Not macht erfinderisch feiert gerade heutzutage fröhliche Urständ

(Lagerlechfeld/Krefeld, 08. Januar 2021) Not macht erfinderisch, behauptet Volkes Mund. Wer wollte das bestreiten?! Dieses bedeutungsschwangere, bisweilen schicksalsträchtige Wort trifft gerade in Zeiten wie diesen der Corona-Krise bei wieder geschlossenen Sportanlagen, Schwimmbädern und Fitnessstudios auch oder gerade auf die angeblich „herrlichste Nebensache der Welt“ zu (da fielen mir schon noch ein paar andere Dinge ein). Der Fantasie und dem Einfallsreichtum sind da kaum Grenzen gesetzt. Wohl dem, der dazu über die entsprechend begünstigenden Rahmenbedingungen verfügt. Der für den TSV Schwabmünchen startende Wurf-Allrounder und Diskuswurf-Spezialist Hubert Berger (*1954) aus Lagerlechfeld hat sie gleich am Haus auf seinem Grund und Boden. Für Diskus reicht es zwar nicht, aber die 20 Meter lange und rund acht Meter breite, nicht bepflanzte Rasenfläche allemal fürs Kugelstoßen.

Selbst ist der Handwerks- und Sportsmann

Und so zimmerte sich der eh handwerklich begabte Bayer in eigener Werkstatt einen ambulanten rechteckigen „Kugelstoßring“. Die Anleitung lieferte er für mögliche Nachahmer unter den Lampis-Lesern gleich mit: „Wenn Kommunen die individuelle Sportart Kugelstoßen nicht mehr zulassen, baut man sich mit fünf Schaltafeln, zwölf laufende Meter Holzlatten, vier Quadratmeter PVC, 70 Schrauben und zwei Stabilisierungsvierkanthölzern eine mobile Kugelstoßanlage halt selbst. Die kann auf jeder Wiese benutzt werden. Auch hier werden die Hygieneregeln strikt eingehalten. Wir sind im Freien und zu zweit: Die Kugel und ich.“

Auf das Ergebnis des intensivierten Trainings mit dem fünf Kilogramm schweren runden Eisen dürfen insbesondere die vielen Aktiven der Deutschen Altersklassen-Mannschaftsmeisterschaften (DAMM) gespannt sein. Denn der als Solist „einsame Wolf“ seines Stammvereins schloss sich für Team-Wettkämpfe der Stg LAC Quelle Bayernmasters an (siehe Link). So Corona nicht auch dadurch einen Strich macht, wird er beim Bayern-Finale am 29.Mai 2021 in Wendelstein erstmals im Zweit-Trikot in die beiden verschieden große Ringe auf Weiten- und Punktejagd gehen.

 

Stehen Deutschlands "Fitte Alte" wirklich vor der Bewegungsinsolvenz?

(Neuss/Dormagen/Krefeld, 07. Januar 2021) „Sport ist im Verein am schönsten". Davon kündete schon vor nunmehr 47 Jahren der Werbeslogan vom damaligen Deutschen Sportbund (DSB), der später ein "Olympische" in den Verbandsnamen mit dem heutigen Kürzel DOSB einfügte. Zudem sind bei Leistungssportlern, egal welchen Alters, Wettkämpfe die Motivation und der Motor für ein regelmäßiges, gezieltes Training. Alles momentan Asche in diesen Zeiten von Corona mit geschlossenen Sportanlagen, Schwimmbädern und Fitness-Tempeln.
Ein düsteres Szenario sieht die Online-Ausgabe von „Die Welt“ in einem ausführlichen Beitrag (Lesedauer 6 Minuten) mit der Überschrift „Deutschland vor der Bewegungs-Insolvenz“ aufziehen. Dabei geht es dem Autor insbesondere um die bis dahin „Fitten Alten“, kommt der in Neuss wohnhafte und für den TSV Bayer Dormagen startende 83-jährige Dieter Wolf (im Bild) mehrfach zu Wort, der normalerweise mit Leichtathletik, Rasenkraftsport und LSW-Wettbewerben dreisgleisig fährt.

Ein allzu düster gezeichnetes Bild

Was den reißerisch-schwarzmalenden Titel angeht, möge sich jeder nach der Lektüre sein eigenes Urteil bilden. Allerdings gibt es bei Überwindung des stetig an einem zerrenden inneren Schweinhund außerhalb all der hoffentlich bald wiederkehrenden genannten Gegebenheiten schon noch genügend Möglichkeiten für sich und seinen Körper etwas zu tun. Schließlich dürfen wir bei allen Einschränkungen auch im Duett immer noch nach draußen zum Wandern, Walken, Joggen, Laufen oder Radfahren. Ganz
nebenbei" fördert es das seelische Wohlbefinden und stärkt das Immunsystem.
Klar, nicht jeder hat ein Haus mit Garten und einen kleinen Kraftraum im beheizbaren Keller oder der zweckentfremdeten Garage. Doch Fitnessübungen nur mit dem eigenen Körper, elastischen Therabändern verschiedener Zugstärken und/oder Kurzhanteln gehen überall. Selbst im stillen Kämmerlein eines 25-qm-Appartments. Dessen Vorkenntnisse oder Fantasie dazu nicht ausreichen, der kann sich Anleitungen/Anregungen in schlauen Fachbüchern und kostenfrei im Internet beschaffen. Aufraffen muss sich freilich jede/r selbst.
Indes nicht zu heilen ist die mit dem Generalproblem in Zusammenhang stehende Verarmung sozialer Kontakte, die jedoch nicht allein Sportler/innen beklagen.

Dresden und Zittau wollen sich um Senioren-WM und -EM bewerben

(Dresden/Zittau/Krefeld, 05. Januar 2021) Es ist zwar noch in recht weiter Ferne liegende Zukunftsmusik, was eingedenk derzeit nicht verlässlicher kurzfristiger Planspiele seriöser erscheint, werfen große Dinge bereits ihre langen Schatten voraus. Aus zuverlässiger Quelle hat LAMPIS erfahren, dass sich das Land Sachsen in Verbindung mit den verschiedenen zuständigen Gremien/Organisationen um internationale Meisterschaften der „Masters“ (so sollten sie auch hier zu Lande genannt werden, das ist jedoch vom BAS Senioren mit 9:3 Stimmen nicht befürwortet worden) bewerben will. Mittelfristig stünde für den einer grundlegenden Modernisierung unterzogenen Sportstätten-Standort Dresden mit einem Stadionneubau in Höhe von etwa 40 Millionen Euro eine DM der Männer/Frauen im Raum und für 2026 die Bewerbung für die Senioren-WM.
Gewissermaßen als Pilotprojekt wolle sich vorher das ostsächsische Zittau im Drei-Länder-Eck Deutschland - Polen - Tschechien für eine zweite Austragung der Ü35-Europameisterschaft in Position bringen. Eventuell, wie schon 2012, zusammen mit den beiden angrenzenden Partner-Ländern.  Das hätte entschieden den Vorteil, das immer knapper werdende Personalkorsett aus diesen drei Regionen schnüren zu können. Getreu dem Motto gemeinsam sind wir stark.
Aber wie eingangs bereits erwähnt, handelt es sich ausnahmslos um ungelegte Eier. Denn andere Nationen haben auch konkurrenzfähige „Hühner“.
Hinweis auf einen aktuellen Beitrag in unserem Schaufenster Flurfunk.

Alle bluten wegen Idioten mit: "Lockdown" bis zum 31.Januar verlängert

Kolumne

Moment mal

(Winterberg/Krefeld, 06. Januar 2021)
„The Gods must be crazy“ (Die Götter müssen verrückt sein) lautet der Filmtitel einer südafrikanischen Slapstick-Komödie aus dem Jahre 1980. Das trifft in diesen Zeiten der weltweiten Corona-Katastrophe wohl eher auf eine stetig wachsende Minderheit der Menschheit zu. Als negatives Muster an Undiszipliniertheit müssen Teile der deutschen Bevölkerung bezeichnet werden. Nicht nur notorische Feierbiester. Derweil um uns herum in anderen europäischen Ländern, selbst bei den „Inselaffen“ mit ihrem knapp über 50-prozentigen Freiheitsdrang die EU zu verlassen (seit 1.Januar 2021 in Kraft), die Kröte notwendiger, restriktiver Maßnahmen weitgehend klaglos geschluckt wird, sorgt hier zu Lande ein falsch interpretiertes Demokratieverständnis mit „Was scheren mich die anderen“ für aberwitzige, geradezu irrsinnige Auswüchse.

Wie die Heuschrecken in die Skigebiete eingefallen

Obwohl die Hotelerie, Gastronomie, Skilifte und öffentliche Toilettenanlagen geschlossen sind, fallen die in sechsstellige Zahlenbereiche ausufernden Unvernünftigen seit Weihnachten wie die Heuschrecken in kilometerlangen Staus der oftmals weiten Anreisen über die Skigebiete her,
pinkeln und kacken die Gegend zu" (so eine interviewte Anwohnerin). Dieser ökologische und ökonomische Wahnsinn, um bestenfalls eine Stunde im Schnee spazieren zu gehen oder ein paarmal mit dem Schlitten den mühsam erklommenen Hang herunter zu fahren. Das magische Winterberg im Sauerland, zugleich „niederländische Kronkolonie“, trat inzwischen auf die Notbremse und verhängte ein Betretungsverbot für Gäste. Recht so!

Gründliche Missachtung der AHA-Regeln

Nicht zuletzt diese Fernsehbilder von Massenbewegungen an den Hängen und Pisten mit gründlicher Missachtung der AHA-Regeln und dadurch x-facher Multiplikatoren konstant hoher Infektionszahlen wird die Spitzenpolitiker von Bund und Ländern bei ihrer gestrigen Konferenz bewogen haben, mit noch härteren Maßnahmen der Kontaktbeschränkungen den zunächst bis 10.Januar befristeten „Lockdown“ bis zum Ultimo dies
es Monats zu verlängern. Wie lange halten das die Wirtschaft und Staatskasse noch aus?
Und alle, jeder einzelne Bürger, bluten wegen einer nicht zu bestimmenden Zahl von Unverbess
erlichen, Verantwortungslosen, Beratungsresistenten sowie  – drastischer formuliert – Vollidioten, Bekloppten und Hirntoten, allesamt reif für die Klapsmühle, mit. Wenn Blödheit weh tun würde, müssten die den ganzen lieben Tag lang lauthals schreien.
Auf die Aus- und Nebenwirkungen für den Amateursport, insbesondere der älteren Semester, werden wir morgen in einem eigenständigen Beitrag noch eingehen.

Ein bisschen in eigener Sache: Denn klappern gehört zum Handwerk

(Krefeld, 04. Januar 2021) Tue Gutes und rede darüber. Das ist der inzwischen 50 Jahre alte Titel eines Buches vom Autor mit dem blumenreichen Namen Georg-Volkmar Graf Zedtwitz-Arnim. Er hat insofern weiterhin Aktualität, als ihn sich PR-Agenturen für ihre Marketing-Strategien zu eigen machen, um ihre Werbebotschaften an die Unternehmen und letztlich Konsumenten zu bringen. Dazu gehören auch ebensolch szenische Sprüche-Klassiker wie „Klappern gehört zum Handwerk und „Wer nicht wirbt der stirbt“. Wenngleich nicht kommerziell ausgerichtet, sondern kostenfrei mit der Eingabe auf www.lampis.net oder www.senioren-leichtathletik.net zu haben, gilt das schlussendlich auch für unser Nischenengagement von, aber nicht nur für Senioren-Werfer/innen.

Bei einem Online-Medium muss ständig „Leben in der Bude“ sein

Obschon nicht existenziell für einen sich im (Un-)Ruhestand befindlichen Sportjournalisten, so liegt es bereits von je her in der beruflichen DNA, dass die Informationen, Kommentare, Kolumnen und Glossen auch gelesen werden. Die Einschaltquote sollte schon stimmen. Niemand schreibt, außer fürs eigene Tagebuch, schließlich für den luftleeren, imaginären Raum. Das ist glücklicherweise nicht der Fall. Aber die Skala ist nun mal nach oben offen. Ein paar mehr dürfen es stets gerne sein.
Grundvoraussetzung für ein Online-Medium ist es, jeden lieben neuen Tag auch etwas Neues zu präsentieren. Ohne ständiges „Leben in der Bude“ bleiben die
Leser irgendwann weg. Freilich in bereits seit zehn Monaten anhaltenden Zeiten wie diesen (na, ihr wisst schon) der speziellen Nachrichtenverknappung bei nahezu brach liegenden Landschaften in der (Senioren-)Leichtathletik nicht ganz so einfach, dem selbst auferlegten Anspruch gerecht zu werden.

Positive Rückmeldungen für unser Nischenengagement

Das lässt sich rein fachspezifisch schlankweg nicht erfüllen. Die Löcher woll(t)en wir auch nicht mit aphoristisch angehauchten, großformatigen Fotos mit angefrorenen Rosen als Festtagsgrüße füllen oder gar längere Pausen einzulegen wie anderswo. Es soll schon Tag für Tag informativer, zumindest allgemeinverbindlicher, in eine unterhaltsame Form gegossener Lesestoff sein. Das ist augenscheinlich gelungen. Dies belegen etliche positive Zuschriften und Telefonate. Die sind im Kommunikationsgeschäft hoch anzusiedeln, da sich eher jemand meldet, wenn er sich durch irgendwas beschwert fühlt. Wobei wir ganz bewusst auch einigen sinnbildlich gehörig auf die Füße getreten sind. Aber unumstößlichen Fakten lässt sich schwerlich etwas entgegnen. In mittlerweile elf Jahren LAMPIS hat es bei über 4.000 Artikeln lediglich anlässlich der Senioren-DM 2011 in Minden eine unberechtigte (!) und in der Sache abgewiesene Beschwerde gegeben.

410 Beiträge in drei Fenstern anno 2020

Für die Freunde der Statistik noch ein paar Zahlen und Daten. Trotz insgesamt achttägigem Klinik-Aufenthalt und einer dreiwöchigen ambulanten Reha-Kur lief der Betrieb anno 2020 durchgängig weiter. Lediglich an drei von 366 Tagen herrschte gewollte Funkstille. In Summe sind in den Fenstern Nachrichten, Ergebnisse und Flurfunk 410 Beiträge veröffentlicht worden. Mithin 44 mehr als das Jahr Tage hatte. Schaut euch zum Vergleich mal in der Senioren-Spielecke
auf dem DLV-Portal um. Da waren es vier in den letzten beiden Monaten. Inklusive der eminent wichtigen obligatorischen, allmonatlichen Anti-Doping-Newsletter für die „wilde Rasselbande“ der Ü30-Generation.
An dieser Stelle hat der „Dramaturg“ für uns den Applaus vorgesehen. Doch meine bisweiligen Gastautoren Dieter Krumm, Knut Reimann, Carlo Berlini, Jochen Kern, Alwin J.Wagner, Torsten Lange und ich als verantwortlicher Betreiber können ihn leider nicht hören. Es reicht indes völlig, wenn uns die Stammbesucher und Gelegenheitsgäste weiterhin die Treue halten und unsere Internet-Adresse aufsuchen. Dazu sind Hinweise und Anregungen der interaktiven Mitarbeit stets willkommen. Naturgemäß Empfehlungen im Kameradenkreise ebenfalls.
Und zu guter Letzt noch dies: Dank sei auch den zuvorkommenden
Maulwürfen" und aufmerksamen, mitunter weibllichen Erd(en)männchen", die uns so manche Steilvorlage mit Treffergarantie lieferten!