Polen hat in Zeiten wie diesen auch ein Herz für die Masters

(Torun/Tscheljabinsk/Krefeld, 16. März 2021)  Wo ein Wille, da ist selbst in Zeiten wie diesen der vertrackten Corona-Seuche anders als hierzulande auch bei der Ü35-Generation ein Weg. Dazu müssen wir ein wenig neidisch gen Osten schauen. Die Polen machten es uns am vergangenen Wochenende mit ihren offen ausgeschriebenen „Indoor-Masters“ am bewährten Schauplatz in Torun vor. Dankenswerterweise stellte uns der polnische Masters-Vizepräsident Jerzy Krauze einen kurzen Beitrag mit entsprechender Verlinkung der Online-Ergebnisliste zur Verfügung.
Aber nicht nur dort war für die ewigen Talente von gestern und vorgestern ordentlich Betrieb unterm Hallendach. Die ungerechtfertigt in Sippenhaftung genommenen und von internationalen Wettkämpfen ausgesperrten russischen Senioren*innen hatten gleichzeitig in der 1,2-Millionen-Einwohner-Stadt
Tscheljabinsk in der Ural-Region ihre Titelkämpfe.  Diesbezüglich versuchen wir durch Vermittlung des immer noch bestens vernetzten EMA-Ehrenpräsidenten Dieter Massin aus Ahlen den Kontakt zu einem ihm bekannten, der deutschen Sprache einigermaßen vertrauten russischen Korrespondenten für einen Beitrag bei uns herzustellen. Schaun mer mal.

Aneta Lemiesz stellte in 54,80 famosen 400-m-Weltrekord bei der W40 auf
  
Ungeachtet aller Einschränkungen und Auflagen die mit dem Corona-Virus in Zusammenhang stehen, wurden eine Woche nach der Hallen-EM der kontinentalen Elite der Männer/Frauen an selber Stelle die 30.Offenen Polnischen Meisterschaften ab M/W35 ausgerichtet. Sie lockten insgesamt 642 (!) Sportler*innen an. Unter den vorwiegend heimischen Aktiven befanden sich auch Gäste aus Griechenland, Schweden, Weißrussland, Luxemburg, der Ukraine und sogar dem 4.260 Kilometer entfernten Kasachstan.
Herausragend der Hallen-Weltrekord durch Aneta Lemiesz (*17.01.81) aus Warschau in famosen 54,80 Sekunden über 400 Meter der W 40. Die bisherige, bereits 13 Jahre alte globale Bestmarke (56,15) der Französin Barbara Aknin steigerte sie mal eben um satte 1,35 Sekunden. Denkbar knapp am Weltrekord vorbei schrammte der Warschauer Mariusz Walczak (*27.02.1971) mit 21,95 Meter im Gewichtwurf der M50.
Lediglich 15 Zentimeter fehlten ihm an der Rekordleistung von 22,10m des Briten Stephen White aus 2014. Eine ebenfalls internationale Galavorstellung bot Mattias Sunneborn (*1970) aus Schweden mit 52,30 Sekunden über 400 Meter der M50. Es wurde kolpertiert, dass er mit der Verbesserung des Weltrekordes (51,73) von Roland Gröger aus Berlin geliebäugelt habe. Alle Resultate unter diesem Link. Jerzy Krauze