DLV ruderte in der unsäglichen Nationaltrikot-Frage heftig zurück

(Lyon/Darmstadt/Krefeld, 30. Mai 2015) Tue Gutes und rede darüber, sagte dereinst DLV-Ehrenpräsident Theo Rous aus Alpen am Niederrhein als brillanter Redner und Plauderer. Bedankt für die Steilvorlage, lieber NRW-Landsmann, machen wir sogleich. Aufgrund unserer ständigen Brandmarkung in der unseligen Trikotfrage als einzig wirkliche Interessenvertretung der Senioren/innen, zuletzt bei der Straßen-EM in Grosseto (Italien), legte sich der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) mächtig in die rhetorischen Riemen und ruderte heftig zurück. Im Info-Brief zum Anmeldeverfahren zu den 21. Senioren-Weltmeisterschaften vom 04. bis 16. August 2015 in Lyon (Frankreich) heißt es nunmehr unter Punkt 3.4: „Die internationalen Seniorenverbände EVAA und WMA berufen sich in der Trikotfrage auf  § 143 der Internationalen Wettkampfregeln. Dort heißt es: ,... nehmen die Wettkämpfer in der einheitlichen, zugelassenen Kleidung ihres Nationalen Verbandes teil. Der DLV empfiehlt seinen Athleten/innen, sich an diese Regel zu halten, da er die Athleten/innen nicht durch eine mögliche Disqualifikation im Wettkampf gefährden möchte. Wir sehen durchaus, dass den Athleten/innen dadurch zusätzliche Kosten entstehen. Um dem entgegenzuwirken, hat der DLV zwei Maßnahmen getroffen: Der DLV verlangt von seinen Athleten/innen nicht, dass immer das Trikot der aktuellen Kollektion getragen werden muss. Die Trikots können auch einer früheren Kollektion entstammen.“
Na also, geht doch. Endlich entspricht es der Interpretation, die EMA-Vizepräsident Jerzy Krauze (Polen) bei der Technischen Besprechung zur Hallen-EM 2015 in Torun im Beisein der DLV-Delegation zum Besten gab und EMA-„Präses“ Kurt Kaschke aus Freudenstadt als Teilnehmer am Straßenlauf in Grosseto zehn Kilometer lang, davor und danach plakativ öffentlich zur Schau trug. Ein Trikot aus einer älteren Kollektion nämlich (siehe Foto).
Und was macht der gewählte Senioren(ver)sprecher: er hält in dieser Sache auf seiner Verharmlosungsnetzseite  wieder einmal die (Tastatur-)Finger still, lässt seine Schutzbefohlenen im Dunkeln tappen. Logo! Leider kommen wir nicht überall an. Flankierende Maßnahmen wären deshalb ganz nützlich.