Sportsch(l)au: Erinnerung an die längst vergessene Trinkkur

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(Köln/Krefeld, 21. April 2014) Es kursieren eine Menge Sportirrtümer, die so lange kolportiert und transportiert werden, dass sie irgendwann Mythenstatus erlangen, also für bare Münze genommen werden. Der Sportwissenschaftler Prof. Dr. Ingo Froböse (im Bild) von der Deutschen Sporthochschule Köln, früherer Klasse-Sprinter beim einstmals ruhmreichen ASV Köln, nimmt sich derartiger Vorurteile im WDR2-Hörfunk und ARD-Morgenmagazin unter der Rubrik „Sportsch(l)au“ an. Mit seiner freundlichen Genehmigung werden wir in loser Folge diese Beiträge veröffentlichen, wobei wir aus Platzgründen gelegentlich den Sinn wahrende Kürzungen vornehmen. Das ist nunmehr das 49. Kapitel zu diesem Themenkomplex, das sich freilich ein weiteres Mal um einen Gesundheits- und Ernährungstipp rankt. Ein damit nicht seine Berechtigung verlierender Beitrag zur an Ostersamstag endenden Fastenzeit, der auch im Rahmen einer Serie in der Rheinischen Post erschienen ist. Deren und unsere Leser werden ihn also wieder erkennen, mithin keiner Fata Morgana erlegen sein.
Noch vor wenigen Jahrzehnten fuhren viele Familien jeden Sommer an die Nordsee. Dort wurden oft Trinkkuren mit Meerwasser durchgeführt. Diese schmeckten furchtbar, galten aber als gesund. Die Bedeutung und Wirkung von Wasser für die Entgiftung war von jeher bekannt. Heute haben die Trinkkuren indes an Bedeutung verloren, obwohl die Wirkung des Trinkens aus rein gesundheitlichen Gründen, wohl gemerkt, für die Ausschwemmung von Giftstoffen wissenschaftlich belegt ist.
Nachfolgend die Zusammenstellung für eine siebentägige Trinkkur: Morgens direkt nach dem Aufstehen 0,3 l lauwarmes Wasser; zum Frühstück drei bis vier Tassen ungesüßten, entkoffeinierten grünen Tee oder milden Kräutertee; bis zum Mittagessen/frühen Nachmittag jede Stunde 0,3 l Wasser; ab 14/15 Uhr regelmäßig kleinere Portionen trinken; Abends vor dem Zubettgehen 0,3 l laufwarmes Wasser.
Bei dieser Trinkkur sollten täglich drei bis vier Liter Wasser getrunken werden! Unbelastetes, kohlensäurefreies oder –armes Wasser ist am besten geeignet. Dabei sollten zwei Drittel der Flüssigkeit bis zum Nachmittag konsumiert worden sein.“