LZ: "DLV soll sich nicht wieder einen schlanken Fuß machen"...

(Kreis Lippe/Krefeld, 10. Februar 2021) Da wir keine Einnahmen generieren, sondern ausschließlich, wenngleich überschaubare Ausgaben produzieren, können/wollen wir uns keinen honorarpflichtigen Pressespiegel leisten, der querbeet durch den digitalen und analogen Blätterwald alles abbildet, was über, für und gegen den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) erscheint. Auch forsten wir nicht in mühseliger, zeitaufwändiger Kleinarbeit durch, was davon das Internet über ihn hergeben könnte. Aber glücklicherweise gibt es noch den Obergefreiten-Dienstweg mit einer sehr guten Vernetzung und Kontakten aufgrund meiner bis September 2018 proppere 52 Jahre währenden eigenen Aktivitäten allein in 1.160 Wettkämpfen im Kugelstoßen. So auch zum knapp jüngeren Hermann Mehlig (*1945; im Bild) von der LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen.

... der Titel steht redensartlich für sich „davonstehlen“, drastischer: „verpissen“

Bei dem verpflichtenden Vornamen (man denke an den gleichnamigen Cheruskerfürsten, dem im Teutoburger Wald bei Detmold ein riesiges Denkmal gewidmet ist) gehört der Ostwestfale im Sinne der Sache ebenfalls zu den streitbaren Geistern. Der 75-Jährige ist einer der vier Hauptdarsteller in einem fünfspaltigen Artikel mit eingeblocktem dreispaltigem Foto der Lippischen Landeszeitung (LZ) in der Rubrik „Wort zum Sport“ vom 08.Februar 2021 mit der Überschrift „DLV soll sich nicht wieder einen schlanken Fuß machen“ (steht redensartlich für sich „davonstehlen“, drastischer: „verpissen“). Den leider nicht als Online-Version zur Verlinkung verfügbaren Beitrag mailte Hermann mir als gescannte Variante zu.

Verächtliche Äußerung einer DLV-Mitarbeiterin

Obwohl ich bekanntermaßen in der Wortwahl nicht zimperlich bin, wenn es geboten erscheint, war ich über eine Passage doch bass erstaunt, richtiger: regelrecht erschrocken. Nicht damit, dass sich das Quartett vom Tenor des Beitrages her von der Dachorganisation stiefmütterlich behandelt und schmählich im Stich gelassen fühlt. Das ist unseren Lesern hinlänglich bekannt und oftmals Gegenstand unserer Berichterstattung. Vielmehr war/ist es die persönliche Aussage einer DLV-Mitarbeiterin mit verbandstypischem Anglizismuswahn, die wie folgt zitiert wird:
„Es ist eine schwierige Zeit. International sind alle Senioren-Wettkämpfe gestrichen, und seriöse Planungen für die nationale Outdoorsaison sind derzeit nicht möglich.“ Weiter wundert sich die Dame ungenannten Namens und Alters „bei allem Respekt vor dem Enagement der Senioren, welch Egoismus mitten in der Pandemie teilweise unter den Risikogruppen herrscht“.
Rums, das sitzt, dass es nur so scheppert, ist geradezu verächtlich. Hat(te) dieser weibliche Haudrauf keine Eltern im Senioren-Alter oder glaubt sie, die ewige Jugend gepachtet zu haben? Aber es passt haargenau in das unerfreuliche Bild, das Hans Mustermann und Gretchen Müller von „ihrer“ Interessen-Vertretung haben. Punkt!