Austria: Gottfried Gassenbauer erneut Senioren-Leichtathlet des Jahres

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(Wien/Krefeld, 14. Januar 2016) Duplizität der Ereignisse. Als der gestrige Beitrag unseres Gastautoren Knut Reimann mit allem Drum und Dran verarbeitet wurde, ging eine Mail vom darin in Wort und Bild vorkommenden Österreicher Gottfried Gassenbauer (im Foto) bei uns ein. Nennen wir sie „Klappe, die 2.“ Denn „Gassi“, wie er von seinen Freunden genannt wird, erhielt zum zweiten Mal hintereinander die höchsten ideellen Weihen, die bei unseren alpenländischen Nachbarn für einen Aktiven der Ü 35-Generation zu vergeben sind. Da wird der Gassenbauer gewissermaßen zum Gassenhauer. Der 57-jährige Wiener wurde in einer gleichberechtigten (!) Mischung (anders als hier zu Lande) aus einem Online-Voting und den Stimmen einer Experten-Jury zum Österreichischen Senioren-Leichtathleten des Jahres 2015 gewählt. Dies fiel so überlegen aus, wie er gemeinhin in seiner Heimat gegen nationale Konkurrenz seine Hammerwurf-Wettbewerbe zu gewinnen pflegt. Der Zweitplatzierte folgte mit einem Rückstand von 56,99 Prozent. Da stellte sich die Frage nicht mehr, wem hier hoch verdient diese Auszeichnung zuteil geworden ist. Gleichwohl gut zu wissen, dass seine Landsleute einschätzen können und honorieren, was sie an ihm haben. Nicht nur rein sportlich betrachtet, sondern auch als Herz und Seele in mancherlei Beziehung der Senioren-Szene. 
Den patenten Menschen mit dem verpflichtenden Vornamen angemessen zu beleuchten, der im richtigen Leben Leitender Direktor des gigantischen Sportcenters Donaucity in Wien ist, daher in Puncto Organisation und Improvisation ebenfalls ein Könner, würde diesen Rahmen sprengen. Reduzieren wir es deshalb auf die herausragenden sportlichen Erfolge im vergangenen Jahr in der M55, die er selber als „Genial und optimal" bezeichnet: Europameister im Gewicht- und Hammerwurf bei der Hallen-/Winterwurf-EM in Torun (Polen), Weltmeister im Hammerwurf bei der Stadion-WM in Lyon (Frankreich) und mit 57 Jahren zum 33. Mal Wiener Landesmeister in der Männerklasse (7,26 kg) mit 51,06 Meter. Den ersten Titel feierte er als 18-Jähriger. Die vorjährige Bestleistung des brillanten, mit vier Drehungen werfenden Technikers mit dem altersgemäßen 6-Kilo-Gerät beträgt 56,09 Meter.
Und zu guter Letzt noch ein O-Ton von Gottfried: „Dieser Titel außerhalb des Ringes bedeutet mir sehr viel. Merci vielmals allen, die mir ihre Stimme gegeben haben!“  Natürlich auch von dieser Stelle: Herzlichen Glückwunsch!