Christina Schwanitz verniedlicht Infektionszahlen bei der Hallen-EM

(Darmstadt/Dresden/Krefeld, 24. März 2021) Kugelstoß-Ikone Christina Schwanitz (*1985) aus Dresden ist bislang nicht durch schöngefärbte, weichgespülte und dreimal chemisch gereinigte, wohlfeile Worthülsen a la DLV auffällig geworden. Die 35-jährige Zwillingsmama und Buchautorin (siehe Cover) pflegte bislang die klare Kante mit nötigenfalls durchaus kritischen, unmissverständlichen Tönen. Es sei nur daran erinnert, dass sie wegen der Corona-Gemengelage kürzlich im Deutschlandfunk für eine Verlegung der Olympischen (Nachhol-)Spiele von Tokio in den normalen Zyklus nach 2024 plädierte (wir berichteten). Nun allerdings kommt „La Schwanitz“ allzu nonchalant mit ihrer Aussage über die verseuchte Hallen-EM im polnischen Torun gestern auf der Verbandsnetzseite daher. O-Ton: „Ein kleiner Prozentsatz hat sich infiziert, ja. Aber wir dürfen jetzt nicht nur auf das Negative schauen.“
Wie bitte? Ganz so niedlich war es dann doch nicht. Es haben sich nachweislich mehr als 50 Teilnehmer/innen der insgesamt 642 Gemeldeten diesen vermaledeiten Virus eingehandelt. Ganz zu schweigen von der Dunkelziffer. Gehen wir also getrost von mindestens zehn Prozent aus. Obendrein: Jede/r ist eine/r zu viel und absolut ungeeignet, Vertrauen in derartige Sportveranstaltungen mit größeren Menschenansammlungen unterm Hallendach herzustellen (übrigens käme das auch x-fach bei Olympia vor). Außerdem ist zwischenzeitlich bekannt geworden, dass sich etliche Aktive nicht den Hygieneregeln konform verhalten hätten. Summa summarum wurde der Sache ein Bärendienst erwiesen, Frau Schwanitz!

Hätten Sie doch nur geschwiegen, wären Sie Philosophin geblieben.