Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, bisweilen muss auch Urlaub sein

(Den Burg auf Texel/NL, 19. September 2015) Machen wir es ausnahmsweise zum Einstieg mal in Versform: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, bisweilen muss auch Urlaub sein. Nun werden sich der geschätzte Stammbesucher und Gelegenheitsgast erstaunt die Frage stellen, wo da der dieser Spalte innewohnende Nachrichtenwert liegen soll. Gemach, gemach – der folgt sogleich. Auf die Idee mit der niederländischen Nordsee-Insel Texel brachte mich mein langjähriger Sportfreund Ralf Unger (*1947) aus Kerpen, der mit seiner Frau Christine seit fast einem Vierteljahrhundert, mitunter zweimal pro anno, auf diese Insel reist und kurz vor der Ehrenbürgerschaft steht. Es ist vermutlich wie mit Sylt: wenn einen der Texel-Virus erst einmal infiziert hat, lässt er einen nicht mehr los.
Neben den vielfältigen touristischen Vergnügungen und Sehenswürdigkeiten macht für Leichtathleten aus Leidenschaft  die Verquickungsmöglichkeit mit sportlicher Aktivität ihren zusätzlichen Reiz aus. Damit ist jetzt nicht vordergründig surfen in allen Variationen, segeln und radfahren auf den unendlich vielen, bestens ausgeschilderten Fietspaden, so heißen die hier, gemeint. Nein, vielmehr Leichtathletik in allen Schattierungen. Die Insel-Hauptstadt Den Burg bietet eine vollwertige Anlage für alle Disziplinen. Selbstverständlich für Lauf (400-m-Rundbahn und Sprintgerade) und Sprung mit Kunststoffbelag. Die Trainingseinheit kostet pro Person „geschenkte“ 1,50 Euro. Was die Angelegenheit obendrein vereinfacht: Ansprechpartner beim örtlichen Klub (www.avtexel.nl) ist der deutschstämmige Thomas Richter, der seit 1998 auf der Insel lebt und sein Broodje (richtig: Brot) verdient.
Früher, als die einstigen Giganten TSV Bayer 04 Leverkusen und TV Wattenscheid noch in Rudeln auftraten, hielten sie hier gelegentlich ihre Frühjahrstrainingslager ab, erzählte Richter. Noch der unvermeidliche Tipp für die „Muckibude“. Das Stayfit in Den Burg lässt keine Wünsche offen, ist nicht rund um die Uhr, jedoch an den Wochentagen von 9 bis 21 sowie am Samstag und Sonntag von 9 bis 12 geöffnet. Das Einzeltraining als Gast ist für sieben, die Fünferkarte für 28 Euro zu haben.
Was die Unterbringungsmöglichkeiten angeht gibt es für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas. Ideal sind die Ferienparks, deren schnuckelig, urgemütlich eingerichteten Chalets, Villettas und Bungalows wahre Raumwunder auf vergleichsweise überschaubarer Quadratmeterzahl sind. Natürlich ist die Skala in allen Belangen nach oben offen. Und wie dieser Beitrag und viele andere zuvor seit 07.September beweisen (siehe auch "Flurfunk"), ist die Insel nicht von der elektronischen Außenwelt abgeschnitten. Oftmals gibt es sogar freien W-Lan-Zugang, unter anderem in der City von Den Burg.
Aber wie bei allen Dingen im Leben gilt Probieren geht über Studieren.