Reinhard Klingenberg verstarb im Alter von 75 Jahren

(Aachen/Krefeld, 30. März 2014) Bei so genanntem Kaiserwetter mit strahlendem Sonnenschein und Temperaturen knapp jenseits der 20 Grad machte gestern beim Frühjahrswerfertag des SV Rot-Weiß Schlafhorst in Übach-Palenberg unter den vielen Senioren/innen eine traurige Kunde die Runde. Reinhard Klingenberg (*1939, im Bild) von der Aachener TG, ein Urgestein der Leichtathletik-Szene und im westdeutschen sowie grenznahen Raum zu Belgien und den Niederlanden als Veranstaltungsleiter von Werfertagen sehr geschätzt, verstarb in der Nacht zum vergangenen Donnerstag nach langem, unverdrossenem Kampf mit der heimtückischsten aller Krankheiten.
Dazu im Wortlaut der Nachruf auf der Netzseite der ATG: „
In der Nacht zum Donnerstag ist nach schwerer Krankheit Reinhard Klinkenberg verstorben. Reinhard war in den letzten Jahrzehnten als Abteilungsleiter und Geschäftsführer der Leichtathletikabteilung sowie als erfolgreicher Athlet unverzichtbarer Bestandteil der ATG-Familie. Sein viel zu früher Tod hinterlässt eine große Lücke im Kreis der Leichtathleten. Wir trauern mit seiner Familie und werden ihn sehr vermissen.“

      

Andy Dittmar verteidigte im Kugelstoßen souverän seinen WM-Titel

(Budapest/Krefeld, 29. März 2014) Wenn nicht er, wer dann? Wobei wir das Fragezeichen getrost hätten weg lassen können. Obwohl national bereits der M 40 angehörend, verteidigte Kugelstoßer Andy Dittmar (*05.07.1974, im Bild) aus Gotha gestern bei den Hallen-Weltmeisterschaften der Ü 35 in Budapest (Ungarn) mit 18,12 m überlegen seinen Titel in der M 35 von vor zwei Jahren im mittelfinnischen Jyväskylä. So es denn eines weiteren Gütesiegels seiner vorhandenen Extraklasse bedarf: bereits der Zweitplatzierte folgte in einem respektvollen Abstand von 1,62 Meter. Ähnlich überlegen gestaltete Dunja Koch (Metzingen) mit 13,74 m den Wettbewerb der W 40 für sich, bei dem Kristina Telge (Alzey) mit 12,13 m um sieben Zentimeter geschlagene Dritte wurde.
Bei seinen eher seltenen Ausflügen zum Gewichtwurf gewann unser Österreich-Repräsentant Gottfried Gassenbauer (*1958) aus Wien den Titel der M 55 mit 18,17 m. Allerdings rück
ten „Gassi“ im letzten Versuch der Amerikaner Arello (17,93 m) und der Litauer Svilainis (17,92 m) noch ziemlich nahe auf die „Pelle“. Ein Opfer des finalen Durchganges wurde derweil bei den Winterwurf-Wettbewerben an frischer, mit rund 18 Grad wohltemperierter Luft Speerwerfer Jürgen Dannenberg (*1949) aus Elsdorf. Der Este Arvo Nurm, der bereits das Kugelstoßen der M 65 für sich entschied, schnappte unserem Mitglied das schon sicher geglaubte Gold mit 45,93 zu 44,84 m auf dem letzten Drücker weg. Dagegen hielt sich Wurf-Allrounder Lothar Huchthausen in der M 75 mit 40,88 m schadlos. Ein „Ösi“ zeigte in der M 70 zwei deutschen Assen buchstäblich wo der Hammer hing. Heimo Viertbauer gewann mit 54,34 m überraschend und unverhofft deutlich vor Olympia-Teilnehmer Lutz Caspers (49,34 m) sowie Titelverteidiger Hermann Albrecht (49,21 m), der 2012 völlig zu Recht als Ed-Burke-Bezwinger gefeiert wurde. – Weitere Resultate in der krausen Online-Ergebnisliste unter http://budapest2014.hu/index.php/en/results/        

Kugelstoßer Karl-Heinz Marg verbesserte eigenen Weltrekord

Hob sich den Weltrekord bis zum 6. Versuch auf: Karl-Heinz Marg (Foto: privat)(Budapest/Krefeld, 28. März 2014) Er kann "nur" Weltrekord. Wann immer Kugelstoßer Karl-Heinz Marg (*1938) von der SG Osterholz in den Ring geht, ist eine neue globale Bestmarke fällig. Der Grandseigneur aus dem Norden unserer Republik, zu dem das schmutzige Geschäft mit der Kugel scheinbar nicht so recht passen mag, steigerte nunmehr bei den Senioren-Hallen-Weltmeisterschaften mit Winterwurf im ungarischen Budapest seinen erst anlässlich der Hallen-DM in Erfurt eigenen Rekord (14,01 m) der M 75 gleich um satte 47 Zenitmeter auf formidable 14,48 m. Leider gibt die auch ansonsten sehr unübersichtliche Online-Ergebnisliste die Serie nicht her. Mittlerweile wissen wir aus einem Gespräch mit dem 75-jährige Hanseaten und des Bilddokumentes, dass er den Weltrekord im letzten Versuch verbesserte. Weiter können wir vermitteln, dass er in einer eigenen Liga aufschlug, bereits auf den Zweitplatzierten Schweden Osten Edlund (12,29 m) einen Vorsprung von 2,19 Meter hatte. Margs Landsleute Johann Hansen (11,92 m) und Lothar Huchthausen (11,79 m) waren als Fünfter respektive Sechster unmittelbare Zeitzeugen seiner einsamen Handwerkskunst. Aber das war ihnen bereits aus Erfurt vertraut.

Jede/r kann am Gelingen unserer Netzseite mitwirken

(Krefeld, 29. März 2014) Morgen ist die Zeitung von heute bereits von gestern. Noch schnelllebiger ist das Geschäft bei einem Online-Medium. Ein weitere Binsenweisheit: Der Leser ist vergesslich. Hinzu kommt, dass er nicht zwangsläufig immer alles wahrgenommen hat. Die Interessen sind schließlich unterschiedlich. Also kann es bei unserem Neustart nicht schaden, ein paar Dinge ins Gedächtnis zu rufen respektive dem zweitgenannten Kreis erstmals zur Kenntnis zu bringen. Lampis versteht sich nicht als Einmannschau des Verfassers. Wer immer sich berufen fühlt, kann uns Beiträge zu den Fenstern Nachrichten und Ergebnisse zur Veröffentlichung einreichen. Dazu bedarf es keiner journalistischen Ausbildung, sondern lediglich einer „flotten Schreibe“. Auch eine entsprechende Bebilderung dazu ist sehr willkommen. Freilich sei vorausgeschickt, dass wir ausschließlich Ausgaben produzieren und deshalb kein Honorar zahlen können.
Wenngleich wir aufgrund unseres Standortes in manchen Dingen zwangsläufig ein wenig westlastig ausgerichtet sind, verstehen wir uns als überregionale, bundesweite Internet-Plattform. Das gilt nicht nur, aber vor allem für Veranstaltungshinweise. Es ist schier unmöglich auf diesem Sektor Allumfassendes zu leisten. Das schaffen nicht einmal spezialisierte Netzseiten, die sich allein mit diesem Gebiet befassen. Ergo sind wir auf die Mithilfe unserer Besucher angewiesen. Allerdings knüpfen wir es an die Bedingung, dass mindestens zwei Wurfwettbewerbe und eine Senioren-Wertung ausgeschrieben sind.          

Lampis nach langer Bauzeit endlich wieder online

(Krefeld, 28. März 2014) Was lange währt, wird endlich gut. Zugegeben, dass darin jetzt nicht alle vorbehaltlos einstimmen werden. Aber auf die Befindlichkeiten von Funktionsträgern und solchen die sich dafür halten, können und wollen wir keine Rücksicht nehmen. Da, wo der Sportschuh drückt, werden wir auch weiterhin unverdrossen unseren symbolischen Zeigefinger erheben und die Interessen der Ü 30-Generation wahrnehmen. Nicht nur die der Senioren-Werfer/innen. Wenngleich wir uns ihnen besonders verpflichtet fühlen. Noch wird im Hintergrund zwar eifrig gewerkelt und ist noch nicht alles so, wie es unsere Mitglieder, Stammgäste und Gelegenheitsbesucher gewöhnt waren. Aber immerhin können die zur Verfügung stehenden Fenster nach und nach wieder mit Leben gefüllt werden. Auf das umfangreiche Archivmaterial mit über 1.200 Beiträgen kann allerdings (noch?) nicht zurückgegriffen werden. Auch mit dem Mitglieder-Login für beitrittsberechtigte Werfer/innen ab Jahrgang 1984 und älter klemmt es noch. Also erst wieder versuchen, wenn von dieser Stelle der entsprechende Hinweis erfolgt.