Mit Schneckenpost Beitrag von der Herbsttagung des BAS veröffentlicht

Kolumne

Neben der Spur

(Darmstadt/Saarlouis/Baunatal/Krefeld, 06. Oktober 2018)
Es hat sich noch nicht bis zum Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) in Darmstadt herumgesprochen, dass ein Online-Medium kein Wochenblatt und noch viel weniger ein Monatsmagazin ist. Daran hat sich auch unter der relativ neuen Öffentlichkeitsarbeiterin Bettina Schardt, als aktive Werferin gibt sie sich den zweiten Vornamen Daniela (oder ist das womöglich ihre Zwillingschwester?), nichts geändert. Dabei müsste sie in ihrem Beruf als ZDF-Sportredakteurin an schnelleres, aktuelleres Arbeiten gewöhnt sein. Sicherlich kennt auch sie den Spruch, dass die Zeitung von heute bereits morgen von gestern ist.

Schau hin: Ein Aufmacher-Foto sogar mit Bildunterschrift!

Also erfährt der geneigte Leser gewissermaßen mit der Schneckenpost nach vier Tage vollkommen ruhendem Nachrichtenfluss erst gestern in der Senioren-Spielecke auf der Verbandsnetzseite mit einwöchiger Verspätung, was so die Herbsttagung des Bundesausschuss‘ Senioren am 28.September in Saarlouis hergab. Immerhin neu an dem sonst üblichen Prozedere, dass über dem Textbeitrag das großformatige Aufmacher-Foto mit einer Bildunterschrift (BU) versehen ist. Und das ist gut so! Denn die dort abgelichtete und verabschiedete ehemalige BAS-Vorsitzender Margit Jungmann aus Rehlingen sieht dermaßen verfremdet aus, dass selbst ich sie nicht sogleich wiedererkannte.
Dabei habe ich sie zuletzt noch Anfang Juli bei der Senioren-DM in Mönchengladbach während eines kurzen Gesprächs aus lediglich ein Meter Entfernung gesehen. Allerdings war sie da als besseres Erkennungszeichen mit dem volksnahen obligatorischen gesponserten US-Trainingsanzug asiatischer oder bulgarischer Herkunft bekleidet. Unter dem einmal mehr weichgespülten Inhalt befindet sich noch eine angebliche Bildergalerie – mit einem Foto. Auch das zeigt Jungmann. Diesmal an ihrem bekannten breiten Lächeln besser auszumachen.

Eine ziemlich lustlose Runde

Da wir gerade schon bei Fotos sind, lohnt ein etwas genauerer Blick auf den Schnappschuss von der Landesseniorenwarte-Tagung in Baunatal, dort wie üblich ohne BU. Die Runde vermittelt weitestgehend einen interessen-, lustlosen- und teilnahmslosen Eindruck. So schilderte es uns auch ein Teilnehmer. Die Dame am rechten Bildrand fläzt sich nicht gerade „Ladylike“ regelrecht halb sitzend, halb liegend auf ihrem eigentlichen Sitzmöbelstück. Bilder lügen eben nicht, sofern sie nicht gestellt sind. Deshalb wären die passenden Namen dazu schon sehr aufschlussreich gewesen. Dem Hobby-Knipser war der Hinweis auf seine zweifelhaften Bildrechte allerdings wichtiger.
So sind sie halt, die  „Flunker" & Co.

Eine spätsaisonale Startgelegenheit mit breiter Disziplin-Palette

(Villmar bei Limburg/Krefeld, 05. Oktober 2018) Allmählich geht selbst der mit einem längeren saisonalen Haltbarkeitsdatum ausgestatteten Fraktion von Stoß und Wurf das Wettkampf-Angebot aus, die womöglich noch verbesserungsbedürftige Jahresbestleistung aufzupolieren. Natürlich können wir an dieser Stelle zwangsläufig keinen flächendeckenden Teppich ausbreiten. Aber für jene, die in Hessen und um Hessen herum ihren Lebensmittelpunkt haben, denen sei aus eigener mehrfacher Erfahrung der nunmehr 32.Stoßer- und Werfertreff morgen in Villmar an der Lahn bei Limburg anempfohlen (siehe Link). Eine von Frontmann Walter Haas liebevoll organisierte Traditionsveranstaltung von Werfern für Werfer mit der für Vielstarter breiten Palette von Kugel, Diskus, Speer, Steinstoßen und Schleuderball auf dem idyllisch gelegenen Waldsportplatz.
Selbstverständlich mit Senioren-Wertung ab M/W30 aufwärts und auch in kleineren Häppchen zu haben. Dazu gibt es ein prima Catering zu volkstümlichen Preisen sowie Ehrenpreise für herausragende Leistungen. Und als wäre das nicht schon genug, verheißt der Altweibersommer obendrein beste äußere Bedingungen mit Sonnenschein und nicht allzu üppigen Temperaturen. Sollte es mit dem späten Hausrekord anno 2018 nicht klappen, bleibt immerhin das gesellige Treffen im friedlichen Wettstreit unter Gleichgesinnten.

Heutige Feiertag auch ein sprudelnder Quell für Wurfveranstaltungen

(Überall in der Republik/Krefeld, 03. Oktober 2018) Bei aller mir vor fast 74 Jahren in die Wiege gelegten und fortan mit mir gewachsenen, von Dritten nachgesagten Fantasiebegabung, die glücklicherweise auch vor dem Alter nicht haltmacht, kann ich die Sprache nicht ständig neu erfinden. Die deutsche Geschichte erst recht nicht. Warum das jetzt? Der Blick auf das Datum verrät es und das die meisten unter den Werktätigten heute nicht zur Arbeit antreten müssen. Es ist Feiertag, der „Tag der deutschen Einheit“. Dazu habe ich im Vorjahr die Kolumne Einwurf aus der Mitte mit der Überschrift „Es hat schon weitaus positivere ,Tage der deutschen Einheit‘ gegeben“ (siehe Link) verfasst. Die kann getrost als Blaupause herhalten. Wobei sich so manch negative Szenarien sogar noch verschärft haben. Auf Anhieb fällt mir nix ein, was besser geworden wäre. Und während ich dies schreibe, singt aus dem Radio auf WDR4 Wolfgang Niedecken von BAP wie zum Hohne den  Titel „Alles im Lot, alles wird jot“. Seine Worte in Gottes Gehörgang und die der Bundesbürger ohne und mit Migrationshintergrund!
Aber werden wir unserer eigentlich Mission und Profession entsprechend sportlich. Dieser Feiertag ist landauf, landab auch stets ein sprudelnder Quell speziell für Veranstaltungen für mehr oder weniger passionierte Werfer/innen. Davon geben die einschlägigen Wettkampf-Datenbanken, zum Beispiel ladv.de, Zeugnis. Wer also nicht noch Attraktiveres vorhat, der mache sich kundig und spontan auf den Weg.
Viel Spaß und Erfolg! Bei was auch immer.

Eine leibhaftige Olympiadritte von 2000 beim Werfertag im Ring

(Bremen-Huchting/Krefeld, 04. Oktober 2018) Mitunter hilft „Kommissar Zufall“. Wenn wir schon in unserem gestrigen Beitrag darauf hingewiesen haben, dass der „Tag der deutschen Einheit“ beiläufig auch ein sprudelnder Quell von Werfertagen zu sein pflegt, wollten wir selbstverständlich auch ein exemplarisches Beispiel herausgreifen. Und siehe da, sind wir dabei gleich beim ersten Zugriff, großes Ehrenwort (!), in vielerlei Hinsicht auf ein ausgesprochenes Juwel gestoßen. Just auf eine der Pionierinnen des deutschen Hammerwurfs, die bei der Erstaustragung dieses Wettbewerbs für Frauen unter den Olympischen Ringen im Milleniumsjahr 2000 in Sydney (Australien) mit 69,28m, damals zugleich deutscher Rekord, die Bronzemedaille gewann. Der Name davor oder dahinter: Kirsten Münchow (im Bild).
Darunter tritt sie heutzutage bei ihren seltener gewordenen Wettkämpfen freilich längst nicht mehr auf. Hilbig heißt die geschiedene Klose mittlerweile. Und als solche ging sie gestern beim 53.Werfertag des TuS Huchting in den Ring. Da bewies die amtierende Europameisterin der W40 (53,32m), dass sie altersgemäß immer noch auf verdammt hohem Niveau mit dem 4-Kilo-Hammer unterwegs ist. Mit 53,05m aus dem dritten Versuch blieb die inzwischen 41-Jährige nicht allzu weit hinter ihrem deutschen Altersklassen-Rekord von 55,17m vom 01.Juli 2017 in Braunschweig zurück. Das legt den Schluss nahe, dass sie nicht nur den Werfer-Nachwuchs des VfR Evesen, sondern auch sich selber trainiert.
Ergebnisse von diesem Meeting und den vielen weiteren Veranstaltungen unter ladv.de.

Klub-Gründervater Peter Speckens mit seinem Saisonausklang zufrieden

(Düsseldorf/Übach-Palenberg/Trier/Krefeld, 02.Okotber 2018) Machen wir noch einen kleinen, indes leicht amputierten Nachdreher zum „Herbstrauschen“ jener Veranstaltungen, die wir in unserem entsprechenden Fenster genannt haben. „Amputiert“ aus dem Grunde, da trotz zweier Karenztage die Ergebnisse vom Abschlusswerfertag zum 50-jährigen Jubiläum des SVRW Schlafhorst in Übach-Palenberg nahe Aachen bei Online-Stellung dieses Beitrages noch nicht veröffentlicht sind. Unsererseits können wir das Scheunentor nur aufmachen, durchgehen müssen die Verantwortlichen der Klubs. Dennoch können wir zumindest mit einem Resultat aufwarten. Gründervater Peter Speckens (*1935) war zum Ausklang der Saison mit seinen 38,28m im Hammerwurf der M80 (SBL 40,50m) sehr zufrieden.

Diskuswerfer Johann Stein in passabler Spätform

Eine passable Spätform und zugleich die beste Leistung beim Offenen Senioren-Sportfest in Düsseldorf-Lierenfeld zeigte am vorigen Samstag auch Diskuswerfer Johann Stein (im Bild) vom TV Werther. Der knapp noch 66-jährige amtierende Deutsche Meister der M65 (45,00m) gewann mit 42,60m recht deutlich die gemeinsame Wertung der M60/65. Alle seine fünf gültigen Versuche lagen jenseits der 40-Meter-Marke. Die verpasste denkbar knapp um sechs Zentimeter der immer noch an den Nachwirkungen eines Sportunfalles laborierende zweitplatzierte Rolf Griesberg (*1952/M65) vom Pulheimer SC mit 39,94m. Weitere Würfe von ihm, die womöglich den leibhaftigen Stein noch ein wenig mehr ins Rollen gebracht hätten, landeten außerhalb des Sektors. Künstlerpech!

Rekordjagd nicht von Erfolg gekrönt

Schon eine Anleihe bei den jüngeren Semestern müssen wir nehmen, um ein vorzeigbares Ergebnis vom 16.Ernst-Klement-Memorial Sonntag im Moselstadion in Trier zu vermelden. Auf der Jagd nach dem belgischen Rekord im Hammerwurf der Frauen (67,30m) erzielte die häufig in Deutschland startende 23-jährige Vanessa Sterkendries von Sparta Vilvoorde ausgezeichnete 65,58m.
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