Trikot-Zwang durch DLV: Richter möge Tatbestand der Nötigung prüfen

(Krefeld, 30. Dezember 2014) Bekanntlich muss das Eisen geschmiedet werden, solange es noch heiß ist. Also haben wir in der angeheizten Trikot-Frage GERMANY oder Deutschland ein paar Kohlen nachgelegt und den Schauplatz auf die Gruppe Senioren-Leichtathletik bei Facebook (418 Mitglieder, zehn mehr als bei uns, jedoch teilweise identisch) ausgedehnt. Die Reaktionen tröpfeln zwar bislang nur teelöffelweise herein (nicht jede/r ruft schließlich täglich diese Seite auf). Aber die Resonanz auf unsere Kolumne und die dort dargestellte Haltung sich vom DLV nicht Germany aufzwingen zu lassen, ist durchgängig positiv. Ferner wird da und in weiteren Mails direkt an uns eine Unterschriften-Aktion allgemein begrüßt. Die muss sich übrigens nicht auf die potenziellen deutschen Starter bei Europa- und Weltmeisterschaften der Senioren/innen beschränken. Wer sich solidarisch erklären möchte, kann dies selbstverständlich herzlich gerne tun.
Beispielhaft nur eine Stimme im gleichen Tenor, die des weithin bekannten und erfolgreichen Sprinters Arno Hamaekers (*1940) von der LAG Obere Murg: „Den Vorschlag von Torsten Lange für eine Unterschriftenaktion begrüße ich sehr. Ich werde nicht mit ,Germany’ auf dem Trikot bei einer internationalen Meisterschaft starten. Den etwaigen Konsequenzen sehe ich gelassen entgegen.“ Das ließe sich in diesem Stile beliebig fortsetzen. Jedoch noch sehr interessant ein anderer Punkt: Gerhard Paech, ehemaliger Geschäftsführer (1970 – ’99) des LV Rheinland, beabsichtigt die Stellungnahme eines befreundeten Richters zum von uns ins Spiel gebrachten etwaigen Straftatbestands der Nötigung einzuholen. Die leidige Angelegenheit nimmt Fahrt auf. Und was macht Seniorensprecher Alfred Hermes? Er schweigt sich zu diesem brisanten Thema aus, als habe er keine Meinung, und es ginge ihn alles nichts an! Das bewerte jede/r selber.
Allerdings noch zu guter Letzt ein (weiterer) externer Aspekt, den Lampis-Mitglied Rolf Griesberg (*1952) vom Pulheimer SC zur Debatte beitrug. Wie er mit x-Millionen anderen Zuschauern vor dem Pantoffelkino sehen konnte, treten die Mensch gewordenen deutschen (Bundes-)Adler sowie alle Trainer und Betreuer bei der prestigeträchtigen Vierschanzen-Tournee im Skispringen alle hübsch einheitlich in einem Trainingsanzug mit dem großen rückseitigen Schriftzug DEUTSCHLAND auf. Geht doch! Nicht ohne Pikanterie, dass ihn auch Bundestrainer Werner Schuster und sein „Co“ Stefan Horngacher tragen. Beide besitzen nämlich die österreichische Staatsangehörigkeit. Das hat was und nennt sich Identifikation mit der Aufgabe, der sie sich verschrieben haben.