlefanz

Kommentar

Unter uns gesagt

(Essen/Jülich/Krefeld, 18. September 2014)
Donnerschlag! Bereits neun Tage nach der Team-DM Senioren in Essen hat der für den Pulheimer SC startende Senioren-Sprecher Alfred Hermes (*1946; im Bild) aus Jülich das Ergebnis der von ihm initiierten Umfrage zu den umstrittenen neuen Modi in der „Oldiethek“ (nicht zu verwechseln mit dem ehemaligen Kultlokal von Koch Horst Lichter in Rommerskirchen) auf der Verbandsnetzseite veröffentlicht. Das muss ja ein sehr aufwendiges Prozedere für den gelernten Informatiker (!) gewesen sein, die von 41 Teamleitern/innen (fünf nahmen nicht an der Umfrage teil und offenbarten damit ein seltsames Demokratieverständnis) eingereichten Fragebögen auszuwerten. Böse Zungen behaupten indes: Wie der Herr, so’s Gescherr. Soll heißen: Hermes, unser aller „Götterbote“, passt sich allmählich der Langsam- und Schlafmützigkeit des DLV nahtlos an.
Immerhin beruhigend zu wissen, dass sich rund 80 Prozent der Antwortenden gegen den ersonnenen Firlefanz wie Cup-Wertung, Joker ziehen, Streichergebnis und Vorqualifikation entschieden haben. Andererseits bleiben 20 Prozent oder acht verblendete Klubvertreter/innen. Mag natürlich sein, dass sie irgendwie von dem ausgemachten Nonsens des DLV-Leiters Wettkampf-Organisation, Frank O. Hamm (das „O“ steht für den gleichnamigen Buchstaben im Alphabet, nicht für die Zahl null; was nicht wenige vermuteten), profitiert haben.
Nun dürfen wir alle miteinander bannig gespannt sein, wie die Chose weitergeht und wie Ernst der deutlich mehrheitliche Wille der Basis in den entsprechenden Gremien genommen wird? Glaube bitte ja keine/r, dass sich der große Rest als pure Formsache gestaltet und die Messe bereits gelesen sei!

175 Meldungen für die Senioren-DM im Wurf-Fünfkampf

(Baunatal/Krefeld, 16. September 2014) Bedienen wir uns zunächst des offiziellen Bandwurm-Arbeitstitels, der da lautet: 12. Deutsche Senioren Wurfmehrkampfmeisterschaften. Der Wettbewerb, um den es dort am 27./28. September 2014 im Parkstadion im hessischen Baunatal bei Kassel geht ist der Wurf-Fünfkampf. Alles klar? Denkste! Denn in der Online-Meldeliste steht treu und brav über jeder Altersklasse „Werfer-Fünfkampf“. Was suggeriert, dass mit Werfern und nicht mit Geräten geworfen wird. Es droht folglich erhöhte Verletzungsgefahr. Der Sanitätsdienst sollte vorsorglich verstärkt werden. Demnächst werden wir wahrscheinlich auch wieder mit Gewichtswurf statt Gewichtwurf konfrontiert. Deutsche Sprache, schwere Sprache. Zugegeben, dass uns auch nicht immer alles gelingt. Aber uns helfen wenigstens gelegentlich eine Germanistin vom Niederrhein und ein Germanist aus Oberbayern auf die richtigen Sprünge.
Doch Spaß (Ernst) beiseite: Für diese letzten diesjährigen Titelkämpfe mit Beteiligung unserer Spezies haben 115 männliche und 60 weibliche Senioren in jeweils zehn Klassen von M/W 35 bis 80 gemeldet. Das Gesamtergebnis liegt leicht über dem Trend der Vorjahre. Doch muss nicht gleich das Hosianna ausgerufen werden. Denn nicht überall wo Mehrkämpfer/in drauf steht, ist auch eine/r drin. Normen wurden nämlich keine verlangt. Jede/r darf sich hier bei Lust und Laune versuchen. Latente Verletzungsgefahr inbegriffen.
Eine kleine Vorschau mit ein paar Namen von einigermaßen kompletten Wurf-Fünfkampfern/innen erscheint im Laufe der nächsten Woche in dieser Rubrik oder im Fenster „Flurfunk“.

Für Werfer-Meeting "Weltklasse auf dem Dorf" alle Vorgaben erfüllt

(Mutterstadt/Krefeld, 17. September 2014) „Weltklasse auf dem Dorf“, nennt es Chef-Organisator Gerhard Zachrau (im Bild) von der TSG Mutterstadt. Das ist allerdings eine charmante Untertreibung. Denn die Gemeinde im Rhein-Pfalz-Kreis beherbergt nach einer leicht angestaubten Erhebung (Stand 2008) 12.640 Einwohner in ihren nicht mehr vorhandenen Umfriedungsmauern. Dafür ist das mit der Weltklasse keine Übertreibung. Kein Geringerer als der Asien-Rekordhalter im Diskuswurf (69,32 m) und der lediglich um neun Zentimeter von Robert Harting (68,27 m) geschlagene Olympiazweite der Spiele von 2012 in London, Ehsan Hadadi (*1985) aus dem Iran, hält kommenden Samstag  im Sportpark Mutterstadt Hof (wir berichteten). Wie Zachrau mitteilte, sind mittlerweile auch die letzten organisatorischen Vorgaben erfüllt. Obwohl es längst nicht mehr zwingend vorgeschrieben ist drei Disziplinen im Programm zu haben (denken wir nur an die vielen Solo-Wettbewerbe auf Markplätzen bis hin zum Weitsprung-Drei-Länderkampf vor dem Brandenburger Tor in Berlin), wurde sicherlich sehr zur Freude der nicht gerade verwöhnten Hammerwerfer/innen deren „Schokoladenübung“ zum krönenden Abschluss um 15 Uhr neben Kugel (13 Uhr) und Diskus (14 Uhr) mit in die kleine Spezialitätenkarte aufgenommen. Woran indes noch gearbeitet wird ist der Pakt mit Petrus und das möglichst viele sach- und fachkundige Zuschauer dem Spektakel beiwohnen.

Olympiazweiter Ehsan Hadadi erweist Mutterstadt die Ehre

(Mutterstadt/Krefeld, 15. September 2014) Es geht doch nichts über eine gehörige Dosis Vitamin B wie Beziehungen. Und die hat der Polizei-Hauptkommissar i.R. und passionierte Werfer Gerhard Zachrau (*1949) von der TSG Mutterstadt in reichem Maße. Gelegentlich fliegen ihm auch schon mal gebratene Tauben in den Mund. Erinnern wir uns, dass im Vorjahr der dunkelhäutige Drehstoßer Reese Hoffa aus den USA als Durchgangsstation zu den Weltmeisterschaften in Moskau im Sportpark Mutterstadt Station machte und bei seinem letzten Test unter Wettkampf-Bedingungen das kleine, aber feine sach- und fachkundige Publikum mit der Weltklasseleistung von 21,19 Meter begeisterte. Auch vor- und hinterher durch seine nette, offene Art ohne jegliche Starallüren.
Nunmehr hat(te) der gute „Gerd“ die Wettkampf-Anfrage eines hochkarätigen Trios vorliegen – und ließ sich verständlicherweise nicht zweimal bitten. Als da wären: der i
ranische Diskuswurf-Rekordhalter Ehsan Hadadi (69,32 m), der als Silbermedaillengewinner (68,18 m) der Olympischen Spiele von 2012 in London Robert Harting (68,27 m) einen großen Kampf lieferte, dessen Kugel stoßender Landsmann Amin Nikfar (PBL 19,94 m), ebenfalls Landesrekordler und Olympiateilnehmer von 2008 in Peking, und die us-amerikanische Diskuswerferin Summer Pierson (PBL 61,19 m).
Neben dem sehr kurzfristigen organisatorischen Vorlauf (
Verband/Genehmigung, amtliche Aufsicht, Kampfrichter, Zuladung weiterer Teilnehmer) für das Werfermeeting am kommenden Samstag (13 Uhr Kugel, 14 Uhr Diskus) war noch eine kleine Hürde zu überwinden. Wegen der zu erwartenden Diskus-Weiten jenseits von 60 Meter muss dieser Wettbewerb im Stadion und nicht auf dem Werferplatz ausgetragen werden. Auf dem „heiligen Rasen“ findet jedoch tags darauf ein Fußballspiel statt. Es hat sich jedoch noch nicht bis zu jedem Platzwart herum gesprochen, dass Disken gegenüber Stollenschuhen nach einer „Blutgrätsche“ so gut wie keine Schäden auf dem Grün anrichten. So bedurfte es noch der formellen Zustimmung des sportfreundlich eingestellten Bürgermeisters Hans-Dieter Schneider. Auf telefonische Nachfrage des Chronisten dieser Zeilen von heute Vormittag (10 Uhr) erklärte das Stadtoberhaupt, dass er die Genehmigung erteilt habe.
Deshalb kann Gerhard Zachrau jetzt getrost auf die Suche von „Sparringspartnern“ für die drei Giganten der Szene gehen. Senioren/innen der gehobenen Kategorie sind ebenfalls herzlich willkommen. Anfragen/Meldungen per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!