Sportsch(l)au: Mit Schwung und Bewegung durch den Alltag

(Köln/Krefeld, 03. Januar 2015) Es kursieren eine Menge Sportirrtümer, die so lange kolportiert und transportiert werden, dass sie irgendwann Mythenstatus erlangen, also für bare Münze genommen werden. Der Sportwissenschaftler Prof. Dr. Ingo Froböse (im Bild) von der Deutschen Sporthochschule Köln, früherer Klasse-Sprinter beim einstmals ruhmreichen ASV Köln, nimmt sich derartiger Vorurteile im WDR2-Hörfunk und ARD-Morgenmagazin unter der Rubrik „Sportsch(l)au“ an. Mit seiner freundlichen Genehmigung werden wir in loser Folge diese Beiträge veröffentlichen, wobei wir aus Platzgründen gelegentlich den Sinn wahrende Kürzungen vornehmen. Das ist nunmehr das 62. Kapitel zu diesem Themenkomplex. A.H.
Egal, ob bei der Arbeit oder zu Hause, ein Großteil der Tageszeit wird im Sitzen verbracht, ohne große Bewegungsunterbrechungen. Zunehmende sitzende Tätigkeiten bestimmen den Alltag. Die Folgen der hohen Inaktivitätszeiten sind gravierend! Der Stoffwechsel fährt auf ein Minimum herunter und nicht selten ist Übergewicht die Folge. Auch die Gefahr an chronische Krankheiten, wie Diabetes und Bluthochdruck, zu erkranken steigt. Mit zunehmendem Alter fehlt zudem die muskuläre Basis für den Erhalt der Mobilität und Selbstständigkeit. Aber das muss nicht sein. Sagen Sie dem „sitzenden Lebensstil“ den Kampf an. Keine Angst! Der Aufwand ist geringer, als Sie denken! Beginnen Sie, die Alltagsaktivität fester in Ihren Tagesablauf zu integrieren. Lassen Sie den Aufzug links liegen und nehmen Sie die Treppe oder steigen Sie eine Bahnstation früher aus und bewältigen Sie den restlichen Weg zu Fuß. Auch auf der Arbeit bieten sich viele Möglichkeiten, um dem Bürostuhl zu entfliehen. Stellen Sie den Drucker außer Reichweite, sodass Sie zum Aufstehen "gezwungen" werden. Probieren Sie Telefonate im Stehen zu führen, und vielleicht können Sie Ihre Kollegen zu einer aktiven Mittagspause überreden. Gehen Sie zu einem Restaurant um die Ecke, anstatt die Kantine zu nutzen. Sich zwischendurch Bewegung zu verschaffen gilt auch daheim für die Tätigkeiten am PC. Die dauern zum Beispiel beim Surfen im Internet doch meist länger, als man(n)/frau zunächst vorhatte.
Fazit: Es ist selten zu früh, aber nie zu spät. Und da der Beginn eines neuen Jahres stets auch mit guten Vorsätzen gepflastert zu sein pflegt, ist es ein trefflicher Zeitpunkt, die geschilderten Dinge (und gerne auch mehr) in die Tat umzusetzen.