NRW "Open": Ein kruder, wilder Mix der Meldeliste seit gestern online

(Düsseldorf/Krefeld, 05. Januar 2018) So denn die höchste vergebene Startnummer verlässlich darüber Auskunft geben sollte, haben 489 Senioren/innen ihre Meldung für die Offenen NRW-Hallenmeisterschaften der Ü30-Generation am 14. Januar 2018 im Arena Sportpark in Düsseldorf abgegeben. Dazu werden noch einige hinzukommen, die ausschließlich in Staffeln ihre Spike schnüren. Damit liegt die Zahl der potenziellen Teilnehmer/innen in etwa im Trend der letzten Jahre. Da speziell bei den „ewigen Talenten“ Spezialistentum verpönt ist, kann erfahrungsgemäß im Durchschnitt von etwa zwei Starts pro Gemeldetem ausgegangen werden.
Der gastgebende Leichtathletik-Verband Nordrhein (LVN) mit Sitz in Duisburg stellte gestern Nachmittag die Meldeliste nach Klassen und Disziplinen auf seine Netzseite. Das ist allerdings ein wilder, obendrein nicht chronologischer Mix von Männlein und Weiblein. Da wurde in der Hinsicht schon sauberer beim LVN gearbeitet. Neues Jahr leider nicht immer neue/s Glück/seligkeit. Dafür blieb wenigstens entgegen der Androhung des DLV das Startgeld stabil. Immerhin das.
Später werden wir noch in einer kleinen Vorschau auf die traditionell ersten Titelkämpfe des Jahres unter dem Hallendach eingehen. Insbesondere auf die Kugelstoß-Wettbewerbe bezogen. Denn die Langwürfe der normalerweise angedockten so genannten Winterwurf-Meisterschaften sind nach dem bewährten Muster der Vorjahre wieder ausgegliedert, finden im November in Leichlingen statt. Dazu sieht sich die selbst ernannte Sportstadt Düsseldorf bekanntlich nicht in der Lage. Es könnte ja im Wintersport-Eldorado Niederrhein mal eine Schneeflocke vom Himmel fallen. Aber für die Zweitliga-Kicker der Fortuna läuft die Puderzuckerblasmaschine auf Hochtouren...  

Diskuswerfer Helmut Maryniak mit tollem Einstand in die nationale M50

(Röttenbach/Krefeld, 04. Januar 2018)  Eine sehr frühe Duftmarke, wie sie noch zeitiger gar nicht möglich ist, setzte Diskuswerfer Helmut Maryniak (*1968) vom 1.FC Passau. Der Niederbayer erzielte beim 1.Neujahrswerfen des TSV Röttenbach im Landkreis Roth bei winterbedingt sehr passablen Bedingungen, einer tollen Anlage und perfekter Organisation gleich beim ersten Start in der M50 mit der 1,5-Kilo-Scheibe sehr beachtliche 54,25m. Dabei konnte er die im vierten Versuch aufgestellte Tagesbestweite durch eine sehr ausgeglichene Serie von 53,55, x, 51,41, 54,25, 50,76 und 50,75m erhärten. Außer jetzt ihm sind in Bayern während der jüngeren Vergangenheit nur noch der in M55 aufrückende Norbert Demmel (*1963) vom TSV Unterhaching mit 58,11m (2017) und Hubert Berger (*1954) vom TSV Schwabmünchen mit 53,86m in derartige Weitenbereiche vorgedrungen.

Ordentliche 6,65m zum Spitzenergebnis mit dem „Zweier“ draufgepackt

„Auf den Tag habe ich mich schon lange gefreut, an dem ich mit dem leichteren Wurfgewicht hantieren darf. Deswegen habe ich auch die erstbeste Chance genutzt“, mailte uns der Passauer. Eine Freude mussten wir ih
m in unserer Antwort allerdings nehmen. Die von ihm gemutmaßte, am Neujahrstag durchaus naheliegende Weltjahresbestleistung war es nicht. Denn der noch 49-Jährige war auch Profiteur der unsinnigen deutschen Regel, wonach hier zu Lande das Jahr der Vollendung für den Eingang zur nächsthöheren Altersklasse gilt. Das soll seine famose Leistung nicht schmälern, die er womöglich bei entsprechendem weiteren Formaufbau und leistungsfördernden sommerlichen Voraussetzungen noch als echter Fuffziger" zu steigern vermag. Obwohl er zu den Werten des Vorjahres mit dem „Zweier“ zwischen 44,31 und 47,60m in der Spitze schon ein ordentliches Pfund draufpackte. Wobei es je nach Werfertyp, mehr von der Kraft oder Technik kommend, keinen verlässlichen Gradmesser in Metern gibt.
Aber bei der Gelegenheit noch einmal in aller Deutlichkeit: Nicht wir sind es, die sich für das unsägliche Nebeneinander von unterschiedlicher abwegiger hausgemachter deutscher und nachvollziehbarer internationaler Regelung entschuldigen müssen. Doch Blinde Kuh werden wir gerade deshalb nicht spielen!  

Hoch lebe das Ehrenamt: Es gibt jedoch leider solche und solche Vertreter

(Krefeld, 02. Januar 2018)  Hoch lebe das Ehrenamt! Nicht nur, aber eben auch im Sport. Ohne das wäre alles nix, brauchten wir unsere Siebensachen für Wettkämpfe erst gar nicht auszupacken. Schon ein kleines Sportfest oder nur ein relativ überschaubarer Werfertag bedarf vieler Kampfrichter und Helfer, die völlig unprätentiös zum Wohl der Aktiven ihre Arbeit verrichten. Und das häufig über Stunden hinweg für eine kleine Aufwandsentschädigung und ein bisschen Fahrtkostenersatz. Das sind sie, die wahren Vertreter dieser Zunft, die sich aus Spaß an der Freud‘ und im Interesse der Sache, die in unserem Falle Leichtathletik heißt, zur Verfügung stellen. Sie verdienen Respekt und Anerkennung. Aber je höher es die Funktionärsetage aufwärts geht,  steht  allzu oft die die Befriedigung der persönlichen Eitelkeit im Vordergrund, ist der Posten lediglich Mittel just zu diesem (Selbst-)Zweck. Die eigentlichen Aufgaben werden mehr schlecht als recht bis zum Teil überhaupt nicht wahrgenommen.

Verquickung mit handfesten kommerziellen Interessen

Ganz übel wird es, wenn das gewählte oder bestellte Amt vordergründig als Krücke zu handfesten eigenen kommerziellen Interessen missbraucht wird. Gibt’s doch gar nicht, wird jetzt manch einer denken. Von wegen! Bei den Senioren sogar durch den Dach- und Fachverband gebilligt,eher noch gefördert. Der so genannte Fachkommissionsleiter Öffentlichkartsarbeit Karl-Heinz „Flunker“ Flucke verhökert seine selbst eingemachten fotografischen Kunstwerke von nationalen und internationalen Meisterschaften, die er als KdF-Maßnahme (= Kosten der Firma/DLV) besucht hat, für 5 Euro das Stück als gemailtes digitales Bild. Das kostet ihn nicht einmal Fotopapier und Druckfarbe. Genial einfach, einfach genial!
Der zweite Sündenfall ist die Jahresbestenliste, die von dem vermeintlich ehrenamtlichen Senioren-Statistiker Jörg Reckemeier  Monate später in Buchform für 18 Euro pro Exemplar vertickt wird. Das zusätzlich Perfide daran, dass er sich nach Gutsherrenart von den Landesstatistikern hat beliefern lassen und daraus das Gesamtgebilde strickt. Ganz zu schweigen von dem 
freilich nicht von ihm zu verantwortenden – diskriminierenden Affront, dass die Ü30-Generation entgegen allen anderen Wettkampfklassen im Verband nicht an den Segnungen einer viel früher zur Verfügung stehenden Online-Bestenliste teilnimmt. Durch absolut nichts gerechtfertigt.

Ein Quintett verdiente sich redlich das Schimpfwort Funktionär
 
Für uns Grund genug, ein Quintett von Funktionären zu nominieren und zur (Ab-)Wahl zu stellen, das es sich redlich verdient hat, als Negativbeispiel öffentlich an den Pranger gestellt zu werden. Die nachfolgende Reihenfolge ist keine Rangfolge, sondern nach rein alphabetischen Gesichtspunkten aufgestellt: Karl-Heinz Flucke, Alfred Hermes (Seniorensprecher), Margit Jungmann (BAS-Vorsitzende), Kurt Kaschke (EMA-Präsident), Jörg Reckemeier.
Darüber entscheidet im Umfrageverfahren eine von LAMPIS zusammengestellte Expertenrunde nach dem Modus fünf Minuspunkte für den Erstgenannten und weiter absteigend bis zu einem Minuszähler für den am wenigsten Unbeliebtesten.

Werner Angermund macht heute das Vierteljahrhundert voll

(Grevenbroich/Krefeld, 03. Januar 2018)  Es gibt sie, die Senioren-Leichtathleten, die sich eingedenk der „frühen Geburt“ aus der vom DLV hausgemachten, abwegigen Regelung um den Eingang in die nächsthöhere Altersklasse fein heraushalten können. Einer davon ist der für den ART Düsseldorf startende Wurf-Allrounder Werner Angermund (*03.Januar 1943). Ein Blick auf das Datum verheißt, dass er heute sein 75tes Lebensjahr vollendet, also auch unter internationalen Kriterien ein waschechter Akteur der M75 ist. Und der ehemalige deutsche Vize-Meister im Wurf-Fünfkampf der Senioren erfüllt  noch einen weiteren Aspekt, Stichwort Ehrenamt, in unserer Aufmacher-Geschichte von Neujahr. Denn Werner kennt das Geschäft von beiden Seiten, ist ausgebildeter Kampfrichter bis hin zur Lizenz zum Schießen als Starter. In dieser Eigenschaft schickte er beispielsweise beim Internationalen Indoor-Meeting im Arena Sportpark in Düsseldorf schon so manche Weltklasse-Athleten männlich wie weiblich auf die mehr oder weniger lange Reise. Es ist beileibe keine gnädige Lobhudelei zum aktuellen Anlass, dass er zu den positiven Vertretern dieser besonderen Zunft gehört.

Golf die dritte sportliche Leidenschaft

Glück oder Vorsicht bei der Partnerwahl fügt es, dass sich der Wahl-Grevenbroicher für sein doppeltes Hobby des vollen Verständnisses bei seiner „Herzdame“ vergewissern kann. Insidern muss es nicht erklärt werden, den anderen schon, dass es sich dabei um die die einstige Werferin, Nordrhein-Seniorenwartin und DLV-Leiterin Wettkampforganisation Gisela Stecher handelt, die im Wonnemonat Mai mit der 75 nachzieht. Was sie womöglich weniger begeistert, dass ihr Werner vor einigen Jahren eine weitere sportliche Leidenschaft für sich entdeckt hat: Golf. Eine Runde über einen 18-Loch-Platz kostet gut und gerne ein paar Stunden, bedingt halt eine längere Abwesenheit von Heim und Lebensabschnittsgefährtin. Langeweile wird sie deswegen bei ihren umfangreichen Aufgaben neben den häuslichen sicherlich nicht schieben.

Ganz normale Wahnsinn feiert im neuen Jahr fröhliche Urständ

(Düsseldorf/Krefeld, 01. Januar 2018)  Prosit Neujahr! Neues Spiel, womöglich neues Glück. Insbesondere für die Geburtsjahre mit den Endungen 3 und 8. Sie rücken bereits hier zu Lande aufgrund einer unsinnigen, geradezu hanebüchenen hausgemachten nationalen Regelung automatisch in die nächsthöhere Altersklasse auf. Wer beispielsweise am 28.Dezember 1938 geboren worden ist, kann theoretisch und praktisch bereits ab dem 02.Januar 2018 als 79-Jähriger deutsche Hallenrekorde in der M/W80 aufstellen, die er bei tatsächlicher Vollendung des 80. Lebensjahres in aller Regel nicht mehr zu erreichen, geschweige denn zu steigern vermag. So gibt es vielfach das Absurdum, dass nationale Rekorde besser sind als Europa- und Weltrekorde. Bleiben wir bei dem Beispiel und nehmen einen Kugelstoßer. Der darf schon das liebe lange Jahr in heimischen Gefilden mit der Dreier stoßen, muss jedoch international noch mit der Vierer ran. Im Klartext: Bekloppt, schizophren!
Aber all das leiern wir gebetsmühlenartig schon seit unserem Bestehen (2009) und vermutlich noch bis zum Sankt Nimmerleinstag herunter, ohne dass die zuständigen Gremien diesem Anachronismus ein Ende bereiten würden. Es geht ja nur um die „ewigen Talente“, die das fünfte Rad am Wagen darstellen. Wenn überhaupt. Den beiden gewählten DLV-Seniorensprechern ist es auch so was von sch…egal. Wie vieles andere mehr. Der ganz normale Wahnsinn feiert also anno 2018 wieder fröhliche Urständ.

Mit leichteren Geräten zu größeren Weiten

Einige wird es fernab jeder Rekordrelevanz dennoch freuen. Speziell unsere Klientel von Stoß und Wurf, die ab M/W50 im Zehnjahrestakt leichtere Wettkampfgeräte mit Kugel, Diskus, Speer und Hammer buchstäblich an sowie in die Hand bekommen. Die ersten Profiteure sind die Jahrgänge von 1968 absteigend. Macht aus einschlägigen eigenen Erfahrungen schon Spaß, die bei den Senioren bis M80 um 1,26  respektive 1 Kilogramm abnehmenden Kugeln weiter fliegen und später landen zu sehen als im Vorjahr.  Die erste Gelegenheit dazu bietet sich am 14. Januar 2018 im Arena Sportpark in Düsseldorf bei den Offenen NRW-Hallen-Meisterschaften der Ü30-Generation.
Dafür ist heute offiziöser Meldeschluss beim veranstaltenden Leichtathletik-Verband Nordrhein (LVN). Was natürlich völliger Nonsens ist. Denn auch da wird an einem Feiertag kein Finger gekrümmt. Ohnehin verlängern sich nach dem BGB auf einen arbeitsfreien Tag endende Fristen auf den nächsten Werktag. Manche lernen es nie.