Diesmal wurde auf unseren digitalen Zuruf fast postwendend reagiert

(Darmstadt/Erfurt/Zittau/Krefeld, 10. Januar 2020) Und er hat wieder funktioniert, unser digitaler, visueller Zuruf. Diesmal sogar ziemlich postwendend innerhalb von nicht einmal zwei Stunden nach Online-Stellung unseres gestrigen Beitrages besserte der DLV, namentlich verantwortlich zeichnend Manfred Mamantow (Kürzel MM, einer der vielen „Häuptlinge“), mit Stand 09.Janaur 2020 den reklamierten Rahmenterminplan hinsichtlich der „Deutschen“ in Erfurt und Zittau nach. Potzblitz, rekordverdächtig und sehr aufmerksam!
Ganz perfekt wäre es indes, wenn auch bei der Team-DM Senioren (DAMM-Finale) statt „Sep.20“ in Lage/Westfalen das genaue Datum genannt würde. Immerhin kommen dafür theoretisch vier verschiedene Wochenenden, Samstage und Sonntage in Frage. Aber das wäre dann wohl des Guten auf einmal zu viel. Es sei allerdings erwähnt, dass der Termin auf der Netzseite des regionalen westfälischen Gastgebers überhaupt noch nicht erfasst ist. Scheint eine schwierige Geburt zu sein. Zumal vorher auch das hessische Baunatal im Spiel war und sich nach angeblicher Lage der Dinge die beiden „Landesfürsten“ auf Lage geeinigt hätten.

Na also, geht doch: DLV bestätigt Erfurt und Zittau als DM-Schauplätze

(Darmstadt/Erfurt/Zittau/Krefeld, 09. Januar 2020) Kleinhirn an Großhirn: Frohlocken! Einmal mehr fungierte LAMPIS als einzige Interessenvertretung der Senioren/innen als Leit- und Leidmedium der Servicewüste Deutscher Leichtathletik-Verband (DLV) in Darmstadt. Lediglich drei Tage nach unserem Beitrag „DLV bleibt immer noch das Ergebnis des Umlaufverfahrens schuldig“ erklärte DLV-Mediendirektor Peter Schmitt die leidige Angelegenheit als morgendlichen Aufmacher in der Nachrichtenspalte zur Chefsache. Da kündet schon die Überschrift „Hallen-DM der Senioren nach Erfurt vergeben“ vom Ende der Hängepartie, die sie nach frühzeitiger Verlautbarung auf der Netzseite des gastgebenden Thüringer Leichtathletik-Verbandes (TLV) schon lange nicht mehr war (wir berichteten). Goldrichtig haben wir auch mit unserer Veröffentlichung gelegen, dass die nationalen Stadion-Meisterschaften am 04./05. Juli 2020 am ziemlich östlichsten Zipfel der Republik (ganz genau Görlitz) im sächsischen Zittau stattfinden werden.

Linke weiß wieder mal nicht, was die Rechte tut

Soweit erst einmal die nackten Fakten. Was Schmitt im Unklaren beließ, ist die momentan noch vorhandene Kollission der Winterwurf-Wettbewerbe Diskus und Speer am 01.März im Steigerwaldstadion mit „König Fußball“. Da ist nämlich gleichzeitig das Regionalligaspiel zwischen Rot-Weiß Erfurt und dem Berliner AK angesetzt. Auch auf diesen besonderen Umstand haben wir vorsorglich und leider unbeachtet bereits hingewiesen (siehe Link).
Noch zu beanstanden bleibt, dass beim DLV weiterhin die Linke nicht weiß, was die Rechte tut. Das ist nicht politisch zu verstehen, sondern simpel im Sinne von Hand gemeint. Im per 08.Januar 2020 vom Technischen Direktor Wettkampf-Organisaton, Manfred Mamantow, aktualisierten Rahmenterminplan werden beide Meisterschaften noch als vakant geführt. Das werte jeder für sich. Unsere Meinung sollte hinlänglich und unmissverständlich bekannt sein.

Masters: Erstmals Internationale Österreichische Hallen-Meisterschaften

(Linz/St.Pölten/Krefeld, 07. Januar 2020) Ein hochinteressanter Tipp für die Wanderer zwischen den (Leichtathletik-)Welten und Wettkampf-freudigen, reiselustigen Senioren/innen. Es bietet sich für dieses muntere Völkchen die Gelegenheit, an einer Premiere teilzunehmen. Erstmals veranstalten unsere alpenländischen Nachbarn passend zum Olympiajahr 2020 die Internationalen Österreichischen Masters Hallenmeisterschaften. Austragungsort ist in einer komprimierten, knackigen Tagesveranstaltung am 09.Februar die TipsArena in Linz, die manch einem noch als Schauplatz der Hallen-Weltmeisterschaften der Ü35-Generation von 2006 bekannt sein wird. Übrigens damals mit Kugelstoßen im gut gesicherten Innenraum des 200-Meter-Ovals mit sechs (!) Rundbahnen und acht Sprintgeraden.
Aber nicht nur das unter dem Hallendach nicht gar so schmutzige Geschäft mit der Kugel ist für die Fraktion Stoß/Wurf im Programm. Garniert wird dies gleich nebenan im Freien mit den Winterwurf-Wettbewerben Diskus und Hammer (alle weiteren Details unter diesem Link). Nicht unerwähnt bleiben sollen zudem die sehr guten Verkehrsanbindungen per Flugzeug, Bahn und PKW. Für Niederbayern eh ein „Katzensprung“, näher als beispielsweise von Passau nach Erfurt (440 km statt 78 bis Linz).  
Und da wir gerade schon im Rahmen unseres nimmermüden Services auf dem fremdbestimmten Werbe-Trip sind: Die ebenfalls offen ausgeschriebenen „Austrian Masters“ im Stadion finden am 15./16.August 2020 in St.Pölten statt. Das liegt freilich in Niederösterreich und ist, je nach dem, etwas weiter vom Schuss.

Spitzenverbände WMA und EMA vernachlässigen ihr Sorgfaltspflicht

(Torun/Krefeld, 08. Januar 2020) Geben wir mangels anderer Gremien in Geschäftsführung ohne Auftrag wieder mal das Kontrollorgan für die ihre Sorgfaltspflicht sträflich vernachlässigenden Spitzenverbände. Der Senioren-Weltverband World Masters Athletics (WMA) teilt am 05.Dezember 2019 auf seiner Netzseite in einer allzu dürren Nachricht mit, dass Sandris Lindbergs (M35) aus Lettland bei der Hallen-WM 2019 im polnischen Torun des Dopings überführt worden ist, seine gewonnenen Medaillen (zunächst 1. im Speer- und 2. im Diskuswurf) zurückgeben müsse und rückwirkend vom 24.März 2019 an bis 23.März 2023 für vier Jahre gesperrt sei. Folgerichtig wurde er jeweils aus der Ergebnisliste gelöscht, gibt es entsprechende Nachrücker.

Auf welche Substanz und Dosis getestet?

So weit, so gut respektive schlecht. Allerdings wurde es unterlassen mitzuteilen, auf welche Substanz er positiv getestet worden ist und um welche Dosis es sich handelte. Beides ist jedoch aus Gründen der Transparenz und Abschreckung (eben was so alles entdeckt werden kann) zwingend vorgeschrieben.
Eine weiteres Versäumnis, dass dies offenbar im Innenverhältnis nicht an die European Masters Athletics (EMA) weitergemeldet wurde. Denn die schweigt sich auf ihrem Internet-Portal nach mehr als einem Monat immer noch über den Vorgang aus. Schließlich ist Lettland Mitgliedsverband der EMA. Noch insofern von Belang, als jeweils Europäer nachrücken. Darunter mit Christoph Bischlager (2. mit dem Diskus) sowie  Dominik Lewin und Carsten Novak (1. und 2. mit dem Speer) drei Deutsche, dazu zwei Polen. Wenn sie nicht regelmäßig die WMA-Seite verfolgen, wissen sie noch nichts von ihrem zweifelhaften Glück einer nachträglichen Aufwertung. Der Spaß ist schlussendlich nicht derselbe, eventuell auf dem Postwege die verdiente Anerkennung mit dem entsprechenden Edelmetall zu erhalten.

"Fall Oleg Kramar" auch nicht restlos bereinigt

Und da wir gerade schon beim Großreinemachen sind:  Die WMA führt unter „suspendierte Athleten“ Lindbergs noch nicht (weshalb?), jedoch den Hochspringer Oleg Kramar (M55) aus der Ukraine. Der wiederum ist  bei der Hallen-EM 2016 in Ancona (Italien) positiv getestet und durch eine riesige Schlampigkeit von EMA-Präsident Kurt Kaschke (im Bild) anschließend erst nach rund 1,5 Jahren viel zu spät aus dem Sportverkehr gezogen worden (wir berichteten mehrfach). Dennoch ist er weiterhin unverdrossen als Vize-Weltmeister der Stadion-WM von 2016 in Perth gelistet (siehe Seite 192). Es darf gemutmaßt werden, dass Angel Diaz Granillo (Guatemala) als zuvor Dritter und Terry Parks (USA) als ehedem Vierter ebenfalls ob der Aufstockung ihrer Platzierungen ahnungslos sind.
Jetzt muss es „nur“ noch bis zu WMA-Präsidentin Margit Jungmann aus Rehlingen und Kaschke mit kosmopolitischem Dreifach-Wohnsitz (Lissabon, Freudenstadt, Gütersloh) gelangen. Lampis wird womöglich nicht zu deren allmorgendlichen Pflichtlektüre gehören.

DLV bleibt immer noch das Ergebnis des Umlaufverfahrens schuldig

Kommentar

Unter uns gesagt

(Darmstadt/Erfurt/Krefeld, 06. Januar 2020)
Informationen einer Sportorganisation sind unstreitig eine Bring- und keine Holschuld. Dem kommt der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) mit konstanter Bosheit und unschöner Regelmäßigkeit jedoch nicht oder allenfalls höchst unzureichend nach. Wenngleich an ungewohnter Stelle tröpfelte immerhin eine Meldung für die Senioren/innen am 09.Dezember (!) 2019 auf dessen Netzseite durch. Da war in der News-Spalte, nicht der Senioren-Spielecke, zu lesen: „Für die Senioren-Hallenmeisterschaften mit Winterwurf sowie die Senioren-Freiluftmeisterschaften gibt es Bewerbungszusagen. Nach Prüfung der Unterlagen sollen diese Veranstaltungen noch in diesem Jahr im Umlaufverfahren durch das DLV-Präsidium vergeben werden. Somit werden beide Veranstaltungen stattfinden.“

Ja, wo laufen sie denn?

Ja, wo laufen sie denn? Laufen sie immer noch, die präsidialen Herrschaften? Ist ihnen womöglich schwindelig geworden, dass sie nicht ab- und zustimmen konnten? Haben sie deshalb etwa Weihnachten und den Jahreswechsel verpasst? Spaß beiseite. Heute schreiben wir den 06.Januar 2020. Und nach fast einem Monat immer noch keine diesbezügliche Verlautbarung. Nach langer Zeit meldete sich Senioren-Öffentlichkeitsarbeiterin Bettina Schardt am 02.Janaur 2020 mal wieder mit einem Beitrag zu Wort (dazu ein anderenorts, auch bei uns, längst gelutschter Drops). Obwohl sie Werferin der W45 ist und selber ein gesteigertes Interesse daran haben sollte, kein Sterbenswörtchen von ihr zu dieser über 1.000 Aktiven in den Fingern juckenden Thematik, die bereits als Klagelied in die sozialen Medien geschwappt ist.

Unerträgliches, nicht hinnehmbares Nebeneinander

Geradezu unerträglich und nicht hinnehmbar ist das unterschiedliche Nebeneinander. Auf dem längst angestaubten Rahmenterminplan des DLV vom 12.Dezember 2019 werden die Hallen-/Winterwurf- sowie Mehrkampf-DM 2020 noch als vakant ausgewiesen, derweil sie auf der Netzseite des gastgebenden Thüringer Leichtathletik-Verbandes (TLV) unter Wettkampfwesen bereits fix geführt sind. Überall im Nebel wabert hingegen derzeit noch die Stadion-DM, für die jedoch nach unserer Kenntnis der LV Sachsen mit Zittau (04./05.Juli 2020) eine „belastbare Absichtserklärung“ (so der DLV-Sprachgebrauch) abgegeben hat.

Ein sträfliches Missmanagement
 
Halten wir abschließend fest, dass es sich um nationale Titelkämpfe handelt, worüber der Dach- und Fachverband das Patronat hat. Also müsste er auch vorneweg mit Terminen und Schauplätzen aus der Deckung kommen. Wenn er dazu aus eigenem Unvermögen und/oder Schlampigkeit nur sehr schleppend in der Lage ist, müsste er sich zumindest unmissverständlich mit den örtlichen Ausrichtern verständigen, um derartige Irritationen zu vermeiden. Das kann nicht im Sinne des Erfinders und schon gar nicht im Interesse der verunsicherten potentiellen DM-Starter/innen sein, die verständlicherweise – wir wiederholen uns – gerne rechtzeitig Planungssicherheit haben wollen.
Ein sträfliches Missmanagement dieses Verwaltungswasserkopfes in Darmstadt mit lauter Häuptlingen aus Direktoren, deren Stellvertretern und Referatsleitern, aber keinen Indianern, die gewissenhaft die Arbeit machen. Unglaublich, aber leider wahr!