Offene Westfälische mit bislang 329 Startwilligen aus 144 Vereinen

(Kamen-Kaiserau/Gladbeck/Krefeld, 03. Juni 2018) Schau an! Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) in Kamen-Kaiserau ist neuerdings von der schnellen Eingreiftruppe. Bereits einen Tag nach Meldeschluss (28.Mai 2018) für die Offenen Westfälischen Senioren-Meisterschaften am 10.Juni 2018 in der Vestischen Kampfbahn in Gladbeck kam er auf seiner Netzseite mit der Gesamtmeldestatistik heraus, wenig später trotz des Feiertages dazwischen mit der nach Klassen und Disziplinen. Wer es aus welchen Gründen auch immer versäumt haben sollte, der kann bis zum 07.Juni 2018 gegen eine relativ moderate Zusatzgebühr von 5 € noch nachmelden.
Bleiben wir zunächst bei jenen pünktlich ihre Nennung abgebenden Startwilligen. Danach haben 329 potenzielle Teilnehmer/innen aus 144 Vereinen zu 692 Starts gemeldet. Das liegt erwartungsgemäß recht deutlich hinter den Zahlen (411 Aktive bei 779 Starts) bei den Nordrhein „Open“ zurück, die an Fronleichnam im Rheydter Grenzlandstadion in Mönchengladbach als „Durchlauferhitzer“ für den Senioren-DM vom 29.Juni bis 01.Juli 2108 an selber Stelle stattgefunden haben (wir berichteten).
Sowohl am Niederrhein gab es und an der Grenze zu Westfalen in Gladbeck (nebenan in Essen ist noch Nordrhein-Gebiet) wird es „Wanderer zwischen den Welten“ geben. Das ist schließlich der erklärte Sinn von offen ausgeschriebenen Titelkämpfen. 

Christa Bortignon stellt Weltrekord von Marianne Maier in Abrede!

(West Vancouver/Höchst in Vorarlberg/Krefeld, 02. Juni 2018) Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es seinem bösen Nachbarn (hier eine Nachbarin) nicht gefällt. Das Perfide daran ist, dass gleich mehrere beteiligte Personen deskreditiert werden. Obendrein werden wir von LAMPIS der Verbreitung einer „Fake News“ bezichtigt. Ganz starker Tobak!

Aus Punkten sei Weite geworden

Es geht um unseren Beitrag vom 29.Mai 2018 über den im österreichischen Höchst/Vorarlberg erzielten Weltrekord von Siebenkämpferin Marianne Maier (*1942) in der W75 mit der 2-Kilo-Kugel (11,80m). Den zweifelt in einer Mail an uns von heute 2:37 Uhr deutscher Nacht die weithin bekannte Masters-Athletin Christa Bortignon (*1937) aus West Vancouver in Kanada nicht nur an, den stellt sie glatt in Abrede. Es handele sich nicht um die Weite, sondern die dafür erzielten Punkte. Und die habe M.M. innerhalb eines Kugelstoß-Dreikampfes für 9,38m mit der „Dreier“ erhalten. Mit der 2-Kilo-Kugel (obwohl ein Kilo leichter), habe sie 7,09m, hingegen mit der „Vierer“ 7,89m gestoßen. Woher hat die Welt-Senioren-Leichtathletin des Jahres 2013 (sie firmiert nach der Abrede mit IAAF Female Master 2013) aus dem fernen Kanada bloß diesen hanebüchenen, honigblühenden Unsinn?

Gleich die Recherche auf dem Silbertablett mitserviert

Tatsache ist und bleibt vielmehr, so wie von uns beschrieben, dass Marianne Maier jene Weite von 11,80m (dafür gibt es übrigens 1.309 Punkte) mit dem zwei Kilogramm schweren Wettkampfgerät innerhalb eines Wahl-Dreikampfes mit 50-m-Lauf und noch Schleuderball erzielt hat. Obwohl wir an der Lauterkeit des als einem der Kampfrichter fungierenden Eric Bohner aus Bern in der Schweiz nicht den geringsten Zweifel haben, hat er uns bei seiner E-Mail-Information sowohl die Ergebnisliste als auch das Rekord-Protokoll angehängt. Damit haben wir eingedenk der gleich auf dem Silbertablett mitservierten Recherche unsere verdammt Pflicht und Schuldigkeit getan, bevor wir marktschreierisch einen Weltrekord verkünden, der hinterher womöglich keiner war.
Wenn der Sache aus unserer Sicht überhaupt etwas halbwegs Gutes abgerungen werden soll, dass wir in der Masters-Szene offensichtlich weltweit als Online-Medium wahrgenommen werden.

DAMM: 19 Teams starteten beim 25. Landesfinale in Sachsen

(Neukieritzsch/Krefeld, 31. Mai 2018) Obschon die längst nicht mehr neuen Bundesländer, die ehemalige DDR, zwangsläufig nicht an der Keimzelle der leichtathletischen Senioren-Bewegung in der Bundesrepublik teilhatten, erfreut sich da die traditionsbehaftete Deutsche Altersklassen-Mannschaftsmeisterchaft (DAMM) großer Beliebtheit. Jedenfalls in Sachsen. Dort fand bei großer Beteiligung nunmehr schon das 25.Landesfinale statt. Insgesamt 19 Vereine respektive Startgemeinschaften, darunter drei Gästeteams aus Sachsen-Anhalt außerhalb der Meisterschaftswertung, gaben sich in Neukieritzsch ein Stelldichein um Titel und Medaillen. Besonders eng ging es in der W40 zu, wo lediglich der Unterschied von 18 „Pünktchen“ über Sekt oder Selters entschied. Die Mannschaft des Gastgebers hatte das glücklichere Ende für sich. Aber auch die knapp unterlegene LG Neiße dürfte sich für das Bundesfinale des inzwischen Team-DM geheißenen Wettbewerbs (das einzig verblieb Relikt der Verschlimmbesserungen von Chef-„Denker“ Frank O. Hamm) am 22.September 2018 im hessischen Baunatal qualifizieren. Alle Ergebnisse aus Neukieritzsch unter diesem Link.

Aktuelle DAMM-Rangliste (Stand 27.Mai 2018)


Bislang haben 68 Vereine/Startgemeinschaften ihre Visitenkarte abgegeben. Doch der – vor  Eigenlob stinkende, ach so innovative – Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) in Darmstadt hat es bisher im Interesse aller Beteiligten nicht für nötig befunden, einen Zwischenstand zu veröffentlichen. Ein Armutszeugnis ohnegleichen.
Aber es gibt ja LAMPIS. Die nachfolgende Rangliste ist unter Mitwirkung unseres Gastautoren und DAMM-Experten Dieter Krumm zusammengestellt worden. Es verbleiben nach momentanen Kenntnisstand noch das Verbandsfinale der Pfalz in Eisenberg, ein DAMM-Durchgang in Düsseldorf (beide 10.Juni), das Verbandsfinale von Württemberg in Murr (16.Juni) sowie Qualifikationen in Gröbenzell (20.Juni) und Verden (23.Juni).

Seniorinnen

W30: 1. StG Nutrixxion Masters (LT DSHS Köln, TV Herkenrath) 6.882, 2. StG Ruhr-West 6.777, 3. TSV Friedberg 6.518, 4. StG Bedburg – Dinslaken 6.422, 5. StG Equipe Saar 6.418, 6. VfV Spandau 5.971, 7. Stg Planeta-Elbland 5.908, 8. Stg Aue-Frankenberg-Gornsdorf 5.670, 9. TV Elm  4.990 Punkte.
W40: 1.TSV Korbach  6.260, 2. SF Neukieritzsch 6.032, 3. LG Neiße 6.014, 4. StG Pulheim-Straberg  5.969, 5. HNT Hamburg 5.836, 6. TSV Bayer 04 Leverkusen 5.826, 7. LAV Elstertal Bad Köstritz 5.439, 8. StG Mittel-Unterfranken 3.765 Punkte.
W50: 1. LAZ Obernburg-Miltenberg 5.652, 2. StG LAC Quelle-SWC Regensburg 5.620, 3. SF Neukieritzsch 5.604, 4. StG Witten-Annen-Bochum 5.436, 5. Stg Aue-Frankenberg-Gornsdorf 5.195, 6. Stg. Markkleeburg-Torgau-Tauchau 5.159, 7. StG Breisgau-Team 4.965, 8. LG Neiße 4.901, 9. StG Pulheim-Straberg  4.415, 10. LC 72 Altenkessel 3.932 Punkte.
W60: 1. StG Düsseldorf/Aachen  5.701, 2. Stg Halle 5.374, 3. StG CSV - Troisdorf - Oedt  4.894, 4. StG Nord-West Hamburg  4.360 Punkte.


Senioren

M30: 1. StG Nutrixxion Masters 9.335, 2. Leichtathletik-Club Lübeck  9.131, 3. LG Kindelsberg- Kreuztal  8.828, 4. StG Saarmasters 30 7.357, 5. LSG Sbr.-Sulzbachtal 7.321, 6. Stg Markkleeburg-DHfK-TSC Leipzig 7.121, 7. Stg Planeta-Elbland 6.938, 8. LAV Elstertal Bad Köstritz 6.786, 9. StG Essen-Rhede  2.161 Punkte.
M40: 1. StG TSV Würzburg-TSV Erding-TSV Ipsheim 9.526, 2. LG Kindelsberg Kreuztal 9.383, 3. StG Ostwestfalen-Lippe  9.362, 4. Stg Planeta-Elbland I 9.094, 5. LG Neiße 8.953, 6. LBV Phönix Lübeck 8.149,  7. LG Saar 70 7.649, 8. LG Berus 6.952, 9. SF Neukieritzsch 6.942, 10. Stg Planeta-Elbland II 6.939 Punkte.
M50: 1. LG Eder 10.191, 2. LG Kindelsberg Kreuztal 10.062, 3. Stg. Markkleeburg-DHfK-TSC Leipzig 9.848, 4. StG Essen-Rhede  9.599, 5. Team StG Ostsee  9.114, 6. LG Elmshorn  8.130, 7. StG TopWeiß Spandau 6.138, 8. TSV Bayer 04 Leverkusen 3.370 Punkte.
M60: 1. StG Hünxe - Bedburg  7.616, 2. StG Werther 7.518, 3. LAC Quelle Fürth 7.257, 4. Pulheimer SC 7.188, 5. LAG Obere Murg 5.839, 6. Stg Markkleeburg-DHfK-TSC Leipzig 5.690 Punkte.
M70: 1. StG Hamburger Jungs 7.297, 2. Pulheimer SC  6.768, 3. LAC Quelle Fürth 6.557, 4. LG Stadtwerke München 6.316 Punkte.

Christopher Gerhard kehrte vom Nürburgring in kleinere Ringe zurück

(Mönchengladbach/Krefeld, 01. Juni 2018) Auf dem Nürburgring, der so genannten Grünen Hölle in der Eifel, ist er als erfolgreicher Automobil-Rennfahrer mit einem PS-starken Porsche 991 GT3 Cup bei Rundstreckenrennen und im VLN-Langstrecken-Pokal häufiger unterwegs. Nunmehr kehrte der ehemalige Senioren-Zehnkampf-Weltmeister Christopher Gerhard (*1967) vom ASV Süchteln nach einigen Jahren Wettkampfpause in die kleineren Ringe von Leichtathletik-Anlagen zurück. Da half Kommissar Zufall ein bisschen mit. Nämlich die Tatsache, dass sowohl die Nordrhein-Meisterschaften der Ü30-Generation am gestrigen Fronleichnam, als auch die Senioren-DM vom  29.Juni bis 01.Juli 2018 quasi als „sein Heimspiel“ im Rheydter Grenzlandstadion in Mönchengladbach lediglich ein paar Kilometer von seinem Wohnort Viersen ausgetragen wurden respektive noch werden. So schnürte der wurfaffine einstige Mehrkämpfer wieder die Werfer-Schuhe. Körperlich hat er sich für die Rennfahrerei ohnehin fit gehalten, hinterließ gestern einen sehr guten, austrainierten Eindruck. Dass der eine hohe Konzentration fordernde Sport hinter dem Lenkrad obendrein eine glänzende mentale Schulung mit sich bringt, dürfte sich inzwischen herum gesprochen haben.

Klassische Double gewonnen und formidable 50,72 m mit dem Diskus

Blendende Voraussetzungen also, mit unabdingbarem Techniktraining, dazu jetzt mit leichteren Geräten in der M50, an seine guten früheren Leistungen mit Kugel und Diskus anzuknüpfen.
Machte er denn auch, der seit Ende April 51-jährige Unternehmer (Gestaltung und Herstellung von Plastikkarten). Einem ersten Test unterzog sich das multiple Talent beim April-Sportfest in Erkelenz, setze dort mit 14,78m Kugel und 45,64m Diskus schon mal bemerkenswerte Ausrufezeichen. Allerdings schränkte er im Gespräch mit dem Autoren ein, dass ihm beim Kugelstoßen ein echtes „Sahneteilchen“ gelungen sei, das sich nicht beliebig wiederholen ließe. Derweil hielt er das Diskus-Ergebnis für noch stark ausbaufähig. Er sollte mit beiden Einschätzungen richtig liegen. Bei seinem Doppel-Erfolg stieß er zunächst 13,96m und öffnete anschließend mit 50,72m im Diskuswurf die Tür zur absoluten nationalen und erweiterten internationalen Spitzenklasse. Im Vorjahr warfen hier zu Lande lediglich Ausnahmekönner Norbert Demmel (*1963, jetzt M55) vom TSV Unterhaching mit 58,11m und in dieser Saison Helmut Maryniak (*1968) vom 1.FC Passau mit 56,83m über 50 Meter mit der 1,5-Kilo-Scheibe.

Gisela Stecher bewies mal wieder ihr Herz für Senioren

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass sich Veranstaltungsleiterin Gisela Stecher um dieses und manches andere gute Ergebnis mit verdient machte. Sie schaffte es tatsächlich unter Mitwirkung des Sportamtes der Stadt Mönchengladbach eine zweite Diskuswurf-Anlage präparieren zu lassen und ein zusätzliches Kampfgericht auf die Beine zu stellen (wir berichteten im Vorfeld über diese Bemühungen). Das sorgte für Entzerrung der zunächst sehr großen zusammengelegten Felder in der M50/55 und der M70 und älter, mithin einer zügigeren, Athleten-freundlicheren Abwicklung. Sie hat halt ein Herz für Senioren.
Alle Ergebnisse der Titelkämpfe im Auswahlverfahren unter dieser Verlinkung.

Nordrhein "Open" als eine besondere Art Fronleichnamsprozzesion

(Mönchengladbach/Krefeld, 30. Mai 2018) Was kann es Schöneres für bekennende Senioren-Leichtathleten geben, als an einem buchstäblich toten Feiertag wie dem morgigen Fronleichnam seinem geliebten Sport im friedlichen Wettstreit mit Gleichgesinnten nachzugehen. Das Fragezeichen am Satzende kann wegbleiben. Insgesamt 411 Startwillige haben mit ihrer Meldung zu den Offenen Nordrhein-Meisterschaften der Ü30-Generation im schmucken Rheydter Grenzlandstadion in Mönchengladbach eindeutig votiert. Die etwas andere Art einer Fronleichnamsprozession. Für jenen Teil davon, die sich um Normen keine Gedanken machen müssen, wird es zugleich der „Durchlauferhitzer“ für die Senioren-DM vom 29.Juni bis 01.Juli 2018 an selber Stelle sein. Ein willkommener Test der Anlagen und sonstigen örtlichen Gegebenheiten. Womit nicht allein die stillen Örtchen gemeint sind.

Es allen recht machen zu wollen, ist eine Kunst, die keiner kann

Es freut uns, dass wir von LAMPIS als nach Beurteilung Dritter einzigen wirklichen Interessenvertretung der Senioren/innen bei mutmaßlichen Ungereimtheiten des Zeitplanes eingeschaltet werden, unsere Kontakte spielen zu lassen. So es nachvollziehbar ist und nicht exotische Wünsche an uns herangetragen werden, kommen wir dem auch liebend gerne nach. So haben wir uns auch diesmal argumentativ über dieses und jenes mit Veranstaltungsleiterin Gisela Stecher unterhalten. Zu kleine Felder sind nix, zu große noch viel weniger. Doch es ist wie im richtigen Leben: Es allen recht machen zu wollen, ist eine Kunst, die keiner kann. Stecher gibt zu bedenken, dass sie beispielsweise für eine Entzerru
ng im Diskuswurf der M50/55 (19 Gemeldete, 16 würden das Finale bestreiten) eine zweite Anlage und ein weiteres Kampfgericht benötigen würde. Woher nehmen, wenn nicht stehlen (unsere Formulierung)? Auch die Teilung des Feldes und eine Abwicklung hintereinander scheitere daran, dass der zweiten Gruppe eine Einwurf-Zeit von 20 Minuten eingeräumt werden müsse und der weitere Ablauf danach aus den Fugen gerate. Ein bisschen gegenseitiges Verständnis ist der gemeinsamen Sache durchaus dienlich. Dennoch will Gisela Stecher versuchen, das Unmögliche irgendwie möglich zu machen.
Noch eine Personalie. Er ist zwar nicht der „Stubenälteste“, aber sicherlich der mit dem jüngsten zurückliegenden Geburtstag: Der werfende „Goldhamster“ Peter Speckens (*28.05.1935) vom SV Rot-Weiß Schlafhorst in Übach-Palenberg bei Aachen vollendete vorgestern sein 83. Lebensjahr!
Alle Details zu den Titelkämpfen unter diesem Link.