Wieder ein Ostern, das allenfalls in den Klostern normal verläuft

(Berlin/Krefeld, 02. April 2021) Mit „Es war einmal“ pflegen alle Märchen anzufangen. Das trifft auch im Jahr zwei der Corona-Apokalypse auf dieses wie auf das vorige Osterfest zu. Wo früher Brauchtumspflege im hohen Fest der christlich-katholischen Kirche (dem Kreuztod und der Wiederaufstehung Jesu) mit allerlei Sitten und Unsitten angesagt war, wird die gestern zu Ende gegangene sechswöchige Fastenzeit auf andere Weise verlängert. Ein in den so genannten sozialen Medien kursierender Spruch: „Früher wurden an Ostern noch die Eier versteckt, heutzutage müssen die Ostergäste versteckt werden.“

Bundespräsident Steinmeier appelliert an „die Geduld, Disziplin und Solidarität“

Noch besser wäre es allerdings angesichts der bedrohlichen Gemengelage davon völlig abzusehen. Ein frommer Wunsch, ich weiß. Die Virologen, Immunologen und was nicht sonst noch so alles sprachlich-beruflich gesehen diesbezüglich in Logen zu Hause ist, befürchten nach den in Summe vier Feiertagen am Stück einen rasanten Anstieg der eh schon exorbitant hohen Infektionszahlen in unserer schon lange wiedervereinigten Republik. Dazu stoßen dann noch die Rückkehrer aus dem heimlichen 17. deutschen Bundesland Mallorca. Ein verhängnisvoller Viren-Cocktail, weitaus schlimmer als Sangria bis zum Abwinken am Ballermann.
Wie vorab verlautete, wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner öffentlichen Osteransprache aus dem Schloss Bellevue in Berlin an „die Geduld, Disziplin und Solidarität“ der Bevölkerung appellieren. Noch so’n frommer Wunsch.
Nichtsdestotrotz oder gerade deswegen wünscht LAMPIS und namentlich der Autor dieses Beitrages allen getreuen Stammbesuchern, Gelegenheitsgästen und Funktions(last)trägern ein möglichst frohes Osterfest Anno Domini 2021! Hoffentlich das letzte dieser pandemischen Abart. Und nicht zuletzt der pauschale Dank an alle, die sich aufopferungsvoll für die arg ramponierte Volksgesundheit einsetzen!!!

Nur knapp daneben: Ein Aprilscherz mit hohem Wahrheitsgehalt

(Darmstadt/Sindelfingen/Krefeld, 02. April 2021) April, April, der macht doch was er will. Nicht allein mit Wetterkapriolen. Mittlerweile haben wir uns und unseren treuen Lesern altem Brauchtum folgend, als zu dem Zeitpunkt noch die Ausbildung begann und „Azubis“ veräppelt worden sind, zum zwölften Mal in Serie einen Aprilscherz gegönnt. Sie sind inzwischen berühmt-berüchtigt. Insbesondere bei den Personen und Institutionen aus der Leichtathletik, die von uns auf die Schippe genommen oder hemmungslos durch den sinnbildlichen Kakao gezogen werden. Dabei zeichnen sie sich – und da müssen wir uns nicht einmal selber beweihräuchern – durch viel Liebe bis in letzte Detail und einem hohen Wahrheitsgehalt aus. Hand aufs Herz: Da ist schon so manch eine/r ins Grübeln gekommen.

Fakten bis ins kleinste Detail ausgeschmückt

Das war diesmal nicht anders. Schließlich stimm(t)en nahezu alle nackten Zahlen, Daten, Fakten. Dazu stehe ich auch ohne das ominöse Datum vollinhaltlich zu meiner Einschätzung über diese Karikatur eines Verbandspräsidenten. Außerdem ist die Konstruktion um DLV-Seniorensprecher Heiko Wendorf keineswegs so weit hergeholt, wie die „Ich hab’s ja gleich gewusst“-Tönenden bis gerade noch vermutet haben. Es war tatsächlich mal eine Kandidatur angedacht, haben verschiedene Sondierungsgespräche bis in höchste Verbandskreise hinein stattgefunden. Die Namen sind LAMPIS bekannt, werden aus Gründen des Vertrauensschutzes selbstverständlich nicht genannt. Schlussendlich wollen wir sie keinen Repressalien aussetzen, da Jürgen Kessing als einziger Bewerber zwangsläufig wiedergewählt wird. Der 64-Jährige (Ver-)Steuermann dürfte wie die meisten Amtsinhaber zu eitel sein, von sich aus zu der Erkenntnis zu gelangen, der falsche Mann am falschen Platz zu sein.

Noch eine frohe Botschaft zum Schluss der Aufklärung

Eine frohe Botschaft haben wir indes noch zum Schluss der Aufklärung. Mit der Hilfe und Unterstützung seines Landesverbandes Thüringen und dessen Lobbyarbeit soll versucht werden, dass Wendorf schon einmal über irgendein präsidiumsnahes Gremium bei diesem Leuchtturm-Verband mit angeblich weltweiter Strahlkraft einen Fuß in die Türe bekommt. Das wäre zumindest mal ein Anfang.

Alleswisser von Wikipedia wissen eben doch längst nicht alles richtig

(San Francisco/Krefeld, 31. März 2021) Niemand weiß alles, man(n)/frau muss lediglich wissen, wo es steht. Ein unerlässlicher Ratgeber in nahezu allen Fragen ist die weltweit agierende digitale freie Enzyklopädie Wikipedia mit Hauptsitz in San Francisco (USA). Aber auch die Alleswisser, die am 15.Januar 2021 ihr 20-jähriges Bestehen feierten, wissen längst nicht alles. Wer Kugelstoßen aufruft, der erfährt unter der Zwischenüberschrift Geschichte und Regeln", dass sie 7,257 Kilogramm in der Männer-Klasse zu wiegen hat. Das war einmal und ist schon gaaanz lange nicht mehr. Dies war bereits falsch, als das virtuelle Lexikon 2001 an den Start gegangen ist. Ein solch „leichtes“ Gerät würde keine Wettkampfkontrolle auf diesem Globus unbeanstandet passieren. Es sei denn, die Waage oder der „Kontrolletti“ ticken nicht richtig. Stoß und Wurf zugetane Fachleute unter unseren Lesern müssen wir nicht erklären, dass das runde Eisen mit einem zulässigen Höchstdurchmesser von 130 Millimeter 7,26 Kilo zu wiegen hat – und kein Gramm weniger!
Nachforschungen von Diskuswerfer Christian Welke (*1961) von den Sportfreunden Forchheim in den IAAF-Handbüchern haben ergeben, dass die Änderung irgendwann zwischen 1973 und 1977 stattgefunden hat. Wer immer mit der Materie nicht vertraut ist, bedient sich des falschen Eintrages in Wikipedia. Den Hinweis haben wir wiederum von Wurf-Allrounder Klaus Kynast (*1949) aus Hagen, der dieses triumvirate Gemeinschaftswerk überhaupt erst ermöglichte.
Versteht sich am Rande der Bande, dass ich nach Erscheinen dieses Beitrages (sonst könnte ich den Beweis ja nicht antreten) Wikipedia informieren werde, damit künftig zumindest diese
Fake News" nicht mehr (gerne und oft auch mit 7,25 kg) durch den analogen und digitalen Blätterwald geistert. Fakten sollten schlicht und ergreifend stimmen, sonst sind sie nichts wert.
Redaktioneller Hinweis auf einen aktuellen Beitrag im Fenster Flurfunk.

"Königsmörder" sägen am eh wackligen Stuhl von DLV-Präsident Kessing

Kolumne

Moment mal

(Darmstadt/Sindelfingen/Krefeld, Gründonnerstag,  01. April 2021)
Drücken wir eingedenk der vielen Unzulänglichkeiten und Ungereimtheiten bei der sich für innovativ haltenden Dachorganisation ein bisserl übertrieben auf die Tube: Große Dinge werfen ihre Schatten voraus! Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hält am 17.April 2021 in Sindelfingen (Glaspalast?) seinen Außerordentlichen Verbandstag ab. Ob in Präsenz oder digital, hat er bislang nicht kundgetan zu wissen. Sei’s drum: Doch das Spannende daran sind drei Eckpunkte auf der Agenda: Die Verabschiedung der bereits ausgearbeiteten Strukturreform und in weiten Teilen reformierten Satzung sowie Neuwahlen des Präsidiums. Und in letztgenannter Hinsicht wird seit geraumer Zeit hinter den Kulissen eifrig gewerkelt, sägen sinnbildlich einige „Königsmörder“ am eh äußerst wackeligen Stuhl des nominellen, leider wieder kandidierenden Präsidenten Jürgen Kessing (*28.03.1957) aus Bietigheim-Bissingen.

Ein von Beginn an umstrittener Steuermann

Der seinerzeit kurz zuvor durch eine Alkoholfahrt mit etwas über 1,1 Promille (Straftatbestand!) aufgefallene, von Beginn an im November 2017 umstrittene „Steuermann“ hat in den knapp 3,5 Jahren seine Unfähigkeit auf allen denkbaren Gebieten gründlich nachgewiesen. Während seiner ersten und hoffentlich letzten Amtszeit ging es mit der einstigen deutschen Leichtathletik-Herrlichkeit stetig bergab. Der (vorläufig) absolute Tiefpunkt waren jüngst die Corona-verseuchten Hallen-Europameisterschaften der Männer/Frauen im polnischen Torun mit dem 16.Rang einer großen Mannschaft mit 48 Aktiven im ansonsten liebend gerne polierten Medaillenspiegel. Gerade mal so eben vor dem „Giganten“ Aserbaidschan. Als Oberbürgermeister jener Kleinstadt in Baden-Württemberg ist Kessing allein schon von Berufswegen ein Verwalter, kein Gestalter mit unabdingbar erforderlichen unternehmerischen Fähigkeiten in solch hochrangigem Ehrenamt eines Fachverbandes mit fast 800.000 Mitgliedern. Als Minimalprofil verlangt es zumindest eines gekonnten Delegierfingers mit zielbringenden Maßnahmen und Entscheidungen.

Sein zweiter Wohnsitz ist das Fettnäpfchen

Obendrein taugt der blasse, uncharsismatische 64-Jährige nicht einmal zur repräsentativen Galionsfigur als Gruß-August und Frühstücksdirektor. Mit seiner tollpatschigen rhetorischen Art tritt er zielsicher in jedes Fettnäpfchen, das sich ihm in den Weg stellt, machte es gewissermaßen zu seinem zweiten Wohnsitz. Eine kleine Auslese seiner glücklicherweise eher seltenen, dafür jedoch höchst seltsamen Verlautbarungen im sinngemäß verkürzten Kontext: „Das bisschen DLV mache ich für die 100 Euro monatliche Aufwandsentschädigung noch nebenbei.“ – „Ich fand es bei der WM in Doha gar nicht so heiß.“ – Beim DLV bin ich Vorgesetzter von über 50 hauptamtlichen Kräften.“ Dies sind freilich nur jene in der Geschäftsstelle in Darmstadt, in deren bevorzugten anglizistischen Sprachgebrauch „Bowel City“ genannt.

Aufwand steht in krassem Missverhältnis zum sportlichen Erfolg

Danke für das Stichwort! Denn darauf sind neben den vielen Direktoren, deren Stellvertretern, Referatsleitern, Projektmanagern (früher hieß das schlicht Sachbearbeiter; die leitende Putzfrau ist vermutlich Projektmanagerin Cleaning = Reinigung) noch einmal 68 Bundestrainer und elf Stützpunkttrainer zu satteln. Veranschlagen wir das eher bescheiden angesetzt im Durchschnitt mit 5.000 Euro Bruttogehalt im Monat, so saldiert sich das in Summe ohne weitere Nebengeräusche wie Reisekosten et cetera auf 650.000 Euro und per anno, Urlaubs- und Weihnachtsgeld nicht mitgerechnet, 7,8 Millionen plus Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung und Berufsgenossenschaft. Es bedarf keines Professors der Mathematik zu der Schlussfolgerung, dass hier der immense finanzielle Aufwand in einem krassen Missverhältnis zum sportlichen Ertrag steht (siehe oben)  

Der Fisch stinkt zuerst vom Kopf

Bekanntlich stinkt der Fisch zuerst vom Kopf. Und dem geht es den gesetzmäßigen Gepflogenheiten zufolge irgendwann an den Kragen. Das soll dem Vernehmen nach justament in Sindelfingen, einer Kreisstadt mit dem unternehmerischen Symbolcharakter und Sternenglanz von Daimler Benz, das erklärte Vorhaben jener „Königsmörder“ sein. Dessen bedarf es zwangsläufig eines geeigneten Gegenspielers. Der wurde nach unseren gemeinhin verlässlichen Informationen in DLV-Seniorensprecher Heiko Wendorf (im Bild) aus Neustädt gefunden. Der selbständige 50-jährige Wirtschaftsjurist bringt auf vielerlei Gebieten das – Achtung: DLV-Deutsch – „Know how“ (Wissen) mit, ist ein Macher, Anpacker, Visionär. Er machte sich im Vorjahr weit über seine thüringischen Landesgrenzen hinaus einen klangvollen Namen mit der ersten bundesweiten Leichtathletik-Veranstaltung, dem 4.Neustädter Kugel-Cup mit der versammelten deutschen Spitzenklasse, nach dem „Lock down“ (wir berichteten mehrfach in Vorschauen und Reportage). Seither ist der Ehemann und spätberufene Vater des vierjährigen Sohnes Paul ein oft gefragter Gesprächs- und Interviewpartner weit über den Senioren-Bereich hinaus.
Jetzt muss er demnächst „lediglich“ noch gewählt werden. Daumendrücken ist nicht nur erlaubt, sondern im Interesse der Sache ausdrücklich erwünscht.

Zwei miteinander konkurrierende internationale Titelkämpfe in 2022

(Tampere/Kansai/Krefeld, 30. März 2021) Früh krümmt sich, was ein Häkchen werden will. Wenngleich es noch eine ganze Weile hin ist, verbreiten wir schon mal in auch sportlich tristen Zeiten wie diesen der unvermindert tobenden Corona-Geißel ein wenig positive Stimmung. Der Senioren-Weltverband World Masters Athletics (WMA) bestätigte heute auf seiner Netzseite den bereits angedachten Termin für die 2020 in Toronto (Kanada) ausgefallenen, nach Tampere (Finnland) zunächst auf 2021 verlegten und letztlich nach 2022 aufgeschobenen Weltmeisterschaften der Ü35-Generation. Alles klar? Jetzt aber! Exakt ist es der Zeitraum von 29. Juni bis 10.Juli 2022 in der 227.000-Einwohner-Stadt im Süden des skandinavischen Landes im hohen Norden.   .
Ganz so verworren ist es bei den World Masters Games (WMG) mit 28 Sportarten nicht. Die waren und sind aller notwendigen terminlichen Verschiebungen zum Trotz unverändert im japanischen Kansai angesiedelt. Sie treten, wenn auch nicht überlappend, in Konkurrenz zur WM, finden vom 13. Mai bis 29. Mai 2022 statt. Obschon sie nicht den Stellenwert reiner Leichtathletik-Titelkämpfe haben, können sie mit einem touristisch sehr reizvollen Schauplatz auf dem Inselstaat im Pazifik in Ostasien wuchern. Das Meldeverfahren wird bereits am 13.Mai 2021 eröffnet (siehe Link).