Verbandsrat: DLV droht bei eigener Strukturreform auch selber Ungemach

(Darmstadt/Krefeld, 14. Oktober 2020) Schmieden wir das Eisen, solange es noch nicht erkaltet ist, nehmen den Faden unserer sonntäglichen Kolumne auf. Das haben wir beiläufig, aber schon gezielt erwähnt, dass dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) bei der Tagung des Verbandsrates am 28.November 2020 an seinem Geschäftssitz in Darmstadt außer eigener restriktiver Maßnahmen auch selbst Unannehmlichkeiten drohen. Dem verlässlichen Vernehmen nach steht eine Strukturreform auf der Agenda. Uns sind nicht alle Interna bekannt, womöglich nicht einmal den Beteiligten. Doch einige Punkte dieser wie immer umfangreichen Tagesordnung sickerten zu uns durch. Aber vielleicht wird es auch wieder mal nur in Sandkastenspielen und Kaffeesatzleserei ein Reförmchen oder da wird in bierseliger Laune nach Gutsherrenart auf Teufel komm ‘raus kaputtreformiert. Alles schon zur Genüge dagewesen.

Bundesausschuss Senioren soll abgeschafft werden

Darunter könnte gehören, dass der elfköpfige Bundesausschuss Senioren mit den beiden Hauptamtlichen Hajnalka Hoffmann und David Deister (sie bleiben natürlich in Anstellung) ersatzlos gestrichen wird. Dazu pflegt der Rheinländer zu sagen „Wat nix koss, is och nix“. Übersetzung überflüssig. Das Einsparpotenzial ist bis auf ein bisschen Aufwandsentschädigung für die neun Ehrenamtsmandate, die beiden anderen stehen eh auf der Gehaltsliste, sehr gering. Die Kosten-Nutzen-Rechnung ist freilich noch geringer. Denn es handelt sich ausnahmslos um „Papiertiger“, die weder Sitz noch Stimme irgendwo haben und lediglich ein bloßes Vorschlagsrecht ausüben können.
Das dann noch jahrelang ignoriert wird (Stichwort: Kugel-Durchmesser). Wenn einem dennoch engagierte Arbeit attestiert werden kann, so ist dies DLV-Seniorensprecher Heiko Wendorf aus Neustädt in Thüringen, der sich nie hat unterbuttern lassen und manches aller Widerstände zum Trotz bewirkte (siehe Geburtstags-Laudatio).

Es soll ein Aufsichtsrat als Kontrollorgan installiert werden

Weitaus spannender ist jedoch die beabsichtigte Installierung eines Aufsichtsrates, quasi eines Kontrollorgans für die über 50 festangestellten Kräfte, deren Effizienz in weiten Teilen sehr zu wünschen übrig lässt. Aber auch da droht vermutlich wieder nur Inzucht, das beliebte Spiel für die ganze Verbandsfamilie mit Besetzung aus den eigenen Reihen. Wesentlich effektiver wäre es, wenn eine unabhängige, angesehene Unternehmens- und Strategieberatung wie McKinsey mal mit eisernem Besen durch die verkrusteten und obendrein aufgeplusterten Strukturen mit lauter „Häuptlingen“ und kaum „Indianern“ kehren würde. Dabei pflegt sinnbildlich kein Stein auf dem anderen zu bleiben, wird das Unterste nach oben gekrempelt. Und genau das müsste passieren, ist schon lange überfällig.
Zu unguter Letzt ist völlig losgelöst von der unbekannten Konstante Corona ein Streichkonzert bei den  fünf großen nationalen Meisterschaften (Halle, Freiluft, Mehrkampf, Wurf-Fünfkampf, DAMM) der Senioren zu erwarten. Unklar ist nur noch, was und demzufolge wie viel davon geleichtert wird.

Günstige ärztliche Prognose: Nicht ruhende Betrieb bald normal am Start

(Krefeld-Uerdingen, 13. Oktober 2020) All‘ jene ehemaligen wie aktuellen Klubkameraden in 54 Jahren Leichtathletik von – in dieser Reihenfolge – KTSV Preussen, CSV Marathon, SC Bayer 05 und Preussen LA (alle Krefeld) und Sportkollegen unter den LAMPIS-Stammbesuchern die mich kennen, schätzen und mögen, lasse ich an meiner riesengroße Freude und Erleichterung teilhaben. Jubilate!  Die zwischenzeitlichen Untersuchungsergebnisse und die gestern Morgen im Vorfeld bereits erforderliche zweite Operation mit Verschließung einer bewusst offen gebliebenen Wunde verliefen mit der ärztlichen Prognose einer maximalen Heilung. Bei weiterhin postoperativ günstigem Verlauf der Blutgerinnung (mit drei Bypässen seit Oktober 2018 muss ich ab heute wieder Blutverdünner einnehmen) kann ich morgen nach der Arztvisite vom St.Josefshospital im Ortsteil Uerdingen den fünf Kilometer kurzen Heinweg mit meiner Frau Elke als Chauffeurin antreten.
Das als Erläuterung, dass ab Donnerstag der Betrieb auf meiner Internet-Spielwiese zur Information der geschätzten Leserschaft voraussichtlich ganz normal weitergeht, wobei er bis dahin, ohne Lückenbüßer abzusondern, aufgrund vorproduzierter und voreingestellter Beiträge auch nicht geruht hat! Kunststück, dass ich von meiner „Chefin“ vorige Woche Mittwoch einmal mehr den Spruch „Du bist mal wieder an der Tastatur festgetackert“ zu hören bekam. Da muss es schon verdammt krass kommen (siehe Oktober 2018), ehe ich die Eingabe-Finger still halte. Zumal die Alternativen sehr übersichtlich waren, da ich mich nach negativem Corona-Test wegen des bevorstehenden Krankenhausaufenthaltes fünf Tage in häusliche Quarantäne zu begeben hatte.
Was keineswegs heißt, dass ich in Zeiten wie diesen ansonsten große Sprünge mache. Mehr so einsame Rattouren auf asphaltierten Wirtschaftswegen durch Feld, Wald und Flur von 40 bis 60 Kilometer im flotten Tempo. Wenn es das Wetter erlaubt, vier- bis fünfmal wöchentlich. Stärkt das Immunssystem und ist ein Festival für die Sinne. Prädikat: Sehr empfehlens- und nachahmenswert! 
Hinweis auf einen semi-aktuellen Beitrag in unserem Schaufenster Ergebnisse.

Verwaltungs-Wasserkopf im "Käfig voller Narren" schwillt weiter an

Kolumne

Das Wort am Sonntag

(Darmstadt/Krefeld, 11. Oktober 2020)
Hoch lebe der administrative Wasserkopf im „Käfig voller Narren“ auf der Geschäftsstelle des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) in Darmstadt. Oder aus eins mach zwei. Als wären laut des Feierabend- und Freizeit-Flottenchefs" Jürgen Kessing aus der Weltstadt Bietigheim-Bissingen knapp über 50 (!) festangestellte Kräfte nicht schon mehr als genug, werden für den demnächst aus Altersgründen scheidenden Direktor Wettkampforganisation, Manfred Mamontow, gleich zwei neue Vollzeit-Mitarbeiter gesucht. So weisen es jedenfalls die verlinkten Stellenangebote für zwei „Projektmanager Wettkampforganisation“ aus. Einer davon darf auch noch zusätzlich „Events“ beackern. Was immer das heißen mag. Und weltoffen wie sich dieser „Deutsche Leuchtturm-Verband" mit angeblich weltweiter Strahlkraft nun mal gibt, ist auch das dritte Geschlecht willkommen (siehe m/w/d hinter der Stellenbeschreibung)

Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich  

Der Fachmann staunt und der Laie wundert sich ob derartiger Vernichtung nicht vorhandenen Geldes eines monetär latent klammen, von der Hand in dem Mund lebenden Verbandes, der nicht zuletzt finanziert wird von den Beiträgen jener fast 800.000 Mitglieder. Darunter nahezu die Hälfte von mit der größtmöglichen Geringschätzigkeit behandelten Senioren*innen. Erstaunlich, dass sich außer LAMPIS kaum jemand eingedenk eines solchen Gebarens beschwert fühlt. Aber da könnte hausintern schon bald beim nächsten Verbandstag im kommenden Monat Ungemach aufziehen.
Vergessen wir nicht, dass es unterhalb der Dachorganisation in 16 Bundesländern noch 20 (!) Regionalverbände gibt. Ganz zu schweigen von den Scharen Ehrenamtlicher allerorten in etlichen Positionen.
In diesem Sinne einen schönen Sonntag, eine tunlichst infektionsfreie 42. Kalenderwoche sowie stets verantwortungsvoll vor- und umsichtig bleiben! Jede/r ist gefragt. Leider habe es allzu viele Depperte und Ignoranten immer noch nicht begriffen. 

Oneithea "Neni" Lewis nun endlich im Besitz der LAMPIS-Trophäe

(Oaklands Garden/Krefeld, 12. Oktober 2020) Füttern wir in derselben Angelegenheit diesmal als finale Meldung mit „Was lange währte, wurde endlich gut“ das digitale Phrasenschwein. Wurf-Allrounderin Oneithea „Neni“ Lewis aus Oakland Gardens im US-Bundesstaat New York schickte mir vorgestern, Samstag, 17:47 Uhr dortiger Zeit eine E-Mail, dass die LAMPIS-Auszeichnung für ihren Erfolg als Punktbeste bei der virtuellen Senioren-Weltmeisterschaft im Wurf-Fünfkampf angekommen sei. Die 60-jährige Amerikanerin tat dies – sinngemäß ins Deutsche übersetzt – mit diesen Worten:
Lieber Axel, die Trophäe ist heute eingetroffen und sieht toll aus. Es ist schön, eine solche Anerkennung erfahren zu haben, die die Würfe repräsentiert. Vielen Dank, dass du diese coole Trophäe beigesteuert hast. Ich wünsche dir alles Gute, bleib sicher und gesund! Neni Lewis

Trotz Luftfracht geschlagene zwölf Tage unterwegs

Alles prima bis oberprima und höchst erfreulich, dass der Preis bestimmungsgemäß unversehrt in ihren Besitz gelangte. Freilich stellt sich mir die Frage, warum dies von der Aufgabe bis zur Ankunft (exakt 10.Oktober, 12.19 Uhr Ortszeit) dermaßen lange, genau zwölf geschlagene Tage dauerte. Schließlich habe ich das Päckchen von 1.001 Gramm nicht mit der Schneckenpost, sondern per DHL International Premium Express für erkleckliche 55,65 Euro Porto via Luftfracht auf den zirka 6.000 Kilometer weiten Weg gegeben. Die Sendungsverfolgung via Internet zeigt mir unmissverständlich, dass die meiste Zeit zwischen Zielflughafen, Zollabfertigung und Zustellorganisation am Wohnsitz von Lewis vertrödelt wurde. Nämlich derer zehn Tage.
Soviel zum Thema „America first“ dieser missratenen Karikatur eines US-Präsidenten. Name hinlänglich bekannt.

Treuem Freund des Menschen heute der Welttag des Hundes gewidmet

(Krefeld und die weite Welt, 10. Oktober 2020) Selbstverständlich steht die vermeintliche Krone der Schöpfung, der Homo sapiens als „verstehender, verständiger“ oder „weiser, gescheiter, kluger, vernünftiger Mensch“ (verdammt viele tolle Attribute), nach biologischer Formel an erster Stelle aller denkbaren Betrachtungen. Allerdings gab und gibt es unter ihnen bis in höchste Kreise hinein auch ausgesprochene Bestien, Despoten, Egomanen oder Scharlatane. Da dies aber nicht der ursächliche Beweggrund ist, schenken wir uns die Litanei an Aufzählungen derartiger hirntoter Individien. Vielmehr widmen wir diesen Beitrag aus gegebenem Anlass schützenswerteren Geschöpfen dieses durch die Corona-Apokalypse derzeit nicht sonderlich lebenswerten Erdballs. Denn heute ist der Welttag des Hundes.

So etwas wie eine Art Alleskönner auf vier Pfoten

Der domestizierte Nachfahre des Wolfes ist der treue Freund des Menschen, von etlichen auch Fellkind genannt. Als Spürhund hat er mit seinem ausgeprägten Geruchssinn bei allen möglichen Katastrophen wie zum Beispiel Erdbeben und Lawinen-Abgängen so manche Leben gerettet. Selbst in der Prophylaxe beim Aufspüren von Drogen. Dazu ist wissenschaftlich erwiesen, dass er Tumorerkrankungen zu erkennen vermag und durch seine unschlagbare Ausgeglichenheit etwaigen Blutdruck von „Herrchen“ und/oder „Frauchen“ senken kann. Also auch als einfacher Begleiter, eben Haustier, der niemals schlechte Laune hat, ist er sehr willkommen und beliebt.

8,6 Millionen Hunde in deutschen Haushalten

Schätzungen zu Folge leben in den Haushalten von insgesamt etwa 30 Millionen Bundesbürgern rund 8,6 Millionen Hunde aller möglichen etwa 350 verschiedenen Rassen und ein Mehrfaches an „Chaussee-Mischungen“. Diese Menschen können nicht alle irren, was diese liebenswerte Spezies angeht, die außer sprechen so ziemlich alles kann. Dafür hat sie mimisch, von der Körpersprache sowie der Stellung von Ohren und Rute so allerhand drauf, wenn man(n)/frau es nur zu deuten weiß.

Viele Leichtathleten unter den Hundehaltern

Bei diesem repräsentativen Querschnitt befinden sich zwangsläufig auch unter Leichtathleten ungezählte Hundehalter. Da schließe ich mich als bekennender Fan von vierbeinigen Boxern ein, hatte nacheinander Maxi, Kevin und zuletzt die im Mai 2018 zehnjährig verstorbene Jolie (im Bild). Der in Erkelenz mit Eigenheim und großem Grundstück wohnhafte LAMPIS-Gründervater Peter Holthuijsen bringt es aktuell gar auf drei Bernhardiner-Hündinnen gleichzeitig. Neben Ehefrau Christa und Tochter Sina Mai ist der 58-Jährige in seinem „Fünf-Mädel-Haus“ quasi als „Hahn im Korb“ stark unterrepräsentiert.
Und schließen wir mit einem Spruch von Loriot alias Vicco von Bülow, der sich beliebig auf alle Hunderassen übertragen ließe: Ein Leben ohne Möpse ist möglich, aber sinnlos!