Fünfkampf: Bayern Hasieber und Tomanek hätten auch bei DM gewonnen

(Bogen/Baunatal/Krefeld, 27. September) Es waren die erwarteten Trümpfe, die heute bei den Bayerischen Senioren-Meisterschaften im Wurf-Fünfkampf im Stadion in der Kotau in Bogen stachen. Bernd Hasieber (*1944) vom TSV Unterhaching erzielte erstklassige 4.614 Punkte in der M70, und Margarete Tomanek (*1949) von LG 90 Ebersberg-Grafing sammelte nicht minder ausgezeichnete 4.495 Zähler in der W65. Obwohl Überkreuzvergleiche zwangsläufig ein wenig hinken, hätten sie beide damit auch bei den aufgrund der Ignoranz und Selbstherrlichkeit des DLV parallel stattfindenden nationalen Titelkämpfe im hessischen Baunatal gewonnen. Dieses leidige Thema wurde exklusiv auf Lampis, von wem auch sonst (?), hinlänglich erörtert. Die doppelt gemeldeten Viktor Hansen (*1960), Wolfgang (*1956) und Walter Kühndel (*1952), alle vom TV Dingolfing, traten bei ihren Landesmeisterschaften an. 
Auf die Feinheiten der beiden unnötigerweise miteinander konkurrierenden Veranstaltungen werden wir später im Fenster „Ergebnisse“ noch näher eingehen, zumal die „Deutschen“ erst am morgigen Sonntag mit dem zweiten Abschnitt fortgesetzt werden.

Wurf-Fünfkampf: Bayerische Meisterschaften und DM auf Kollisionskurs

(Bogen/Baunatal/Krefeld, 26. September 2014) Was war zuerst da: das Huhn oder das Ei? Diese Gretchenfrage ist immer noch ungeklärt und wird es wohl bleiben. Keine zwei Meinungen gibt es indes darüber, dass die Bayerischen Senioren-Meisterschaften im Wurf-Fünfkampf morgen in Bogen zuerst terminiert waren, bevor der DLV sich nonchalant darüber hinweg setzte und die nationalen Titelkämpfe im selben Wettbewerb am gleichen Wochenende (27./28. September) in Baunatal austragen lässt. Nun haben zumindest die zwiegespaltenen bayerischen Athleten/innen die verdorbene Suppe auszulöffeln, die ihnen ihre selbstherrliche Dachorganisation eingebrockt hat. Das allerdings nur noch als Streifschuss, da wir dieser Thematik in unserem Kommentar „Terminkollision: DLV sorgt für Skandal und Provokation ohnegleichen“ vom 22.September breiten Raum gewidmet haben.
Die sportlichen Fakten: Trotz sehr ansehnlicher mutmaßlicher Teilnehmerzahlen hier (70) wie da (178) sind an beiden Schauplätzen wirklich komplette Mehrkämpfer/innen in Sachen Stoß und Wurf Mangelware. Stellvertretend seien, indes ohne Anspruch auf Vollständigkeit, Bernd Hasieber (*1944) vom TSV Unterhaching in Bogen sowie Norbert Demmel (*1963; im Bild) vom gleichen Klub, und Klaus Kynast (*1949) vom ASC Dortmund, der kürzlich in Sinzig (Rheinland) 4.225 Punkte ansammelte, bei der DM in Baunatal genannt. Ein Fragezeichen steht noch hinter Walter Kühndel (*1952), der wie sein jüngerer Bruder Wolfgang (*1956) und Viktor Hansen (*1960), alle TV Dingolfing, in beiden Meldelisten auftaucht. Zwei Große der Zunft fehlen aus verschiedenen Gründen: Der weltweit erfolgreichste aktive Werfer Peter Speckens (*1935) vom SVRW Schlafhorst in Übach-Palenberg und Lothar Huchthausen (*1935) von der LG Altmark. Legt man die Meldeleistungen zu Grunde, die nicht überall angegeben sind, ragen bei den Seniorinnen die gebürtiger Belgierin Margarete Tomanek (*1949) von der LG 90 Ebersberg-Grafing bei den „Bayerischen“ und Ingrid Holzknecht (*1940) von der LG Elmshorn in Baunatal heraus.

Nachholtermin für Westdeutsche Winterwurf-Meisterschaften steht

(Grevenbroich/Leichlingen/Krefeld, 24. September 2014) Mitunter braucht es schlicht ein bisschen Glück, zum richtigen Zeitpunkt mit der richtigen Person zu sprechen. Wenngleich der Grund zunächst ein völlig anderer war. Lampis erfuhr als Internet-Plattform von und für Senioren-Werfer/innen exklusiv im Telefonat mit LVN-Seniorenwartin Gisela Stecher (im Bild) aus Grevenbroich, dass die Anfang Januar ausgefallenen Westdeutschen Winterwurf-Meisterschaften der ab 30-Jährigen am 15. November 2014 im Sportzentrum Balker Aue in Leichlingen (Bergisches Land) nachgeholt werden. Dies habe sie mit Leichtathletik-Abteilungsleiter Manfred Schmitz vom örtlichen Ausrichter Leichlinger TV inzwischen fix vereinbart, die weiteren Formalitäten werden in Kürze folgen. Stecher löst damit ihr Versprechen ein, dass aufgeschoben nicht aufgehoben bedeute. Das Sportamt der Stadt Düsseldorf hatte sich seinerzeit im vorauseilenden Gehorsam außer Stande gesehen, bei etwaigem Schneefall die Anlagen zu räumen und die Sicherheit zu gewährleisten. Unnötig, wie sich herausstellen sollte. Aber das sportliche Lieblingskind in der Landeshauptstadt heißt nun einmal Fortuna Düsseldorf, dem alles andere untergeordnet wird. So fanden also lediglich die Titelkämpfe unter dem Hallendach statt.
Neben den drei klassischen Freiluft-Disziplinen Diskus, Speer und Hammer ist erstmals der leichtathletische Gewichtwurf, eine aus dem Rasenkraftsport abgekupferte und modifizierte amerikanische "Erfindung", im Programm. Vorerst als Versuchsballon und Rahmenwettbewerb ohne Meisterschaftswertung. Aber immerhin. Das wird insbesondere die Hammerwerfer freuen.
Sobald die Ausschreibung auf der Netzseite des federführenden Leichtathletik-Verbandes Nordrhein (LVN) veröffentlicht wird, gehen wir selbstverständlich wieder auf Sendung.

Bewegte Bilder vom Werfermeeting "Weltklasse auf dem Dorf" im Netz

(Mutterstadt/Krefeld, 25. September 2014) Eine noch so blumig ausgeschmückte Reportage im Hörfunk oder in Print- und Online-Medien kann nun einmal bewegte Bilder, womöglich noch vertont, nicht ersetzen. Erfreulicherweise stehen auch mittlerweile solche vom Internationalen Werfermeeting „Weltklasse auf dem Dorf“ im Sportpark Mutterstadt zur Verfügung. Der passionierte Video-Filmer Heinz Engels aus Mainz, als Speer- und Diskuswerfer gewissermaßen ein Mann vom Fach, hat in der von ihm bekannt und gewohnt hohen Qualität ordentlich auf den Auslöser seiner professionellen Kamera gedrückt, das Material von Spielfilmlänge bearbeitet und 22:46 Minuten davon unter diesem Link ins Netz gestellt. Guckt ihr! Es ist nach meiner bescheidenen Meinung wieder einmal wirklich sehenswert. Heinz sei im Namen der großen Werferfamilie Dank!

Wahl-Bayerin Margarete Tomanek startet in Bogen, nicht in Baunatal !

(München/Krefeld, 23. September 2014) Niemand ist perfekt. Der Chronist als überwiegender Alleinunterhalter dieses Portals sehr zu seinem Leidwesen auch nicht. Glücklicherweise gibt es aufmerksame Leser, die einen bisweilen ohne Häme auf Fehler hinweisen. Ein Online-Medium ließe es zu, die Korrektur heimlich, still und leise vorzunehmen. Was bei kleineren Rechtschreibsünden auch nicht weiter tragisch wäre. Aber in diesem konkreten Falle wäre bei allen, die unseren gestern Abend ins Fenster „Ergebnisse“ eingestellten Bericht bereits gelesen haben, eine falsche Information angekommen. Kurzum: Wurf-Allrounderin Margarete Tomanek (*1949) von der LG 90 Grafing-Ebersberg wird mitnichten am kommenden Wochenende bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften im Wurf-Fünfkampf in Baunatal ans fünfteilige Werk gehen, obwohl die gebürtige Belgierin als EU-Angehörige mit Lebensmittelpunkt in Deutschland, wozu der Freistaat Bayern unstreitig gehört, dort startberechtigt wäre. Vielmehr fühlt sich die Lebensgefährtin und Klubkameradin von Werfer Klaus Volkheimer (*1944) ihrer Wahlheimat verpflichtet, gibt den parallel stattfindenden Landesmeisterschaften im selben Wettbewerb in Bogen den Vorzug. "Streikbrecherin" Eva Nohl (*1948) vom bayerischen TSV Langenzenn wird es womöglich freuen, hat sie doch so in Baunatal keine ernsthafte Konkurrenz zu fürchten. Mal sehen, wie dieses Fernduell ausgeht?
Der aufmerksame und sehr frühzeitige Leser, der für diese Richtigstellung sorgte, ist unser gelegentlicher Gastautor Albert Fichtner aus München. Margarete Tomanek sowie alle zunächst in die Irre geführten Besucher bitten wir um Nachsicht und Entschuldigung, Albert sei auch öffentlich Dank bekundet!
Siehe zur Thematik der unsäglichen Terminkollision auch den nachfolgenden Kommentar.