LV Nordrhein setzt ohne jede Not eigene Glaubwürdigkeit aufs Spiel

Kommentar

Nebenbei bemerkt

(Düsseldorf/Duisburg/Krefeld, 09. Januar 2016) Rückblende: Wie offen sind eigentlich die Offenen NRW-Senioren-Hallenmeisterschaften am 10.Januar 2016 im Arena-Sportpark in Düsseldorf? Genau diese Frage haben wir einige Tage vor dem offiziellen Meldeschluss (14.Dezember 2015) Wettkampfreferentin Petra Bous (im Bild) vom veranstaltenden Leichtathletik-Verband Nordrhein (LVN) per E-Mail gestellt. „Gemäß unseren Allgemeinen Ausschreibungsbestimmungen sind nur Athleten teilnahmeberechtigt, die einem deutschen Verein angehören“, lautete damals die Antwort. Und genau so haben wir es in unserem Beitrag vom 10. Dezember 2015 auch an die Adresse unserer vielen niederländischen Sportkameraden/innen (etwa 100 sind Lampis-Mitglieder) weitertransportiert. Denn der/die eine oder andere wäre durchaus an einem Start interessiert gewesen. Daher rührte überhaupt unsere Intension.
Was stellen wir bei einem Blick in die finale Meldeliste nach Vereinen (Stand 05. Januar) fest: da tauchen ganz unten mit Hans Smeets (*1947) von Achilles top Kerkrade und Alex Stienstra (*1959) von Laac Twente zwei Niederländer auf. Wieso wird ihnen gewährt, was anderen qua  Ausschreibung und Aussage auf ausdrückliche Nachfrage mittelbar verwehrt wurde? Nur weil sie sich daran gebunden fühlten, dürfen andererseits zwei besonders Hartnäckige durch die Hintertür passieren? Das hat mit gleichem (Un-)Recht für alle herzlich wenig zu tun und konterkariert obendrein die ehernen Ausschreibungsbestimmungen.
Das ist, nett formuliert, schlechter Stil. Und nachvollziehbar haben alle jene (einige sind dem Autor von Namen und Person bekannt) jetzt eine Mordswut im Bauch, die wie ihre beiden privilegierten Landsleute ebenfalls gerne im großen Dorf an der Düssel gestartet wären. Ein solcher Sündenfall ist indes nicht neu, was es keinen Deut besser macht. Bei den Offenen NRW-Senioren-Winterwurfmeisterschaften  am 14.November 2015 in Leichlingen durfte sich ein 22-Jähriger aus Bad Godesberg in einer „lex specialis“ (welcher eigentlich?) außer Wertung mit Kugel, Diskus und Speer bei der M30 einreihen.
Mit derlei völlig überflüssiger Zugeständnisse, die keiner wirklich erwarten darf, setzt der LVN respektive seine (un-)verantwortlich Handelnden ohne jede Not die eigene Glaubwürdigkeit aufs Spiel. Schließlich sind Regeln nun einmal für alle verbindlich und dazu gleich. So einfach wäre das.