Oliver Rohwer beendete höchst erfolgreiche Karriere

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(Lübeck/Neumünster/Krefeld, 13. April 2014) Ein Ex-Weltmeister dankt ab. Nicht ganz freiwillig. Latente Kniebeschwerden, starke berufliche Belastung als Techniker im Ausbesserungswerk der Bundesbahn an seinem Wohnstiz in Neumünster und die zweimal wöchentliche Pendelei zum Spezialtraining bei Uwe Mundt in Lübeck (hin und zurück 140 Kilometer) ließen ihn an der Sinnhaftigkeit seines enormen Aufwandes zweifeln. Ausgang bekannt (siehe oben). Gemeint ist – was  die Überschrift bereits verheißt – Drehstoß-Interpret Oliver Rohwer (*1970) von LBV Phönix Lübeck.
„Olli“, wie er von seinen Freunden und Sportkameraden genannt wird, war auch menschlich eine Zierde für den Senioren-Wurf, gewann etliche Titel und Medaillen bei nationalen sowie internationalen Meisterschaften. Obwohl er den Diskus mehr so als kaum trainiertes Nebenprodukt und vordergründig für das DAMM-Team segeln ließ, gewann er bei der Stadion-DM 2012 in Erfurt das begehrte Double Kugel/Diskus. Se
inen größten Coup landete der „Phönix“, in diesem Falle nicht aus der Asche, bei den Senioren-Weltmeisterschaften 2011 im kalifornischen Sacramento (USA) als Titelgewinner im Kugelstoßen der M 40. Der Mundt-Schützling hat eine absolute Bestleistung von 17,63 m. Die erzielte er noch mit der konventionellen O’Brien-Technik, ehe er 2007 auf Drehstoß umstellte.
Da auch im Sport das melancholische Lied von Trude Herr und Wolfgang Niedecken (BAP) bisweilen Gültigkeit hat, lautet bei Oliver Rohwer die Devise „Nie geht man so ganz“, steht er den Lübeckern für Mannschaftswettbewerbe (zunächst) weiterhin zur Verfügung. Freilich sollten wir ihn aus genannten Gründen nicht mehr an seinem gewohnt hohen Leistungsniveau jenseits der 16 und 45 Meter messen.