Organisatorisch blieben bei den NRW "Open" sehr viele Wünsche offen

(Düsseldorf/Krefeld, 15. Januar 2018) Arbeiten wir schlicht und ergreifend unsere Vorschau von den Offenen NRW-Senioren-Hallenmeisterschaften ab, die gestern den lieben langen Tag in der Leichtathletikhalle im Arena Sportpark in Düsseldorf über die Bühne gingen. Es blieb nicht viel übrig von der angekündigten, ohnehin übersichtlichen Kugelstoßer-Herrlichkeit. Aus vier mach eins. 15,02-m-Stoßer Oliver Schembach (M50) vom LV Essen fehlte aus nicht bekannten Gründen, Rolf Griesberg (M65) vom Pulheimer SC musste erkrankt kurfristig passen und Ralf Unger (M70) vom TuS Kerpen-Buir fühlte sich nach einem heftigen grippalen Infekt noch zu schlapp. Blieb Roland Wattenbach (M60) vom TV Eiche Bad Honnef, der mit 13,58m zwar klar gewann, aber noch deutlich hinter seinen Möglichkeiten herhinkt. So nutzte Neu- oder Bald-Fünfziger Thomas Schroers (*1967) vom VfL Repelen in Abwesenheit von Schembach gleich die doppelte Gunst der Stunde und sorgte mit 13,66m für die metrisch beste Leistung beim unter dem Hallendach nicht ganz so schmutzigen Geschäft mit der Kugel.

Christine Wenzel stieß in der W50 konkurrenzlos formidable 12,03m

Das mit Spannung erwartete Duell bei der W50 fand nur sehr bedingt, vielleicht auch gar nicht statt. Sowohl im erstmals bei diesen Titelkämpfen eingesetzten Live-Ticker (sehr lobenswert!), als auch in der Online-Ergebnisliste, die einmal mehr ein heilloses, unzumutbares Durcheinander darstellt (Daumen nach unten), steht hinter dem Namen von Barbara Gähling vom LTDSHS Köln „ogV“. Das suggeriert erst einmal, dass sie sechs ungültige Versuche produziert habe. Im Kugelstoßen außerordentlich ungewöhnlich. Dann müsste aber sechsmal x wie war wohl nix in der Liste auftauchen. Das ist jedoch nicht der Fall. Also mutmaßen wir mal verstärkt, ohne es gesehen zu haben, dass sie nicht angetreten ist. So oder so war Christine Wenzel (*1965) von der DJK Blau-Weiß Annen konkurrenzlos, die formidable 12,03m stieß und damit vier Zentimeter weiter als gegenüber ihrem fünften Rang in der DLV-Hallenbestenliste 2017.

„Ritte-Air“ räumt auch ohne Stabhochsprung sechs Titel ab

Auch ohne Stabhochsprung im Programm räumte die „Ritte-Air“ vom SC Bayer 05 Uerdingen mit Vater Wolfgang, Mutter Ute, Sohn Thomas und Tochter Christina Ritte  sechs Titel im Sprint und Weitsprung ab. Allerdings genossen die beiden "Mädels" beim Weitsprung der W35 und 65 jeweils Alleinstellungsmerkmale. Wozu freilich sie nichts können.

Siegerehrungen ließen elendig lange auf sich warten

Neben der schon genannten neuerlichen Unzulänglichkeit bei der Ergebnisübermittlung ist heftigst zu beklagen, dass die Siegerehrungen erst nach 1,5 Stunden und später nach Ende der Wettbewerbe durchgeführt wurden. So stand manch eine/r des Medaillen-Trios allein vor den Zeremonienmeistern. Wenn überhaupt. Die eingesetzte neue Technik hatte die Anwender im Griff und nicht umgekehrt. Da wäre eine Schulung aller Beteiligten sehr hilfreich gewesen, als ein solches Unternehmen mit der allein kompetenten Veranstaltungsleiterin Gisela Stecher mit „learning by doing“ stemmen zu wollen, um sich letztendlich gründlich dabei zu verheben.
Nach den trüben Erfahrungen mit der Meldeliste, bei der quasi im Stundentakt die Internet-Adresse geändert worden ist, übernehmen wir für die verlinkte Ergebnisliste keine Gewähr. Notfalls über die Netzseite www.lvnordrhein.de (Wettkämpfe, Wettkampfkalender, Offene NRW-Senioren-Hallenmeisterschaften) selber aufrufen.

Sportsch(l)au: Natürliche, ausgewogener Ernährung gegen Vitaminmangel

(Köln/Krefeld, 14. Januar 2018)  Es kursieren eine Menge Sportirrtümer, die so lange kolportiert und transportiert werden, dass sie irgendwann Mythenstatus erlangen, also für bare Münze genommen werden. Der Sportwissenschaftler Prof. Dr. Ingo Froböse (im Bild) von der Deutschen Sporthochschule Köln, früherer Klasse-Sprinter beim einstmals ruhmreichen ASV Köln, nimmt sich derartiger Vorurteile im WDR2-Hörfunk und ARD-Morgenmagazin unter der Rubrik „Sportsch(l)au“, anderen Publikationsmedien sowie seiner eigenen Netzseite an. Mit seiner freundlichen Genehmigung werden wir in loser Folge diese Beiträge veröffentlichen, wobei wir aus Platzgründen gelegentlich den Sinn wahrende Kürzungen vornehmen. Das ist nunmehr das 96. Kapitel zu diesem Themenkomplex. A.H.
Sportmythen auf dem Prüfstand. Anknüpfend an den voraufgegangenen  Beitrag vom 29.Dezember 2017: Was tun, wenn man zu wenig Vitamine im Körper hat? Viele versuchen dieses Problem mit Nahrungsergänzungsmitteln aus der Drogerie oder Apotheke zu beheben. Das kann in manchen Fällen sinnvoll sein. Aber auch hier Achtung vor zu viel Vitaminpower. Oft ist es jedoch so, dass dieser Vitaminmangel Folge einer Fehlernährung ist. Meist ernähren wir uns zu einseitig oder zu künstlich, indem wir auf Fertigprodukte oder Fast Food zurückgreifen. Wenn eine vom Arzt über eine Blutuntersuchung diagnostizierte Mangelerscheinung vorliegt, sollten zu allererst die Ernährungsgewohnheiten kritisch analysiert werden. Meist hilft es schon, seinen eigenen Speiseplan leicht umzustellen oder einfach mehr Obst und Gemüse zu verzehren. Wer sich beim Umstellen der Ernährung unsicher ist, sollte am besten den Hausarzt oder einen qualifizierten Ernährungsberater fragen. Der Mythos, dass viele Vitamine helfen, ist also falsch. Besonders künstliche Vitamine sollten mit Vorsicht konsumiert werden. Allemal besser ist es, auf eine ausgewogene und natürliche Ernährung zu achten, um möglichst viele Vitamine und Mineralstoffe abzudecken.
Fazit: Für Abwechslung auf dem Speiseplan sorgen!

LAMPIS-Wahl: Alea iacta est! Oder simpler: Die Würfel sind gefallen!


(Krefeld, 12. Januar 2018)  
Alea iacta est! Oder in unserer Muttersprache: Die Würfel sind gefallen! So pflegte es dereinst der inzwischen verrentete Jörg Erdmann vom Deutschen Leichtathlet-Verband (DLV) als Eröffnung stereotyp zu formulieren. Gleichwohl treffend. Denn die Auswahl einer so genannten Expertenrunde zu den Senioren-Leichtathleten des Jahres glich allzu oft einem puren Glücksspiel. Es sei unumwunden zugegeben, dass wir bei unserer Kürung des „Unfunktionär anno domini 2017“ keine repräsentativen Umfragewerte von mindestens 1.000 angehörten Personen zelebrieren können. Aber immerhin handelte es sich um eine handverlesene, fachkompetente Jury, der ich in meiner übergroßen Bescheidenheit nicht angehört habe. Nominiert waren (siehe Vorschau) fünf „Ehrenamtsinhaber“. Daraus musste jeder Juror seine eigene Hitliste von Platz 1 bis 5 mit  absteigender Minus-Punktzahl von 5 bis 1 erstellen. Das wurde dann von unserer Redaktion zu einem Gesamtkunstwerk zusammengefügt. Also schlicht saldiert.

Kommerzieller DLV-Seniorenstatistiker machte das Rennen

Und der Gewinner ist: DLV-Seniorenstatistiker Jörg Reckemeier (- 47), der sein „Ehrenamt“ (welch ein Hohn!) mit Verbandsautorisierung zu kommerziellen Zwecken nutzen darf (wie zuletzt berichtet). Die imaginäre Silbermedaille verdiente sich der Ästhet an Kamera und Tastatur Karl-Heinz „Flunker“ Flucke (- 43), der ebenfalls pseudoamtlich sanktioniert seine digitalisierten Bildchen gegen klingende Münze von 5 Euro das Stück ans interessierte fahrende Volk zu verhökern pflegt. Bronze geht an den Senioren(ver)sprecher Alfred „Alf“ Hermes (-30), der mit konstanter Bosheit seine originären Aufgaben höchst unzureichend wahrnimmt.
Die mutmaßlichen Favoriten, „Verbandsoberschwester“ Margit Jungmann und der narzisstische EMA-Präsident Kurt „Kuddel“ Kaschke (beide -15), unlängst von der facebook-Seite „ema friends“ zum Reisekönig gewählt, landeten punktgleich  auf dem mit Blech dekorierten vierten Rang. Das mag auf den ersten Blick für ihre relative Beliebtheit und Akzeptanz sprechen. Bei näherem Hinsehen kann es jedoch als Ausdruck ihrer Bedeutungslosigkeit als Sesselkleber gewertet werden. Tun wir hiermit dann auch. Ehrensache!

NRW "Open": Rund 500 Startwillige beim saisonalen Titel-Aufgalopp

(Düsseldorf/Krefeld, 13. Januar 2018)  Nach gutem Brauch und alter Väter Sitte sorgt das einwohnstärkste Bundesland für den saisonalen Aufgalopp  bei den Titelkämpfen der Ü30-Generation unter dem Hallendach. Bei den Offenen NRW-Meisterschaften im Arena Sportpark in Düsseldorf  werden morgen rund 500 Startwillige ihre mehr oder weniger dekorierte Visitenkarte abgeben. Den Aufrückern in die nächsthöhere Altersklasse mit den Endungen der Jahrgänge drei und acht wird es zudem wie eine Art Kinder-Geburtstag vorkommen. Denn sie sind  nunmehr in der komfortablen Situation, als die jüngsten gegen die älteren ihrer Altersklassen antreten zu dürfen. Dabei profitieren so früh im  Kalenderjahr die meisten von der schizophrenen  liest sich netter als bekloppten – hausgemachten nationalen Regelung, bereits bisweilen weit vor Vollendung des neuen Lebensjahres in der höheren Altersklasse starten zu dürfen. Ob’s wirklich immer und überall hilft, muss sich weisen.

Leichtere Geräte versüßen für einige das schmutzige Geschäft mit der Kugel

Die Kugelstoßer der M50 bis 80, weiblich etwas bedingter, kommen im Zehn-Jahres-Takt zudem in den Genuss, buchstäblich leichtere Geräte an und in die Hand zu erhalten. Das sollte sich normalerweise mit einem Weitenplus von etwa einem Meter bemerkbar machen. Und nun erzähle mir erfahrenem Haudegen mit 52-jähirger Praxis in 1.142 Wettkämpfen in meiner Spezialdisziplin von den Männern bis zur M70 ja keiner, das erfordere eine Eingewöhnungsphase. Papperlapapp! Wer sein schmutziges Handwerk versteht, der hat ohnehin fernab des jeweiligen Wettkampf-Gerätes von jeher mit unter- und übergewichtigen Kugeln trainiert. Sonst hätte er einiges falsch gemacht.

Masse und Klasse lässt sehr zu wünschen übrig

Alles in allem sieht es hinsichtlich Quantität (M30 Fehlanzeige, M65 nur einer, insgesamt 65 Gemeldete in zwölf Klassen) und Qualität in dieser Disziplin ziemlich mau aus.Mit Oliver Schembach (M50) vom LV Essen, Roland Wattenbach (M60) vom TV Eiche Bad Honnef, Rolf Griesberg (M65) vom Pulheimer SC und Ralf Unger (M70) vom TuS Kerpen-Buir, so der Drehstoßer nach einem gerade überstandenen Erkältungsinfekt überhaupt in den Ring gehen kann, ist lediglich ein nationales Spitzenquartett mit von der Partie. Noch düsterer sieht es bei den Seniorinnen (25 in zehn Klassen) aus. Interessant verspricht hingegen in der W50 das Duell zwischen Barbara Gähling vom  LTDSHS Köln und Christine Wenzel von der DJK Blau-Weiß Annen zu werden, die Gold und Silber auch im wahren Wortsinne unter sich ausmachen.
Über den eigenen Tellerrand geschaut sorgt die „Ritte-Air“mit Wolfgang, Ute, Thomas und Christina Ritte vom SC Bayer 05 Uerdingen für prominenten Anstrich. Doch sie müssen wegen des fehlenden Stabhochsprungs diesmal in unmittelbarer Nachbarschaft von Vater Rhein in nicht gerade fremden, jedoch anderen Gewässern fischen. Wobei sich der Senior-Chef als Frischling in der M65 heuer auch wieder den Zehnkampf beim Stendaler Hanse Cup Ende Mai auf die Agenda geschrieben hat. Bekanntlich ist er mit 8.123 Punkten nach wie wor Weltrekordhalter der M60.

LVN ist auch nicht mehr was er einmal war
 
Abgesehen von sich ständig ändernden Adressen verlinken wird die nach dem Zufallsprinzip wild durcheinander gemixte Meldeliste des gastgebenden Leichtathletik-Verbandes Nordrhein (LVN) ganz bewusst nicht, der seinem einstigen hohen Qualitätsmerkmal arg hinterherhoppelt.

Aktualisierte Meldeliste für die NRW "Open" seit gestern im Netz

(Düsseldorf/Duisburg/Krefeld, 11. Januar 2018) Mitunter steckt der Teufel im Detail und blüht für den ahnungslosen Anwender fatalerweise im Verborgenen. Gemäß unserem von den Stammbesuchern gewohnt hohen Standard hatten wir in unserem ersten Beitrag von den Offenen NRW-Hallenmeisterschaften der Ü30-Generation am kommenden Sonntag im Arena Sportpark in Düsseldorf die Meldeliste nach Klassen und Disziplinen verlinkt. Der selbstverständlich durchgeführte Funktionstest verlief anstandslos. Damit war der Drops für uns eigentlich gelutscht. Eigentlich. Doch klammheimlich stellte der gastgebende Leichtathletik-Verband (LVN) Nordrhein in Duisburg gestern um 13.18 Uhr eine aktualisierte Liste ins Netz. Seither führte unser Querverweis ins Nirwana.
Glücklicherweise gibt es nette, zu dem aufmerksame Leser, die uns bei derlei – diesmal unverschuldeten – Ungereimtheiten einen Wink mit dem Lattenzaun geben. Diesmal war es Dauerbrenner und Dauerrenner Herbert E.Müller (*1929) vom TSV Bayer Dormagen, bei dem LAMPIS zur täglichen Pflichtlektüre gehört.
„Herbie" sei Dank! Nunmehr also der aktuelle Link zum Objekt der Begierde für Startwillige und Kiebitze quer durch die Republik.
Redaktioneller Hinweis: Offenbar ändert der LVN alle Nase lang die Adresse für die Meldeliste. Deshalb haben wir die Verlinkung zwischenzeitlich entfernt. Bei Interesse bitte über www.lvnordrhein.de mit den Pfaden Wettkämpfe, Wettkampfkalender und Offene NRW-Senioren-Hallenmeisterschaften gehen.
Was uns lehrt: Der Frömmste kann nicht in Frieden leben, wenn es seinem bösen Nachbarn nicht gefällt!