DLV antwortete "zeitnah" auf den Offenen Brief von Dieter Krumm

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(Darmstadt/Langenzenn/Krefeld, 01. Juli 2021) Unverhofft komm oft! Das ist jedoch eher des Reimes wegen als charmante Übertreibung oder Persiflage zu verstehen. Erst recht, wenn der ominöse, schwerfällige Behördenapparat des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) im unseligen Spiel ist. Er gedenkt allzu häufig so manches durch längeres Liegenlassen und, schlimmer noch, Ignorieren zu erledigen. Und so kann bei ihm unverhofft getrost durch „unerwartet“ ersetzt werden, ohne dass es oft käme. Konkret in diesem Falle die „zeitnahe“ (auch ein fehlinterpretierter Terminus beim DLV; siehe immer noch ausstehende Ausschreibung zur Senioren-DM 2021) Reaktion auf den Offenen Brief von Dieter Krumm (LAC Quelle Fürth) aus dem mittelfränkischen Langenzenn zur exorbitanten Erhöhung der Gebührenordnung (siehe Link). Der Verfasser erhielt tatsächlich nur wenige Tage später mit Datum 27.Juni 2021, 20:27 Uhr, via E-Mail eine Rückantwort von Jochen Schweitzer, seines Zeichens DLV-Vizepräsident Finanzen/Wirtschaft.

Irgendwie wird die Leichtathletik hier zu Lande doch kaputt zu reformieren sein

Allerdings ist sie mit nichtssagenden Allgemeinplätzen dermaßen lang geraten, die Rechtfertigungsarie, dass wir sie allein schon aus Platzgründen nicht 1:1 wiedergeben können, noch weniger wollen. Hinzu kommt, dass die dezidierte, sezierende gegenargumentierende Antwort von Krumm darauf noch episch breiter ausfällt. Da muss des Sängers Höflichkeit schlichtweg weitgehend schweigen. Also ein kleines bisschen was. Schweitzer beginnt mit der jovial-anbiedernden Anrede „Guten Tag, lieber Dieter“. Abgesehen davon, dass bereits Abend war, kann sich D.K. nicht daran erinnern, mit ihm, Schweitzer, schon im Sandkasten zusammen gespielt zu haben.
Doch zur Kernaussage des „Verbandsbruders“, die zum besseren Verständnis zweimal angefettet und obendrein noch unterstrichen worden ist. Es handele sich um Höchstsätze, die von den Veranstaltern berechnet werden könnten, aber nicht müssten. Das ist naturgemäß graue Theorie. Wer nimmt schon nur den kleinen Finger, wenn er qua Dekret einer Gebührenordnung die ganze Hand bekommen kann? Vollkommen illusorisch, etwas für den Bereich Märchen und Sagen a la Wolkenkuckucksheim und Verwaltungswasserkopf mit über 50 hauptamlichen Kräften auf der Alsfelder Straße (böse Zungen sagen Alzheimer Straße) in Darmstadt.
Belassen wir es dabei. Irgendwie wird die Leichtathletik hier zu Lande doch kaputt zu reformieren sein.