DLV erwies sich auch als Totengräber für das Lampis-Werfermeeting

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(Krefeld, 04. Mai 2015) Siehst du die Gräber am Wegesrand, es sind die Raucher der rot(h)en Hand. So lautete früher mal ein Spruch aus Volkes Mund. Roth-Händle hieß die Hustenanfälle produzierende filterlose Zigarette, die nicht mehr am Markt ist. Heutzutage könn(t)en Kreuze an einstigen Stätten von Leichtathletik-Veranstaltungen aufgestellt werden. Der Schreiner mit Exklusivertrag wäre saniert. Bedarf besteht aktuell für das Lampis-Werfermeeting, das in diesen Tagen im Bayer-Sportpark in Krefeld-Uerdingen ursprünglich seine sechste Auflage erleben sollte. Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat es einmal mehr verstanden auch in diesem Falle unter fadenscheinigen Begründungen Nachberechnungen für die beiden letzten Jahre (für 2013 150€, für 2014 110€) zu konstruieren. Damit ist einer weiteren Ausrichtung die finanzielle Basis genommen.
Derartige Beträge lassen sich bei einem vergleichsweise überschaubaren Meeting mit maximal 50 Teilnehmern selbst durch ein Gewinn abwerfendes Catering nicht erwirtschaften. Denn die erklärte Absicht war, jeden Überschuss in die Re-Finanzierung einer beim nächsten Mal noch besseren Preisgestaltung für die Aktiven zu stecken. Neben einer von außen gelobten sehr guten Organisation erfreute sich dieses den Senioren/innen vorbehaltene Treffen der Werfer-Familie auf meisterschaftswürdig präparierten und dazu optisch schönen Anlagen auf dem Uerdinger Werferplatz zunehmender Beliebtheit. Aber irgendwo und irgendwann ist bei allem Spaß an der Freud' etwas tolles auf die Beine zu stellen Schluss mit lustig, können und wollen die Verantwortlichen von Lampis, die letztendlich im Obligo sind, nicht allzu tief in den privaten Geldsäckel greifen.
Es tut uns besonders leid für all jene Werfer/innen, die uns seit der Premiere 2010 in Erkelenz, bei der kein Geringerer als der damalige EVAA-Präsident Dieter Massin aus Ahlen die Siegerehrungen vornahm, die Treue gehalten und schon nach dem Termin für 2015 gefragt haben. Gleichwohl bitten wir sie und alle anderen potenziellen Interessenten um Verständnis dafür, dass uns buchstäblich die Hände gebunden worden sind. Das passt wie die Faust aufs Auge zu unserem Kommentar "Kurzsichtig: DLV sägt sich den Ast ab, auf dem er selber sitzt" vom 02. Mai 2015. Allerdings ein äußerst schwacher bis gar kein Trost.