Siebenkampf-Weltrekorde durch Weia Reinboud und Anja Akkermann

(Stendal, 31. Mai 2015) Wunsch und Wirklichkeit sind nicht zuletzt im Sport zwei verschiedene Paar Schuhe. Doch was beim 3. Stendaler Hanse-Cup im Stadion „Am Galgenberg“ geboten wurde, war der ganz normale Wahnsinn und übertraf noch die eh schon ziemlich hoch gesteckten Erwartungen mit einem  im Vorfeld angekündigten Siebenkampf-Weltrekord durch die Niederländerin Weia Reinboud (Hellas Utrecht) in der W65. Sie machte ihr Vorhaben wahr, verbesserte die fast fünf Jahre alte bisherige globale Bestmarke (6.211 Punkte) der Österreicherin Marianne Maier um 42 Zähler. Doch damit nicht genug. Denn eine Altersetage tiefer steigerte ihre Landsfrau  Anja Akkerman (DEM Beverwijk) die Welt-Höchstmarke der W60 deutlich auf 5.709 Punkte, die bislang in der Version mit dem 500 Gramm schweren Speer Ulrike Hiltscher (5.458) aus Zittau seit dem Vorjahr innehatte. Die „fliegenden Holländerinen“ wurden mithin zu den Überfliegern dieses Mehrkampf-Meetings. Bekanntlich hatte Reinboud so ganz „nebenbei“ gestern im Rahmen des Zwei-Tage-Werkes ihren eigenen Hochsprung-Weltrekord um zwei Zentimeter auf 1,40 Meter angehoben (wir berichteten).
Verständlicherweise strahlten alle miteinander um die Wette. Nicht zuletzt der ausrichtende Stendaler LV ’92, der bei erst drei Auflagen bereits sechs Weltrekorde zu Buche stehen hat. Zuvor durch die Kanadierin Christa Bortignon bei der Premiere 2013 über 200 Meter und im Siebenkampf der W75 sowie Stabhochsprung-Spezialist Wolfgang Ritte vom SC Bayer 05 Uerdingen 2014 im Zehnkampf der M60.
Und so hieß es zum Abschluss des rundherum gelungenen Wochenendes in der Hansestadt "Auf Wiedersehen in 2016!". Das dies vorzeitig gesichert ist, war gestern bei einer Podiumsdiskussion zu erfahren (siehe Beitrag im Fenster „Flurfunk“).