Ein bisschen Spaß muss sein beim friedlichen Wettstreit der Geschlechter

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Kolumne

Das Wort am Sonntag

(Langenzenn/Krefeld, 03. Mai 2015)
„Ein bisschen Spaß muss sein“, verheißt uns ein Schlagertitel von Roberto Blanco aus dem Jahre 1972. Der dunkelhäutige Exil-Kubaner mit deutschem Pass machte den Song gewissermaßen zu seinem Lebensmotto. Aber der Ansatz ist ja auch gut und richtig. Spaß sollte der Mensch an den wesentlichen Dingen des Lebens schon haben. Nicht zuletzt bei der wichtigsten Nebensache der Welt, dem Sport. Sag(t)en sich auch die sprintenden Seniorinnen und Senioren des LAC Quelle Fürth. Sie werden bei den Kreismeisterschaften am kommenden Samstag in Langenzenn bei Fürth in einem Kampf der Geschlechter im friedlichen Wettstreit über 4 x 100 Meter gegeneinander antreten. Das sind einerseits Ingrid Meier, Sabrina Raich, Heike Schug, Kerstin Grunwald (zusammen 223 Jahre), andererseits Jörg Hofmann, Klaus Wucherer, Laszlo Müller, Dieter Krumm (261 Jahre). Da wird dem kugelstoßenden Hochspringer als Schlussmann eine ziemliche Last aufgebürdet. Aber Dieter ist ja durch den einwöchigen Trainingsaufenthalt in Latsch (Südtirol) gestählt und gestärkt.
Preise sind angeblich auch bereits ausgelobt: Gewinnen die Mädels, werden sie von der Krone der Schöpfung auf Händen einmal um das 400-m-Oval getragen (Proben sollen schon stattgefunden haben), tragen die Jungs den Sieg davon, werden sie von den Unterlegenen in einer Stretchlimousine der Marke Hummer zum Finale der Team-DM in den Wallfahrtsort Kevelaer am linken Niederrhein chauffiert. Vorsorglich sollte bei der Spritschleuder ein Tankwagen nebenher fahren. Doch beides dürfte bei dieser sehr ungleichen Wette vermutlich eher unter die eingangs erwähnte Devise fallen.
Schaun’mer mal, dann sehn mehr scho ist das passende Zitat von "Kaiser" Franz Beckenbauer dazu.