Staffeltitelkämpfe ab 2019 zu eigener Veranstaltung ausgekoppelt

(Darmstadt/Krefeld, 29. November 2018) Falls überhaupt, berichtete das Referat Kommunikation & Medien diesmal für seine Verhältnisse geradezu sensationell schnell auf der DLV-Netzseite unter News vom 26.November 2019 von der Verbandsratssitzung (23.November) am Geschäftssitz in Darmstadt. Darin ist von der Vergabe noch bisher vakanter Meisterschaften zu erfahren, aber auch, dass die bislang verstreut ausgetragenen nationalen Titelkämpfe für die Langstaffeln ab 2019 für alle Altersklassen zu einer eigenen Veranstaltung ausgekoppelt werden sollen. Ein Ausrichter für diese DM-Premiere würde zeitnah bekannt gegeben. Was im Umkehrschluss heißt, dass es noch keinen gibt. Also ein Unternehmen mit (noch) ungewissem Ausgang.
Wenngleich eine durchaus sinnvolle Maßnahme, wird sie nicht überall auf ungeteilten Beifall stoßen.
Sicherlich nicht in Zella-Mehlis (Thüringen) als „Stand-by-Schauplatz“ für die Wurf-Fünfkampf-DM der Senioren/innen, die vor Jahren die Langstaffeln der Talente von gestern und vorgestern aus guten, nicht zuletzt auch monetären Gründen angedockt haben. Das ist nun mal eine wegfallende Wirtschaftsquelle. Auch für die speziell im Sommer nicht auf Rosen gebettete Hotelerie und Gastronomie der Region.

Mit Dieter Tisch einer von der Basis in wichtiger Position

Obschon ursprünglich der Verbandsrat eine Entscheidung treffen wollte und sollte, entpuppt sich der Austragungsort und Termin (bisherige Bewerber Baunatal und München) für das Finale der Team-DM Senioren (früher DAMM) 2019 weiterhin als Hängepartie. Darüber war auch in dem gestrigen „Nachdreher“ in der Senioren-Spielecke nichts zu erfahren. Wohl, dass der bisherige kommissarische Vorsitzende des Bundesausschuss‘ Senioren Ralf Haferman (Ohrdruf) nunmehr offiziell in seinem Amt bestätigt wurde und der sprintende, mit und ohne Hürden, Pfalz-Vizepräsident Dieter Tisch (Ludwigshafen) fortan Fachkommissionsleiter Wettkampf-Organisation Stadion sein wird. Bei Hafermann werden gewiss längst nicht alle (da schließe ich mich ein) lauthals Hurra schreien. Anders bei Tisch, der als Aktiver und weithin anerkannter, viel gefragter Regelexperte in Personalunion eine ausgesprochen gute Wahl darstellt. Ein Mann von der Basis eben.

Stadion-Europameisterschaft 2019 in Italien: (K)eine Nacht in Venedig?

Kommentar

Nebenbei bemerkt

(Venedig/Krefeld, 28. November 2018) Wird es im kommenden Jahr nicht zum „Sei mir gegrüßt, mein holdes Venetia!“ kommen? Wird es nichts mit einer Gondelfahrt auf dem Canale Grande unter die Seufzerbrücke hindurch und einem Espresso auf dem Markusplatz? In den Ohren immer die Musik aus der Operette von Johann Strauß, der seine Musikfreunde mit zauberhaften Melodien nach Venedig entführt.

Noch keinerlei Details zu kontinentalen Titelkämpfen


In der Zeit vom 05. bis 15.September 2019 hat der europäische Seniorenverband European Masters Athletics (EMA) die Stadionmeisterschaften in Venedig (Italien) annonciert. Doch keiner weiß etwas Genaues. Noch immer ist die Netzseite des italienischen Ausrichters „auf Konstruktion“ und schweigt sich über Details zu den größten kontinentalen Titelkämpfen aus. Kein Zeitplan, keine Ausschreibung, keine technischen Angaben. Zehn Monate vor einer Meisterschaft keine Infos? Das hat es vor dem präsidialen „Reise- und Sonnen-König“ Kurt Kaschke (im Bild) aus Freudenstadt nie gegeben, da lagen die Broschüren bereits bei der vorherigen Stadionmeisterschaft auf dem Tisch, hätte alles schon bei der EM 2017 im dänischen Aarhus präsent sein müssen.

Etikettierung eine schäbige Mogelpackung

Eines jedoch ist schon durchgesickert: Die Meisterschaften 2019 finden an drei Orten statt. Sie werden unter dem schmuckvollen Etikett „Venedig“ verkauft, finden aber in Jesolo, Ereclea und Caorle statt, gemäß dem Schnittmuster von Riccione (ebenfalls Italien) anno 2007, als die Senioren-Weltmeisterschaften in drei Orten stattfanden und die Teilnehmer bei den Fahrten in die verschiedenen Stadien mit der Realität italienischen Straßenverkehrs konfrontiert wurden. So wie jüngst in Malaga (Spanien). Im Klartext: Venedig steht drauf, doch Jesolo, Ereclea und Caorle sind drin! Eine eiskalte, schäbige Mogelpackung!
Die Rechnung zahlen wieder einmal die Aktiven, die neben den Anreisen, die bis zu 80 Kilometer (ein Weg, versteht sich) betragen und die der örtliche Ausrichter auf 55 Kilometer schön redet, wenn man über die Landstraßen fährt und die Natur bewundern kann. Frühbucher haben sich indes bereits in Venedig nach Unterkünften umgesehen, denn die Lagunenstadt ist ja der offizielle Ort der Ausschreibung. Noch einmal: Nichts Genaues weiß keiner!


EMA lässt gegenüber EMG in Turin Professionalität vermissen

Wundert’s dann, wenn die treue Fangemeinde der EMA sich für die European Masters Games (EMG) in Turin interessiert, die an einem Ort und in einem Stadion stattfinden, das dazu noch zu einem familienfreundlichen Urlaubszeitraum. Die EMG sind für die Zeit vom 26. Juli bis 04. August 2019 ausgeschrieben, der Zeitplan und alle Regularien liegen seit Monaten vor (wir berichteten). Professionalität ist bei den Games-Organisatoren kein Fremdwort, definiert sich nicht über das Kaschke-Delegationsprinzip, wo der EMA-Präsident und Schirmherr nie Verantwortung übernimmt und die Athleten/innen mit unschöner Regelmäßigkeit sinnbildlich im Regen stehen lässt.

DLV: Still ruht der See zur Vergabe der Team-DM Senioren 2019

(Darmstadt/München/Baunatal, 26. November 2018) Mit Spannung erwartet wird in der einschlägigen DAMM-Szene der potenziellen Endkampf-Teilnehmer die Vergabe des Finales der Team-DM Senioren 2019. Wie LAMPIS exklusiv berichtete, hat die LG Stadtwerke München ihren Hut zur Bewerbung in den Ring geworfen und damit eine Kampfabstimmung mit dem diesjährigen Ausrichter Baunatal heraufbeschworen. Die Entscheidung darüber fiel am vorigen Freitag bei der Verbandsratssitzung des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) an dessen Geschäftssitz in Darmstadt.

Informationen sind eine Bringschuld

Doch wie nahezu immer, wenn es um die Bringschuld der Informationspflicht geht, ruht beim DLV still der See, einschließlich der von Öffentlichkeitsarbeiterin, Wurf-Allrounderin und Mainzelfrau (ZDF) Bettina Schardt von der MTG Mannheim zu verantwortenden Senioren-Spielecke auf der Verbandsnetzseite. Stattdessen bekommt dort der leidlich Mittelstrecke laufende C-Klasse-Comedian Klaus-Jürgen „Knacki“ Deuser eine vermutlich von ihr eingefädelte Kolumne im Monatstakt. Was soll der Quatsch, gibt es keine drängenderen, interessanteren Themen? Doch! Siehe Beispiel.
Also haben wir den Umweg über den DLV-Rahmenterminplan 2019 gewählt, ob vielleicht hier heimlich, still und leise eine Aktualisierung vorgenommen wurde. Ebenfalls Fehlanzeige. Da steht die Team-DM immer noch in der Fußleiste unter „NN“ wie vakant. Eigentlich auch nur teilweise richtig, da es mit Baunatal einen schon allzu frühzeitig ausgerufenen örtlichen Veranstalter gegeben hat.
Versteht sich peripher, dass wir auf dem „Obergefreiten-Dienstweg“ am Thema dran bleiben und alsbald Vollzug melden werden.

LAMPIS einmal mehr als Leit- und Leidmedium für einen Verband

(Duisburg/Krefeld, 27. November 2018) Sieh an, sieh an, es geht doch! LAMPIS hatte im Beitrag vom 25.November 2018 „Neuerdings arbeitet der Landesverband Nordrhein äußerst schludrig“ moniert und mokiert, dass der LVN als Schirmherr die Offenen NRW-Meisterschaften der Ü30-Generation am 12. Januar 2019 im Düsseldorfer Arena-Sportpark in seinem Wettkampfkalender 2019 noch nicht aufgenommen hatte. Unser „Zuruf“ hat geholfen. Gestern pflegte er auf seiner Netzseite die Veranstaltung ein, sogar schon mit Ausschreibung (Meldeschluss ist am 31.Dezember 2018) und Zeitplan.

Da hat wohl eine/r den ausgerufenen Boykott sabotiert
 
Offenbar gibt es doch eine undichte Stelle beim LVN respektive seiner verantwortlich handelnden Personen in der Geschäftsstelle in Duisburg. Denn der Verband hat unser Internet-Portal, namentlich den Autor dieser Zeilen, im Vorjahr wegen angeblich missliebiger Berichterstattung für Informationen jedweder Art mit einem Bannstrahl und den künftigen Aufruf unserer Seite mit einem dienstlichen Boykott belegt. Was indes eine/r in seiner Freizeit macht, ist ihm/ihr schlussendlich nicht vorzuschreiben. Da sind der Neugier nun einmal keine verordneten Grenzen zu setzen. Oder soll gestern rein zufällig bei LVN-Wettkampfreferentin Petra Bous (im Bild) oder sonst wem die Erleuchtung gekommen sein, dass diese Titelkämpfe im Terminkalender noch fehlten? Schwerlich vorzustellen, so viel Zufall auf einmal in derselben Sache!
Kurzum: Den Sportschuh ziehen wir uns an, klopfen uns selbstgefällig auf die Schulter, wieder einmal zum Wohle der Aktiven tätig geworden zu ein. Was allerdings immer noch fehlt, ist der Bericht von der LVN-Seniorentagung am 14.November 2018.

Neuerdings arbeitet der Landesverband Nordrhein äußerst schludrig

(Duisburg/Düsseldorf/Krefeld, 25. November 2018) Ehedem stand mein sehr akribisch arbeitender heimischer Landesverband, der LV Nordrhein (LVN) mit Sitz in Duisburg, bei mir unter Arten- und Denkmalschutz. Die Vergangenheitsform verheißt es schon: Die Zeiten sind vorbei. Und das keineswegs aus dem Grund, dass der LVN mir nach jahrzehntelanger gedeihlicher partnerschaftlicher Zusammenarbeit zum Wohle der gemeinsamen Sache aus fadenscheinigen Erwägungen vor gut einem Jahr (siehe Link) die „Freundschaft“ gekündigt hat. Nicht, dass ich bis dahin aus lauter Nächstenliebe den Mantel des Stillschweigens über das eine oder andere gelegt und eine Bevorzugung gegenüber anderen Verbänden stattgefunden hätte. Ohne jetzt von Berufsethos eines Sportjournalisten zu faseln – es gab eben höchst selten Anlass für die dann auch sachlich-fachlich geäußerte Kritik. Wer den Gleichheitsgrundsatz einfordert, muss ihn auch selber erfüllen.

Ein Armutszeugnis in dreifacher Ausführung

Machen wir den LVN also an seinen aktuellen Versäumnissen auf seiner schon elendig lange im Umbau befindlichen Netzseite fest (auch ein Armutszeugnis!), auf der das Fenster „Senioren“ geschlossen, dafür eines für die Jugend eingerichtet wurde (darüber berichteten wir schon bei einem früheren Anlass). Im Wettkampfkalender sind die Offenen NRW-Meisterschaften der Ü30-Generation am 12.Januar 2019 im Arena-Sportpark in Düsseldorf, die unter dem Patronat des LVN stehen, bislang nicht aufgeführt. Dass wir in unserem gestrigen Beitrag diesen Termin nennen konnten, ist schlicht der Tatsache zur verdanken, dass wir auf dem Internet-Portal des Westfälischen Leichtathletik-Verband (FLVW) fündig geworden sind.  Des Weiteren fehlt bis dato, elf Tage nach dem Ereignis, ein Bericht von der LVN-Seniorentagung am 14.November 2018 im „Haus des Sports“ in Duisburg.
Das darf dann wohl mit Fug und Recht als Schludrigkeit bezeichnet werden. Es kann freilich auch unter der handelsüblichen Überschrift firmieren, dass es „lediglich“ um Senioren/innen geht. Immerhin in der Leichtathletik die größte Fraktion bundesweit.