Top Ten: Bernd Rehpenning hat sich neuem Monumentalwerk gewidmet

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(Lausanne/Garbsen/Krefeld, 08. Juni 2015) Zeiten, Höhen, Weiten bei Lauf, Sprung und Wurf. Das bietet den Stoff, aus dem die Träume sind. Und natürlich ein reicher Fundus für Statistiken jeder Art. Da sind der Fantasie der „Zahlenmenschen“ fast keine Grenzen gesetzt. Bernd Rehpenning (*05.08.1938) aus Garbsen bei Hannover ist auf Deutschland herunter gebrochen so eine Art Gott Vater der Statistik. Dazu machte sich der Niedersachse über unsere Landesgrenzen hinaus als Schöpfer der weltweit angewandten Mehrkampf-Punktewertung „Modelresults2010“, eingeführt am 01. Mai 2010, einen Namen. Klar, dass sein Herz für die Leichtathletik nicht rein zufällig schlägt. Der inzwischen 77-Jährige kommt selber aus dem Werferlager mit zunächst dem Schwerpunkt Speer-, später Diskuswurf. Allerdings warfen ihn in den letzten Jahren gesundheitliche Rückschläge immer wieder zurück.
Der Liebe und Hingabe zur Statistik tat dies freilich keinen Abbruch. Bernd hat sich mit der ihm eigenen Akribie einem neuen Werk von monumentalem Ausmaß gewidmet, das nach teelöffelweiser Fertigstellung sukzessive auf der Netzseite der European Masters Athletics (EMA) mit Sitz in Lausanne (Schweiz) online gestellt wird: Eine „Ewige Bestenliste“ der zehn besten Europäer in jeder Altersklasse (ab M/W35) und Disziplin. Und da er eben die erwähnte Vorliebe für die ansonsten meist stiefmütterlich behandelte dritte Fraktion hat, sind die vier klassischen Wurf-Disziplinen (Kugel, Diskus, Speer, Hammer) und auch schon der Wurf-Fünfkampf „tutto completto“, wie der italienische Softwareanbieter des kontinentalen Dachverbandes es nennen würde. Es fehlt nur noch der Gewichtwurf, eine amerikanische, allein von und bei den Senioren/innen ausgeübte Erfindung. Nicht nur für mich innerhalb des Wurf-Fünfkampfes ein großes Ärgernis, da er die „gelernten“ Hammerwerfer/innen klar bevorteilt.
Der gute Bernd ist zwar außerordentlich gründlich und gewissenhaft, gleichwohl weder allwissend, noch ein Hellseher. Wer sich also selber nicht entdeckt, obwohl er von seiner Leistung her an einer bestimmten Stelle geführt sein müsste, bei sich oder anderen sonstige Fehler aufspürt, der möge es ihn über die E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wissen lassen. Dabei ist indes zu berücksichtigen, dass die international übliche Regelung Anwendung findet, wonach Leistungen erst berücksichtigt werden, wenn der Geburtstag in der neuen Altersklasse bereits gefeiert wurde. Wären wir gleich wieder bei dem gequirlten Schwachsinn, dass manche deutschen Rekorde „besser“ sind als der offiziell geführte Weltrekord. Der Beispiele gibt es mehr als genug. Nicht nur bei „Alles Müller, oder was?“ Gemeint ist in diesem Falle der einstmals tomatenblonde Guido vom TSV Vaterstetten, geboren am 22.12.1938.