Werfertag an Karsamstag in Lübeck erfreute sich großer Beteiligung

(Lübeck/Krefeld, 21. April 2019) Wie von uns richtig gemutmaßt, gibt es ihn also, den Bedarf sich an Ostern nicht nur mit entsprechendem Brauchtum zu beschäftigen, sondern daneben auch sportlich zu betätigen. Der Werfertag des LAC Lübeck am gestrigen Karsamstag im Stadion Buniamshof war der schlagende Beweis, erfreute sich unter dem dicken Strich einer recht großen Beteiligung über die Region hinaus. Und da mit Uwe Mundt und Martin Kath frühere Aktive am professionellen elektronischen Werk waren, stand die Online-Ergebnisliste bereits zeitnah auf der Netzseite des Klubs zur Verfügung. Das wiederum ermöglicht uns diesen sinnvollen Anlass, statt krampfhaft nach journalistischen Ostereiern zu suchen.

Ralf Mordhorst verpasste mit Diskus „Fünfziger“ um einen Zentimeter

Lokalmatador Ralf Mordhorst machte als Doppel-Weltmeister der M45 von Torun den Weg für die Senioren frei und startete in der Männer-Klasse.  Da war der Hausherr freilich buchstäblich konkurrenzlos, stieß die Kugel  14,17m weit und warf den Diskus bei „gnadenlosen“ Offiziellen, die sich nicht den Anstrich von Heim-Schiedsrichtern geben wollten, auf 49,99m. Nicht nur weil es halt korrekt war, ließ es sich für ihn insofern verschmerzen, als er bei seinem WM-Erfolg mit 50,63m die 50-Meter-Marke bereits übertraf.  
Ausnahme-Kugelstoßerin Jana Müller-Schmidt (*1964) von der SG Osterholz, mit 14,56m Hallen-Weltbeste der W50, ist nach ihrem Super-GAU bei der WM (sie hatte vergessen sich für den Wettkampf einzuschreiben; wir berichteten) offenbar in ein gaaanz tiefes Loch gefallen. Wenngleich sie diesmal mit der 4-Kilo-Kugel (altersgemäß 3 kg) in den Ring ging, sind für sie in Topform 12,30m kein angemessenes Equivalent. Da sollte die 13 schon vor dem Komma stehen.

Einzug ins DAMM-Finale in der "Weltstadt mit Herz" ein attraktives Ziel

(Emmerich/München/Krefeld, 20. April 2019) Nichts lag uns ferner als die Pferde scheu zu machen und – um im tierischen Bilde zu bleiben – bei den (un-)verantwortlich handelnden Personen beim Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) schlafende Hunde zu wecken. Denn die nationalen Totengräber der einstigen olympischen Kernsportart rationalisieren gerne mal mit einem Handstreich etwas weg. Alle Versuche, die gute alte Deutschen Altersklassen-Mannschaftsmeisterschaft (DAMM) kaputt zu reformieren, sind bislang glücklicherweise gescheitert. Dabei soll es auch tunlichst bleiben. Insofern sei eingeräumt, dass der mahnende Zeigefinger von uns kontraproduktiv war, von einem nachlassenden Interesse an der DAMM zu fabulieren.

LG Kindelsberg veranstaltet eigenen Durchgang

Kurzum: Bei näherer Betrachtung ist die rückläufige Resonanz am NRW-Finale (05. Mai 2019) in Emmerich von 21 Teams im Vorjahr auf nunmehr 17 längst nicht so erdrutschartig, wie es auf den ersten, oberflächlichen Blick erscheint. Dabei ist nämlich in Rechnung zu stellen, dass die LG Kindelsberg Kreuztal sich mit drei Mannschaften ausklinkt und am 25.Mai einen eigenständigen Qualifikationswettkampf veranstaltet. Sicherlich nicht im eigenen Saft schmorend ohne Gäste-Teams. Das war bei Veröffentlichung unseres oben erwähnten Beitrages nach dem gut gemeinten Motto „Wehret den Anfängen“ noch nicht bekannt. Und weiterhin bleibt erst mal abzuwarten, ob die drei traditionellen Schauplätze in Bad Soden, Berlin und der Pfalz  nicht doch noch terminiert werden. Schließlich bleibt dafür noch reichlich Zeit.

Erst beim Meldeschluss am 07. Juli wird Bilanz gezogen

Harren wir also der Dinge, die da wahrscheinlich noch kommen werden und ziehen erst nach Meldeschluss am 07.Juli (siehe Ausschreibung) Bilanz. Aus voller, inbrünstiger Überzeugung sind wir ungebrochen der Meinung, dass die Teilnahme am Finale am 21.September 2019 in der „Weltstadt mit Herz“ München ein in vielerlei Hinsicht ausgesprochen lohnendes, höchst attraktives Ziel darstellt. Nicht zu vergessen in der Kombination mit einem Besuch beim Oktoberfest.

"Mister Wurf-Fünfkampf" Klaus Kynast brachte den Stein ins Rollen

(Hagen/Dortmund/Krefeld, 18. April 2019) Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, soll dereinst der russische Politiker Wladimir Iljitsch Lenin (1870 – 1924) in deutscher Übersetzung gesagt haben. Eine durchaus empfehlenswerte Herangehensweise in allen möglichen Bereichen. Gestandene Mehrkämpfer pflegen in aller Regel auch danach zu verfahren, warten nicht nach getanem Werk das offizielle Endergebnis ab (das übrigens durchaus falsch sein kann, wie die Praxis gelehrt hat), sondern ziehen mit einer eigenen Tabelle nach jeder Disziplin Zwischenbilanz. Schließlich wollen sie wissen, ob sie punktemäßig im Soll liegen. Höchst selten entwickelt sich ein Wettkampf als Wunschkonzert, bei dem eine Bestleistung an die andere gereiht wird. Aber selbst dann will der Mann oder die Frau wissen, wo er/sie steht.

Große Konfusion nach Ermittlung der Punktzahlen

Der für den ASC Dortmund startende legitime deutsche „Mister Wurf-Fünfkampf“ Klaus Kynast (*08.09.1949) aus Hagen in Westfalen, der seit 2003 sage und schreibe 80 von 83 Fünfkämpfen auf hohem Niveau beendete, bedient sich ebenfalls dieser Methode. Dabei staunte der Siebziger in Lauerstellung nach seinem ersten Fünfkampf unter den nationalen Vorzeichen der M70  jüngst im hessischen Borken nicht schlecht, dass er 4.203 Punkte ermittelte, die Urkunde jedoch lediglich 4.110 Punkte auswies. Natürlich rechnete der 69-Jährige das x-mal nach, wählte auch Fallbeispiele. Darunter den deutschen Rekord (4.843 P.) von Hermann Albrecht (*1940) aus 2010 und den Weltrekord (5.067 P.) von Arild Busterud (Norwegen) aus dem Vorjahr bei der WM in Malaga. Danach hätte der „Wikinger“ 5.184 Punkte gutgeschrieben bekommen müssen. Was nun? Etwa ein falsch geführte globale Bestmarke? Schwerlich vorstellbar bei der Gewissenhaftigkeit von EMA-Statistiker Ivar Söderlind (Schweden).

Fünfkampf-Rekord von Hermann Albrecht ist nach unten zu korrigieren
 
Kynast bediente sich daraufhin dem unter leichtathletik.de (Service) hinterlegtem digitalen Mehrkampf-Rechner. Der bestätigte das Ergebnis von Busterud, seine vom Veranstalter TuSpo Borken ausgewiesenen von 4.110, aber bei Albrecht waren es 4.739 statt der als deutsche Bestmarke offiziell notierten 4.843 Zähler. Nun war endgültig kompetenter Rat gefragt. Den stellte der Autor telefonisch zu Bernd Rehpenning aus Garbsen bei Hannover her, dem Schöpfer der Punktewertung „Model results 2010“. Bernd erinnerte sich, dass 2014 just in der M70 wegen eines Ungleichgewichtes die Altersfaktoren beim Kugelstoßen und Hammerwurf marginal nach unten geändert worden sind, demzufolge etwas geringere Punktzahlen herauskamen. Selbstverständlich konnte der Statistik-Guru hier zu Lande das belegen und stellte es uns via Mail zu Verfügung.

LAMPIS einmal mehr als Leit- und Leidmedium des DLV
 
Die Konsequenz aus der Geschicht‘: Der Rekord vom „Herminator“ ist dem gültigen Regelwerk entsprechend nach unten auf 4.739 Punkte zu korrigieren. Aber wer fühlt sich dazu gemüßigt? Nicht alles was LAMPIS als Leit- und Leidmedium aufdeckt, wobei Klaus Kynast den Stein ins Rollen brachte,kommt beim zuständigen Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) an.

Allen Lesern wünscht Lampis ein Frohes Osterfest und eine tolle Saison!

(Krefeld und die Republik, Karfreitag, 19. April 2019) Ganz ohne Gender-Wahnsinn darf sich die holde Weiblichkeit selbstverständlich mit angesprochen fühlen. Und das ohne bestimmte Anrede mit „innen“ dazu ausdrücklich. Also: Liebe Sportkameraden der gepflegten Senioren-Leichtathletik, Stammbesucher, Gelegenheitsgäste, Anhänger und gelegentliche Kritiker unseres Internetportals von, aber nicht nur für Senioren-Werfer/innen (diesmal mit Endung, da unser Untertitel)!
Seit der digitalen Geburt im November 2009 durch die Gründungsmitglieder Peter Holthuijsen, Henk van Bakel, Jan Titular und dem Verfasser dieser Zeilen besteht LAMPIS im zehnten Jahr. Dabei ist in unserem ureigenen kleinen Grenzverkehr zwischen Deutschland und den Niederlanden viel Wasser den Rhein und die Maas hinunter letztlich in die Nordsee geflossen.
Beinahe zwangsläufig waren auch bei uns einige Dinge im ständigen Fluss, haben sich verändert, bin ich inzwischen der verantwortliche Alleinunterhalter. Doch was in all den Jahren Bestand hat(te), dass wir nach guter Väter alter Sitte an hohen Fest- und Feiertagen sowie sonstigen markanten Daten (zum Beispiel 01.April) Brauchtumspflege betreiben. Mithin jährt sich das in 2019 alles zu einem kleinen Jubiläum, nämlich dem zehnten Mal.
Und so ist es am heutigen Karfreitag die angenehme Pflicht, allen Besuchern unserer Netzseite ein Frohes Osterfest zu wünschen! Da es so allmählich in die Zeit passt, verbunden mit viel Spaß und Glück auf eine tolle, möglichst verletzungsfreie Freiluftsaison bei Lauf, Sprung und Stoß/Wurf!

Für "Nordlichter": Ein Werfertag als Abwechslung im österlichen Einerlei

(Lübeck/Krefeld, 17. April 2019) Ostern – sofern nicht als Dienstleister irgendwo im wonnevollen Einsatz am Menschen – vier lange Tage am Stück frei. Ostereier suchen, kippen und essen wird auch irgendwann langweilig. Und wohin mit all der überschüssigen Kraft? Ein Albtraum, es darf auch ein Alptraum sein (es gibt tatsächlich beide Schreibweisen, die zweite hat nix mit den Alpen zu tun), für die bekennende Spezies von Stoß und Wurf. Und immer nur Muckibude ist auch nicht der große Brüller. Für „Nordlichter“ ist uns via E-Mail ein Tipp vom relativ frisch gebackenen Doppel-Weltmeister Ralf Mordhorst (M45) von der Hallen- und Winterwurf-WM im polnischen Torun in den elektronischen Briefkasten geflattert. Sein Klub LAC Lübeck veranstaltet an Karsamstag (Beginn 13 Uhr) im Stadion Buniamshof einen Werfertag für alle Klassen mit den vier Klassikern Kugel, Diskus, Speer und Hammer. Für Kurz- und Spätentschlossene: Es werden Nachmeldungen angenommen. Mit diesem Link geht es spornstreichs zu Ausschreibung und Zeitplan.
Es sei an dieser Stelle natürlich nicht verschwiegen, dass andere Mütter auch hübsche Töchter haben. Soll heißen, dass womöglich auch anderswo in der eigenen Region österliche Wettkämpfe im Angebot sind. Einfach mal in den einschlägigen Wettkampf-Datenbanken nachsehen (siehe Vorspann in  unserem Fenster „Veranstaltungen“).