Senioren-Drei-Länderkampf feiert nunmehr seine zehnte Auflage

(Rehlingen/Krefeld, 27. September 2018) Wenn nicht wir, wer sonst, sollte in einer Vorschau auf den Senioren-Drei-Länderkämpf der M/W 40 und 50 zwischen Deutschland, Frankreich und Belgien, der als zehnter seiner Art ein kleines Jubiläum feiert, am Samstag im Bungert-Stadion in Rehlingen hinweisen?! Allerdings unserem hauptsächlichen Beritt entsprechend beschränken wir uns bei der Nennung von Ross und Reiter/in auf den Blick durch die rosarote Werferbrille. Einer, der seit seiner Zugehörigkeit zur M40 im Jahr 2014 bislang  immer dabei war, wird diesmal fehlen: Der relativ frisch gekürte Kugelstoß-Weltmeister Andy Dittmar (*1974) von BiG Gotha nutzt nach einem langen, schon in der Halle begonnenen Wettkampfjahr 2018 die herbstlichen „Kartoffelferien“ in Thüringen mit seiner Frau sowie seinen beiden Söhnen Arved (16) und Lenny (11) zu einem Urlaub auf Kreta, in den sie gestern Nachmittag entschwebten. Währendessen hütet die kommenden Montag ihr Studium aufnehmende Tochter Emely (18) Haus und Hof.
Mit Big-Andy fehlt in dieser Konkurrenz ein verlässlicher, unschlagbarer Garant auf die Höchstpunktzahl von sieben Zählern. So kommt Ersatzmann Sören Voigt (*1975) vom TSV Erding zu Ehren eines internationalen Einsatzes, der entsprechenden Einkleidung sowie Kost und Logis in der einigermaßen noblen Drei-Sterne-Herberge Victor’s Residenz-Hotel in Saarlois.
Das weitere Aufgebot von Stoß und Wurf:
M40, Kugel: Ralf Mordhorst vom LAC Lübeck; Diskus: Mordhorst, Michael Lischka vom SSV Ulm; Speer: Jens Kresalek vom PTSV Konstanz, Oliver Karwe vom TV Idstein.
M50, Kugel: Norbert Demmel vom TSV Unterhaching, Andreas Deuschele von der TG Nürtingen; Diskus: Demmel, Helmut Maryniak vom 1.FC Passau; Speer: Peter Esenwein vom VfL Sindelfingen, Frank Schäfers vom Leichlinger TV:
W40, Kugel: Nadine Kant vom Hagenower SV, Dunja Koch vom TuS Metzingen; Diskus: Bettina Daniela Schardt von der TG Mannheim, Bianca Overkamp von der LG Olympia Dortmund; Speer: Dagmar Suhling vom TuS Huchting, Andrea Zahn von VfV Spandau:
W50, Kugel: Claudia Kodel vom OSC Berlin, Jana Müller-Schmidt von der LG Osterholz; Diskus: Silke Stolt vom LAZ Bruchköbel, Christine Ecker vom LA-Team Saar; Speer: Angela Müller vom Dresdner SC, Susanne Strohm vom SV Stuttgarter Kickers.
Fußnote von 10 Uhr: Es wird leider nix mit dem starken Doppel. Norbert Demmel sagte kurzfrisig ab. Für ihn rückt jeweils Robert Ingenbleek von der LG Eder nach.

Stein des Anstoßes "Kugel-Durchmesser" nunmehr beim BAS

(Baunatal/Rehlingen/Krefeld, 26. September 2018) Es hat sich im übertragenen Sinne ein kleiner „Lapsus Linguae“ in unsere Berichterstattung eingeschlichen. Es war nicht der Bundesausschuss Senioren (BAS), der im Rahmen des Finales der Deutschen Altersklassen-Mannschaftsmeistershaft (DAMM) am vorigen Wochenende in Baunatal tagte, sondern die ziemlich vollständig vertretenen Landes-Seniorenwarte. Aber immerhin gaben sie nach längerer, zum Teil aberwitziger Debatte die Empfehlung an den BAS weiter, die Thematik auf Umsetzung der seit Januar 2014 wirksamen internationalen Regel hinsichtlich der Kugel-Durchmesser endlich auch auf dem DLV-Hoheitsgebiet umzusetzen. Gut, dass mit dem selber kugelstoßenden Seniorensprecher und Wirtschaftsjurist Heiko Wendorf (Eisenach) ein Mann aus der Praxis dabei war.
Für den Stein des Anstoßes dazu hatten auf Initiative des Verfassers dieser Zeilen zwölf aktive Senioren gegeben, darunter Kugelstoß-Ass Andy Dittmar aus Gotha (wir berichteten). Befürwortet wurde er nachvollziehbar durch die damalige WMA-„Vize“ und heutige Präsidentin Margit Jungmann aus Rehlingen, die quasi von Amtswegen ein Interesse daran haben muss, dass übergeordnetes Regelwerk auch in den angeschlossenen Mitgliedsverbänden zur Anwendung kommt.

WMA-Präsidentin Margit Jungmann Gastgeberin der BAS-Herbsttagung

Sie, die 62-jährige „Saarperle“, wird dann sicherlich am Freitagabend in einer Begrüßungsansprache den Bundesausschuss willkommen heißen, der in ihrer Heimatstadt seine turnusgemäße Herbsttagung abhält. Nicht so ganz von ungefähr. Schließlich war sie bis zum 31.August 2018 Vorsitzende dieses Gremiums, und am Tag darauf findet am Schauplatz des berühmten Rehlinger Pfingstsportfestes im Bungertstadion der 10.Senioren-Drei-Länderkampf für die M/W40 und 50 zwischen Deutschland, Frankreich und Belgien statt. Und da werden dann wegen der internationalen  Bestimmungen auch schon in der M50 (6 kg) Kugeln mit dem erlaubten Höchstdurchmesser von 130 Millimeter (hier zu Lande 120mm) im Einsatz sein. LVP-Vizepräsident und Regelexperte Dieter Tisch (im Bild) aus Ludwigshafen bestätigte am Rande der Seniorenwarte-Tagung im Gespräch mit Wendorf, dass entgegen der hausgemachten DLV-Bestimmungen wie auch immer geartete Rekorde durch die deutschen Teilnehmer Norbert Demmel (*1963) vom TSV Unterhaching und Andreas Deuschele (*1968) von der TG Nürtingen selbst dann Anerkennung finden, wenn die benutzte Kugel einen größeren Umfang als 120mm haben würde. Bei einem x-beliebigen Sportfest, meinetwegen am kommenden Samstag in Übach-Palenberg, wäre das indes nicht möglich.
Daran mag die ganze schizophrene Symptomatik dieses restlos überflüssigen Nebeneinanders abgelesen werden. Drum merke: Längst nicht immer kann am deutschen Wesen die Welt genesen!

Filz, Klüngel und Kumpanei zum (Fehl-)Start der neuen WMA-Präsidentin

Kolumne

Moment mal

(Rehlingen/Krefeld, 24. September 2018)
Neue Besen kehren gut. Bisweilen verkommt dieses geflügelte Wort aus Volkes Mund jedoch zur inhaltsleeren Floskel. Nun liegt uns nichts ferner, als Margit Jungmann aus Rehlingen als Besen zu bezeichnen. Das ist unsererseits ja auch lediglich sinnbildlich zu verstehen. Aber als neue Präsidentin des höchsten internationalen Senioren-Verbandes World Masters Athletics (WMA) hat die 62-jährige Saarländerin sich nicht gerade als die große Erneuerin erwiesen und einen denkbar schlechten Führungsstill an den Tag gelegt. Bei der nach Wahlen üblichen Umgestaltung der verschiedenen Komitees hat sie beim Personal-Bingo auf Althergebrachtes gesetzt. Bewährtes wäre in diesem Zusammenhang nämlich eine schamlose Übertreibung. Das trägt verdächtig den Stallgeruch von Filz, Klüngelei, Kumpanei und Besitzstandswahrung in abgeänderter Form. Das Gebaren nennt sich dann wohl Demokratur, alte Seilschaften in irgendeiner Form zu erhalten.

Ex-Präses Stan Perkins und seine Wilma dürfen weiterhin auf Weltreise gehen

Konkret: Ex-Präsident Stan Perkins aus Daisy Hill in Australien wird künftig für Marketing & Kommunikation zuständig sein. Damit er weiterhin gemeinsam mit der ihm angetrauten Herzdame Wilma (beide im Bild) auf Verbandskosten auf Weltreisen gehen kann und die Turbane nicht der Altkleidersammlung übergeben werden müssen, wurde sie vorsichtshalber in zwei Kommissionen berufen. Aber nun kommt der Super-GAU (= größte angenommene Unfall): Sandy Pashkin aus Eugene/Oregon in den USA, die ihre Unfähigkeit und Interessenlosigkeit in der Vergangenheit nachdrücklich unter Beweis gestellt hat, darf auch künftig in Sachen Statistik (Weltrekordliste) ihr hinlänglich bekanntes Unwesen treiben. Das kann Jungmann unmöglich entgangen sein. Zumal sie einräumte, gelegentlich bei LAMPIS reinzuschauen. Schwerlich anzulasten ist ihr, dass erstmals seit der Gründung der WMA vor 43 Jahren kein deutscher Vertreter in den acht Arbeitszirkeln vertreten ist. Obschon es womögliich einige gab, die ungeduldig mit den Hufen gescharrt haben. Wobei Eignung und Hingabe ja offenbar eine untergeordnete Rolle spielen.  

100-tägige Bewährungsprobe gilt es zu wahren

Gleichwohl darf mit Fug und Recht der Start der „Verbandsoberschwester“ als gründlich misslungen bezeichnet werden. Nehmen wir noch das Positive daraus mit: Es kann eigentlich nur besser werden. Weiterhin sei nicht verschwiegen, dass ihr wie jedem neuen Amtsinhaber in leitender Position eine 100-tägige Bewährungsprobe zuzubilligen ist.
Kommt Zeit, kommt Rat. Hoffentlich. Natürlich werden wir das fortan hart, aber fair beobachten.

WMA-Statistikerin Sandy Pashkin wies erneut ihre Unfähigkeit nach

(Eugene/Krefeld, 25. September 2018) Schlagsänger Roland Kaiser lässt mit seinem Hit von 1988 schön grüßen: „Ich glaub‘ es geht schon wieder los. Das darf doch wohl nicht wahr sein?“ Doch, es ist wahr! Und das war so vorhersehbar wie das Amen in der Kirche und entpuppte sich sehr schnell als krasse Fehlbesetzung der neuen WMA-Präsidentin Margit Jungmann. Die von ihr wieder installierte Statistikerin Sandy Pashkin (im Bild) gab mit der aktualisierten Weltrekordliste nach der Senioren-WM in Málaga gleich eine neuerliche „Kostprobe“ ihres Unvermögens und ihrer Schlampigkeit ab. Wobei wir mit unseren Entdeckungen keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Aber in diesen beiden Fällen wissen wir es ganz genau. Die 8.068 Punkte im Zehnkampf der M50 von Thomas Stewens (*1967) aus Bad Vilbel sind mitnichten Weltrekord. Den hält bereits seit Anfang Oktober 2015 der Franzose Jean-Luc Duez (*1963) mit 8.106 Punkten (siehe EMA-Liste Seite 18). Derweil steigerte die mit 27,95m im Speerwurf der W70 von Pashkin geführte Tschechin Jarmila Klimesova die globale Bestmarke schon am 25.August 2018 beim Senioren-Sechs-Länderkampf in Varazdin (Kroatien) auf 29,32m. Über beide Vorgänge hat LAMPIS im Zuge der WM-Reportagen berichtet.
Wann endlich wird der US-Amerikanerin ihr unsägliches Kopf- und Handwerk gelegt, das sich seit Jahren wie ein roter Faden durch ihr unseliges Wirken zieht? Es ist demzufolge nicht erst seit jetzt überfällig und von Jungmann als WMA-Vizepräsidentin seit Oktober 2013 tatenlos beobachtet worden!

DAMM: Statt Plakatierung nun "Jugend forscht" als Rahmenwettbewerbe

(Baunatal/Krefeld, 23. September 2018/Herbstanfang) Mitunter verkommt das Hauptereignis zur Nebensache. Jedenfalls für externe Berichterstatter, die auf eine gescheite Ergebnisübermittlung angewiesen sind. Wann begreifen der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) und ein Großteil seiner Landesverbände endlich, dass sie mit der Software vom österreichischen Dienstleister SELTEC auf das falsche Pferd setzen. Um bei der Bildsprache zu bleiben: Auf einen lahmen Ackergaul. Und so ging/geht der gelebte Alptraum beim Finale der Team-DM Senioren, bekannter unter Deutsche Altersklassen-Mannschaftsmeisterschaft (DAMM), gestern im Parkstadion in Baunatal ungehindert und unvermindert weiter. Den angebotenen Live-Ticker hätten sie sich gleich schenken können. Da treffen eben mit ihm und den Senioren zwei Galaxien zusammen, die in völlig anderen Umlaufbahnen kreisen.
Er stand spät, dann nur in Fragmenten und irgendwann in einem heillosen Durcheinander zur Verfügung. So präsentiert sich auch wieder mal die Gesamtübersicht. Dazu noch in einem Konglomerat mit Jugend-Wettbewerben. Was haben die überhaupt bei einem DAMM-Finale zu suchen? Sind die Talente von gestern und vorgestern für sich allein betrachtet nicht attraktiv genug für die nicht vorhandenen neutralen Zuschauer bei diesmal freiem Eintritt? Offenbar nicht! Statt „Jugend forscht“ bei der Plakatierung nun zur vollkommen überflüssigen, entbehrlichen Aufhübschung am Rande des Geschehens. Nix da mehr mit unserer Euphorie von Senioren/innen wird die verdiente Aufmerksamkeit zuteil (siehe erste Vorschau). Jetzt wieder reduziert auf die branchenübliche größtmögliche Geringschätzigkeit als fünftes Rad am Wagen.

Punktestände durch falsche Interpunktion auf ein Nichts reduziert

Die bloßen Endstände nach Altersklassen sind unter der Rubrik Mehrkämpfe/Teams einzusehen. Die Auflistung sieht dann so aus:  M30, M50, W30, M40, W50, M60, M70, W60, W40. Also in geordneter Unordnung. Chronologie einmal anders. Ein tieferer Blick offenbart am Beispiel des denkbar knappen Ausgangs in der M50: 1.LG Kindelsberg Kreuztal 9,984, 2.LG Rems-Wendland 9,957, 3…. und so fort.
Wie bitte? Komma? Und was eigentlich? Eier, Äpfel, Birnen oder etwa doch Punkte? Eine arge Zumutung! Die Punktzahlen zu den Einzelergebnissen, nun einmal das Wesentliche bei Team-Wettbewerben, fehlen gänzlich!  Mithin nicht nachprüfbar. Vergessen wir nicht, dass in Zeiten der EDV und automatischen Punkterechnern es auch schon Fehler gegeben hat. Denn es sind immer noch Menschen, die für die Eingabe verantwortlich zeichnen.
Das alles in Summe hat man schon viiiiel besser und vor allem übersichtlicher gesehen.

Vier Totalausfälle und weitere Schwächungen

Wer mag, der wurschtele sich durch diesen Wirrwarr. Hier der Link dahin. Nur noch dies: Von den avisierten 52 Vereinen und Startgemeinschaften traten vier beim abschließenden „Kurkonzert“ auf Meisterschaftsebene nicht an. Spät in der Saison sind Aufstellungsprobleme vorprogrammiert. Nicht immer führen sie zu Totalausfällen, aber Schwächungen mit erheblichen Punkteinbußen. So beispielsweise bei der M60 des Pulheimer SC, die erdrutschartig auf den sechsten Platz abstürzte und gegenüber der Qualifikationsleistung 733 Punkte oder mehr als zehn Prozent einbüßte. Höchstwahrscheinlich kein Einzelfall. Das bekommen die Freunde der angewandten Statistik bei Interesse bitte selbst heraus.