Für Werfer-Meeting "Weltklasse auf dem Dorf" alle Vorgaben erfüllt

(Mutterstadt/Krefeld, 17. September 2014) „Weltklasse auf dem Dorf“, nennt es Chef-Organisator Gerhard Zachrau (im Bild) von der TSG Mutterstadt. Das ist allerdings eine charmante Untertreibung. Denn die Gemeinde im Rhein-Pfalz-Kreis beherbergt nach einer leicht angestaubten Erhebung (Stand 2008) 12.640 Einwohner in ihren nicht mehr vorhandenen Umfriedungsmauern. Dafür ist das mit der Weltklasse keine Übertreibung. Kein Geringerer als der Asien-Rekordhalter im Diskuswurf (69,32 m) und der lediglich um neun Zentimeter von Robert Harting (68,27 m) geschlagene Olympiazweite der Spiele von 2012 in London, Ehsan Hadadi (*1985) aus dem Iran, hält kommenden Samstag  im Sportpark Mutterstadt Hof (wir berichteten). Wie Zachrau mitteilte, sind mittlerweile auch die letzten organisatorischen Vorgaben erfüllt. Obwohl es längst nicht mehr zwingend vorgeschrieben ist drei Disziplinen im Programm zu haben (denken wir nur an die vielen Solo-Wettbewerbe auf Markplätzen bis hin zum Weitsprung-Drei-Länderkampf vor dem Brandenburger Tor in Berlin), wurde sicherlich sehr zur Freude der nicht gerade verwöhnten Hammerwerfer/innen deren „Schokoladenübung“ zum krönenden Abschluss um 15 Uhr neben Kugel (13 Uhr) und Diskus (14 Uhr) mit in die kleine Spezialitätenkarte aufgenommen. Woran indes noch gearbeitet wird ist der Pakt mit Petrus und das möglichst viele sach- und fachkundige Zuschauer dem Spektakel beiwohnen.

175 Meldungen für die Senioren-DM im Wurf-Fünfkampf

(Baunatal/Krefeld, 16. September 2014) Bedienen wir uns zunächst des offiziellen Bandwurm-Arbeitstitels, der da lautet: 12. Deutsche Senioren Wurfmehrkampfmeisterschaften. Der Wettbewerb, um den es dort am 27./28. September 2014 im Parkstadion im hessischen Baunatal bei Kassel geht ist der Wurf-Fünfkampf. Alles klar? Denkste! Denn in der Online-Meldeliste steht treu und brav über jeder Altersklasse „Werfer-Fünfkampf“. Was suggeriert, dass mit Werfern und nicht mit Geräten geworfen wird. Es droht folglich erhöhte Verletzungsgefahr. Der Sanitätsdienst sollte vorsorglich verstärkt werden. Demnächst werden wir wahrscheinlich auch wieder mit Gewichtswurf statt Gewichtwurf konfrontiert. Deutsche Sprache, schwere Sprache. Zugegeben, dass uns auch nicht immer alles gelingt. Aber uns helfen wenigstens gelegentlich eine Germanistin vom Niederrhein und ein Germanist aus Oberbayern auf die richtigen Sprünge.
Doch Spaß (Ernst) beiseite: Für diese letzten diesjährigen Titelkämpfe mit Beteiligung unserer Spezies haben 115 männliche und 60 weibliche Senioren in jeweils zehn Klassen von M/W 35 bis 80 gemeldet. Das Gesamtergebnis liegt leicht über dem Trend der Vorjahre. Doch muss nicht gleich das Hosianna ausgerufen werden. Denn nicht überall wo Mehrkämpfer/in drauf steht, ist auch eine/r drin. Normen wurden nämlich keine verlangt. Jede/r darf sich hier bei Lust und Laune versuchen. Latente Verletzungsgefahr inbegriffen.
Eine kleine Vorschau mit ein paar Namen von einigermaßen kompletten Wurf-Fünfkampfern/innen erscheint im Laufe der nächsten Woche in dieser Rubrik oder im Fenster „Flurfunk“.

DLV schweigt sich zur Team-DM Senioren beschämt aus

Kolumne

Das Wort am Sonntag

(Darmstadt/Ludweiler/Krefeld, 14. September 2014)
Zart besaitete Gemüter sowie die verbliebenen letzten drei Sympathisanten (einen haben wir im Ruhrgebiet ausgemacht) des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) mit Sitz in Darmstadt, Ortsteil Schilda, bitte nicht weiter lesen! Wirklich prima, dass der DLV auf seiner Netzseite aktuell über die DSMM-/DJMM-Finals im westfälischen Lage berichtet. Aber wo, mit Verlaub, bleibt der Beitrag über die vergleichbare Team-DM Senioren, die eine Woche zuvor in Essen über die sportliche Bühne ging. Schlicht unter die Teppiche der vielen Helfershelfer des Bundesausschusses (BA) Senioren gekehrt. Einfach tot geschwiegen. Aus gutem Grund: Denn es hätte in einer schonungslosen und ehrlichen Abrechnung dieser Titelkämpfe jede Menge Selbstkritik, freilich nicht das Ding unserer Dachorganisation, zu den neuen Modi Cup-Wertung, „Telefon“-Joker ziehen, Streichergebnis und Vorabqualifikation auf den Tisch gehört. Doch nur nicht das eigene Nest der eigentlich unfehlbaren „Kuckucke“ beschmutzen. Da lassen wir das faule Ei lieber unberührt. Vielleicht merkt es ja keiner. Schon einmal was von Chronistenpflicht gehört? Die hört nicht bei der lächerlichen Glorifizierung des selten so belanglos gewesenen Medaillenspiegels von der EM in Izmir mit vielen geschenkten Plaketten mangels Teilnehmer auf. Sie ist auch angesagt, wenn es einmal etwas unangenehmer wird.

Neue Machart hausinterne Missgeburt

Gut, also gehen wir noch ein weiteres, zugleich letztes Mal in dieser Sache ans Eingemachte. Zu dem leidigen Thema erreichten uns viele Zuschriften mit einhelligem Tenor, dass es sich bei der Team-DM neuer Machart um eine hausinterne Missgeburt – mit vorheriger Ansage vieler Dritter - handelt. Die können wir natürlich nicht alle veröffentlichen. Doch die nachfolgende – den Sinn wahrend gekürzte – von Kugelstoßer und Diskuswerfer René Schwarz (*1973) vom TV Ludweiler in der Stg Saarmasters 40 kann sich DLV-„Chefdenker“ Frank O. „Napoleon“ Hamm ebenfalls hinter seinen Spiegel stecken. Sofern noch Platz sein sollte.
„N
ach alter Punktwertung wären wir Vizemeister statt Dritter geworden. Was auch noch gegen die neue Wertung spricht ist, dass zum Beispiel beim Hochsprung sich die Athleten schonen können für weitere Disziplinen, wenn sie bereits die möglichen Plätze innehaben. So mussten bei der M40 die Würzburger ,nur’ über 1,70 m, waren danach sicher, dass sie die beiden ersten Plätze belegen. Letztes Jahr sind sie 1,85 und 1,75m gesprungen. Des Weiteren führt das Streichergebnis dazu, dass die ausgeglichen besetzte Mannschaft bestraft wird. Wir hatten als schlechtestes Ergebnis 7,5 Punkte. Unsere Konkurrenten haben alle weniger Punkte durch das Streichergebnis verloren. Eine Mannschaft hatte sogar überhaupt keine Athleten über 3.000 Meter. Dadurch errangen sie gegenüber uns rechnerisch 7,5 Punkte, für die wir alles gegeben haben.

Staffel wurde die Würze entzogen

Nun zur Staffel: Als Erstes hat sie deutlich an Wert verloren. Früher war sie als abschließender Wettbewerb das Salz in der Suppe, so etwas wie die Jokerdisziplin mit doppelten Punkten. Nach dem neuen System kann man sich die Staffel sogar sparen. In unserem Fall war es so, dass wir vor dem Rennen noch die Chance auf den Sieg hatten. Dafür hätten wir gewinnen, Würzburg und Lübeck Vierter sowie Fünfter werden müssen. Dabei wären wir indes auf hundertprozentige Leistungen der Mannschaften von  Rhein-Sieg und der Pfalz angewiesen gewesen. Diese wiederum hatten keine Chance mehr auf eine bessere Platzierung als Vierter und Fünfter. Wir sind sehr froh, dass beide Mannschaften die Staffel gelaufen sind und alles gegeben haben. Aber was wäre gewesen, wenn sie gesagt hätten wir haben eh keine Chance mehr, warum sollen wir uns das noch antun? Damit wäre der Ausgang gar nicht mehr in unserer Hand gewesen, und es hätte sich um Wettbewerbsverfälschung gehandelt. Also alles in Allem: das neue Verfahren ist mehr als fragwürdig.“
Soweit René Schwarz aus dem Saarland, da wo auch die „Mutter der Kompanie“, die BA-Vorsitzende Margit Jungmann (Rehlingen) herkommt. So sie diese Kolumne nicht gelesen hat, sollte der für den Senioren-Drei-Länderkampf nominierte 41-Jährige ihr das mal von Landsmann zu Landsfrau bei einer Tasse Kaffee flüstern.
In diesem Sinne noch einen schönen Sonntag und einer erlebnisreiche neue Woche!

Olympiazweiter Ehsan Hadadi erweist Mutterstadt die Ehre

(Mutterstadt/Krefeld, 15. September 2014) Es geht doch nichts über eine gehörige Dosis Vitamin B wie Beziehungen. Und die hat der Polizei-Hauptkommissar i.R. und passionierte Werfer Gerhard Zachrau (*1949) von der TSG Mutterstadt in reichem Maße. Gelegentlich fliegen ihm auch schon mal gebratene Tauben in den Mund. Erinnern wir uns, dass im Vorjahr der dunkelhäutige Drehstoßer Reese Hoffa aus den USA als Durchgangsstation zu den Weltmeisterschaften in Moskau im Sportpark Mutterstadt Station machte und bei seinem letzten Test unter Wettkampf-Bedingungen das kleine, aber feine sach- und fachkundige Publikum mit der Weltklasseleistung von 21,19 Meter begeisterte. Auch vor- und hinterher durch seine nette, offene Art ohne jegliche Starallüren.
Nunmehr hat(te) der gute „Gerd“ die Wettkampf-Anfrage eines hochkarätigen Trios vorliegen – und ließ sich verständlicherweise nicht zweimal bitten. Als da wären: der i
ranische Diskuswurf-Rekordhalter Ehsan Hadadi (69,32 m), der als Silbermedaillengewinner (68,18 m) der Olympischen Spiele von 2012 in London Robert Harting (68,27 m) einen großen Kampf lieferte, dessen Kugel stoßender Landsmann Amin Nikfar (PBL 19,94 m), ebenfalls Landesrekordler und Olympiateilnehmer von 2008 in Peking, und die us-amerikanische Diskuswerferin Summer Pierson (PBL 61,19 m).
Neben dem sehr kurzfristigen organisatorischen Vorlauf (
Verband/Genehmigung, amtliche Aufsicht, Kampfrichter, Zuladung weiterer Teilnehmer) für das Werfermeeting am kommenden Samstag (13 Uhr Kugel, 14 Uhr Diskus) war noch eine kleine Hürde zu überwinden. Wegen der zu erwartenden Diskus-Weiten jenseits von 60 Meter muss dieser Wettbewerb im Stadion und nicht auf dem Werferplatz ausgetragen werden. Auf dem „heiligen Rasen“ findet jedoch tags darauf ein Fußballspiel statt. Es hat sich jedoch noch nicht bis zu jedem Platzwart herum gesprochen, dass Disken gegenüber Stollenschuhen nach einer „Blutgrätsche“ so gut wie keine Schäden auf dem Grün anrichten. So bedurfte es noch der formellen Zustimmung des sportfreundlich eingestellten Bürgermeisters Hans-Dieter Schneider. Auf telefonische Nachfrage des Chronisten dieser Zeilen von heute Vormittag (10 Uhr) erklärte das Stadtoberhaupt, dass er die Genehmigung erteilt habe.
Deshalb kann Gerhard Zachrau jetzt getrost auf die Suche von „Sparringspartnern“ für die drei Giganten der Szene gehen. Senioren/innen der gehobenen Kategorie sind ebenfalls herzlich willkommen. Anfragen/Meldungen per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ein hervorragender Marken-Werferschuh zum Schnäppchenpreis

(Halver/Krefeld, 13. September 2014) Wenden wir uns wieder einmal unserer unmittelbaren Bestimmung als Dienstleister jeder Art für Senioren-Werfer/innen zu. Zehnkämpfer Dirk Maximowitz von der LG Halver-Schalksmühle mit Spezial-Schuhwerk für die verschiedenen Disziplinen des Zwei-Tage-Werkes besonders leidgeprüft und finanziell gebeutelt, hat aus der Not eine Tugend gemacht. Der hauptberufliche Journalist betreibt nebenbei einen Online-Shop für Sportartikel. Momentan hat er einen größeren Posten vom Modell 2013 des Adidas-Wurfschuhes „Adizero Diskus/Hammer 2“ zum Preis von 80 Euro im Angebot. Normal wird dieses Markenprodukt nicht unter 99,95, in der Spitze bis 131 Euro gehandelt. Also ein echtes Schnäppchen. Interessenten wird unter diesem diesem Link geholfen.