WM in Lyon: Jungmann ließ sich von EMA die Butter vom Brot nehmen

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Kolumne

Das Wort am Sonntag


(Lyon/Krefeld, 07. Juni 2015)
Wessen Veranstaltung ist das eigentlich? Während die federführende World-Masters-Athletics (WMA) auf ihrer miserabel gepflegten Netzseite, und das ist noch charmant untertrieben, mit – derzeit noch letzter – Nachricht vom 21.Mai 2015 auf den Meldeschluss 02.Juni für die 21. Senioren-Weltmeisterschaften vom 04. bis 16.August 2015 in Lyon (Frankreich) hinweist, berichtet die European Masters Athletics (EMA) bereits am 03.Juni, dass 8.042 Startwillige aus aller Herren Länder ihre Meldungen abgegeben haben. Dabei kann territoriales Vorrecht wohl kaum eine Rolle gespielt haben, sondern schlicht Schlampigkeit der WMA. Interessant in dem Zusammenhang zu wissen, dass Multifunktionärin und Verbandsoberschwester Margit Jungmann (im Bild) aus Rehlingen als Vizepräsidentin Exekutive für diesen Bereich verantwortlich zeichnet. Natürlich muss sie sich nicht selber ihre wie auch immer gestylten Fingernägel an der Tastatur abbrechen, aber zumindest mit ihrem  Delegierfinger den Webmaster in Bewegung setzen. Unterstützend begleitet durch das Zauberwort mit fünf Buchstaben: rasch! Oder war es „bitte“?
Einmal unterstellt, dass die ungewöhnlich schnell nur einen Tag nach Meldeschluss veröffentlichte Zahl von 8.042 stimmen sollte, wäre es nach den 11.475 von 1993 in Miyazaki (Japan) und 8.946 von 2007 in Riccione (Italien) die dritthöchste in der Geschichte dieser Titelkämpfe. Als halbwegs verlässliche Größe haben aus Deutschland 439 Senioren/innen ihre Nennungen abgegeben. Halbwegs deshalb, da noch die übliche Dunkelziffer von etwa zehn Prozent hinzu kommt, die bei öffentlich erklärter Abwesenheit um Heim und Hof fürchten, daher (vorerst) namentlich nicht erwähnt werden wollen. Was sich spätestens am Ort der Handlung nicht mehr vermeiden lässt. Aber das Thema haben wir schon ausgequetscht wie eine Zitrone. Allerdings fällt mir dazu noch ein ketzerischer Spruch ein: Lieber ein stadtbekannter Säufer, als ein anonymer Alkoholiker. Na, dann Prost! Wobei: Ein Gläschen in Ehren kann keiner verwehren. Erst recht den obligatorischen Siegerschaumwein nicht, auch Sekt oder in Frankreich Champagner genannt. Lassen wir die weiteren Feinheiten jetzt weg.  
In diesem Sinne noch ein schönen Sonntag und eine geschmeidige neue Kalenderwoche!