Lutz Vorbach vollendet heute siebtes Lebensjahrzehnt

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(Gangelt/Krefeld, 14. April 2014) Beharrlichkeit führt auch zum Ziel. Manchmal. Mitunter bedarf es zudem ein wenig des Glückes der Gunst der Stunde. Kugelstoßer und Diskuswerfer Lutz Vorbach vom SC Rotweiß Schlafhorst in Übach-Palenberg musste bis kurz vor seinem „Siebzigsten“, den er just heute begeht, warten, ehe er seine größten sportlichen Erfolge feiern durfte. Bei den Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften mit Winterwurf am ersten März-Wochenende in Erfurt (Thüringen) wurde er in der M 70 mit der Kugel (12,37 m) Zweiter und mit dem Diskus (38,44 m) Erster. Doch seien wir knapp ehrlich: dabei leisteten die außerordentlich dünn besetzten Wettbewerbe, wofür er indes nichts kann, gütige Mithilfe. Beim Kugelstoßen konnte er Silber nicht entgehen (außer er hätte den Medaillenstandard verfehlt), war nur noch der ungefährdete Sieger Lutz Caspers (13,83 m) vom TV Alzey beteiligt, und beim Diskuswurf musste Vorbach lediglich Wilhelm Kraatz (36,13 m)  vom TSV Bargteheide hinter sich lassen.
Sei’s drum. Das war eh nur das Vorwort für die kleine Laudatio. Denn der Mann hat, was wahrscheinlich weithin unbekannt sein dürfte, ein sehr interessante Vita. Aus der Lüneburger Heide stammend, wobei wir nicht wissen, ob ihn der Truppenübungsplatz in Soltau inspiriert hat, wurde er Berufssoldat bei der Bundeswehr. Dort machte er mit der ihm eigenen Zielstrebig- und Beharrlichkeit bis hin zum Oberst Karriere. Zuletzt war er bis zu seiner frühen Pensionierung mit 52 Jahren als Stabsoffizier im NATO-Hauptquartier in Brüssel (Belgien). Die ihm zustehende Berufsförderung nach seinem Ausscheiden nutzte er zu einer dreijährigen Ausbildung zum Uhrmacher. Das Sprungbrett als Galerist, der wertvolle Wand- und Standuhren ankauft, restauriert und an seinem Wohn-/Geschäftssitz in Gangelt bei Geilenkirchen verkauft. Dazu fertigt er in Handarbeit eine von ihm entworfene analoge Armbanduhr, deren Uhrwerk rückseitig durch Panzerglas sichtbar ist. Ein solches Schmuckstück mit praktischem Nutzen darf ich als Geschenk mein eigen nennen. Nicht von ihm, sondern von meiner persönlichen Regierungschefin zu einem besonderen Anlass.
Bleibt uns zu guter Letzt von dieser Stelle und Welle zum runden Geburtstag zu gratulieren! Was hiermit geschehen wäre.