Leute, aufgepasst: Kommende Nacht werden die Uhren vorgestellt

(Krefeld und die Republik, 27. März 2021) Leute, aufgepasst! Wer ausgerechnet am morgigen Sonntag einen Termin haben sollte, und sei es zum Hochamt um 10 Uhr, der sollte darauf achten, nicht zu spät am Ort der Handlung zu erscheinen. Denn wir spielen alle miteinander in der kommenden Nacht wie Miss Sophie und ihr Butler James „Dinner for one“. Nämlich dasselbe Prozedere jedes Jahr. Kleiner Unterschied: Das gleich zweimal pro anno. Stellt sich die Frage, wie lange dieser längst wissenschaftlich erwiesene ökologische und ökonomische Schwachsinn für Mensch und Haustier noch anhält, an den Uhren herum zu drehen. Schließlich ist die Zeit was sie ist – unverrückbar.

Ausbaden müssen es die Bürger

Aber da nützt kein Jammern und kein Klagen, in der kommenden Nacht werden die Zeitmesser von  zwei auf drei Uhr vorgestellt. Hoch lebe die Europäische Union (EU), die es de jure schon abgeschafft hat, sich de facto jedoch nicht auf eine zeitlich einheitliche Umsetzung zu einigen vermag. Das ist allerdings typisch für den Staatenverbund von 27 europäischen Ländern. Ausbaden dürfen es die rund 450 Millionen Bürger.

Symbolische Aktion für den Klimaschutz

Vorher gibt es allerdings – bei aller unstrittigen Wichtigkeit (Leugner sind allerdings auch hier am Start; Trump lässt grüßen) – sogar eine weltweite Pseudo-Aktion: Die „Earth Our 2021“, bei der die Menschen rund um den Globus um 20:30 Uhr ihrer Zeit als Mahnzeichen für mehr Klimaschutz das Licht ausschalten soll(t)en. Darf das Pantoffelkino an bleiben? Klar, kann jeder einzelne seinen Beitrag zu dieser Herkulesaufgabe leisten. Aber dann bitte nicht mit einmal symbolisch die Beleuchtungskörper ausknipsen. Und unsere Damen und Herren Politiker kommen damit schon gar nicht aus der Nummer raus, die im großen Stile zu allererst sie angeht.