Ganz schön was los bei der Leichtathletik unterm Hallendach

(Karlsruhe/Düsseldorf/Rochlitz/Krefeld, 31. Januar 2021) Ganz schön was los unterm Hallendach an diesem Wochenende in der hoffentlich bald zu Ende gehenden Epoche des vermaledeiten, quälenden und lähmenden Corona-Zeitalters. Bereits Freitagabend ging das Indoor Meeting in Karlsruhe über die Rampe (siehe Ergebnisspiegel). Derweil feiert heute mit Weitsprung-Weltmeisterin Maleika Mihambo das ISTAF Indoor im ISS Dome in Düsseldorf auf einer ambulanten Anlage über der abgedeckten Eisfläche Premiere, wo sonst die Kufencracks der Düsseldorfer EG in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) auf Punktejagd gehen. Und aus Werfersicht steigt nicht zuletzt dazu parallel ab 11 Uhr das 15.Kugelstoß-Meeting (einstmals „Fliegende Kugeln im Advent“) im sächsischen Rochlitz.

Abwechslung von der Wintersport-Dauerberieselung

Für aktive Leichtathleten und die Freunde davon eine schöne Abwechslung von der allwöchentlichen TV-Dauerberieselung aller möglichen Wintersportarten. Denn sowohl die Ereignisse in West und Ost werden national wie regional im Fernsehen und in Livestreams gezeigt. Die ARD überträgt sogar im Rahmen der langen Sportschau-Sendung ab 9.25 Uhr gnädig ab zirka 14.35 Uhr eine 20-minütige Zusammenfassung vom ISTAF und zuvor ab 12.15 Uhr im Livestream auf sportschau.de (für Rochlitz siehe mdr.de).

Jahresauftakt für Lokalmatador David Storl…

Das Soloprogramm der Fraktion Stoß versammelt am Geburtsort des in zweierlei Hinsicht in die Jahre gekommenen einstigen Kugelstoß-„Wunderknaben“ und heutigen Jungseniors David Storl (*27.07.1990/M30) vom SC DHfK Leipzig die gesamte, in verschiedenen Bundeskadern angesiedelte deutsche Elite zu Sichtungswettbewerben und Standortbestimmungen  (zur Gesamt-Teilnehmerliste). Für Storl selber ist es zugleich der Jahresauftakt. Mal so zum Vergleich: Bei seinem Abschied aus der U20 stieß der damals 19-Jährige bei „Fliegende Kugeln im Advent“ am 20.Dezember 2009 in der mit knapp 1.000 Zuschauern überfüllten Turnhalle Am Regenbogen (darunter der Verfasser dieses Beitrages) nach dem Auftritt mit der „Sechser“ beim erfolgreichen gestalteten Duell mit Ralf Bartels (*1978) vom SC Neubrandenburg die 7,26-Kilo-Kugel der Männer-Klasse 20,48m weit. Bezeichnend, dass sich der Dinosaurier der Rückenstoßtechnik (siehe Link) elf Jahre später im besten Leistungssportalter daran messen lassen muss.

…und wie schlägt sich sein deutscher „Kronprinz“ Steven Richter?

Mindestens genauso interessant wird sein, wie sich sein von Storl-Entdecker Christian Sperling auf Drehstoß trainierter designierter deutscher „Kronprinz“ Steven Richter (*2003) vom LV 90 Erzgebirge bei seinem Einstand mit dem 6-Kilo-Gerät präsentiert. Dessen prominente Klubkameradin Christina Schwanitz (*1985) wird vermutlich mit mächtig Wut im Bauch in den Ring gehen. Nach ihrem formidablen Erstlingswerk 2021 von 19,11m in Chemnitz musste „La Schwanitz“ in Karlsruhe gegen internationale Konkurrenz als Fünfte mit für sie enttäuschenden 18,27m lediglich knapp vor Sara Gambetta (18,08m) einen herben Dämpfer einstecken.
Eigentlich müßig zu erwähnen, dass bei strengen Hygiene-Konzepten mit Corona-Schnelltests hier wie dort vernünftigerweise keine Zuschauer vor Ort sein werden. Zumindest dürfen sich in
Storl-City" Aktive, Offizielle und betreuende Trainer in den in mehreren Blöcken abgewickelten Wettbewerben über die stimmungsvollen Ansagen des moderierenden Stimmungsmachers Hardy Gnewuch aus Halle an der Saale freuen. Eine Zierde seines Fachs, der Ossitainer". Da fabuliere ich nicht über des Kaisers Bart, habe ihn mehrfach leibhaftig erlebt.